Hinter jedem starken Mann, steht niemand!

Wer hat den Spruch noch nicht gehört? “Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau!” Wer mein Video am Freitag gesehen hat, der weiss, wie sehr mich dieser Satz aufgeregt hat.

Denn Partner auf Augenhöhe stehen nebeneinander, da muss niemand hinten anstehen und die Zeiten in der man die Frau in der Küche versteckt sind auch vorbei. Klar, sich gegenseitig unterstützen ist wichtig in Partnerschaften, aber dann doch gleichberechtigt, ohne dass jemand hinten dran stehen muss.

I am not your mommy!

Mich erinnert dieser Spruch ja eher so ein wenig an einen Buben, der von seiner Mutti zu einem starken Mann “gemacht” wird, sorry. Und das letzte was ich will in einer Beziehung ist einen Buben stark fürs Leben zu machen. Welche Frau will das, sein wir mal ehrlich?

Nach dem ich ja diesen fürchterlichen Beitrag vom “modernen Mann” und den 14 Punkten gelesen habe, von dem ich auch im Video sprach, habe ich beschlossen aus meiner Sicht auch 14. Punkte aufzustellen, die mir wichtig wären. Denn ich kann nur für mich sprechen, von meinen Ansprüchen. Und für alle, die das Video sehen wollen, sorry, da ich kein Facebook mehr habe, ist das Video auch nicht mehr verfügbar:

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Es braucht viel Mut, man selbst zu sein – warum eigentlich?

Ist Frau dünn, hat sie bestimmt Magersucht oder Bulimie. Ist Frau kurvig, ist sie bestimmt faul und ernährt sich ungesund. Achtet Frau auf eine gepflegte Erscheinung gilt man als “Tussig”, bevorzugt man eher den Schlabberlook, lässt man sich gehen. Liest man gerne Bücher, hat man bestimmt kein Privatleben und hält sich wohl für besonders schlau, gibt man hingegen die Partyqueen, hat man bestimmt ein Alkohol- oder gar Drogenproblem und ist sonst eher Oberflächig.

Bekommt Frau Kinder und bleibt zu Hause, hat man bestimmt immer nur darauf gewartet und ist zu faul zum Arbeiten. Bekommt man Kinder und geht arbeiten, wird man hingestellt als Rabenmutter und oft wird die Frage laut:”Wozu hat sie denn überhaupt Kinder bekommen?

Egal was man tut, man wird immer verurteilt. Egal wie man sich verhält, irgendwem passt das nicht in den Kram. Und je weiter man sich von der Norm entfernt – desto mehr wird man zum Feindbild. Sollte das einen stören?  Nö!

Schminkt man sich, wird einem entgegen gehauen: “Wahre Schönheit kommt von innen!” Schminkt man sich nicht, wird man gefragt ob man krank ist, wird einem extremer Mut zugesagt (Exgüsi, für was genau?)  oder man wird wie gerade Alica Keys im Internet gelyncht. (Mehr von Frauen als von Männern)

Auch in meinem Facebook Freundeskreis kam mir zu dem Thema ein Posting entgegen, von einem Mann: “Liebe Frauen, nehmt euch ein Beispiel an Alicia Keys!”

Ähmmm, nope!

Da könnte man ihm ja glatt entgegen rufen: “Liebe Männer, nehmt euch ein Beispiel an Vin Diesel! Oder Brad Pitt!” (Ich finde beide nicht heiss, aber was soll`s!)

Und so als Input: Nur weil man mit Makeup umgehen kann und es benutzt, heisst das nicht dass man 24/7 mit zugekleistertem Gesicht durch die Weltgeschichte spaziert. Und nur weil man sich nicht schminkt bedeutet das auch nicht, dass man Makeup und seine Anhängerschaft verurteilt oder sogar hasst.

Ps. Ginge es nach mir könnte man die Vollbärte die gerade so In sind auch alle samt abrasieren. Sorry, aber ihr Vollbartjungs seht aus wie euer Opa. Sexy und Co.? Nope! Eher widerlich bis abstossend…Aber hey, so lange ihr euch gefallt, schmiert euch den Glitzer da rein, dekoriert ihn mit Blümchen, whatever! Not my fucking business. Und ich äussere mich nur dazu, weil es hier gerade Thema ist.

Es ist ein wenig wie mit Alkohol

Trinkt man als Frau, ist es ok bis nicht ok. Kein grosser Wind wird darum gemacht, es ist “Normal”. Trinkst du aber nicht, egal ob Männlein oder Weiblein, – fühlen sich alle eingeladen nach dem Grund zu Fragen (braucht es den wirklich immer?) oder noch schlimmer: Sie versuchen dich zu überreden, sie wollen eins spendieren etc. Anscheinend wird wenig verkraftet, wenn man nicht der Norm entspricht. Und im Club und in der Bar trinkt man halt, verdammt nochmal, gefälligst mit! Wo kämen wir denn hin, wenn alle nur noch Wasser mit Zitrone trinken?

Ausserdem finde ich es immer lustig, wie andere Menschen uns sagen wollen wie wir zu sein haben, nicht? Wenige rufen uns zu: “Sei wie du bist!” “Du bist super wie du bist!” “Wenn es für dich stimmt, why not!?”  “Yeah, Kompliment! Du bleibst du selber, komme was wolle!”

Stattdessen hört man öfter: “Nimm dir ein Beispiel an dem!” “So hast du auszusehen, damit du geliebt wirst!” “Kauf dieses und jenes um glücklich zu werden..:” “Nur wenn du so denkst wie wir liegst du richtig!” Blablablablabla!

NEIN! Ich will nicht! Nö, Nope, Nee und Nein!

Heute nicht, morgen nicht, in 100 Jahren nicht, niemals! Ich will mir auch von der Gesellschaft nicht reden lassen wie ich sein soll. Es ist mir schlicht und ergreifend Wurst bis Scheiss egal und darüber hinaus, ob ich in das Weltbild von manchen Ewiggestrigen passe oder nicht. Oder den Ansprüchen mancher Ignoranten genüge. Wer sind die Leute schon um uns zu beurteilen, zu verurteilen, mit welchem Recht stellt sich wer hin und erklärt uns wie wir zu sein haben?

Niemand hat das Recht uns zu sagen wie wir auszusehen haben, wie unser Körper sein sollte, wie wir uns zu kleiden haben. Oder wie Erfolg auszusehen hat. Es geht die Leute einfach einen feuchten Dreck an. Punkt. Die meisten sind neidisch, haben mit sich selber Probleme und Minderwertigkeitsgefühle die sie so versuchen zu kompensieren. Unglückliche, unzufriedene Leute, voller Selbstzweifel – daran verdient auch die Industrie von A bis Z.

 “Was Hans über Peter sagt, wenn Peter den Raum verlässt, sagt mehr über Hans aus, als über Peter.”

So oder so ähnlich ging ein Spruch den ich mal aufgeschnappt habe – und er ist wahr durch und durch. Wenn man sich das vor Augen führen kann, dass es meist nichts persönliches ist, verlieren die “Giftpfeile” der Hater, oder des Mobs ihre Wirkung. Tja, dumm gelaufen!

Ihr seid super (!) wie ihr seid! Und wenn ihr mit euch  nicht zufrieden seid, dann ändert das! Aber nicht um der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen und es wem Recht zu machen. Nur für euch muss es stimmen, einzig und alleine für euch!

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Und wie geht ihr damit um?

 

Schönes Weekend ihr lieben!

 

Paula

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Was Männer wollen…

Ja, was zum Teufel wollen Männer von uns Frauen? Wie sollte sie sein, die „Eine“ für gewisse Stunden oder mehr? Sexbombe? Gute Hausfrau und Köchin? Folgsam und zurückhaltend? Vor ein paar Wochen las ich in einem Forum: „Ich muss noch 10 kg mindestens abnehmen, wenn ich einen Mann abbekommen will. Schliesslich möchte ich mal Kinder!“

*Räusper…Ja, dann such dir doch einen oberflächlichen Mann, der dich wegen deines Gewichtes mag. Und wenn du schwanger bist und vielleicht aufgehst wie ein Hefeteig, ist es bestimmt nicht weiter tragisch, wenn er mit einer schlankeren liebäugelt!

Also beim besten Willen, was will man solchen Frauen sagen, die ihr Glück vom Gewicht und Aussehen abhängig machen? Und wie gross ist dann die Enttäuschung, wenn das Leben mit weniger auf den Rippen, dann doch nicht so happy wird wie man sich das ausgemalt hat! Oder der besagte Prinz, der einen glücklich machen soll, nicht antrabt.

Ich wollte es genauer wissen und habe in meinem Freundeskreis und auf Facebook eine Umfrage gestartet: Was wollen Männer eigentlich? Was ist ihnen wichtig in einer Beziehung und was ist der absolute Abturner? Fünfzig Männer wurden befragt. Dreissig Männer zwischen 21 und 52 Jahren standen Rede und Antwort, die anderen zwanzig befragten gaben keine Antwort. Einige von den letzteren gaben als Auskunft, sie wüssten es nicht so recht, andere schweigen sich aus bis heute. Also fangen wir an:

Der jüngste verwies mich auf den Platz in der Gesellschaft als Frau,der sei durch die Medien schon ganz in vergessenheit geraten, berief sich auf einen Pickup Artist, der so Frauenfeindlich ist, dass ich mich gefragt habe, was er von uns Frauen denn eigentlich noch will.
Eine Lady sollte wissen wo ihr Platz ist (am besten unter dem Mann und hinter dem Herd), zurückhaltend sein. Aber spontan wenn es nötig ist und lieber süss als Sexy. Sexy sei nur gut für einen ONS.

Aha. Nun ja, jedem das seine würde ich mal sagen, Geschmäcker sind verschieden. Und wir waren alle mal jung, unbeholfen und unsicher beim anderen Geschlecht.

Liebe Männer

Es gibt kein Rezept wie es mit uns Frauen klappt, bleibt einfach ihr selbst, seid nett und zuvorkommend, dann klappt das auch, es ist wirklich nicht so schwer. Bücher braucht es nicht, vor allem nicht solche. Denn nichts schreit mehr: „Ich habe Komplexe und einen kleinen Schniedel!“ als sich so ein Buch ins Regal zu stellen. Sorry!

Alle Männer waren sich einig: Offen, humorvoll und ehrlich sollte sie sein, entspannt, sich nicht verstellen (ganz, ganz wichtig!) Selbstbewusst und kein Kontrollfreak.

Aber das gilt für beide Seiten

„Kontrollettis“ wie ich sie gerne nenne, waren und werden nie beliebt oder begehrt sein. Denn wenn ich vertraue, brauche ich keine Kontrolle und wenn ich mir meiner Attribute bewusst bin, fürchte ich auch nicht den Vergleich. Denn das ist Eifersucht ja irgendwo. Die Angst vor dem Vergleich mit dem anderen, oder? Das Aussehen ist sicher auch wichtig, doch da die Geschmäcker so verschieden und so vielfältig sind, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen, denn man kann auch in Grösse S nichts ausstrahlen und von Selbsthass zerfressen sein. Wohlfühlen muss man sich…und da fängt das Ding mit der Selbstliebe an. Denn wer sich nicht wirklich kennt und sich nicht annehmen kann wie er ist, kann auch nicht von anderen verlangen das sie es tun. Leuchtet ein, oder?

Gemeinsame Interessen standen auch ganz oben auf der Liste. Und auch die Wissenschaft ist sich dort einig: Gleich und gleich gesellt sich gern.

Natürlich ziehen sich Gegensätze auch an, doch auf Dauer, wenn die Rosarote Brille weg ist (passiert im Schnitt nach 4 Jahren) nerven uns die kleinen Unterschiede.

Alle Männer waren sich auch in diesen Punkten einig

Loyal und zuverlässig sollte sie sein, und nicht beim kleinsten Problem das Handtuch werfen. Ihm gewisse Freiheiten lassen, Unabhängigkeit wurde auch gross geschrieben, sowie eigene Ziele. Intelligent sollte die Frau auch sein, man sollte sich mit ihr unterhalten können, nicht nur über die neusten Beauty und Fashion Trends in der Cosmopolitan. Worum wir wieder bei den gemeinsamen Interessen wären…

Sex, ja, da waren sich auch alle einig. Gut muss er sein. Doch was macht guten Sex aus? Ist wohl für jeden was anders. Wenn sich die Frau gehen lassen kann z.B. Aber das ist ein zu grosses Thema um es heute und hier zu erläutern. Um weibliche Sexualität wird es im nächsten Beitrag gehen 😉

Ein paar Antworten der Männer werde ich euch nicht vorenthalten:

„Ich wünsche mir eine Frau die das neugierige und furchtlose Mädchen in sich akzeptiert und zulässt. Eine Frau die ihre Stärke nicht durch eine harte Schale und taffes auftreten demonstriert, sondern durch ihren Charme und Witz. Eine Frau die zu ihrer Weiblichkeit steht und sie auf natürliche Weise auslebt. Eine abenteuerliche Träumerin die sich von der Magie einer schwebenden Seifenblase begeistern lässt.“

„Ich geh jetzt also mal von mir aus: Ich hab weder Präferenzen der Haarfarbe, noch der Hautfarbe. Und klaro: Körperlich muss sie mir gefallen. Aber ob grosse Brüste oder kleinere, ist nebensächlich. Figur und die körperliche Ausstrahlung (the way she walks…und so) müssen stimmen. Aber eben: kommt vieles in Frage. Wichtig: Augen und Gesicht müssen anziehend, faszinierend sein. Rein äusserlich also entscheidet sich zuerst einmal, ob sie Zielperson ist, oder nicht.  Für mich ganz klar wichtig: Humor. Witz. Schalk. Schlagfertigkeit. Sprachwitz. Grösstmögliche (aber nicht absolute!) Überschneidung mit den eigenen elementaren Interessen: Musik, Kultur allg. (Filme, Ausstellungen, Literatur), Essen, Feriengestaltung, Wohnvorstellungen, und ja, wo möglich, gleiche sexuelle Bedürfnisse.

Für mich aber auch ganz enorm wichtig: Unabhängigkeit in jeder Faser: Im Emotionellen, Sexuellen und auch eigener Erfüllung (Beruflichem, Projekte). Je abhängiger desto schwieriger. Will heissen ans Gegenüber Anlehnen ja, zwischendurch, aber nicht nur und immer. Und: Je mehr auf mich fokussiert, je abturnender und blockierender Anforderungen und zur Frage; wie muss die perfekte Kandidatin sein, Hat also alles immer auch mit der eigenen Geschichte zu tun, logisch. Mit den Prägungen und Kerbungen des bisherigen Lebens. Und kann ändern, mit dem eigenen Wachsen, Entfaltung der Persönlichkeit – und somit Eigenwahrnehmung, die ja auch ein Prozess ist. Aber eben, generell finde ich schon: Männer machen sich grundsätzlich weniger (Beziehungs-)Gedanken als Frauen. Weil sie sich auch weniger selbstreflektieren.“

„Sie sollte für das häusliche bereit sein, ihm seine Freiheiten lassen im Bezug Sport, Game, Freunde aber wiederum an ihm hängen, ihm zuhören/ dann sollte sie offen sein für alles im Bett.“

„Gute Frage. Sie sollte sich wohl in ihrem Körper fühlen, intelligent und gesund sein, sozial integriert, sie sollte Ziele haben und eigene Hobbies haben. Dinge wie Offenheit und Ehrlichkeit gehören natürlich auch dazu. Und sagen wir’s so: Bestimmt emotionale Treue (über die körperliche Treue kann man sich streiten.)“

„Das wichtigste ist, das sie so tut als ob es sie interessiert auch wenn es nicht so ist.“

Von keinem einzigen Mann kam irgendwo das Thema Gewicht zu Sprechen. Sicher, 30 Männer sind nicht die Welt und es gibt wohl einige denen das extrem Wichtig ist. Doch gibt es eben auch Männer da draussen, die gerne Kurven haben…und Frauen nicht auf das Aussehen reduzieren.

Klar, entscheidet das Äussere ob wir jemanden kennenlernen möchten, vor allem die Chemie und die Ausstrahlung der Person. Das Gesamtpaket, nicht alleine die Zahl auf der Waage.

Fazit: Es würde einigen Frauen gut zu Gesicht stehen an ihrer inneren Einstellung und ihrem Charakter zu arbeiten statt nur an der äusseren Erscheinung.

Danke allen Beteiligten für ihre Zeit und das Mitmachen <3

Best of – Eltern(an)sprüche in Einrichtungen

Für diesen Blog liess ich mich in einer Facebook Gruppe für Erzieherinnen inspirieren, da ich mich oft wieder erkannte in den Erlebnissen der verschiedenen Frauen. Also entschloss ich mich heute ein Best of – Eltern(an)sprüche zu bringen und diese mal zu kommentieren, was im realen Leben fast unmöglich ist. Na dann, los geht’s:

„Ich möchte nicht, dass mein Sohn mit Puppen spielt, wir haben Angst dass er Schwul wird. Tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, ich weiss nicht wie viele Schwule ihr kennt die vom spielen mit Puppen, Glitzer, der Farbe Rosa , verkleiden, Nagellack oder Prinzessin Lillifeesticker schwul geworden sind, aber ich habe noch von keinem Schwulen gehört, dass das einer der Auslöser war. Soweit ich weiss, entscheidet sich das bereits im Mutterleib, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Ganz im Ernst? Selbst wenn euer Sohn Schwul wäre,oder eure Tochter lesbisch oder Bi- oder Asexuell würde es das Kind weniger liebenswert machen? Wäre er dann nicht mehr euer Sohn, eure Tochter?  Kein ganzer Mann? Keine richtige Frau? Ihr solltet euch schämen, ja ganz recht, schämen in Grund und Boden für so eine Aussage.

„Ich möchte, dass ich meine Tochter genauso abhole, wie ich sie abgegeben habe – Sauber! Sorgen Sie dafür, ich verlasse mich auf Sie!“

Liebe Eltern, die ihr eure Kinder in Gucci Blüschen, Armani Jeans und Versace Kleidchen in die Einrichtung bringt. Wie soll ein Kind spielen ohne sich schmutzig zu machen? Dem Kind bzw. den Kindern ist auch herzlich egal ob die Hose 500 Euro oder 5 gekostet hat wenn es hinfällt. Wie soll ein Kind seine Motorik und sein Sozialverhalten u.a. schulen, wenn es draussen im Garten oder am Spielplatz neben der Erzieherin sitzt? Oder immer an der Hand läuft um ja nicht umzufallen? In Folge dessen wird es evtl. sogar noch gehänselt von den anderen Kindern und ausgegrenzt aus der Gruppe, habt ihr euch darüber auch mal Gedanken gemacht ihr lieben Erwachsenen? Kinder sollten sich schmutzig machen dürfen. Ich weiss nicht wie Ihr so lebt, aber bei mir zu Hause gibt es eine Erfindung namens: Waschmaschine! Wenn ihr euer Kind trotzdem in Designerkleidung präsentieren müsst, die nicht schmutzig werden darf, bringt doch bitte Wechselkleidung mit, damit auch euer Kind, sich wie ein Kind benehmen darf. Besten Dank!

„Heute ist es kalt und nass draussen, wenn Sie raus gehen, bleibt mein Kind aber drin, ich will nicht dass es krank wird!“

Liebe Eltern, erinnert ihr euch an den Spruch: “Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung?” Gut, denn dass, würde ich und andere euch gern mal um die Ohren hauen. Krank werden die Kinder auch selten von der Kälte, sondern von Viren und Bakterien. Und meistens ist ihnen kalt, warm, nass usw. weil ihr Eltern nicht daran denkt dem Kind alles mitzugeben für Regentage, Sonnentage, Wintertage. Viele von euch sind wirklich überfordert dem Kind am Morgen je nach Wetterlage ordentlich zu kleiden. Da kamen schon Kinder in Flip Flops in die Einrichtung bei 10 Grad draussen. Allgemein eignen sich ja Flip Flops schon super zum Klettern, rennen, und toben draussen. Von dem guten halt im Flip Flop schwärmt doch jede Erzieherin. Auch im Sommer ist es recht schwer das Kind morgens einzucremen und einen Sonnenhut/Cappi oder Tuch auf dem Kopf zu montieren. Da dürfen einige Kinder ja auch nicht raus, da zu warm. Und sicher haben wir immer so viel Personal, dass wir jedem Wunsch der einzelnen Eltern für ihr Kind gerecht werden können. Eine 1-1 Betreuung ist doch gang und gebe in jeder Einrichtung, also kein Problem.

In einer Schweizer Bilingualen (de/eng) Einrichtung: „Mir ist aufgefallen, dass mein Sohn neuerdings Schweizerdeutsche Wörter benutzt. Meine Frau und ich wollen das nicht, tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, was genau soll ich denn tun? Dem Kind eins hinter die Löffel hauen wenn es ein Schweizerdeutsches Wort benutzt? Ihn auf Schritt und Tritt verfolgen? Ihm drohen? Ihm den Mund verbieten? Was genau habt ihr euch da vorgestellt? Wenn man in ein anderes Land zieht, muss man darauf gefasst sein, dass die Kinder irgendwann die Landessprache sprechen werden. Ich kenn da einige von euch, die motzten in Deutschland über Ausländer die sich nicht anpassen wollen…Und ihr? Inwiefern unterscheidet ihr euch denn nun jetzt von denen, auf die ihr wütend in der Heimat, mit dem Finger gezeigt habt? Es passt euch nicht, dass euer Kind sich anpasst? Ihr solltet eure Einstellung evtl. gründlich überlegen. (Ich würde gern zu dem Thema mehr schreiben, aber das würde hier den Rahmen sprengen.)

„Mein Kind darf nicht mit zu dem Ausflug, sehen Sie zu dass jemand mit ihm in der Einrichtung bleibt!“

Das ist irgendwie einer meiner Favoriten. Liebe Eltern, wie in Gottes Namen stellt ihr euch das immer vor? Ausflüge mit den Kindern sind immer mit einem riesen Aufwand verbunden. Und da wir wirklich, wirklich immer gerade so viel Personal haben dass es gerade so reicht, können wir nicht, ich wiederhole NICHT, mit einem einzelnen Kind in der Einrichtung bleiben. Nein, die Praktikanten dürfen auch nicht mit den Kindern alleine in der Einrichtung bleiben. Wie trist auch für das Kind- alle gehen, nur er bleibt da? Im Ernst? Wie erklären wir ihm denn das? Wie wäre es denn, wenn ihr euer Kind zu Hause behalten würdet an dem Tag? Wobei ich es immer sehr schade finde, wenn Eltern aus welchen Gründen auch immer, Kindern verbieten bei sowas tollem, wie einem Ausflug dabei zu sein.

Das sind nur ein paar von den „(An)Forderungen“ die an uns gestellt werden. Ja, einiges ist überspitzt geantwortet, doch soll das alles zum Nachdenken anregen. Ja, ihr dürft euch Gedanken machen meine lieben. Denn würde man das euch so ins Gesicht sagen, die Empörung wäre immens, doch nur, wie so oft, die Wahrheit.

Schönes Wochenende

Paula

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