Kinder? Nein Danke. Der argumentative Kampf aus Sicht eines Mannes.

GASTBEITRAG

Wenn es um die Frage “Kinder – Ja oder Nein” geht liest man überwiegend nur von Frauen und Ihrem gegenseitigen Kampf. Und das ist auch okay so, schließlich sind es Frauen, welche dieses Thema am meisten betrifft – Physisch und Psychisch.

Doch auch als Mann mit Anfang 30 geht mir diese Diskussion, mit welcher auch ich ständig konfrontiert werde, ziemlich auf die Nerven.

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Kinder? Nein, danke.

Mit 13 Jahren: „Ich will keine Kinder“ – „Du bist noch zu jung um das zu wissen!“

Mit 19 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Bist du sicher mit dem Abbruch?“

Mit 25 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Auch deine Uhr wird laut ticken!“

Mit 30 Jahren: „Ich will keine Kinder!“- „Warte nur bis der Richtige kommt!“

Mit 32 Jahren: „Ich will immer noch keine Kinder!“ – „Ich dachte genauso wie du, und dann wurde ich schwanger und es war DAS BESTE EVER in meinem Leben O.M.G, DIE ERFÜLLUNG!!!1!!“

Mit 35 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ -„FRAUEN SIND DAZU DA UM KINDER ZU GEBÄREN, DU EGOISTISCHE HEDONISTISCHE HOE, WIR MISSBILLIGEN WIE DU LEBST, WIR SCHLIESSEN DICH VON DER RENTENKASSE AUS, WER DENKST DU WIRD DICH PFLEGEN, WER DEIN RENTE ZAHLEN, WÄHREND DU DIR EIN SCHÖNES LEBEN MACHST, DU SCHMAROTZERIN!

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Warum das Fusion Festival keine Polizeipatroullien braucht

GASTBEITRAG –Marco Lehmbeck 

Die Polizei erscheint im Rückspiegel. Ich nehme die zweite Hand an das Lenkrad und drossele die Geschwindigkeit auf 45 km/h. Nicht, dass ich vorher zu schnell gewesen wäre, aber sicher ist sicher. Die Polizei fährt dicht hinter mir. Deutlich kann ich die Gesichtszüge der Beamten erkennen, in ihnen aber nichts lesen. Geht ein Rücklicht nicht? Habe ich vergessen, den Blinker zu setzen? Ein Stop-Schild überfahren? Ist mein TÜV aktuell? Bin ich angeschnallt? Ja, der Gurt sitzt fest. Die gelbe Ampel eben, war die überhaupt noch gelb? Hatte ich in den letzten Minuten das Smartphone in der Hand? Es ist wie es ist: Sobald die Polizei hinter, vor oder neben mir fährt, werde ich zu einem gehemmten Verkehrsteilnehmer. Nervös wie ein Fahranfänger. Eingeschüchtert allein durch die Autorität, die dem Amt eines Polizisten inne wohnt. Dass Polizeipräsenz sich also negativ auf die Stimmungslage auswirken kann, obwohl man „nichts zu verbergen chat“, ist mir und vermutlich den meisten Privatpersonen durchaus geläufig, auch wenn Neubrandenburgs Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch die Kreativität für diese Annahme fehlt.

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Neophobie & Neophilie

Wann hattet ihr das letzte mal Angst? Und wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr euch verkrochen, wie man sich früher unter der Bettdecke versteckte, vor den vermeintlichen Monstern unter dem Bett? Seid ihr eher der vermeidende Typ, der dann die Flucht antritt? Werdet ihr aggressiv und geht in ein Angriffsverhalten über?  Habt ihr eure Angst mal genauer angesehen, um herauszufinden, woher sie überhaupt kommt? Angst wird geschürt, gelernt, anerzogen.

Haben Männer und Frauen gleichermassen Angst? Dürfen beide diese Angst gleichermassen zeigen, oder ihre Furchtlosigkeit? Wie wird Furchtlosigkeit von der Gesellschaft gewertet? Frauen sorgen sich doch so viel, haben Angst vor Neuem, brauchen Beständigkeit und Sicherheit und trauen sich weniger zu als Männer, nicht? Während Männer automatisch furchtlose Helden sind, muss mit mutigen, furchtlosen Frauen ja grundsätzlich etwas nicht stimmen.

Denn letzteres darf nicht sein. Frauen, die sich mutig verhalten, offen und Abenteuerlustig, sind ein Mythos. Werden wir doch dazu erzogen, auch heutzutage, leise, still und gefügig zu sein.

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Lebenszeichen

Für alle die sich gewundert haben, was ich in  letzter Zeit so getrieben habe und warum es hier so still ist: Das Leben hat mich voll im Griff! Ja, es geht rasant voran und ich liebe es!

Frankfurt

Ich war in der Zwischenzeit in Frankfurt auf einem Workshop von Marina Abramović und werde auch ein Teil ihres Buches darüber sein. Das Interview und mein chices Portrait werde ich euch nicht vorenthalten. Ich weiss aber noch nicht genau, wann das Buch im Handel erhältlich sein wird. Für mich wurde ein riesiger Traum damit wahr, ihr und ihren Methoden zu begegnen, bzw  und nun ein Teil ihres Projektes zu sein, es ist einfach verrückt.

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Sprachlos

Eine Politik, die es Ärzten verbietet über Schwangerschaftsabbrüchen zu informieren. Die gleiche Politik, die Frauen kriminalisiert, wenn sie über ihren Körper entscheiden wollen. Eine Gesellschaft, die Frauen immer noch als hübsches Anhängsel des Mannes sieht. Männer, mit einer immensen Anspruchshaltung an Frauen. Ein System, dass Eltern diskriminiert, speziell Alleinerziehende. Eine Familienpolitik, auch in der Schweiz, die unzureichend ist.  Feministin oder Pussy als Schimpfwort.

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Das Leben ohne Facebook & Co

Vor 10 Jahren fing ich an Facebook zu nutzen. Anfangs für die Kontakte in der Heimat, für Kontakte aus Ibiza, für weggezogene, für die Gäste in der Bar, in der ich gearbeitet habe, für die Promotion von irgendwelchen Partys von Freunden. Um Kontakt zu halten, mit alten Freunden, die man nicht mehr täglich sah, um neue Bekanntschaften „abzuchecken“. Dann kamen Instagram dazu, noch lange bevor Facebook es kaufte. Anschliessend Tumblr, Pinterest, LinkedIn und Snapchat. Ich war überall dabei.

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„Richtige Frauen haben Kurven!“

„Richtige Männer spielen nicht mit Knochen!“ „Ess mal was, du siehst aus wie ein Kind aus der dritten Welt!“ „Sicherlich hast du eine Essstörung, so wie du aussiehst!“ „So flach wie du bist, machst du Holland Konkurrenz!“ „Hungerhaken!“ „Strich in der Landschaft!“ „Du hast ja nicht mal einen Hintern!“ „Man traut sich dich gar nicht anzufassen, aus lauter Angst, dass du auseinander brichst!“

Ihr glaubt, Body shaming funktioniert nur bei Dicken? Tja, das stimmt leider so nicht. Vor ungefähr 15 Jahren war das mein täglich Brot. Kein Tag verging, an dem man mich nicht aufzog. Irgendwer hatte immer an meiner Figur zu meckern. Ja, ich war dünn mit 45-50 kg auf 1.60m. Ich war jung, ich ass normal, wie das halt eben so ist. Und 50 kg auf 1.60m ist auch keine Magersucht. Wir würden auch niemanden mit 80 kg auf 1.90m hänseln, oder?

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Gewalt gegen Frauen ist Alltag

Fünfzehn Jahre lang hat sich meine Mutter von meinem Vater verprügeln lassen. Fünfzehn Jahre für uns Kinder, ausgehalten, wie sie immer betont hat. „Damit die Kinder einen Vater haben!“ Das mein Erzeuger, aber nie wirklich ein Vater war, hat sie aber übersehen. Nun gut, heute weiss ich, dass er krank war, aber wie ihr geht es anderen Frauen, deren Ehemänner nicht unbedingt alle psychisch krank sind. Obwohl- rasende Eifersucht, Besitz ergreifen wollen, den anderen kontrollieren, auch eine Art krankhaften Wahn darstellen können.

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„Nein, danke. Ich trinke nicht!“

Jeder der diesen Satz schon über die Lippen gebracht hat, weiss was ich nun schreiben werde. Alle anderen, dürfte es nicht überraschen, was sie nun gleich lesen werden.

Als Antwort auf so eine Aussage bekommt man als Frau dann eine Gegenfrage: „Bist du schwanger?“ Wenn man das auch noch verneint beginnt meist eine Odyssee und eine regelrechte Überredungsorgie, gepaart mit Plädoyers für das Trinken, die jeden Anwalt blass aussehen lassen. Manche Leute argumentieren, als würde es um Leben und Tod gehen.

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