“Normal is an illusion. What is normal for the spider is chaos for the fly.” ― Charles Addams

Wann habt ihr etwas zum ersten Mal getan? Ich erst vor zwei Tagen. Da habe ich das erste Mal in meinem ersten, eigenen Ohrensessel platz genommen und ein Buch gelesen.

Ein eBook über Sex. Vorher sass ich das erste Mal in der Universität Zürich  und hab mir einen Vortrag über den Mythos der Monogamie angehört. Auch zum ersten Mal. Sonst gehe ich nur auf öffentliche Vorträge und Symposien zu Astrophysik in die Uni, aber das mal war es anders. Das Publikum war sehr viel jünger und das Thema war prickelnder.

„“Normal is an illusion. What is normal for the spider is chaos for the fly.” ― Charles Addams“ weiterlesen

Für immer und ewig treu?! Selten so gut gelacht!

Wenn die meisten Menschen „offene Beziehung“ hören, rümpfen sie die Nasen. „Das ist doch keine richtige Beziehung!“ „Die lieben sich doch gar nicht richtig!“ „Also ich könnte das nicht!“ oder „Die verarschen sich doch gegenseitig!“  „So ein Mist!“ „Da geht`s doch eh nur um Sex!“
Fast jeder der in einer monogamen Beziehung lebt, fühlt sich eingeladen zu werten, abzuwerten oder zu verurteilen.  Ich möchte mal aus meiner Sicht schreiben, wie ich monogame Beziehungen sehe und was ich diesbezüglich erlebt habe.

„Für immer und ewig treu?! Selten so gut gelacht!“ weiterlesen

Verliebt, verlobt, verheiratet?

Verliebt sein, wir kennen alle das Gefühl! Ich persönlich habe ein zwiespältiges Verhältnis zu dem heftigen Hormoncocktail. Denn einerseits geniesse ich die Schmetterlinge im Bauch sehr (Adrenalin) andererseits ist es auch mein Kryptonit.

Ich werde unzurechnungsfähig, kann mich schlecht konzentrieren (wurde mal fast von einer Tram angefahren deswegen)  und meine Gedanken kreisen manisch um die betroffene Person. Verliebt sein ist wie ein heftiger Sturm im Gehirn und es werden die gleichen Gehirnareale aktiviert, die auch bei einem richtig heftigen Drogenrausch aktiv sind. Nur, dass der Drogenrausch nicht über Wochen, Monate oder gar Jahre anhält. Der Mensch ist also wortwörtlich nicht er selbst. Man schmachtet, wie ein Zombie, nach frischem Gehirn. Aber…ich schreibe auch herrliche, kitschige Gedichte, wenn ich verliebt bin und höre schnulzige Lieder. Nun ja, ihr kennt das sicher.

Liebe macht eben nicht blind!

Man sagt Liebe machen blind. Nääääää! Liebe lässt uns Dinge sehen, die nicht da sind oder nicht in dem Mass, wie wir uns das zusammen phantasieren. Wir idealisieren den von uns geliebten Menschen, bis zur Unkenntlichkeit und dann, wenn der ganze Sturm des Verliebtseins nachlässt sind wir enttäuscht, dass der Mensch den wir so heiss und innig „vergöttert“ haben, nicht der zu sein scheint, für den wir ihn hielten.

Verliebt, verlobt, verheiratet?

Gerade wir Frauen neigen dazu, wenn es mal zu ein paar Dates kommt und wir dem anderen schon näher gekommen sind, im Kopf schon die nächsten Szenarien auszumalen. Wenn er es denn überhaupt in die Dating Area geschafft hat. Denn für viele ist der Beruf, das gesellschaftliche Ansehen inklusive dem Vermögen noch ein wichtiger Faktor. Hast du als Mann nichts davon zu bieten, bist du schon draussen und landest, wenn du Glück hast in der „Friendszone“, für immer.

Also, wenn es dann zum Dating kommt, man sich näher gekommen ist, flüchten manche Frauen schon mit ihren Gedanken und Hoffnungen in die Zukunft, statt die Gegenwart zu geniessen. Nicht selten, haut das die Männer in die Flucht. Weil sie die Bedürftigkeit spüren und wohl auch, weil die Erwartungshaltung manche Zeitgenossinnen sehr hoch ist, von Anfang an, statt den Zauber des Anfangs zu geniessen und entspannt zu sehen wohin das führt. Und muss verliebt sein immer wohin führen? Ist dieses unglaubliche Gefühl, voller Rauheit, Unbändigkeit mit ihrer unvorhersehbarkeit nicht schon Geschenk genug?

Männer sind kein bisschen besser

Aber auch Männer neigen zu so einem Verhalten. Ich hatte auch mal eine Bekanntschaft, die nach 3. Dates bereits Kind, Heirat und weiteres diskutieren wollte. Obwohl er meine Einstellung kannte zu alle dem. Ich muss nicht erwähnen, dass wir uns danach nicht mehr sahen. 9 oder 10 Monate später wurde er aber Vater. Es war also ziemlich egal, welche Frau sich auf ihn einliess, er wollte einfach Vater werden, um jeden Preis.

Klar, sag niemals nie, aber du musst schon ein sehr eigenständiger, selbstbewusster, freiheitsliebender und starker Mensch mit Charakter sein, damit ich mir mal eine „Zukunft“ mit dir vorstellen kann. Und diese Art von Mensch scheint irgendwie Mangelware zu sein. Alle wollen den andern besitzen, ihn einengen, Versprechen und Treueschwüre, auf „immer und ewig“ hören, Versprechen und Schwüre, die niemand wirklich einlösen kann.

Kein „Glück“ mit Männern

An meinem Geburtstag, zu späterer Stunde sagte ein guter Bekannter zu mir: „Ja, Annie, du hast halt nie Glück gehabt bei Männern!“  (Info: Meine Freunde nennen mich Annie, von Andrea.) So, also, ich hatte nie Glück gehabt bei Männern. Sehe ich anders. Denn ich definiere Glück nicht so wie die Gesellschaft es anscheinend erwartet. Glück beim anderen Geschlecht, würde, laut gesellschaftlicher Definition, bedeuten: Eine lange Beziehung die in der Ehe mündet, mit Haus, Kind, Hund und Kegel.

Das alles war aber nie mein Ziel. Auch hat man mir mal gesagt: „So wie du bist, wird dich keiner heiraten und du wirst nie Kinder haben!“ Als wäre ein selbst bestimmtes, unabhängiges Leben eine Strafe. Lach! Ich war verlobt. Auch hielt man bereits zwei weitere mal um meine Hand an. Wie wir nun wissen, bin ich heute immer noch nicht verheiratet oder habe Kinder.

WEIL ICH DAS SO WILL!

Ja ja, ausserdem bin ich ja so gestraft mit meinem freien Leben ohne Kind und Ehe, ehrlich, das ganze Reisen und ausschlafen und tun was auch immer ich will, jederzeit, Sorgenfrei…Ich weiss gar nicht wohin mit mir so „unglücklich“ wie ich bin. Menschen assoziieren das Singledasein mit Langweile und Leere und Einsamkeit. Dabei sind so viele Menschen gerade in Ehen und Beziehungen einsam und gelangweilt. Nur, wer würde das schon offen zugeben?

 

Ich war glücklich – zu der Zeit

Ich habe im Augenblick gelebt. Ich habe Männer geliebt, die jünger waren, älter, anders. Männer die im ersten Augenblick nichts mit mir gemeinsam hatten, die mich aber zu dem Augenblick sehr glücklich gemacht haben. Da waren, wenn ich sie gebraucht hatte, in einem gewissen Rahmen. Mit mir Schritt hielten eine Zeit lang. Männer die mir ähnlich waren, oder es vorgaben zu sein.

Ich hatte, bis auf einmal (die Zeit in der ich verlobt war)  auch nie wirklich Zukunftspläne wie zusammenziehen und all der gleichen. Das habe ich auch immer klar und deutlich kommuniziert. Ja, Frauen wissen sehr wohl was sie wollen. Ich weiss vor allem, was ich nicht will. Man hatte mir nicht immer geglaubt. Wie gross war dann die Enttäuschung, als es nicht „weiter“ ging.

Frauen wollen doch immer Beständigkeit, eine sichere Beziehung, etwas aufbauen, oder? Ich persönlich finde, es gibt keine Sicherheit, keine Garantie, auch wenn man zusammen eine Zukunft plant oder sich gemeinsam etwas aufbauen will. Man kann auch glücklich sein, ohne zusammen zu leben oder ein Kind in die Welt zu setzen. Doch muss ja jeder für sich entscheiden was ihn glücklich macht. Mich macht es glücklich, jedes Gefühl auszuleben, ob es dann eine Zukunft hat, oder was daraus wird, spielt eine untergeordnete Rolle. Das Gefühl, diese Emotionen die es freisetzt, die Verbundenheit die man spürt, das ist mir Geschenk genug. Das ich gedenke, auch in Zukunft das Gefühl voll auskosten, ohne mich bereits mit dem Geliebten in die Zukunft zu phantasieren um so die Gegenwart zu verpassen. Viele rieten mir auch, die Hoffnung nicht verlieren. Moment mal, die Hoffnung?

 

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Vaclav Havel

 

Und ist nicht der Sinn des Lebens glücklich zu sein?

 

Selbstbewusstsein, jetzt!

„Selbstverliebte mag niemand!“ „Es ist gut sich selber toll zu finden, jeder ist toll. Aber es ist total daneben, wenn man sich besser findet als alle anderen!“ „So etwas ist abstossend!“ Das ist arrogant!“ „Selbstlob stinkt!“

Das sind nur einige verbale Attacken von Frauen und Männern auf meine Aussage, dass ich mich persönlich toll finde. Selbstbewusstsein, scheint bei einigen Tourette auszulösen. Jetzt kann man argumentieren wie die Damen und Herren und mir Narzissmus und alles andere um die Ohren hauen. Oder man schaut hinter die Kulissen dieser Aussagen und analysiert sie.

„Selbstbewusstsein, jetzt!“ weiterlesen

Kindheitsträume – Mein Leben ohne Kindheit

Die Termine mit dem WDR  und dem SRF rücken immer näher und ich habe mir die letzten Tage viele Gedanken gemacht über meine Kindheit. Viele Bilder und Emotionen wurden wieder sehr lebendig. Gute und weniger gute Erinnerungen kamen wieder ans Licht, Sachen die lange vergessen schienen. Darauf hin entdeckte ich einen ganz tollen Blog, der sich mit Kindheitsträumen beschäftigt. Und so fing ich an, über meine Träume als Kind zu sinnieren. Heute, möchte ich sie mit euch teilen, denn jeder Kindheitstraum ist anders. Ähneln sich Kindheitsträume? Was hattet ihr für Träume? Und sind sie in Erfüllung gegangen? Was für Träume haben Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen?

„Kindheitsträume – Mein Leben ohne Kindheit“ weiterlesen

Paris mon Amour

Obwohl Paris nicht wirklich weit weg von Zürich oder meinem vorherigen Wohnort ist, war ich noch nie hier und das hatte einen ganz bestimmten Grund.

Für jemanden ganz besonderes aufgespart

Einige mag es nun vielleicht überraschen, aber ich habe mir diese Stadt „aufgespart“ für jemanden, na ja, das klingt nun echt kitschig. Für jemanden den ich wirklich liebe, der etwas besonders ist. Ich wollte meine erste Erfahrung in Paris mit jemanden teilen, mit dem ich auch mehr Zeit verbringen möchte, als es bisher der Fall war.

„Paris mon Amour“ weiterlesen

Ghosting light – Wenn Reden nichts mehr bringt

Ghosting? Was ist das denn schon wieder für ein Neumodischer Begriff? Das sagt Wikipedia dazu:

Unter dem Begriff Ghosting versteht man in einer Partnerschaft einen vollständigen Kontakt- und Kommunikationsabbruch ohne Vorwarnung. Obwohl vorher Dates stattgefunden oder eine Beziehung bestand, laufen plötzlich jedwede Kontaktversuche ins Leere.[1]

Unter Ghosting light verstehe ich: Sich zurück ziehen nach etlichen gescheiterten Versuchen das zwischenmenschliche Problem durch offene Kommunikation zu lösen. Ich werde euch heute versuchen zu erklären, wie es soweit kommen kann und, dass es auch dem Menschen, der sich zurück zieht nicht einfach fällt diese Entscheidung zu treffen.

Beziehungen vs Freundschaften beenden

Wer schon mal eine Beziehung beendet hat, weiss um den Schmerz dieser Entscheidung. Ob man den anderen nicht mehr liebt, oder der andere einen betrogen hat, oder wenn man merkt, die Zukunft in die man blickt, ist einfach nicht so wie man es mal zu zweit erträumt hatte. Auch da ist es nicht einfach die richtigen Worte zu finden, ohne den anderen noch mehr zu verletzen.

Doch was sagt man, wenn man eine Freundschaft beenden möchte? Wenn man sich als selbstständiges Individuum nicht mehr auf den anderen freundschaftlich einlassen möchte? Wie findet man die richtigen Worte, dass es der andere auch versteht? Ohne dabei einen hässlichen Krieg auszulösen? Denn diese Lästereien und der Gossip…ich hasse es. Und werde nie verstehen, wie Leute ihre kostbare Zeit damit verschwenden können.

Menschen verändern sich im Laufe des Lebens, alle und nicht jede Freundschaft ist dafür gemacht, bis ans Lebensende zu halten. Mir persönlich fällt es schwieriger Freundschaften zu beenden, dabei muss man nicht mal gestritten haben. Manchmal passt es einfach nicht mehr…

 

An was stirbt so eine Freundschaft?

Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen, wenn ich ein paar Punkte aufzähle die für mich eine Freundschaft zum erliegen bringen:

  • Zu wenig Gemeinsamkeiten, Interessen
  • Fehlendes Interesse an der anderen Person
  • Verurteilung und herabschätziges Geschwätz über die andere Person (Lebensweise, Beziehungsmodell etc.)
  • Bedarfsgemeinschaft, d.h, der andere meldet sich grundsätzlich immer dann wenn er was braucht oder kein anderer gerade Zeit, Lust…hat
  • Gossip und lästern über andere, permanent
  • Ratschläge zur Änderung der Persönlichkeit, Zurechtweisungen  („Du redest zu viel!“  „Lachst zu laut!“) etc.
  • Rechtsradikale Einstellung
  • Unreflektiertes Verhalten
  • Schwarzmalen aller Situationen, Opferhaltung
  • Klammernde Menschen die einem die Luft abschnüren
  • Unzuverlässigkeit
  • Diebstahl
  • Unehrlichkeit, keinen Respekt
  • Leute die Erwartungen haben, berechnend sind
  • Keinen Support

Jetzt kann man von dem halten was man möchte. Das sind nun mal meine Grenzen. Ich versuche immer die Situation offen zu klären und wenn das nicht möglich ist, ziehe ich mich eben zurück.

Was bringt es mir einer erwachsenen Person x mal meinen Standpunkt klar zu machen, wenn es doch nicht respektiert  oder gehört wird, oder die Person meine Grenzen überschreitet? Klar, ich kann den anderen nicht ändern, nur mich selber. Aber meine Einstellung zu gewissen Punkten ist nun mal da und ich würde mich schon als sehr toleranten Menschen bezeichnen. Doch alles muss man sich dann auch nicht gefallen lassen.

Ich mache es mir zu einfach!?

Das Leben ist zu kurz um sich ewig im Kreis zu drehen. Ob es eine Situation ist in der Arbeit oder im privat Leben. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, neigen wir dazu festzuhalten. Egal wie schlecht es uns dabei geht. Man darf schliesslich nicht so schnell das Handtuch werfen. Doch lohnt sich das? Bringt es was mich mit jemanden zu treffen, Zeit zu verbringen, mit dem mich nichts mehr verbindet, ausser die Erinnerung an eine bessere Zeit? Die längst vorbei ist? Nö. Viele meinen ich mache es mir auch einfach, in dem ich mich zurück ziehe. Aber das stimmt so nicht. Ich gebe Menschen nicht so schnell auf, wie viele von euch nun denken. Doch ich lasse mich auch nicht mehr ausnutzen wie einst. Wenn eine Freundschaft einseitig wird, halte ich nicht mehr daran fest. Wenn die Leute unzuverlässig sind, frage ich nicht noch mal nach, ob wir etwas unternehmen könnten. Sondern gehe alleine los. Lieber nur 1-2 gute Freunde, als eine riesige Crowd auf die man nicht zählen kann in allen Lebenslagen. Gerade jetzt um die 30 werden die Karten neu gemischt, wie eine alte Freundin von mir sagte. Da passt dann vieles nicht mehr, da die Lebensmodelle auch unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ich finde es viel ehrlicher, sich dann einzugestehen, wenn es nicht mehr passt, als krampfhaft etwas am Leben aufrecht erhalten zu wollen, was aber schon lange vorbei ist. Man nimmt sich und dem anderen die Möglichkeit sich nach Leuten umzusehen, die wirklich auf der gleichen Wellenlänge sind.

Wie beendet ihr Freundschaften ohne Streit? Wart ihr schon mal in der Situation? Wurde euch mal die Freundschaft gekündigt? Und wo sind eure Grenzen? Oder sehe ich das alles etwas zu eng?

 

 

Schönes Wochenende ihr lieben!

 

Paula

 

[sgmb id=1]

Dein erster Eindruck kann mich mal!

„Sag mal Paula, zeltest du eigentlich gerne?

„Ja, total!“

„Meinst du das ironisch?“

„Nein, das ist mein ich ernst!“

„Hmm, du siehst gar nicht so aus!“

„Wie sehen denn „Zelter“ aus?“

                                                                          

Das war ein kleines Gespräch von einem der Festivals die ich dieses Jahr besucht habe. Man muss sagen, das Mädel war noch recht jung, doch zog sich die Sache mit dem ersten Eindruck  die letzten Wochen durch mein Leben. Und auch durch die Medien.

Anmerkung: Die „Zelter“ haben wir das Festival über nicht gefunden. Es wurde aber zum Running Gag bei uns im Sternen Camp…

Jeder der mich näher kennt weiss, ich würde am liebsten auf Festivals leben. Frei sein und Barfuss in der Natur, hooray! Nein, ernsthaft, ich liebe Festivals! Teilweise zähle ich die Monate und Tage bis zum nächsten und strahle dann wie ein Honigkuchenpferd Einhorn, dass in Glitzer gebadet hat, wenn es dann so weit ist. Es ist auch toll, mal endlich den ganzen Glitzer im Gesicht und auf der Haut ohne „Fancytime“ aussenstehenden erklären zu müssen. Glitzer hat bei mir nämlich auch unter dem Jahr ein Platz auf meinem Körper! Bedarf aber einiger Erklärungen hier und da mal. Wobei ich nun aber auch sagen muss, dass immer mehr Frauen sich anstecken lassen von meinen Glitzernägeln. Was hervorragend ist. Mehr Glitzer braucht die Welt!

All die Kleidchen können getragen werden inklusive diverser Kopfschmuck und ich kann ohne mich zu entschuldigen so viel Prosecco zum „Frühstück“ haben wie ich möchte 😉 Die Musik,die Menschen, das Zeitlose, die Natur, die Ausgelassenheit..hach, ihr seht schon. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Dieses Jahr habe ich mir sogar von der Kosmetikerin die Wimpern verlängern lassen, um mir lästiges hantieren mit der Mascara zu ersparen. Ich bin so begeistert von meinen Klimperwimpern, dass sie nun auch weiterhin meine Augen zieren werden, evtl nur nicht mehr ganz so im „Festivalmodus“

Wenn man mich dann so sieht, fällt man schnell in die Falle mich abzustempeln. Der erste Eindruck und all der gleichen. Und das ist auch ganz normal. Aber ja, sollte man dann nicht erst mal hinter die Erscheinung blicken bevor man sich ein Bild von dem Menschen macht? Der erste Eindruck, ist nämlich nur eine Momentaufnahme. Und nur weil ich ein paar Tage rumlaufe wie eine Glitzerprinzessin, bedeutet es ja nicht, dass ich mich nur auf Kleidchen, Makeup und mein Aussehen fokussiere. Ich mag auch Seifenblasen! Und Bücher und…soo soo vieles mehr!

Szenenwechsel: Olympia 2016

Christoph Harting gewann Gold. Bei der Siegerehrung, kapserte er auf dem Podest rum. An der Pressekonferenz stammelte er vor sich hin. Auch nicht so förderlich war, dass er keine Interviews geben wollte. Was war der Aufschrei der Empörten mal wieder gross. Ich erfuhr davon aus den Medien, da ich von Olympia nichts halte…

*Kopfschütteln

„Das macht man nicht!“ „Man kaspert doch nicht so rum!“ „Respektloses Arschloch!“ „Kein Anstand!“  „Eingebildeter, unsympatischer ..“ und so weiter und so fort.

So so, das macht man also nicht. Man ist nicht aufgeregt , wenn einem die ganze Nation und darüber hinaus zusieht, wie man da auf dem Podest steht. Man darf sich auch nicht zu seher freuen über seinen Sieg, das nennen sie dann Respektlos! Und dann hat man keinen Anstand. Freuen, ausgelassen ist schliesslich was für kleine Kinder. Als Erwachsener braucht man ein Resting Bitch Face…Moment mal…das fanden andere bei der Beckham und der Kirsten dann doch nicht so dolle.

Man(n) ist natürlich auch nicht aufgeregt, wenn die Nationalhymne nur für einen gespielt wird während man da oben steht. Das Adrenalin das da durch den Körper fliesst, kann man einfach abstellen, weil man ja ein Übermensch ist und jedem Anspruch der „Ich motze an allem rum Jammerlappen“ genügen muss. Und auch, dass man keine Interviews gibt kann ich verstehen, der Kerl kann eben noch nicht so gut mit den Medien. Was soll`s, eine Pressekonferenz reicht doch. „Wie erklären sie sich ihren Sieg?“ oder so ähnlich, ist auch eine beschissene Frage, mit Verlaub liebe Presseheinis.

So zum Vergleich von wegen aufgeregt sein & Co.: Wisst ihr noch als ihr verliebt wart, Schmetterlinge im Bauch hattet und eurer Liebsten / eurem Liebsten teilweise mit feuchten Händen, Herzrasen, weichen Knie entgegengetreten seid? Teilweise einen Mist von euch gegeben habt, der euch im nachhinein immer noch peinlich ist?

Das alles, war Adrenalin!

Danke auch für die Blackouts bei Prüfungen und in wichtigen Situationen, Adrenalin alter Kumpel!

(Hurra, wir haben nun einen schuldigen gefunden!)

Und nun stellt euch vor, wenn das ein einziger Mensch auslösen kann in euch…

Was macht es dann mit einem, wenn man das Siegertreppchen besteigt? Die Goldmedaille um den Hals bekommt – und die ganze Welt sieht zu?

Ich frage mich bei all dem Wind der gemacht wurde um seinen Auftritt, was seine sportlichen Leistungen in den Hintergrund rückte, woher nehmen sich solche Leute das Recht raus andere zu beurteilen anhand von ein paar Minuten, die wir ihn alle unter einer extrem Situation erleben durften? Wären die Menschen die ihn verurteilen denn glücklich würde man von ihnen etwas erwarten um sie dann an den Pranger zu stellen, weil sie den Ansprüchen des Mobs nicht genügen? Oder sie gar bewerten, als Menschen, anhand von ein paar Minuten / Stunden die wir sie erlebt haben? Anhand ihres Aussehens? Ihrer Kleidung?  Anhand des peinlichen Ausrutschers letzten Samstag im Ausgang? Ihr merkt hoffentlich auf was ich hinaus möchte… Jeder hatte Momente im Leben auf die er nicht sonderlich stolz ist, oder er überfordert war. „Aber der / die kennt mich doch gar nicht…blablabla…mimimimimi“ höre ich sie schon wimmern, wenn man sie dann behandelt, wie sie andere behandeln.

Lasst uns doch alle dem ersten Eindruck eine zweite Chance geben. Lasst uns hinter die Kulisse schauen, lasst uns weniger verurteilen. Denn der erste Eindruck, ist manchmal ein falscher Eindruck!

Paula

 

Pic by Paula Deme

[sgmb id=1]

Selbstliebe – Liebe dich selbst, aber zeig es nicht!

„Du musst dich selber lieben!“ hört man es poltern aus allen möglichen Psychologie Ratgebern und auch die Psychologen sind sich einig: Man muss mit sich selber zufrieden und im reinen sein, sich annehmen wie man ist, wenn man andere lieben möchte. Niemand kann einen glücklich machen, wenn man es selber nicht schafft sich glücklich und zufrieden zu machen.

Die Selbstliebe – Der heilige Schlüssel zur Zufriedenheit und Glück

Wir alle haben unsere Stärken und Schwächen und es gelingt uns, mal mehr mal weniger auch die nicht so schönen Seiten unserer Persönlichkeit anzunehmen.Doch was passiert wenn man sich selber liebt? Sich selber annimmt, sich seiner Attribute bewusst ist und ein gesundes Selbstbewusstsein hat? (Narzissten werden hier ausgeschlossen, da es ein Thema für sich ist)

Grosse Teile der Gesellschaft findet das nicht so prickelnd

„Selbstverliebter Gockel“ „Arrogante Kuh“ „Eingebildet“ „..hält sich wohl für was besseres!“ sind nur einige Aussagen die manche dann so um sich werfen, wenn sie auf jemanden treffen, der eben nicht so unsicher ist wie sie selber. Warum eigentlich? Versucht man den anderen niederzumachen, damit man selber erhabener dasteht? Und vor allem: Bringt das was? Schwindet die eigene Unsicherheit in dem man andere niedermacht?

 „Liebe dich selbst – aber um Himmels willen zeige es ja nicht nach aussen!?“

Gerade jetzt zur Badesaison sind viele Frauen verunsichert bezüglich ihres Körpers. Jedes verdammte Boulevard Magazin (Wer kauft den scheiss eigentlich?) propagiert  mal wieder den „Beach Body“. Und nach dem doofen „Thigh gap“ (den auch so manche dürre Lady anhand ihrer Anatomie nie erreichte) und wie sie alle heissen, geht es nun noch weiter – als wäre ein flacher Bauch als Ziel nicht schon schwer genug zu erreichen.

Ladies und Gentleman ich präsentiere den Trend 2016 –  den „Ab Crack“.

Gerne dürft ihr das in den grossen Suchmaschinen nachschlagen, denn ich weigere mich ein Foto davon auf meinem Blog einzufügen.  Grauenhaft, wenn ihr mich fragt. Was soll das? Mein Tipp zum „Beach Body“-  You have a Body – you go to the Beach = Beach Body. Und es soll doch auch Frauen geben, die lieber an den See gehen oder gar nackt baden (Bikini Body- Fail)

Ich bin kurvig. Ich gehe gern ins Schwimmbad, an den See, ans Meer oder auch mal in die Sauna. Mich für meinen Körper zu schämen käme mir nie in den Sinn. Er hat schon so einiges mitgemacht. Groses Dankeschön an dieser Stelle! Ist gesund und ich erfreue mich jeden Tag aufs neue an meinem Vorbau. Ja, ich esse auch gern, gibt es denn was Sinnlicheres? (Na gut, die schönste Nebensache der Welt) Und als ob Männer meinen Bauch anstarren würden im Bikini, ich bitte euch 😉

Klar, wären ein paar kg weniger auch toll, aber ich würde das eher meiner Gesundheit zu liebe tun (Knie danken jetzt schon die 6 kg weniger auf der Hüfte) und weil ich meine Mutter gesehen habe nach der Menno Pause. Die hatte plötzlich 15 kg mehr auf den Rippen. 84 kg auf 1.60m möchte ich in  Zukunft nicht mit mir rumtragen müssen. Also lieber jetzt aufs Velo und weniger Schokolade und Pizza mampfen. Und nicht weil irgendjemand findet ich sei zu dick oder ich solle mich passend kleiden (Badeanzug oder weite luftige Sachen)

Gerade Frauen neigen dazu anderen Frauen zu sagen wie sie sich zu kleiden haben. Gerade was Social Media betrifft – wenn sich kurvige Frauen auf diversen Portalen präsentieren, sei es beim tanzen, in kurzen Hosen oder in Kleidern, werden von anderen Frauen getadelt a la: „Zieh doch etwas an das deiner Figur entspricht!“ „ Das solltest du so nicht tragen!“ Was genau wäre das, was „passenderes“? Was genau wäre was „anderes“? Ein schwarzes weites Zelt? Ein Kartoffelsack? Ganzkörperversschleierung? Lasst es mich doch bitte wissen!

Bodyshaming sucks!

Gerade Frauen sollten das wissen und einfach mal die Klappe halten. Wer seid ihr um anderen zu diktieren wie sie sich anzuziehen haben? Laufen die kurvigen Frauen dünnen Frauen mit einem Teller Pasta oder einer Pizza hinterher und wollen sie füttern? Fuck, nein! Leben und leben lassen Ladys! Liebt euren Körper, tragt was ihr  wollt und fühlt euch sexy. Ausstrahlung erhält man nicht von einer niedrigen Zahl auf der Waage.

Für die Männer gilt übrigens das gleiche

Fühlt euch wohl. Nicht jede Frau erwartet einen Sixpack. Mir persönlich sind sie ein Graus, ehrlich! Vergleicht euch nicht mit anderen – Jeder hat seine Stärken und Schwächen! Und ich habe lieber einen gemütlichen Menschen abends auf dem Sofa als jemanden der seine Freizeit ausschliesslich vor dem Spiegel eines Fitnessstudios mit Hantel Training verbringt.

 

Liebt euch selbst und zeigt es!

Pfeift auf die Meinung der anderen – Ihr seid toll so wie ihr seid! Seid stolz auf das erreichte, egal ob beruflich, schulisch – was auch immer es ist. Ihr müsst euch wohlfühlen mit dem was ihr macht. Ihr seid Selbstbewusst? Ihr habt eure eigene Meinung? Sprecht sie aus, steht für sie ein. Auch wenn ihr alleine steht. Auch ihr werdet nicht jeden Menschen dem ihr begegnet mögen – erwartet es auch nicht von anderen, dass sie euch mögen. Die Menschen denen ihr was bedeutet, wissen was für wundervolle Menschen ihr seid. Lasst euch nicht einreden wie ihr zu sein habt, oder was sich gehört für euer „Alter“. Die meisten sind nur neidisch, dass sie selber nicht den Mut aufbringen sich so zu zeigen wie sie sind. Denn das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft, ist nicht Feigheit, sondern Anpassung.

Schönen Sonntag

Paula

Dieser Beitrag erschien heute auch bei Edition F und Huffington Post Deutschland.

Foto:Pixabay.com

[sgmb id=1]

Was Frauen wollen…

Träumt jede Frau von einer Ehe? Und wartet jede von uns auf den Prinz auf dem weissen Schimmel? Was ist den Frauen wichtig, was geht gar nicht?

Nach dem ich ja bereits die Männer befragt hatte, waren das mal die Frauen dran. Und das Unterfangen gestaltete sich schwieriger als erwartet. Denn die  Frauen liessen auf sich warten und von fünfzig Frauen antworteten auf die Frage erst mal nur fünf. Nach einer Woche fragte ich erneut nach, ob sie denn nicht mitmachen wollten oder ob sie einfach keine Antwort parat hatten, was beides total in Ordnung ist. Da kam dann von einigen eine (sehr lange) Antwort, von anderen, sie würden sich darum im Laufe der Woche kümmern (was nie geschah), gar von anderen wurde ich dumm angesprochen was das überhaupt soll.

Wiederrum andere wollten sich nicht äussern. Kein Problem, danke für die Rückmeldung. Doch wenn man sich von einer Frage so angegriffen fühlt, dass man rumpöbeln muss, also ehrlich. Muss das sein? Stutenbissigkeit at its best! Guter Tip: Es gibt auf Facebook einen Button: Unfriend…Denn wenn du mich nicht magst und du trotzdem alles im Auge behältst was ich tue…Ja, dann bist du wohl doch ein Fan 😉

Nichts für ungut, aber bin keine Freundin des Rumzickens, weder bin ich dein Blitzableiter.

Grossen Dank, allen die sich die Zeit genommen haben ❤️

Also, was wollen Frauen? Wie sollte er sein? Der „Eine“? Nur fünfzehn von fünfzig befragten Frauen liessen sich zu einer Antwort bewegen, die dafür sehr ausführlich waren.

Alle waren sich einig

Treu (man unterschied zwischen körperlich und emotional), Loyal, Humorvoll und Ehrlich sollte er sein. Wissen was er will und keine Spielchen spielen. Offen kommunizieren können, Konflikten nicht aus dem Weg gehen und sich seiner Bedürfnisse bewusst sein. Selbstbewusst stand auch ganz weit oben auf der Liste, aber kein Macho. Er sollte mit beiden Beinen im Leben stehen und Selbstständig sein. Keine Frau wollte einen kleinen Jungen den sie umsorgen muss. Er sollte ihr die Stirn bieten können und kein Ja Sager sein. Auch Männer die kochen können stehen hoch im Kurs und die ihr eigenes Leben führen ohne sich ständig auf die Frau beziehen zu müssen.

Was teilweise gar nicht ging waren Gamer, Unzuverlässigkeit, Lügen, Klammern und  extreme Eifersucht oder gar Gewalt. Männer die nicht wussten was sie wollten waren auch nicht sonderlich beliebt.

Ein paar Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten:

„Er sollte spontan sein, kein Stubenhocker das wäre schrecklich. Eigene Hobbys haben und Interessen. Wie z B. Sport (Yoga find ich gut auch für Männer.) Und Videospiele finde ich überhaupt nicht gut. Für mich ein Abturner. Lustig sollte er sein und vor allem ehrlich, offen und sozial. Ich möchte über alles reden können. Und er sollte einfach ein Mann sein egal wie gross breit oder männlich er aussieht. In dem er auch mal Sachen selber macht. Und nicht gleich verzweifelt ist. Klar finde ich ein Gentleman auch nicht schlecht, solange es nicht übertrieben ist. Und Schleimscheisser geht auch überhaupt nicht oder viel zu lieb und übertrieben führsorglich. Lieber was wirklich ehrlich gemeint ist. Und ja spirituell finde ich auch sehr schön. Und vor allem jemand der sich bewusst gesund ernährt aber auch gutes Essen mag und das natürlich geniesst und nicht durchgehend scheisse zu sich nimmt.“

„Ich erwarte Humor, das ist mir ganz wichtig, das Gefühl muss stimmen, ich muss mich in seiner Nähe wohlfühlen und geborgen.“

„Ja ich bin eine Geniesserin ich weiss inzwischen was ich will und mag. Mit bisexuellen Männer eine feste Beziehung… sehr schwierig !! Der Gedanke, dass ich ihm zu wenig bin ist eckiger als wen er mich mit einer Frau betrügen würde. Evtl. muss ich da auch rauswachsen Lol! Ja der Sex muss unbedingt stimmen. Aussehen & so spielt ja dann keine Rolle wenn ich verliebt bin! Gemeinsame Interessen bringen aber auch nicht viel, wenn der Sex Scheisse ist. Der Mann mit den Ich Kinder haben will muss sein Kind lieben. Und sich Zeit für ihn nehmen. Wir sollten sehr wichtig für ihn sein sonst lass Ichs lieber. Und ich will Hausfrau dann sein dürfen, die für ihr Kind da ist, sonst lasse ich es lieber ganz.“

„Ein Mann sollte mir vertrauen und mir zeigen, dass ich ihm vertrauen kann. In jeglicher Hinsicht. Er muss nicht alles gut heissen was ich gemacht habe, aber akzeptieren, dass auch ich eine Vergangenheit habe. Ein Mann muss für mich da sein, auch akzeptieren wenn ich vielleicht einmal keine Lust auf Sex habe, zu kochen oder aufzuräumen. Er darf das sehr gerne übernehmen. Er sollte nicht von mir verlangen das ich nur zuhause sitze koche, putze auf die Kinder aufpasse usw. weil ich bin selbstständig und will trotzdem unabhängig sein. Da es nie eine Garantie gibt für ewiges zusammen sein. Zuhören und kommunizieren können, wenn Probleme vorhanden sind.“

 

Und, was wünscht sich die Autorin denn so?

Jeder der mich näher kennt, weiss ich bin schon eine recht lange Zeit, ohne das, was die Gesellschaft eine „feste Beziehung“ nennt. Wie sollte er (oder sie) sein, damit ich mein Singleleben beende? Ehrlich, Leute, seid einfach ehrlich. Nichts macht mich rasender als belogen und nicht respektiert zu werden. Und glaubt mir, rasend wollt ihr mich nicht erleben, wirklich nicht, vertraut mir.

Ausserdem sollte er wissen was er will und sich nicht verstellen. Verschwendet nicht meine und eure Zeit in dem ihr vorgebt jemand anderes zu sein. Sicher finde ich es toll, wenn du dich auch für Kultur und Physik interessierst, nur um nach Monaten festzustellen, dass es für euch eine Qual ist,  zerstört das Vertrauen ungemein. Man muss sich ja nicht immer zu 100% für das gleiche interessieren. Gemeinsame Interessen finde ich aber trotzdem immer noch wichtig und toll.

Ganz wichtig

Ist mir, dass die Person mich nicht ändern will, so wie ich die Person nicht ändern werde. Offen muss er sein, humorvoll und Selbstbewusst. Nichts ist schlimmer als ein unsicherer Mensch der überall Bestätigung suchen muss. Sorry, erinnert mich zu sehr an das Verhalten eines verlorenen 14 jährigen Kindes. Eine klare Kommunikation. Sagt was ihr denkt, was eure Wünsche sind auch wenn es manchmal verletzend ist. Denn nur ein guter Freund und Partner sagt dir auch mal unschöne Sachen ins Gesicht. That is what friendship and trust is all about, oder?

Das Leben ist nicht immer nur „Glitzer, Musik, Blümchen und Einhörner…“Die Person sollte auch an Regentagen an meiner Seite stehen und es auch mal ertragen können, wenn ich mal einen nicht so guten Tag habe. Auch der stärkste Mensch braucht mal eine Schulter zum anlehnen. Respekt ist mir sehr wichtig und zuhören muss er können. Ich möchte ernstgenommen werden. Denn nur weil er etwas nicht verstehen und nachvollziehen kann, bedeutet es nicht, dass es nicht existiert. Der Partner sollte auch akzeptieren, dass ich keine Kinder möchte. Es bringt nichts mich mit Fragen zu durchlöchern, mich versuchen zu überzeugen oder gleich am dritten Date das zu thematisieren (alles schon passiert) noch bringt dieser eine Satz etwas: „Warte, bis du den richtigen triffst..“ Been there, done that. Heiraten wollte ich ihn trotzdem nicht und löste die Verlobung, als auch die Beziehung auf. Momentan habe ich insgesamt 3 Heiratsanträge abgelehnt. Sorry ihr lieben, aber ich glaube einfach nicht an das Konstrukt Ehe und an das Versprechen:“Bis das der Tod euch scheidet…“ denn wenn man so die Statistiken ansieht, spricht das für sich.

Er sollte auf eigenen Beinen stehen, beruflich sowie privat. Abhängigkeiten stossen mich eher ab und dazu zähle ich alles was man täglich braucht um über den Tag zu kommen. Neugierig muss er sein, Freude am Leben haben aber auch mal ein paar Tage die Beine still halten können. Geniesser sind mir am liebsten, denn ich liebe Essen und alle anderen sinnlichen Aktivitäten. Die gewisse Anziehung muss einfach da sein, und es wäre toll, wenn wir das gleiche Nähe-Distanz Verständnis hätten. Ausserdem wäre es wichtig, dass er versteht, ich brauche keine bessere Hälfte, ich bin bereits Ganz. Und wenn jemand einen Platz in meinem Leben haben möchte, muss er mein Leben positiv bereichern, denn unter uns: Ich bin gern Single…Ja, das solls geben.

Wie ihr seht, wünschen sich Frauen und Männer im Grunde das gleiche. Auch die Monogamie und das 08/15 Leben wurde in Frage gestellt. Also von wegen; Alle Frauen wollen Kinder und ewige Treue…Und bei keiner Frau habe ich rausgelesen, dass sie sich einen coolen Typen mit fettem Gehaltscheck, top Managerjob und super Auto wünscht. Sorry liebe Männer, aber ihr meint ja immer uns damit imponieren zu müssen. Oder ich kenne nur coole Frauen, die wissen worauf es wirklich ankommt, wie man es nimmt.

Doch warum gestaltet sich das zusammen kommen manchmal so schwierig? Und wie macht man am besten den ersten Schritt ohne gleich mit der Türe ins Haus zu fallen? Und darf man in Zürich überhaupt flirten, bei der vorherrschenden Coolness? Dazu werde ich einen „Flirt“ Experten treffen und ihm ein paar Löcher in den Bauch frgen. Nein, kein Pickup Artist, seid beruhigt. Das ganze Interview gibt es bald hier. Der nächste Beitrag wird es in sich haben, seid gespannt. Bis dahin, haltet die Augen auf, vielleicht ist euer Traumpartner bereits näher als ihr glaubt.

 

 

Paula

 

 

Bild. Pixabay, Scott Webb