Gewalt gegen Frauen ist Alltag

F├╝nfzehn Jahre lang hat sich meine Mutter von meinem Vater verpr├╝geln lassen. F├╝nfzehn Jahre f├╝r uns Kinder, ausgehalten, wie sie immer betont hat. „Damit die Kinder einen Vater haben!“ Das mein Erzeuger, aber nie wirklich ein Vater war, hat sie aber ├╝bersehen. Nun gut, heute weiss ich, dass er krank war, aber wie ihr geht es anderen Frauen, deren Ehem├Ąnner nicht unbedingt alle psychisch krank sind. Obwohl- rasende Eifersucht, Besitz ergreifen wollen, den anderen kontrollieren, auch eine Art krankhaften Wahn darstellen k├Ânnen.

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Kontaktabbruch zu den eigenen Eltern – Warum rede ich dar├╝ber?

Einige von euch werden sich sicher mal gewundert haben, warum ich die letzten zwei Wochen beim WDR und beim SRF mit dem Thema zu Gast war. Vielleicht fragt man sich, warum ich mit dem Kontaktabbruch zu den eigenen Eltern, so in die ├ľffentlichkeit st├╝rme und was ich damit bezwecken m├Âchte. Als erstes: Nein, ich bekam daf├╝r kein Geld. Zweitens: Ich m├Âchte auch kein Mitleid, oder als Opfer gesehen werden. Oder sonst irgendeine spezielle Behandlung. Ich bin immer noch der Mensch der ich war, bevor ich mein Schweigen brach und m├Âchte auch so behandelt werden.

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„Dar├╝ber muss man halt hinwegsehen k├Ânnen….“

„Wenn ich immer jeden angezeigt h├Ątte der mich N…schlampe genannt hat…“ „Denunzianten mag niemand!“ „Musstest Du Dich wirklich denn an die Arbeitgeber wenden?“ „Das kostet doch alles zu viel Zeit!“ „Kannst du das nicht ignorieren?“ „DU zerst├Ârst evtl. seine Lebensgrundlage!“ „Musstest du erw├Ąhnen, dass er Kinder hat?“ ┬á„Kannst du dir das denn leisten?“┬á

Das sind so ein paar der negativ Kommentare zu meinem letzten Beitrag.

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F├╝r eure Komplexe kann ich nichts!

Ich hatte am Wochenende eine ziemlich interessante Unterhaltung die mich bis heute nicht los l├Ąsst. Wir waren in einem Club und redeten bisschen ├╝ber die Leute, ├╝ber den Blog und auch ├╝ber meinen Internetauftritt. Dass den nicht jeder dufte findet, ist ok, ich mag auch nicht jeden. Doch es liess mich nicht los, was er es gesagte und wie. „Wenn du nur anders sein w├╝rdest, k├Ânntest du die Leute auch von deiner Meinung ├╝berzeugen!“ Ich? Andere von meiner Meinung ├╝berzeugen?

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Das Gl├╝ck der anderen

„In der Not erkennst du wer deine wahren Freunde sind!“ sagt sich der Volksmund. Das mag zwar stimmen, doch auch wenn man gerade im Gl├╝ck zu baden scheint, zeigt sich schnell wer Freund oder Feind ist. Wenn dann mal alles „richtig gut“ zu laufen scheint, ein sch├Ânes erfolgreiches Ereignis sich an das andere reiht und ihr euer Gl├╝ck kaum fassen k├Ânnt, wie verhalten sich dann die Mitmenschen in eurem Umfeld? Freuen sie sich und unterst├╝tzen euch? Oder sind sie vor Neid zerfressen und neiden euch euer Gl├╝ck? Nat├╝rlich w├╝rde es niemand offen zugeben, aber man merkt ab einem gewissen Punkt, dass irgendwas in der Luft liegt. Doch ich finde: Wer sich und sein Leben liebt, g├Ânnt anderen auch ihr Gl├╝ck und unterst├╝tzt sich gegenseitig.┬á

Feedback? Fehlanzeige…┬á

Ich erinnere mich, als ich letztes Jahr in Bayern war. Ich fragte den Mann meiner besten Freundin, wie er denn meine Blogs findet. Er redete sich raus, dass die Internetverbindung bei ihm zu Hause so schlecht sei und ausserdem; „Hast du schon XY`s Schwester gesehen? die war bei „Deutschland sucht den Superstar“, die geht voll ab! Hammer“…
├ähmm….ja, genau. Dumm nur, dass ich mal bei ihnen zu Besuch war und die Internetverbindung war grandios, denn besagter Herr hing die ganze Zeit im Netz ab.
Als er dann auch noch anfing als Ausl├Ąnder in Deutschland ├╝ber andere Ausl├Ąnder zu hetzen im Netz war es dann vorbei mit der Freundschaft. Sorry – No Go!
Wer in einer Freundschaft nicht f├Ąhig ist zu kommunizieren oder zu kritisieren ist bei mir falsch. Eine Freundschaft muss das aushalten k├Ânnen! Wer alle Ausl├Ąnder in einen Topf steckt, wo er selber drinsitzt, dann sowieso.┬á

Aber warum erz├Ąhl ich euch das alles?┬á

Im Moment l├Ąuft es bei mir wirklich gut. Ich bin endlich wieder in Z├╝rich, die Blogs laufen,
die Sendung im TV macht Spass und ich habe nach dem „Jahr der Fortbildungen“ endlich mal wieder ein bisschen Freizeit und Privatleben da der Pendlerstress wegf├Ąllt. Im Job auch alles Tip Top und mein Tattooprojekt ist auch bald fertig. 9.5 Stunden voller Qualen liegen bereits hinter mir, hooray! Da k├Ânnte man meinen alles ist in Butter…bis das gestern passierte.┬á

„Du bist grosskotzig, ich brauche dich nicht!“┬á

(Grunds├Ątzlich sollte niemand jemanden brauchen, so als Notiz am Rande.)
Joa, da war ich also beschimpft worden von einer „Freundin“ als Angeberin. Komisch war aber vor allem: 30 Minuten vorher sollte ich sie abends noch wohin begleiten…Aha! Ihr war wohl sauer aufgestossen, was ich so auf meiner Facebook Seite teile und wie ich mein Leben f├╝hre. Nun ja, you can`t be everybodys darling I guess!
Und schon erstaunlich, wie es gewisse Menschen nicht ertragen k├Ânnen, wenn es anderen, ihrer Meinung nach,┬ábesser geht als ihnen. Don`t like your life? Change it!┬á

Nun, meine Facebookseite ist MEINE Seite! 

Da poste ich was ICH will und so oft ICH m├Âchte. Wem das nicht passt, darf gerne entfreunden. Meine Facebookseite ist eine Monarchie, ihr versteht was ich sagen m├Âchte? Ausserdem erspare ich mir mit Facebook einen Haufen Telefonate, denn die Leute sind ┬áup to date. Und wenn man in 3. L├Ąndern gelebt hat die letzten 20 Jahre, hat man halt noch einige Freundschaften, die ├╝ber die Landesgrenzen gehen. Und ja, ich teile eben viel, alles was mich so interessiert, meine Blogs, die Sendung..aber hey! Ich verrate euch ein Geheimnis:┬áDaf├╝r ist Social Media da!┬áUm sich zu vernetzen und zum Austausch von Informationen.┬á

Und wenn ich mir dann anschaue, wer mich beschimpft, kann ich die Gründe natürlich nachvollziehen: 

– Leute mit geringer Bildung┬á

Aus welchen Gr├╝nden auch immer das geschah. Muss jeder selber wissen, ist mir auch egal. Aber bitte h├Ârt auf zu motzen ihr bekommt keine Arbeitsstelle! Und die b├Âsen, b├Âsen Ausl├Ąnder nehmen euch die Arbeit weg. Noch werde ich mir weiter anh├Âren, dass ich ein Streber bin und „Wieviele Fortbildungen willst du denn noch machen?“ Ich lerne gerne, sorry, wenn du das nicht nachvollziehen kannst. Not my problem! In der Schweiz kann jeder den Schulabschluss nachholen, oder eine Ausbildung machen, wenn er will. Wenn er nicht will, schimpft er auf andere und auf das System und findet Ausreden.┬á

Und wenn du Panik schiebst, weil du denkst das Internet wird abgeschaltet, weil es im Postillion stand, werde ich dich auslachen und dich aufkl├Ąren. Wer irgendeine Meldung ├╝bernimmt, ohne sie zu pr├╝fen, der ist selber schuld, im Zeitalter des Internets, sorry! Auch wenn du denkst, dass deine pers├Ânlichen Erfahrungen, mehr wert sind als Jahrelange Studien┬áweil, bei dir war es ja anders, werde ich mich berufen f├╝hlen dir zu sagen, dass du eben kein Masstab bist, ob es dir dann passt oder nicht. Auch Bullshit Aussagen wie diese: „Gewalt geh├Ârt zum Islam, das ist ihre Kultur!“ gehen gar nicht und ich werde dich daran erinnern, dass die deutschen 2 (!) Weltkriege angezettelt haben. Wer Bullshit raus l├Ąsst muss mit Gegenwind rechnen…der Kopf ist nicht nur zum frisieren, und schminken da ­čśë

 

– Leute die nicht reflektieren┬á

Ich schm├╝cke mich nie mit fremden Federn, noch habe ich geerbt, noch finanzierte mich je irgendwer, ich sehe also das Problem nicht. Angeberin? Ich habe mir alles selber erarbeitet. Niemand kam an meine T├╝re und schenkte mir das Leben, das ich heute f├╝hre. Eventuell, nur vielleicht, wenn du dich mal reflektierst und dich fragst: Warum Neide ich den Leuten ihr Gl├╝ck? Warum ertrage ich es nicht, wenn anderen etwas gelingt? Warum bin ich im innersten so ungl├╝cklich ├╝ber das Gl├╝ck meiner Freunde? Und wenn du den Grund gefunden hast..wirst du erkennen, dass es was mit dir zu tun hat, warum du so reagierst, nie mit den anderen.
– Leute die den Hintern nicht hochbekommen┬á

Du bist faul und beneidest alle die mehr Disziplin haben als du und ihre Tr├Ąume verfolgen? Dann solltest du eben an dir arbeiten. Auch Disziplin kann man lernen in kleinen Schritten. Oder du bist zufrieden mit dem was du hast und h├Ârst auf zu meckern, verdammt nochmal! Nichts nervt mehr, als Angst haben zu m├╝ssen was man sagt, weil sich irgendwer wieder beleidigt f├╝hlt.┬á

Ein Beispiel: 

┬á„Ach, du gehst zum Sport? Musst du mir das nun auf die Nase binden?“┬á┬á

„Du hattest gefragt was ich heute Abend mache und ich habe dir eine Antwort gegeben“┬á

– Leute die andere scharf verurteilen aber selber Toleranz erwarten┬á

Du kannst nicht erwarten, dass andere dich so akzeptieren wie du bist, wenn du kein gutes Haar an niemanden l├Ąsst. Toleranz ist einfach keine Einbahnstrasse Leute!┬á

Im Endeffekt darf man dann gar nichts mehr sagen, denn Menschen, die chronisch unzufrieden sind, werden alles so auslegen wie sie es brauchen:
„Ich gehe zum Sport!“┬á┬á -Musst du das den Leuten unter die Nase binden?
 
„Ich gehe ins Museum, Theater, Oper…!“ – Ach, die Dame h├Ąlt sich wohl f├╝r was Besseres!
 
„Ich habe dieses Jahr 3. Fortbildungen absolviert!“┬á – Und jetzt h├Ąltst du dich f├╝r besonders schlau oder was?
 
„Ich liebe meinen Job!“ -Sch├Ân f├╝r dich!┬á

Ganz ehrlich? I don`t give a shit! 

Ich werde mich und das Leben weiter feiern, wem es nicht passt, der darf dann gehen. It`s that easy. Meine Zeit ist zu schade sie mit Leuten zu verbringen, bei denen ich st├Ąndig aufpassen muss was ich sage um nicht irgendwem auf den Schlips zu treten.┬á

Die Opferrolle gewisser Zeitgenossen nervt 

Und auch allgemein in der Gesellschaft, wird es eher kritisch begutachtet, wenn jemand sich und seine Erfolge zu sehr feiert. Warum eigentlich? Ist man bereits eine Angeberin, weil man sich ├Âffentlich freut, dass etwas gelingt? Oder sich auf die Schulter klopft deswegen? F├╝r mich ist ein Angeber jemand, der eine riesen Klappe hat und nichts dahinter. Jemand der sich mit dem Erfolg von anderen schm├╝ckt, wie Papis Geld, das Erbe oder VIP`s die er kennt.┬á

Wie ist es bei euch? Hat euch jemand mal gesagt, dass ihr Angeber seid? Oder st├Âsst euch jemand besonders sauer auf mit seinem Verhalten? Und warum?┬á

Ja, darf man das?

Was w├Ąre, wenn:

Die besten Freunde l├╝gen w├╝rden wie gedruckt?
Man sich nicht auf sie verlassen k├Ânnte?
Man immer Schuld ist an jeder Misere tr├Ągt, nur nicht sie selber?
Man jeden Tag zu h├Âren bekommen w├╝rde, wie unerw├╝nscht man ist?
Man keine Unterst├╝tzung von ihnen erfahren w├╝rde, sondern nur Kritik?

Und ich meine nicht die Art und Weise von Kritik, die einen vorw├Ąrtsbringt.

W├╝rde man sich solchen Menschen aussetzen, freiwillig?

W├╝rde man Wert legen auf solch eine ┬źFreundschaft┬╗? ┬áIch glaube wir alle k├Ânnen diese Frage mit einem klaren: ┬źNein!┬╗ beantworten.

Wenn Eltern den Kontakt zu ihren Kindern abbrechen

Ist das immer so eine Sache. Meist muss schon etwas ┬źschlimmes┬╗ passiert sein, dass Eltern diesen letzten verzweifelten Schritt gehen. Aber dieser Schritt, wird meist gesellschaftlich akzeptiert und verstanden. Die verstossenen Kinder werden dann gern ┬źSchwarze Schafe┬╗ genannt und damit ist das Thema meist vom Tisch.

Gerade zu dieser Zeit, so kurz vor Weihnachten, werde ich oft mit der Frage konfrontiert: ┬źUnd, gehtÔÇÖs zur Familie ├╝ber Weihnachten?┬╗ ┬źJa, zu meiner Wahlfamilie!┬╗ antworte ich dann oft. Dies l├Âst nat├╝rlich eine Flut an Fragen und besonderem Unverst├Ąndnis aus. Denn ich geh├Âre zu den Menschen, die ihren Eltern ┬źgek├╝ndigt┬╗ haben. ┬źJa, darf man das denn?┬╗ h├Âre ich einige von euch schon fragen.

Wenn Kinder den Kontakt abbrechen

Werden sie als undankbar bezeichnet und vieles mehr. Man zeigt kein Verst├Ąndnis, bezichtigt uns des Egoismus und auch sehr oft als herzlos. Und wehe Sie sind Tochter, dann erst recht! Gerade ich, in meinem Beruf (ich arbeite mit Kindern und Erwachsenen) ernte ich meist kr├Ąftiges, absch├Ątziges Kopfsch├╝tteln. Wie oft musste ich mir anh├Âren: ┬źKomm, ruf sie an, es sind deine Eltern, sei nicht so sturÔÇŽEines Tages werden sie nicht mehr da sein und dann wirst du es bereuen…Blablabla┬╗ und all der gleichen. ┬áNein, werde ich sicher nicht, ganz ehrlich!

Menschen sind gegen Gewalt an Kindern

Jeglicher Missbrauch ist ihnen zuwider und jeden der ein Kind qu├Ąlt, auf welche Art und Weise auch immer, w├╝rden sie am liebsten auf Lebenszeit einsperren oder gar schlimmeres, da sind wir uns auch alle einig, hmm? Einem wehrlosen, schutzbed├╝rftigen Kind, dass auf seine Eltern angewiesen ist, keine Liebe oder Geborgenheit und Sicherheit zu geben, es nur bis auf das n├Âtigste zu versorgen und es nur beachten wenn es etwas zum Kritisieren gibt, um es dann k├Ârperlich zu z├╝chtigen, es bricht den meisten schon das Herz wenn sie nur davon lesen, stimmt`s?

Menschen sind auch gegen jegliche bevormundung wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, wie die Vollj├Ąhrigkeit, nicht wahr?

Viele von euch nehmen solche Eltern in Schutz

Denn wenn Kinder, Eltern jeglichen Kontakt verweigern, ist meist wirklich etwas dahinter. In meinem Fall, all das von oben beschriebene. Also warum dr├╝ckt man mir und vielen anderen, die sich aus Scham nicht trauen dar├╝ber zu sprechen den Stempel der Undankbarkeit gegen├╝ber den Eltern auf? F├╝r was sollten wir in unserem Fall Dankbar sein?

Warum sch├╝ttelt man den Kopf, und zieht die Augenbrauen hoch, wenn wir uns nur sch├╝tzen wollen, nun, da wir selber Erwachsene sind und eine Wahl haben? Denn als Kind hat man keine Wahl, man ist angewiesen auf die Eltern.

Und man kommt auch nicht so einfach aus der Familie raus, im schlimmsten Fall, muss erst etwas passieren, dass die Beh├Ârden hellh├Ârig werden. Oder es braucht einen mutigen der das meldet. Doch die meisten sind nicht mutig und sehen weg, auch wenn das Ungl├╝ck vor ihren Augen passiert. Wie viele Kinder sind schon in Wohnungen verendet und angeblich hat niemand etwas mitbekommen? Wie viele Kinder werden in der ├ľffentlichkeit geohrfeigt und niemand schreitet ein?

Man sieht weg, es ist ja nicht das eigene Kind, nicht das eigene Problem, warum sich also mit sowas unn├Âtig belasten?

Aber wenn man dann als erwachsene Frau / Mann sagt: ┬źIch habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen!┬╗ Da f├╝hlen sich pl├Âtzlich alle eingeladen ihren absch├Ątzigen Senf dazu zugeben, vor allem zu verurteilen, sich einzumischen, obwohl sie niemand darum gebeten hat. Denn nicht jeder mag dann ausf├╝hrlich erz├Ąhlen warum wieso und weshalb es so weit kam.

Viele sagen auch aus den besagten Gr├╝nden einfach, dass ihre Eltern verstorben sind. Denn glaubt mir, diese Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Es ist ein langj├Ąhriger Prozess in der Hoffnung, dass eines Tages, die Eltern ihre Fehler erkennen, das Kind als solches erkennen, mit seinen Bed├╝rfnissen, W├╝nschen, ├ängsten.

Mit dem vergangenen abschliessen

Dass sie eines Tages anfangen Liebe zu zeigen, anstatt ihren Frust an ihren Kindern auszulassen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr stirbt die Hoffnung und man stellt fest, dass man sich das nicht antun braucht. Warum auch? Warum sollte sich jemand freiwillig niedermachen lassen wollen? Also trennt man sich und hat seine Ruhe. Die meisten brauchen eine Therapie, um sich von dem Traumata der Kindheit zu erholen, an ihrem Selbstbewusstsein zu arbeiten und um mit der Vergangenheit abzuschliessen.

Es war ein langer Weg auch f├╝r mich, all das was passiert ist hinter mir zu lassen. Doch ich wollte es immer anders machen, als meine Eltern. Und Menschen, die mich verurteilen, mich als schlechte Tochter hinstellen, die kann ich mittlerweile nur noch bel├Ącheln. Denn wenn sie meine Eltern so bemitleiden, kann ich ihnen gern die Adresse geben, damit sie ihnen einen Besuch abstatten k├Ânnen.

Wenn man sie dann konfrontiert mit der bitteren Wahrheit und dem Grund des Kontaktabbruchs, werden sie meist still und schauen bedr├╝ckt zu Boden. Es ist halt immer einfacher zu urteilen, statt zu hinterfragen.

Warum ich euch das heute erz├Ąhle?

Weil ich den vielen Menschen, denen es genauso geht Mut machen m├Âchte. Ihr seid keine schlechten Menschen, nur weil ihr euch sch├╝tzt! Denn jeder hat das Recht gl├╝cklich zu sein. Ich m├Âchte auch kein Mitleid, ich m├Âchte einfach nur, weniger verurteilende Worte, weniger Vorurteile, mehr Hinterfragen. Denn glaubt mir, viele von uns h├Ątten gern ein liebevolles Elternhaus und eine tolle Kindheit gehabt und vor allem: Einen guten Draht, auch als Erwachsene zu den eigenen Eltern!