Das Glück der anderen

„In der Not erkennst du wer deine wahren Freunde sind!“ sagt sich der Volksmund. Das mag zwar stimmen, doch auch wenn man gerade im Glück zu baden scheint, zeigt sich schnell wer Freund oder Feind ist. Wenn dann mal alles „richtig gut“ zu laufen scheint, ein schönes erfolgreiches Ereignis sich an das andere reiht und ihr euer Glück kaum fassen könnt, wie verhalten sich dann die Mitmenschen in eurem Umfeld? Freuen sie sich und unterstützen euch? Oder sind sie vor Neid zerfressen und neiden euch euer Glück? Natürlich würde es niemand offen zugeben, aber man merkt ab einem gewissen Punkt, dass irgendwas in der Luft liegt. Doch ich finde: Wer sich und sein Leben liebt, gönnt anderen auch ihr Glück und unterstützt sich gegenseitig.

Feedback? Fehlanzeige…

Ich erinnere mich, als ich letztes Jahr in Bayern war. Ich fragte den Mann meiner besten Freundin, wie er denn meine Blogs findet. Er redete sich raus, dass die Internetverbindung bei ihm zu Hause so schlecht sei und ausserdem; „Hast du schon XY`s Schwester gesehen? die war bei „Deutschland sucht den Superstar“, die geht voll ab! Hammer“…
Ähmm….ja, genau. Dumm nur, dass ich mal bei ihnen zu Besuch war und die Internetverbindung war grandios, denn besagter Herr hing die ganze Zeit im Netz ab.
Als er dann auch noch anfing als Ausländer in Deutschland über andere Ausländer zu hetzen im Netz war es dann vorbei mit der Freundschaft. Sorry – No Go!
Wer in einer Freundschaft nicht fähig ist zu kommunizieren oder zu kritisieren ist bei mir falsch. Eine Freundschaft muss das aushalten können! Wer alle Ausländer in einen Topf steckt, wo er selber drin sitzt, dann sowieso.

Aber warum erzähl ich euch das alles?

Im Moment läuft es bei mir wirklich gut. Ich bin endlich wieder in Zürich, die Blogs laufen,
die Sendung im TV macht Spass und ich habe nach dem „Jahr der Fortbildungen“ endlich mal wieder ein bisschen Freizeit und Privatleben da der Pendlerstress weg fällt. Im Job auch alles Tip Top und mein Tattooprojekt ist auch bald fertig. 9.5 Stunden voller Qualen liegen bereits hinter mir, hooray! Da könnte man meinen alles ist in Butter…bis das gestern passierte.

„Du bist grosskotzig, ich brauche dich nicht!“

(Grundsätzlich sollte niemand jemanden brauchen, so als Notiz am Rande.)
Joa, da war ich also beschimpft worden von einer „Freundin“ als Angeberin. Komisch war aber vor allem…30 Minuten vorher sollte ich sie abends noch wohin begleiten…Aha! Ihr war wohl sauer aufgestossen, was ich so auf meiner Facebook Seite teile und wie ich mein Leben führe. Nun ja, you can`t be everybodys darling I guess!
Und schon erstaunlich, wie es gewisse Menschen nicht ertragen können, wenn es anderen, ihrer Meinung nach,  besser geht als ihnen. Don`t like your life? Change it!

Nun, meine Facebookseite ist MEINE Seite!

Da poste ich was ICH will und so oft ICH möchte. Wem das nicht passt, darf gerne entfreunden. Meine Facebookseite ist eine Monarchie, ihr versteht was ich sagen möchte? Ausserdem erspare ich mir mit Facebook einen haufen  Telefonate, denn die Leute sind  up to date. Und wenn man in 3. Ländern gelebt hat die letzten 20 Jahre, hat man halt noch einige Freundschaften die über die Landesgrenzen gehen. Und ja, ich teile eben viel, alles was mich so interessiert, meine Blogs, die Sendung..aber hey! Ich verrate euch ein Geheimnis: Dafür ist Social Media da! Um sich zu vernetzen und zum Austausch von Informationen.

Und wenn ich mir dann anschaue, wer mich beschimpft, kann ich die Gründe natürlich nach voll ziehen:

– Leute mit geringer Bildung

Aus welchen Gründen auch immer das geschah. Muss jeder selber wissen, ist mir auch egal. Aber bitte hört auf zu motzen ihr bekommt keine Arbeitsstelle! Und die bösen, bösen Ausländer nehmen euch die Arbeit weg. Noch werde ich mir weiter anhören, dass ich ein Streber bin und „Wieviele Fortbildungen willst du denn noch machen?“ Ich lerne gerne, sorry, wenn du das nicht nach voll ziehen kannst. Not my problem! In der Schweiz kann jeder den Schulabschluss nachholen, oder eine Ausbildung machen, wenn er will. Wenn er nicht will, schimpft er auf andere und auf das System und findet Ausreden.

Und wenn du Panik schiebst, weil du denkst das Internet wird abgeschaltet, weil es im Postillion stand, werde ich dich auslachen und dich aufklären. Wer irgendeine Meldung übernimmt ohne sie zu prüfen, der ist selber Schuld im Zeitalter des Internets, sorry! Auch wenn du denkst, dass deine persönliche Erfahrungen mehr wert sind als Jahrelange Studien, weil bei dir war es ja anders, werde ich mich berufen fühlen dir zu sagen, dass du eben kein Masstab bist, ob es dir dann passt oder nicht. Auch Bullshit Aussagen wie diese: „Gewalt gehört zum Islam, das ist ihre Kultur!“ gehen gar nicht und ich werde dich daran erinnern, dass die deutschen 2 (!) Weltkriege angezettelt haben. Wer Bullshit raus lässt muss mit Gegenwind rechnen…der Kopf ist nicht nur zum frisieren und schminken da 😉

– Leute die nicht reflektieren

Ich schmücke mich nie mit fremden Federn, noch habe ich geerbt, noch finanzierte mich je irgendwer, ich sehe also das Problem nicht. Angeberin? Ich habe mir alles selber erarbeitet. Niemand kam an meine Türe und schenkte mir das Leben das ich heute führe. Eventuell, nur vielleicht, wenn du dich mal reflektierst und dich fragst: Warum Neide ich den Leuten ihr Glück? Warum ertrage ich es nicht, wenn anderen etwas gelingt? Warum bin ich im innersten so unglücklich über das Glück meiner Freunde? Und wenn du den Grund gefunden hast..wirst du erkennen, dass es was mit dir zu tun hat, warum du so reagierst, nie mit den anderen.
– Leute die den Hintern nicht hoch bekommen



Du bist faul und beneidest alle die mehr Disziplin haben als du und ihre Träume verfolgen? Dann solltest du eben an dir arbeiten. Auch Disziplin kann man lernen in kleinen Schritten. Oder du bist zufrieden mit dem was du hast und hörst auf zu meckern, verdammt nochmal! Nichts nervt mehr, als Angst haben zu müssen was man sagt, weil sich irgendwer wieder beleidigt fühlt.

Ein Beispiel:

 „Ach, du gehst zum Sport? Musst du mir das nun auf die Nase binden?“ 

„Du hattest gefragt was ich heute Abend mache und ich habe dir eine Antwort gegeben“

– Leute die andere scharf verurteilen aber selber Toleranz erwarten

Du kannst nicht erwarten, dass andere dich so akzeptieren wie du bist, wenn du kein gutes Haar an niemanden lässt. Toleranz ist einfach keine Einbahnstrasse Leute!

Im Endeffekt darf man dann gar nichts mehr sagen, denn Menschen die chronisch unzufrieden sind, werden alles so auslegen wie sie es brauchen:
„Ich gehe zum Sport!“   -Musst du das den Leuten unter die Nase binden?
 
„Ich gehe ins Museum, Theater, Oper…!“ – Ach, die Dame hält sich wohl für was besseres!
 
„Ich habe dieses Jahr 3. Fortbildungen absolviert!“  – Und jetzt hältst du dich für besonders schlau oder was?
 
„Ich liebe meinen Job!“ -Schön für dich!

Ganz ehrlich? I don`t give a shit!

Ich werde mich und das Leben weiter feiern, wem es nicht passt, der darf dann gehen. It`s that easy. Meine Zeit ist zu schade sie mit Leuten zu verbringen, bei denen ich ständig aufpassen muss was ich sage um nicht irgendwem auf den Schlips zu treten.


Die Opferrolle gewisser Zeitgenossen nervt

Und auch allgemein in der Gesellschaft, wird es eher kritisch begutachtet wenn jemand sich und seine Erfolge zu sehr feiert. Warum eigentlich? Ist man bereits eine Angeberin, weil man sich öffentlich freut, dass etwas gelingt? Oder sich auf die Schulter klopft deswegen? Für mich ist ein Angeber jemand, der eine riesen Klappe hat und nichts dahinter. Jemand der sich mit dem Erfolg von anderen schmückt, wie Papis Geld, das Erbe oder VIP`s die er kennt.

Wie ist es bei euch? Hat euch jemand mal gesagt, dass ihr Angeber seit? Oder stösst euch jemand besonders sauer auf mit seinem Verhalten? Und warum?

Schönes Wochenende meine lieben <3

Paula
🎈Nachtrag: Heute wurde der Termin zu meiner zweiten Vorlesung bekannt 🙂 

✨25.11.2016✨ 

Ich freue mich sehr – weitere Infos folgen bald 🎈

Pic – Mimi Love

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Drogenaufklärung statt Verbote!

Drogen! Sie sind gerade in aller Munde. Ob es durch das „Jenke Experiment“ von RTL, die Schliessung vom Club „Fabric“ in London oder durch den baldigen Beginn der Wiesn. Was? Drogen auf der traditionellen Wiesn? Jawohl! Man darf schliesslich nicht aus den Augen verlieren, dass Alkohol auch eine Droge ist, sowie auch Tabak.

„Durch Alkohol- und Tabakkonsum sterben in Deutschland mehr als hundertmal so viele Menschen als durch illegale Drogen. Das ist das Ergebnis des Jahrbuchs der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Etwa 74.000 Menschen sterben demnach jedes Jahr allein durch Alkohol oder den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak. Tote durch die Folgen des Rauchens gab es zuletzt zwischen 100.000 und 120.000 jährlich. Damit bleiben laut DHS Alkohol und Tabak „die Drogen mit dem größten Schadenspotenzial“. An den Folgen illegaler Drogen starben im vergangenen Jahr 1.032 Menschen.“

Quelle:  Zeit

Anmerkung: Die neuen Zahlen sind gerade erschienen, der Bericht ist von 2015.

So, da hätten wir also auch Zahlen du dem ganzen Drama. Warum wird das nicht öfter und deutlicher Sprache gebracht? Wo sind die hässlichen Bilder der Fettleber auf den Alkoholflaschen? Die Toten? Nope! Warum ist die Drogenpolitik so Scheinheilig?

In Bayern herrscht die Null-Toeranz Politik gegenüber Drogen, im Gegensatz zur Stadt Zürich. Es  ist dort akzeptiert, dass es zum Frühstück Bier gibt, es ist akzeptiert, dass an jedem Stadt fest, das während der Sommermonaten im Wochenrhytmus in ganz Bayern, in jedem Kaff stattfindet,  14 jährige sich mit Bier zu laufen lassen. Es ist auch akzeptiert, dass man sich im Winter an dem Glühweinstand mal eben so eine Tasse holen kann, auch wenn man unter 18 Jahren ist. Die jährlichen Testkäufe beweisen jedes mal, dass es möglich ist unter 18 Jahren Alkohol zu beziehen.  Alkohol gehöre ja schliesslich zur Tradition und Traditionen sind wichtig.

Man kann euch den Führerschein entziehen, mit allen Konsequenzen, wenn ihr als Fussgänger öfter angehalten werdet von der Polizei, wenn ihr Drogen konsumiert habt. (Zürich)

Aber niemand nimmt euch den Schein weg, wenn ihr als Fussgänger alkoholisiert heim lauft. Warum? Kann ja bei beiden der Fall sein, dass sie sich nicht immer nüchtern ans Steuer setzen. Aber nur bei den Drogenkonsumenten wird hart durchgegriffen, obwohl die meisten Unfälle unter Alkoholeinfluss passieren.

Es soll hier kein Beitrag für „Pro Drogen“ werden, sondern ich möchte, dass man sich und seine Einstellung zu Drogen mal sachlich anschaut.

Und als ob man sich von irgendwas abhalten lässt nur weil, es verboten ist. Macht nicht gerade der Reiz des Verbotenen alles verbotene interessant? Es gibt nicht nur schwarz (süchtig) und weiss (clean) so, wie nicht jeder Konsum von Illegalen Drogen einen nicht gleich zum Junkie macht oder einen gleich umbringt. Es landet ja auch nicht jeder der ein Glas Wein oder Bier am Abend hat Obdachlos und als Alkoholiker in der Gosse. Deswegen finde ich das Experiment von RTL durchaus sinnvoll. Man redet darüber. Ich würde sagen: Ziel erreicht. Es nun so hinzustellen, als sei es jugendgefährdend ist einfach nur lächerlich.

Die Schliessung des Clubs „Fabric“ in London

Da sind also zwei Teenager an Drogen gestorben, so weit, so schlecht. Die Polizei drängte darauf, dass man den Betreibern die Lizenz entzieht, weil sie das Drogenproblem nicht in den Griff bekommen, worauf der Club tatsächlich schliessen musste. So mit wäre dann das Drogenproblem in London gelöst – oder?

Als erstes muss man sich mal überlegen: Wie sollen die das denn in den Griff bekommen? Drogentests am Eingang für alle und alle 30. Minuten an der Bar? Videoüberwachung in allen Winkeln der Toiletten, Flure usw? Jedem wird ein Security zur Seite gestellt? Go Pro Kamera auf die Stirn montieren?

Kaum war die Nachricht  draussen kamen die ersten Gastronomie- & Nachtleben Möchtegernexperten mit sehr hilfreichen Tipps daher: „Hart durchgreifen!“ „Mehr Securitys einstellen!“ „Dealer raus werfen, man sieht ja wer ein Dealer ist und ohne Dealer hat es keine Drogen im Club!“

Die letztere Aussage kam von einem Mann und einer Frau. Als ich sie fragte, warum sie mit ihrem Wissen und Kompetenzen nicht schon lange als verdeckte Ermittler arbeiten hiess es: Mit mir könnte man nicht sachlich diskutieren. Well, to bad. Und als ob jeder seine Drogen im Club bezieht oder nur im Club konsumiert.

Zweitens: Auch in London ist Alkohol omnipräsent. Als ich dort war vor ein paar Jahren zu Besuch war, waren die Pubs randvoll, bereits um 17 Uhr. Und niemand dort trank Mineralwasser. Später ging es dann an die Happy Hour, die auch sehr gut besucht war. Auch dort hatten alle alkoholische Getränke in der Hand. Engländer sind allgemein bekannt, (klar nicht alle) dass sie gern mal einen über den Durst trinken und sich danach total daneben benehmen. Wer schon mal in England weg war oder in Ibiza /  San Antonio feierte, weiss was ich meine.

Drittens: Wäre es denn nicht viel schlauer, wenn die Politik sich mal einen Kopf macht und eher über Aufklärung a la Eve & Rave nachdenkt statt auf Verbote zu setzen? Auf  akzeptierende Drogenarbeit und Drug-Checking ? Denn wie kann es sein, dass Alkohol erlaubt ist, an dem bewiesenermaßen so viele Leute sterben und andere Substanzen sind es nicht?

Die Londoner jedenfalls antworten auf die Schliessung des Clubs mit 172 illegalen Partys dieses Wochenende. Ob dann der Polizei auch die Lizenz entzogen wird, weil sie nicht Herr der Lage werden können?

Wie steht ihr zu dem ganzen? Sind Verbote die Lösung oder plädiert ihr auch für einen Verantwortungsvollen Umgang und Aufklärung?

 

Schönes Wochenende

 

Paula

 

Pic. Pixabay

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