Kontaktabbruch zu narzistischen Eltern – Wohin mit den SchuldgefĂŒhlen?

«Wir mĂŒssen reden!» bei diesem Satz schillern bei mir alle Alarmglocken. Ich öffne in meinem Kopf 100.000 Fenster, gehe x Situationen in den letzten Tagen und Wochen durch. Was habe ich falsch gemacht? Wo habe ich mich falsch ausgedrĂŒckt? Wo habe ich nicht emphatisch genug reagiert? Habe ich den falschen Ton getroffen, weil ich gestresst war?

Dabei ist der Satz «Wir mĂŒssen reden!» harmlos. Er besagt nur, dass Kommunikationsbedarf besteht, um etwas zu besprechen. Meist sind das banale Dinge, manchmal aber auch ernstes Zeug, aber noch nie hat mir jemand den Kopf abgeschlagen, auch wenn dieser Satz bei mir das GefĂŒhl auslöst. Ohne Kommunikation wĂ€ren unsere zwischenmenschlichen Beziehungen schwierig.

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2020 – Ich mag dich nicht sonderlich, oder doch?

Na, wie geht es euch denn so, in Zeiten von Corona, Verschwörungstheorien a la Hildmann, den Streit um veraltete Begriffe und den BLM Movement? Ich muss zugeben, langsam ist die Luft bei mir draussen, und wir haben gerade mal so die Halbzeit geschafft. Das ich dieses Jahr noch keine wirkliche Auszeit hatte macht sich bemerkbar. Schreibblockade, dauernde innere MĂŒdigkeit, Kopfschmerzen aus der Hölle und auch der RĂŒcken macht zu schaffen. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur alt und das sind nun die schleichenden Beschwerden einer Frau die langsam, aber sicher auf die 40 zugeht. Tja nun.

Eskapismus, ich vermisse dich, sehr!

Das Herzensprojekt lĂ€uft an, ich habe in ein paar Tagen offiziell Urlaub und kann es ehrlich gesagt kaum erwarten. Handy abschalten, den massiven Mental Load wegen der Arbeit in die Tonne kloppen und einfach nur das Leben geniessen. Denn in den letzten Wochen und Monaten habe ich wahrlich nichts anderes getan, als geschlafen, gegessen und gearbeitet. Private Kontakte wurden auf ein Minimum reduziert, und auch wenn Corona nicht wĂ€re, mir fehlte einfach die Kraft, weil die Arbeit all meine Energie frass und ich einfach keine Muse mehr hatte nach der Arbeit etwas fĂŒr mich zu tun, so wie ich das gewohnt bin.

Keine Reisen an Ostern, keine an Pfingsten, keine Wochenendtrips nach Paris oder Berlin – keine Fusion, und ja, ich weiss sehr wohl wie das klingt. Verwöhnt, es gibt andere Probleme, andere Z.B bangen um ihre Existenz. Aber das ist nun mal meine RealitĂ€t, ich darf traurig sein.

Ich spĂŒre aber auch eine innere MĂŒdigkeit, aufgrund der ganzen Sachen, die im Moment laufen. Kaum ist etwas ĂŒberstanden, kommt einem schon das nĂ€chste entgegen, dass man verkraften und verarbeiten muss.

BAM! BAM! Und nochmals BAM!

Als wĂ€re also das alles schon nicht genug, kam 2020 mit einer weiteren massiven Überraschung um die Ecke und knallte sie mir vor die FĂŒsse.

Ich habe von jetzt auf gleich zwei Neffen bekommen – Jawohl, ich bin nun die coole Tante, die ich schon immer sein wollte.  Als sich der Halbbruder meines Vaters meldete vor zwei Wochen und ich erfuhr, dass meine Cousine zwei Kinder hat, war ich klar erstmal ĂŒberfordert und was weiss ich nicht alles. Es hiess immer sie wĂŒrden keinen Kontakt wollen. Und so von jetzt auf gleich, hat man wieder einen Teil der Familie zurĂŒck, Erinnerungen, gemeinsame Verwandte, alles nur ein paar Stunden entfernt.

Ganz ehrlich?

Ich hatte mich so an das Alleinsein gewöhnt, dass es sich auch jetzt noch komisch und fremd anfĂŒhlt. Plötzlich tauchten da Bilder auf, von mir als Kind, von meinen Eltern in ihrer Jugend, bei ihrer Hochzeit, auf Feiern, Videos von meinen ganzen Verwandten, die meisten davon schon lange tot. Ich war noch nie so froh Bilder aus meiner Vergangenheit zu sehen und noch nie so traurig und wĂŒtend zugleich.

Wie man nach aussen so glĂŒcklich aussehen kann, so zufrieden, die perfekte Familie und hinter den Kulissen war Gewalt, LĂŒgen und Intrigen, schlimmer als in einem Drehbuch von «Gute Zeiten, Schlechte Zeiten»! FĂŒr einen kurzen Augenblick kaufte ich ihnen das Theater sogar ab, bis man mich daran erinnern musste, dass das alles was dort auf den Bildern zu sehen ist eine Show war.

Hauptsache der Schein ist gewahrt

Ich merke wieder, wie meine Verachtung steigt, auf Menschen, die scheinheilig die heile Familienwelt nach aussen vorspielen nur um sich keine Blösse zu geben. Die ihren Kindern einblĂ€uen, dass «alles unter uns bleiben muss, es geht niemanden was an, was hinter verschlossener TĂŒre abgeht!» Nur um zum Schluss verstörte Kinder und zerstörte Seelen zu hinterlassen, anstatt das unausweichliche zu tun: Sich zu trennen. Niemanden ist geholfen, wenn die Eltern Tag und Nacht Konflikte austragen und auf biegen und brechen zusammenbleiben, wĂ€hrend alle darunter leiden, vor allem sie selbst!

Alle sahen so glĂŒcklich aus, auf den Feiern, beim Standesamt, beim Fotografen, so unfassbar fucking glĂŒcklich. Diese Scheinheilige Fassade aufrecht erhalten konnten sie gut. Sehr gut sogar, ich hĂ€tte selber fast vergessen, den ganzen Horror, das ganze Ausmass des Dramas, das andere liebevoll Kindheit nennen.  Als hĂ€tte Corona, der Verzicht auf alles was mir Spass macht und die massiven EinschrĂ€nkungen nicht gereicht, um mir und uns allen das Leben schwer zu machen, kam nun ein massiver Flashback zurĂŒck, der mich fast zwei Wochen aus den Schuhen haute. Die Welt blieb deswegen aber nicht stehen, ich musste funktionieren. NĂ€chte, in denen ich nur ein paar Stunden schlief waren an der Tagesordnung, TagsĂŒber die Arbeit in der Kita. PMS das mich fast ĂŒber zwei Wochen plagte, mit allem was es so zu bieten hat.

Es ist doch sooo wunderbar eine Frau zu sein, besonders an Tagen wie diesen. Zyklus, du bist ein Monster! Ein Monster, dass auf seelischen Stress mit noch mehr Symptomen, intensiveren Symptomen vorbeikommt. Danke fĂŒr nichts! Und klar, immer wenn man am verletzlichsten ist, kommt noch was oben drauf, und noch eins und noch eins. Sagen wir mal ganz vorsichtig: Ich ziehe in solchen Situationen schnell die Notbremse. Selfcare first, everything else
gaaaaaaanz weit hinten.

Reise in die Vergangenheit

Ich erfuhr Dinge, unfassbare Dinge, wirklich traurige Geschichten, die alles noch viel schlimmer fĂŒr mich machten, als bisher. Aber dazu ein anderes Mal, ich muss da erstmal nĂ€her nachforschen und nachfragen. Immerhin habe ich nun eine Verbindung, um meinen Vater kennenzulernen, bevor die Schizophrenie und der Alkoholismus sein Leben und das unserer gesamten Familie auf den Kopf stellte. Und weil Corona noch tobt, bleibt mir nur die Verbindung ĂŒber das Internet. Oh, wie dankbar ich bin in den letzten Monaten fĂŒr das Internet, mehr als auch schon.

Passt auf euch auf und bleibt gesund! Und drĂŒckt mir die Daumen, dass mein Corona Test negativ ist. Jaja, das Jahr lĂ€sst hier wahrlich nichts aus.

Nicht immer nur bei anderen – Trennung nach 20 Jahren

Es ist wie in einem schlechten Film. Das, was eigentlich immer nur woanders passiert, kommt auch in meinem Leben vor. Nach ĂŒber 20 Jahren Ehe und vier Kindern erzĂ€hlt mir der Mann, dass er sich in eine andere verliebt hat und sie nun zu seinem Leben gehören soll. Aussortiert, aufs Abstellgleis gesetzt, im Schockzustand! Es braucht Tage und Wochen bis man dieses: „Es ist aus!“ ĂŒberhaupt realisieren kann.

Gastbeitrag von Michaela Braun, Psychologin, Autorin und Mama von vier Kindern

Es ist wie in einem schlechten Film. Das, was eigentlich immer nur woanders passiert, kommt auch in meinem Leben vor. Nach ĂŒber 20 Jahren Ehe und vier Kindern erzĂ€hlt mir der Mann, dass er sich in eine andere verliebt hat und sie nun zu seinem Leben gehören soll. Aussortiert, aufs Abstellgleis gesetzt, im Schockzustand! Es braucht Tage und Wochen bis man dieses: „Es ist aus!“ ĂŒberhaupt realisieren kann. Tage und Wochen, die noch zu frĂŒh sind fĂŒr gute RatschlĂ€ge, zu frĂŒh fĂŒr Traurigkeit, zu frĂŒh fĂŒr irgendeinen Silberstreif am Horizont.In der ersten Zeit stehe ich neben mir. Ich schlafe nicht mehr, habe kaum Appetit. Trotzdem halte ich mich irgendwie aufrecht, um fĂŒr die Kinder da zu sein.

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Lockdown – Familiengedöns

«Ach, nicht mal einen Mann hat das MÀdel, eine Frau kann einen Mann nie ersetzten!» kam daraufhin von ihr. Zack- alles versaut in nicht mal 2 Minuten.

Meine Mutter hat sich gestern gemeldet, um sich nach meinem Wohlbefinden zu erkunden. Auch ich habe in letzter Zeit an sie gedacht, sie ist Mitte fĂŒnfzig und durch ihre NikotinabhĂ€ngigkeit zĂ€hlt sie zu der Risikogruppe. Und auch, weil sie in der Altenpflege tĂ€tig ist.  Wie es mir gehe, wollte sie wissen. Und gab mir gleich den guten Ratschlag mir doch die HĂ€nde zu waschen und in der Wohnung zu putzen. Ich meine, hey, das letzte Mal das wir uns gehört haben war als mein Vater verstarb und nun kommt sie um die Ecke um mir zu sagen, dass ich mir die HĂ€nde waschen soll. Ok, man will ja nicht so sein. Ich habe ihr dann nach langem hin und her ĂŒberlegen geantwortet. Dass es uns gut gehe, alles in Ordnung ist und das ich hoffe das es ihr auch gut geht.

 

Nein, ich habe immer noch kein Kind!

NatĂŒrlich erkundigte sich meine Mutter gleich, wen ich mit «wir» meinte. Ich schĂ€tze mal, sie dachte ich hĂ€tte nun ein Kind, ich kenne doch meine Mutter und die Art und Weise wie sie denkt.  «Die Frau mit der ich seit zwei Jahren zusammenwohne, meine Mitbewohnerin!»

«Ach, nicht mal einen Mann hat das MĂ€del, eine Frau kann einen Mann nie ersetzten!» kam daraufhin von ihr. Zack- alles versaut in nicht mal 2 Minuten. Meine Mutter kann nĂ€mlich bis heute nicht das Konzept einer WG verstehen, oder sie will es nicht. Ich schrieb ihr kurz und bĂŒndig, dass ich sicher keinen Mann brauche und es schĂ€tze, wenn sie sich um sich selber kĂŒmmert und ich mich um mich. Enkel oder einen Schwiegersohn wird sie von mir niemals bekommen. Ihre Nummer habe ich anschliessend gesperrt.

 

Schwer genervt!

Wobei ich mich schon frage, was mir ein Mann bieten kann, dass eine Frau nicht kann, bis auf einen Penis? Dieses Denken, MĂ€nner seien unersetzbar stösst mir einfach total sauer auf, denn das zeugt davon, dass sie sich von ihrem traditionellen Bild von Mann / Frau nie gelöst hat. Und selbst wenn ich mit meiner Mitbewohnerin zusammen wĂ€re, so what? Anstatt sich zu freuen, dass es mir gut geht, ich gesund bin, kommt sie mit ihren Belehrungen um die Ecke. WTF!? Ich sagte ihr mit bereits 14 Jahren, dass ich Bisexuell sei, sie tat so, als wĂ€re das nur eine Phase und nahm das nicht ernst. Wie alle Kinder möchte ich einfach so akzeptiert werden wie ich bin, nicht belehrt, nicht runtergemacht, einfach so wie ich bin – ansonsten kann ich auf den Kontakt verzichten, ja es geht mir sogar besser ohne.

Und ja, sie tut mir leid, weil sie niemanden hat im Falle eines Falles, aber so ein Theater, darauf habe ich keine Lust. FĂŒr einige mag das herzlos klingen, aber ich habe schon vor langer Zeit mit dem Kapitel abgeschlossen. Auch jetzt bereue ich es, ihr ĂŒberhaupt geantwortet zu haben, doch ich zog eben auch in ErwĂ€gung, dass sie es evtl. nicht schafft durch die Pandemie – nun waren meine letzten Worte, die ihr gewidmet waren, keine freundlichen. Mir ist bewusst, dass sie sich sorgt, und auch ich sorge mich, trotz allem um sie, doch kann ich nicht. Ich kann einfach nicht. Ich war gestern Abend bereits so wĂŒtend, auf das was sie geschrieben hat, dass es die Situation nur noch verschlimmern wĂŒrde. FĂŒr beide Seiten.

Ich vertraue einfach drauf, dass die Hilfsnetzwerke in dem Ort wo sie wohnt genauso dicht sind wie hier in der Schweiz. Dass sie trotz ihrer selbstgewÀhlten Isolation jemanden hat, der ein Auge auf sie hat und ihr im Notfall helfen kann.

Wie es wohl anderen geht, die eine gute Beziehung zu ihren Eltern und Verwandten pflegen, die sie nicht mehr besuchen können? Menschen, die im Krankenhaus liegen und nicht besucht werden können? Ich kann mir das schwer vorstellen, irgendwie. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich froh, dass ich solche Situationen nie erleben werde in meiner Familie. Meine ganzen direkten Verwandten sind schon tot, Oma, Opa usw. Die Zahl der infizierten stieg in der Schweiz nÀmlich rasant an und der Schweiz, doch auch Weltweit. Die Sorge um mein direktes Umfeld ist schon belastend genug.

Ausgangssperre und ihre Folgen

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich es nĂŒtzlich finden wĂŒrde, den Leuten einen kompletten Lockdown zu verordnen. Allerdings hatte ich nicht bedacht, was das fĂŒr einige, die in prekĂ€ren ZustĂ€nden lebenden Menschen bedeutet. Frauen,  in toxischen oder gewalttĂ€tigen Partnerschaften, z.B., nicht nur hier in der Schweiz. Was ich auch erstaunlich finde, dass man die Asylsuchenden völlig ausser Acht lĂ€sst, die auf engstem Raum zusammenleben mĂŒssen. In einigen Kantonen ist ja dieses krasse Instrument schon im Einsatz, Personen ĂŒber 65 Jahre dĂŒrfen dort ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Man könnte hier in den StĂ€dten die Strukturen ausbauen fĂŒr Menschen in Not schaffen, fĂŒr Obdachlose, z.B, Frauen und Kinder, und auch fĂŒr die Asylsuchenden. Ich hoffe sehr, dass sich dort noch etwas tun wird, denn je lĂ€nger das ganze geht, desto schlimmer wird es fĂŒr sie.

 

 

 

 

Anzahl positiv getesteter ErkrankungsfÀlle
6113 Personen

Verstorben
56 Personen

 

Quelle: BAG 

Valentinstag und das BedĂŒrfnis zu Heiraten

«Schatz findet dieses und jenes auch bescheuert» und wenn ich sie fragte ob sie schon etwas vorhat am Wochenende, dann war die Standartantwort «Wir wissen noch nicht was wir am Wochenende machen!» Tja.

Da ist er ja wieder, der Tag, an dem sich manche Singles grĂ€men, dass sie keinen Partner haben, vermeintlich verliebte PĂ€rchen, die sich in ĂŒberteuerte Restaurants setzen und dabei aussehen, wie Chinesen an einer Massenhochzeit. Nichts gegen Chinesen, aber Massenhochzeiten sind einfach fĂŒr mich befremdlich. Sich mit x anderen PĂ€rchen an einem bestimmten Datum in ein Restaurant setzen ebenso. Singles, die sich vor dem Tag fĂŒrchten, weil die Gesellschaft uns als Mangelware erachtet. Einsame Menschen, die niemanden abbekommen haben.

Die Symbiose – Verlust der eigenen IdentitĂ€t

Doch ist dem wirklich so? Ist es nicht eher umgekehrt, dass viele in Beziehungen von der Aussenwelt abgeschnitten sind, weil sie in einer Symbiose leben mit ihrem Partner, in einem Liebescocoon verharren, und es kein Ich oder Du, sondern nur noch ein Wir gibt? Ich hatte mal eine liebe Kollegin, deren Partner ich besser kannte, als sie selbst. Wenn wir ĂŒber etwas sprachen, egal was es war, kam ihr Partner ins Spiel. «Schatz mag da auch und dieses und jenes» «Schatz findet dieses und jenes auch bescheuert» und wenn ich sie fragte ob sie schon etwas vorhat am Wochenende, dann war die Standartantwort «Wir wissen noch nicht was wir am Wochenende machen!» Tja. Beziehung heisst wohl manchmal fĂŒr manche Menschen, sich und ihre IndividualitĂ€t aufzugeben, um mit einem anderen Menschen zu verschmelzen.

Nach der Heirat plötzlich Frau Doktor, völlig ohne jemals studiert zu haben

Die Menschen, die schon verheiratet sind, kennen das Dilemma. Wessen Nachname nimmt man an? Ändert sich ĂŒberhaupt etwas am eigenen Namen? Die Frau nahm den Familiennamen des Mannes an, das war frĂŒher Standart. Da wurdest du als Frau schon mal „Frau Name und Nachname des Mannes“ einfĂŒgen angesprochen. Nicht umsonst lachte sich die Frau von Welt frĂŒher einen Doktor an, denn mit der Hochzeit war sie auch ohne jahrelanges Studium plötzlich Frau Doktor.

MĂ€nner, die den Nachnamen ihrer Frau annehmen nach der Hochzeit sind immer noch Ă€usserst selten. Auch heutzutage gibt es leider noch genug Frauen und MĂ€nner, die sich nur ĂŒber ihren Partner und ihre Beziehung definieren. Oder einen Partner mit Status anlachen, um sich ĂŒber ihn zu definieren. Ohne Partner, fĂŒhlen sie sich unvollstĂ€ndig. Wertlos. (Deswegen denken viele, es gehen anderen wie ihnen.) Oft wird auch von «der besseren HĂ€lfte» gesprochen. Doch wenn dein Partner die bessere HĂ€lfte ist, welche HĂ€lfte bist dann du? Jup. Die Schlechtere. Als ich bevorzuge dann die grandiose vollstĂ€ndige Paula zu sein.

Plötzlich AuslÀnderin im eigenen Land

«Mehr als 85 000 Schweizerinnen waren zwischen 1885 und 1952 von einem solchen NationalitĂ€tenwechsel betroffen. Bis in die 1920er-Jahre war diese Heiratsregel in Europa weit verbreitet: Die Niederlassung und der Aufenthalt von Ehefrauen waren an die Staatsangehörigkeit ihrer MĂ€nner geknĂŒpft. Doch wĂ€hrend Staaten wie Belgien, Frankreich oder die skandinavischen LĂ€nder in den 1920er-Jahren den BrĂ€uten zugestand, ihre Staatsangehörigkeit in die Ehe zu bringen, verschĂ€rfte die Schweiz 1941 die Heiratsregel. Per Notrecht, im Zuge der nationalen Abwehr im Zweiten Weltkrieg.»

Quelle: Tagblatt

Wifey Material und trotzdem keinen Bock auf Heirat

Und ĂŒberhaupt: brauchen Frauen heute noch MĂ€nner, um ein erfĂŒlltes Leben zu fĂŒhren? Ich und viele andere Frauen sind (fast) totales Wifey Material.

Definition laut Urban Dictionary:

“A loyal female , who hasn’t slept around , cleans /cooks , funny , smart , intelligent , and loving … 
She is also a person you could imagine carrying you children or as a loving wife”

Was ich damit meine? Wir können gut kochen und backen, fĂŒhren unseren Haushalt tadellos, können bĂŒgeln, können gut mit Kindern, sind smart, lustig, intelligent und liebevoll- somit stĂŒnde einer Familie mit Mann, Kind und Haus nichts im Wege. Nun ja, ausser wir haben unsere SexualitĂ€t zu frei ausgelebt und uns nicht (am besten) fĂŒr ihn aufgespart.

Aber: Wir haben eine eigene Meinung, verdienen unser eigenes Geld und wissen, um unseren Wert. Wir möchten uns nicht versklaven lassen, denn wer mal genauer hinhört wie gewisse MĂ€nner ihre Traumfrau beschreiben, der wird hören, dass sich sich eine Haussklavin wĂŒnschen, die ihm gehorcht, kocht, die Wohnung putzt, sich um ihn und die Kinder kĂŒmmert, nicht zu intelligent ist, und jederzeit seinen WĂŒnschen und Vorstellungen entspricht. Sie selber sind dann der Herr im Haus, das Oberhaupt. Ihr meint ich ĂŒbertreibe? Wie viele MĂ€nner kennt ihr, die damit zurechtkommen Hausmann zu sein, wĂ€hrend die Frau sehr gutes Geld verdient? Wie viele Frauen kennt ihr, die immer noch glauben ihr Mann „helfe“ mit im Haushalt? 

Wer möchte die Freiheit aufgeben fĂŒr einen, der sich dann von vorne nach hinten bedienen lĂ€sst, uns die Erziehung ĂŒberlĂ€sst und sich irgendwann beschwert, dass wir nicht rund um die Uhr sexy und begehrenswert uns fĂŒr ihn zurecht machen? Denn ja, auch in emanzipierten Haushalten ist nun mal die Rollenverteilung nicht selten traditionell, ĂŒber kurz oder lang. Wenn er nicht gerade mit einer jĂŒngeren durchbrennt oder uns als Narzisst terrorisiert.

Ja, #notallmen

Und sicher sind nicht alle MĂ€nner so, das ist auch klar, die von mir geschilderten Situationen sind extrem.  Doch sollten wir uns heutzutage ĂŒberlegen was es uns wert ist, uns selber aufzugeben. Wollen wir wirklich einen Partner um jeden Preis, um den Vorstellungen und AnsprĂŒchen unseres Umfeldes zu genĂŒgen? Oder bleiben wir stark und alleine, bis jemand unseren Weg kreuzt, der uns auf Augenhöhe begegnet? Bei dem wir denken: «Ja, der Mensch ist eine Bereicherung fĂŒr mein Leben!» Viele Beziehungen sind nur deswegen von Erfolg und Dauer geprĂ€gt, weil einer immer einknickt und dem anderen recht gibt. Man findet Kompromisse. Doch Kompromisse bedeuten auch, dass keiner von beiden das wirklich bekommt was er möchte.

Single sein ist grandios

Du kannst machen was du willst, mit wem du willst, jederzeit. Du kannst selbstbestimmt leben, ohne Kompromisse, kannst dich auf dich, deine Hobbys, Freunde und Familie konzentrieren und deine Leidenschaft ausleben. Wir brauchen niemanden der uns bestĂ€tigt, denn die BestĂ€tigung von aussen ist flĂŒchtig. legst du dein GlĂŒck in die Hand eines anderen, gibst du ihm die Kraft dir dein vermeintliches GlĂŒck jederzeit wegnehmen zu können. Lasst euch von niemanden einreden ihr braucht eine andere HĂ€lfte, um euch Ganz zu fĂŒhlen. 

 

Ps. Hat eine von euch schon mal ĂŒberlegt was es ĂŒberhaupt bedeutet, wenn die Heirat der schönste Tag eures Lebens ist.Was das fĂŒr den Rest eures Lebens bedeutet? 

 

Kinder? Nein Danke. Der argumentative Kampf aus Sicht eines Mannes.

GASTBEITRAG

Wenn es um die Frage “Kinder – Ja oder Nein” geht liest man ĂŒberwiegend nur von Frauen und Ihrem gegenseitigen Kampf. Und das ist auch okay so, schließlich sind es Frauen, welche dieses Thema am meisten betrifft – Physisch und Psychisch.

Doch auch als Mann mit Anfang 30 geht mir diese Diskussion, mit welcher auch ich stÀndig konfrontiert werde, ziemlich auf die Nerven.

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Kinder? Nein, danke.

Mit 13 Jahren: „Ich will keine Kinder“ – „Du bist noch zu jung, um das zu wissen!“ 

Mit 19 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Bist du sicher mit dem Abbruch?“ 

Mit 25 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Auch deine Uhr wird laut ticken!“ 

Mit 30 Jahren: „Ich will keine Kinder!“- „Warte nur, bis der Richtige kommt!“ 

Mit 32 Jahren: „Ich will immer noch keine Kinder!“ – „Ich dachte genauso wie du, und dann wurde ich schwanger und es war DAS BESTE EVER in meinem Leben O.M.G, DIE ERFÜLLUNG!!!1!!“ 

Mit 35 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ -„FRAUEN SIND DAZU DA UM KINDER ZU GEBÄREN, DU EGOISTISCHE HEDONISTISCHE HOE, WIR MISSBILLIGEN WIE DU LEBST, WIR SCHLIESSEN DICH VON DER RENTENKASSE AUS, WER DENKST DU WIRD DICH PFLEGEN, WER DEIN RENTE ZAHLEN, WÄHREND DU DIR EIN SCHÖNES LEBEN MACHST, DU SCHMAROTZERIN! 

In einem Anflug von bizzeli NaivitĂ€t und erhöhter Temperatur, schrieb ich letztes Wochenende, als ich mal wieder von den Bakterien aus der Arbeit aufs Kreuz gelegt wurde, nach einer mĂŒssigen Diskussion um Kinder, einen Thread auf Twitter. 

Denn wĂ€hrend manchen Eltern und ihren Kindern gefĂŒhlt immer die Sonne aus dem Hintern scheint, mĂŒssen kinderlose Frauen ja immer traurig, verbittert und ĂŒberhaupt ein verdammt hartes Leben haben ohne Kind am Rockzipfel. Dem wollte ich mit dem Thread fĂŒr das kinderlose Leben entgegensteuern, voila: 

Als kinderlose habe ich auch Vorteile, mal abgesehen von dem ganzen Mitleid der Gesellschaft 😉 

  1. Mein Körper „bleibt“ wie er ist. MĂŒtter werden wissen was ich meine
  2. Kein Stress wegen Kinderbetreuung oder Vereinbarkeit
  3. Keine kostenlose Carearbeit
  4. Keine Erziehungsdiskussion mit dem Vater, dem Internet, anderen MĂŒttern /VĂ€tern
  5. Ausschlafen an jedem freien Tag
  6. Ruhig schlafen, jede Nacht
  7. Keine Angst vor Altersarmut
  8. Keine Angst gefeuert zu werden, weil das Kind stÀndig krank ist
  9. SpontanitĂ€t – ich kann tun und lassen was ich will
  10. Weiterbildungen, ohne EinschrÀnkung
  11. Keine grossen Geldsorgen
  12. Keine grössere Angst vor dem Burnout
  13. Richtiger, erholsamer Urlaub
  14. Soziale Interaktionen, jederzeit
  15. Bewahrung meiner Persönlichkeit
  16. Die Freiheit meinen Wohnort / Stadt / Land zu wechseln, so oft ich will
  17. Ich habe sehr viel Zeit fĂŒr mich
  18. Im Alter werde ich nicht als kostenloser Babysitter missbraucht
  19. Keine Kindergeburtstage, Elternabende
  20. Ich kann mein Geld fĂŒr jeden Blödsinn ausgeben
  21. Keine Rechtfertigungen, wenn ich ohne Kind unterwegs bin
  22. Keine Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, wegen des Kindes
  23. Ich kann duschen, zum Friseur, zur Massage, wann ich will
  24. Kaum ZukunftsÀngste, Sorgen
  25. Ausgeglichenheit
  26. Die Ruhe zuhause
  27. Ein erfĂŒlltes, regelmĂ€ssiges Sexualleben
  28. Ich versauere nicht im Altersheim, mit dem Wissen, das ich Kinder habe
  29. Ich muss mich nicht rechtfertigen, warum ich kein 2tes, 3tes oder 4tes Kind gebÀre
Das Echo 

Der Shitstorm hielt ĂŒber Tage an und erreichte in 24 Stunden ca. 250.000 Menschen. Ja, so habe ich auch geschaut. Über 900.000 Tweetimpressionen in allen Tagen, normalerweise habe ich um die 300.0000 im Monat. Als wĂŒrde das Universum von meinen Kindern abhĂ€ngen, oder der Teufel persönlich emporsteigen und alles abfackeln, weil ich keine Kinder gebĂ€re. 

MĂŒtter, die sich erklĂ€rten, ihr Leben mit Kindern erklĂ€rten, ihre Freiheit mit Kindern erklĂ€rten, verteidigten, Missionarinnen und Missionare fĂŒr „das einzig gute Leben ist mir Kindern“ auf harter Tour, Verfechter der guten alten Zeiten, die mir schrieben, dass ich meine Lebensaufgabe nicht erfĂŒlle, wenn ich keine Kinder gebĂ€re, das sie mich am liebsten von der Rente ausschließen wĂŒrden (in Deutschland wohlgemerkt) Meine GrĂŒnde wĂ€ren ja keine richtigen GrĂŒnde keine Kinder zu bekommen, sondern sind einfach Ausreden. Ja, AUSREDEN. Als wĂŒrde ich mich zieren in die Dorfkneipe zu gehen und mir deswegen was aus dem Ärmel ziehen muss. 

Eigentlich habe auch nur einen einzigen Grund, warum ich keine Kinder will und der ist: (OBACHT, JETZT GENAU UFBASSE!)  

Ich habe einfach keinen Bock auf eigene Kinder! 

Und das als Erzieherin, die jeden Tag mit Kindern verbringt, nicht erst seit gestern. Denn auch das obligatorische „Ich hasse Kinder“ fiel in der Diskussion. Viele fanden es himmelhoch traurig, meinen Thread, dabei offenbarten sie eher ihre himmelhoch traurige RealitĂ€t. Besonders MĂ€nner waren bei dem Thema extrem aggressiv und beleidigend. Ein besonderer Mann, stalkte mich sogar mit seinem Zweitprofil, nachdem ich sein Profil sperrte, denunzierte mich mit Screenshots auf seinem Profil und warum? Weil ich ihn von der Diskussion ausgeschlossen hatte. Dabei berief er sich auf seine Meinungsfreiheit. 

Ja, du darfst als Mann sagen was du willst, es besteht aber kein demokratisches Recht von mir angehört zu werden. Zu aller Schande war es auch noch jemand, der von sich behauptete fĂŒr Frauenrechte zu stehen. Seine Gefolgschaft brabbelte mich dann auch Tage spĂ€ter damit voll. Sind eh immer die besten. Sie sind nur fĂŒr Frauen, die sich so benehmen, wie sie es gerne hĂ€tten. So sieht es nĂ€mlich in Wirklichkeit aus. Mann, ist ja auch kein Frauenhasser, weil Mann hat ja eine Frau zuhause…blablabla. 

Kinderlos und ungeliebt 

Als kinderlose Frau erfahre ich trotzdem was es heisst geliebt zu werden. Denn auch das wurde uns unterschlagen. „Aber die Liebe eines Kindes ist mit nichts zu vergleichen!“ 

Doch doch. Meine Selbstliebe ĂŒbertrifft bei weitem alles, was mir die Aussenwelt oder eine Drittperson jemals geben kann. 

Jemand der mir total ausgeliefert ist und absolut von mir abhĂ€ngig, wĂŒrde mich also so lieben, wie es nie jemand anderes vermag. WOW. Darauf kann ich gut und gerne verzichten. 

Und wisst ihr was? Es ist egal was eine Brigitte, ein Klaus oder ein Michael davon halten. Ob sie mich fĂŒr egoistisch halten, was ich auch klar bin, denn es ist mein Leben, in dem ich bestimme, was sich tut oder nicht tut. Wie selbstlos sind die Menschen, die Kinder in diese Welt setzen? Denn meistens hörte ich was von „Wer zahlt deine Rente?“ „Wer kĂŒmmert sich im Alter um dich?“ und „Im Alter wirst du einsam und verbittert sein!“ Ein Kind also, damit ich im Alter besser dastehe, keine Langweile habe und jemand der mich kostenlos pflegt? – Nein, danke. 

Weil ich weder der Brigitte, dem Klaus oder dem Michael ein Kind schulde. Und wer glaubt der Generationenvertrag funktioniere, sollte sich nur mal mit Menschen die Rente beziehen unterhalten. 

Dieser Thread erschien auch nicht als Rechtfertigung, sondern einfach mal als Perspektivenwechsel. Denn allzu oft wird kinderlosen Frauen Neid und Missgunst attestiert, auf MĂŒtter und ihre Kinder. Kinderlos zu sein hat keine Vorteile. Kinderlos zu sein, das endet immer in Verbitterung, langweile, und ohne Sinn im Leben. Mitnichten! 

Habt 5 Kinder, gar 10. Ich freu mich fĂŒr euch. Ich gönne euch euer GlĂŒck, von Herzen. Akzeptiert ihr bitte auch, dass es eben nicht fĂŒr alle das GlĂŒck bedeutet. Einige kamen dann mit der Aussage „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese GrĂŒnde im Leben glĂŒcklich machen sollen!“ Ja, DU, DU kannst es dir nicht vorstellen. Das hat aber mit meinem Leben und meiner Wahrheit nichts zu tun. 

Nichtmuttertag 

Ich und andere kinderlose Frauen feiern heute den Nichtmuttertag. Halleluja, ich bin keine Mutter! Dabei denke ich an mein nichtgeborenes Kind und bin glĂŒcklich mich dagegen entschieden zu haben. Auch fĂŒr das Kind, dem vieles erspart geblieben ist. 

Und auch wenn das fĂŒr viele schwer vorstellbar ist; es gibt auch Frauen mit total schöner Kindheit, die sich keine Kinder wĂŒnschen. 

Habt einen wunderbaren Sonntag, ob als Mutter, oder kinderlose Frau! 

Paula 

Ps. 30. Meine Legos liegen sicher nicht am Boden 

Die Saga vom SĂŒndenbock

GASTBEITRAG

Als der junge Wassermann noch klein war, liebte er MĂ€rchen, Sagen und Legenden. Tag fĂŒr Tag erzĂ€hlte ihm die Flussfrau vom Rumpelstilzchen, vom Piraten von Störtebeker oder von Till Eulenspiegel. Und kaum war eine Geschichte zu Ende, wollte er die nĂ€chste hören, stundenlang, mit grossen Augen und mucksmĂ€uschenstill, bis er schliesslich einschlief.

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Gewalt gegen Frauen ist Alltag

FĂŒnfzehn Jahre lang hat sich meine Mutter von meinem Vater verprĂŒgeln lassen. FĂŒnfzehn Jahre fĂŒr uns Kinder, ausgehalten, wie sie immer betont hat. „Damit die Kinder einen Vater haben!“ Das mein Erzeuger, aber nie wirklich ein Vater war, hat sie aber ĂŒbersehen. Nun gut, heute weiss ich, dass er krank war, aber wie ihr geht es anderen Frauen, deren EhemĂ€nner nicht unbedingt alle psychisch krank sind. Obwohl- rasende Eifersucht, Besitz ergreifen wollen, den anderen kontrollieren, auch eine Art krankhaften Wahn darstellen können.

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Ein Jahr #Metoo

Was habe ich mich auch nachts auf der Strasse aufzuhalten oder in Bars, bzw. Clubs?! Klar, ich bin natĂŒrlich selber schuld. Das es mein damaliger „Partner“ war – bedeutungslos. Brave Frauen hocken nachts und ĂŒberhaupt zuhause und kĂŒmmern sich ausschliesslich um Kind, KĂŒche und Kirche. Wie im Mittelalter ĂŒblich, denn dort leben diese Menschen, mit diesen verqueren Ansichten.

 

Erinnert ihr euch, als es vor einem Jahr losging, und sich immer mehr Frauen zu Wort meldeten, im Rahmen der #Metoo Debatte? Tja, schon ein Jahr ist es her. Was hat sich seit dem getan? Ich hatte auch ĂŒber meine Erfahrungen geschrieben und wurde mehr oder weniger von MĂ€nnern beschimpft, weil der TĂ€ter ja Biodeutscher war. Auch das ich nicht nur einmal von MĂ€nner unflĂ€tig angesprochen, angefasst und belĂ€stigt wurde, liess man meist nicht gelten.

Was habe ich mich auch nachts auf der Strasse aufzuhalten oder in Bars, bzw. Clubs?! Klar, ich bin natĂŒrlich selber schuld. Das es mein damaliger „Partner“ war – bedeutungslos. Brave Frauen hocken nachts und ĂŒberhaupt zuhause und kĂŒmmern sich ausschliesslich um Kind, KĂŒche und Kirche. Wie im Mittelalter ĂŒblich, denn dort leben diese Menschen, mit diesen verqueren Ansichten.

 

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