Über das GlĂŒck keine Mutter zu sein

«Alle Jahre wieder » Kommt der Muttertag um die Ecke geschossen, VĂ€ter rennen in Panik zum Blumenstrausskauf, Kinder krakeln fĂŒr ihre Mamis herzige Karten und auch sonst ist alles prima, an diesem besonderen Tag. Morgen ist aber auch, ein Tag wieder jeder andere, an dem ich mich mal wieder freue, keine Mutter zu sein. Ja, es gab schon einiges in diese Richtung hier auf dem Blog, aber ich werde nicht mĂŒde darĂŒber zu schreiben, so wie Eltern nicht mĂŒde werden uns kinderlosen zu erzĂ€hlen, dass Kinder das beste sind, was einem im Leben passieren kann. Wer dessen ĂŒberdrĂŒssig ist, muss ja nicht weiterlesen.

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Kinder? Nein Danke. Der argumentative Kampf aus Sicht eines Mannes.

GASTBEITRAG

Wenn es um die Frage “Kinder – Ja oder Nein” geht liest man ĂŒberwiegend nur von Frauen und Ihrem gegenseitigen Kampf. Und das ist auch okay so, schließlich sind es Frauen, welche dieses Thema am meisten betrifft – Physisch und Psychisch.

Doch auch als Mann mit Anfang 30 geht mir diese Diskussion, mit welcher auch ich stÀndig konfrontiert werde, ziemlich auf die Nerven.

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Kinder? Nein, danke.

Mit 13 Jahren: „Ich will keine Kinder“ – „Du bist noch zu jung, um das zu wissen!“ 

Mit 19 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Bist du sicher mit dem Abbruch?“ 

Mit 25 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Auch deine Uhr wird laut ticken!“ 

Mit 30 Jahren: „Ich will keine Kinder!“- „Warte nur, bis der Richtige kommt!“ 

Mit 32 Jahren: „Ich will immer noch keine Kinder!“ – „Ich dachte genauso wie du, und dann wurde ich schwanger und es war DAS BESTE EVER in meinem Leben O.M.G, DIE ERFÜLLUNG!!!1!!“ 

Mit 35 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ -„FRAUEN SIND DAZU DA UM KINDER ZU GEBÄREN, DU EGOISTISCHE HEDONISTISCHE HOE, WIR MISSBILLIGEN WIE DU LEBST, WIR SCHLIESSEN DICH VON DER RENTENKASSE AUS, WER DENKST DU WIRD DICH PFLEGEN, WER DEIN RENTE ZAHLEN, WÄHREND DU DIR EIN SCHÖNES LEBEN MACHST, DU SCHMAROTZERIN! 

In einem Anflug von bizzeli NaivitĂ€t und erhöhter Temperatur, schrieb ich letztes Wochenende, als ich mal wieder von den Bakterien aus der Arbeit aufs Kreuz gelegt wurde, nach einer mĂŒssigen Diskussion um Kinder, einen Thread auf Twitter. 

Denn wĂ€hrend manchen Eltern und ihren Kindern gefĂŒhlt immer die Sonne aus dem Hintern scheint, mĂŒssen kinderlose Frauen ja immer traurig, verbittert und ĂŒberhaupt ein verdammt hartes Leben haben ohne Kind am Rockzipfel. Dem wollte ich mit dem Thread fĂŒr das kinderlose Leben entgegensteuern, voila: 

Als kinderlose habe ich auch Vorteile, mal abgesehen von dem ganzen Mitleid der Gesellschaft 😉 

  1. Mein Körper „bleibt“ wie er ist. MĂŒtter werden wissen was ich meine
  2. Kein Stress wegen Kinderbetreuung oder Vereinbarkeit
  3. Keine kostenlose Carearbeit
  4. Keine Erziehungsdiskussion mit dem Vater, dem Internet, anderen MĂŒttern /VĂ€tern
  5. Ausschlafen an jedem freien Tag
  6. Ruhig schlafen, jede Nacht
  7. Keine Angst vor Altersarmut
  8. Keine Angst gefeuert zu werden, weil das Kind stÀndig krank ist
  9. SpontanitĂ€t – ich kann tun und lassen was ich will
  10. Weiterbildungen, ohne EinschrÀnkung
  11. Keine grossen Geldsorgen
  12. Keine grössere Angst vor dem Burnout
  13. Richtiger, erholsamer Urlaub
  14. Soziale Interaktionen, jederzeit
  15. Bewahrung meiner Persönlichkeit
  16. Die Freiheit meinen Wohnort / Stadt / Land zu wechseln, so oft ich will
  17. Ich habe sehr viel Zeit fĂŒr mich
  18. Im Alter werde ich nicht als kostenloser Babysitter missbraucht
  19. Keine Kindergeburtstage, Elternabende
  20. Ich kann mein Geld fĂŒr jeden Blödsinn ausgeben
  21. Keine Rechtfertigungen, wenn ich ohne Kind unterwegs bin
  22. Keine Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, wegen des Kindes
  23. Ich kann duschen, zum Friseur, zur Massage, wann ich will
  24. Kaum ZukunftsÀngste, Sorgen
  25. Ausgeglichenheit
  26. Die Ruhe zuhause
  27. Ein erfĂŒlltes, regelmĂ€ssiges Sexualleben
  28. Ich versauere nicht im Altersheim, mit dem Wissen, das ich Kinder habe
  29. Ich muss mich nicht rechtfertigen, warum ich kein 2tes, 3tes oder 4tes Kind gebÀre
Das Echo 

Der Shitstorm hielt ĂŒber Tage an und erreichte in 24 Stunden ca. 250.000 Menschen. Ja, so habe ich auch geschaut. Über 900.000 Tweetimpressionen in allen Tagen, normalerweise habe ich um die 300.0000 im Monat. Als wĂŒrde das Universum von meinen Kindern abhĂ€ngen, oder der Teufel persönlich emporsteigen und alles abfackeln, weil ich keine Kinder gebĂ€re. 

MĂŒtter, die sich erklĂ€rten, ihr Leben mit Kindern erklĂ€rten, ihre Freiheit mit Kindern erklĂ€rten, verteidigten, Missionarinnen und Missionare fĂŒr „das einzig gute Leben ist mir Kindern“ auf harter Tour, Verfechter der guten alten Zeiten, die mir schrieben, dass ich meine Lebensaufgabe nicht erfĂŒlle, wenn ich keine Kinder gebĂ€re, das sie mich am liebsten von der Rente ausschließen wĂŒrden (in Deutschland wohlgemerkt) Meine GrĂŒnde wĂ€ren ja keine richtigen GrĂŒnde keine Kinder zu bekommen, sondern sind einfach Ausreden. Ja, AUSREDEN. Als wĂŒrde ich mich zieren in die Dorfkneipe zu gehen und mir deswegen was aus dem Ärmel ziehen muss. 

Eigentlich habe auch nur einen einzigen Grund, warum ich keine Kinder will und der ist: (OBACHT, JETZT GENAU UFBASSE!)  

Ich habe einfach keinen Bock auf eigene Kinder! 

Und das als Erzieherin, die jeden Tag mit Kindern verbringt, nicht erst seit gestern. Denn auch das obligatorische „Ich hasse Kinder“ fiel in der Diskussion. Viele fanden es himmelhoch traurig, meinen Thread, dabei offenbarten sie eher ihre himmelhoch traurige RealitĂ€t. Besonders MĂ€nner waren bei dem Thema extrem aggressiv und beleidigend. Ein besonderer Mann, stalkte mich sogar mit seinem Zweitprofil, nachdem ich sein Profil sperrte, denunzierte mich mit Screenshots auf seinem Profil und warum? Weil ich ihn von der Diskussion ausgeschlossen hatte. Dabei berief er sich auf seine Meinungsfreiheit. 

Ja, du darfst als Mann sagen was du willst, es besteht aber kein demokratisches Recht von mir angehört zu werden. Zu aller Schande war es auch noch jemand, der von sich behauptete fĂŒr Frauenrechte zu stehen. Seine Gefolgschaft brabbelte mich dann auch Tage spĂ€ter damit voll. Sind eh immer die besten. Sie sind nur fĂŒr Frauen, die sich so benehmen, wie sie es gerne hĂ€tten. So sieht es nĂ€mlich in Wirklichkeit aus. Mann, ist ja auch kein Frauenhasser, weil Mann hat ja eine Frau zuhause…blablabla. 

Kinderlos und ungeliebt 

Als kinderlose Frau erfahre ich trotzdem was es heisst geliebt zu werden. Denn auch das wurde uns unterschlagen. „Aber die Liebe eines Kindes ist mit nichts zu vergleichen!“ 

Doch doch. Meine Selbstliebe ĂŒbertrifft bei weitem alles, was mir die Aussenwelt oder eine Drittperson jemals geben kann. 

Jemand der mir total ausgeliefert ist und absolut von mir abhĂ€ngig, wĂŒrde mich also so lieben, wie es nie jemand anderes vermag. WOW. Darauf kann ich gut und gerne verzichten. 

Und wisst ihr was? Es ist egal was eine Brigitte, ein Klaus oder ein Michael davon halten. Ob sie mich fĂŒr egoistisch halten, was ich auch klar bin, denn es ist mein Leben, in dem ich bestimme, was sich tut oder nicht tut. Wie selbstlos sind die Menschen, die Kinder in diese Welt setzen? Denn meistens hörte ich was von „Wer zahlt deine Rente?“ „Wer kĂŒmmert sich im Alter um dich?“ und „Im Alter wirst du einsam und verbittert sein!“ Ein Kind also, damit ich im Alter besser dastehe, keine Langweile habe und jemand der mich kostenlos pflegt? – Nein, danke. 

Weil ich weder der Brigitte, dem Klaus oder dem Michael ein Kind schulde. Und wer glaubt der Generationenvertrag funktioniere, sollte sich nur mal mit Menschen die Rente beziehen unterhalten. 

Dieser Thread erschien auch nicht als Rechtfertigung, sondern einfach mal als Perspektivenwechsel. Denn allzu oft wird kinderlosen Frauen Neid und Missgunst attestiert, auf MĂŒtter und ihre Kinder. Kinderlos zu sein hat keine Vorteile. Kinderlos zu sein, das endet immer in Verbitterung, langweile, und ohne Sinn im Leben. Mitnichten! 

Habt 5 Kinder, gar 10. Ich freu mich fĂŒr euch. Ich gönne euch euer GlĂŒck, von Herzen. Akzeptiert ihr bitte auch, dass es eben nicht fĂŒr alle das GlĂŒck bedeutet. Einige kamen dann mit der Aussage „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese GrĂŒnde im Leben glĂŒcklich machen sollen!“ Ja, DU, DU kannst es dir nicht vorstellen. Das hat aber mit meinem Leben und meiner Wahrheit nichts zu tun. 

Nichtmuttertag 

Ich und andere kinderlose Frauen feiern heute den Nichtmuttertag. Halleluja, ich bin keine Mutter! Dabei denke ich an mein nichtgeborenes Kind und bin glĂŒcklich mich dagegen entschieden zu haben. Auch fĂŒr das Kind, dem vieles erspart geblieben ist. 

Und auch wenn das fĂŒr viele schwer vorstellbar ist; es gibt auch Frauen mit total schöner Kindheit, die sich keine Kinder wĂŒnschen. 

Habt einen wunderbaren Sonntag, ob als Mutter, oder kinderlose Frau! 

Paula 

Ps. 30. Meine Legos liegen sicher nicht am Boden 

Das MUST HAVE des Jahres, fĂŒr die trendbewusste Frau-Der Schwangerschaftsabbruch!

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Über Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit reden

Die Ärztin Kristina HĂ€nel wurde gestern wegen „Werbung“ fĂŒr SchwangerschaftsabbrĂŒche verurteilt zu einer Strafe von 6000 Euro. Denn Paragraf 219a von 1933 besagt unter anderem:

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstĂ¶ĂŸiger Weise

1. eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs oder

2. Mittel, GegenstÀnde oder Verfahren, die zum Abbruch der Schwangerschaft geeignet sind, unter Hinweis auf diese Eignung

anbietet, ankĂŒndigt, anpreist oder ErklĂ€rungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle

Die BegrĂŒndung des Gerichtes ist, nun ja, sagen wir mal etwas..ich weiss nicht. Ich finde einfach gerade nicht die passenden Worte dafĂŒr. RĂŒckstĂ€ndig, ja, wobei das Wort noch zu positiv ist fĂŒr die Argumentation der Richterin:

„Der Gesetzgeber wolle nicht, dass ĂŒber den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache.“

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Über Abtreibungen & der Frage, ob Frauen der Gesellschaft Kinder schulden

Es gibt einfach gewisse Themen, bei denen ich finde, dass MĂ€nner einfach mal die Klappe halten sollten. Z.B wenn sie mir und anderen Frauen die Welt mit BrĂŒsten erklĂ€ren wollen, was ja noch harmlos war. Ich hatte mal darĂŒber geschrieben, oder wie kĂŒrzlich, als es darum ging, ob es Frauen zu stehe abzutreiben. Ja, ihr habt richtig gelesen. Man diskutiert im Jahr 2017 immer noch, ob Frauen in Deutschland das Recht haben abzutreiben!

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Missionierende Mamis – so lĂ€stig wie die Zeugen Jehovas

Liebe Mamis 

Wir mĂŒssen reden. Und ich hoffe ihr seid nicht sauer ĂŒber die klaren Worte, die ich fĂŒr einige von euch heute hier finde. Doch es gibt Frauen unter euch, die haben nicht nur die neue Rolle als Mutter eingenommen, sondern gleichzeitig die Rolle der Missionarin. TagtĂ€glich liest man es in der Zeitung, im Internet, hört es an SpielplĂ€tzen, Krippen, Bushaltestellen, im Zug, in der Tram, einfach ĂŒberall. Ihr wollt mal wissen wie sowas aussieht? Seid ihr denn bereit fĂŒr die missionierenden Muttis? There we go: 

https://editionf.com/Bekommt-endlich-Kinder

Hört.Auf.Damit.Bitte! 

Niemand wĂŒrde schliesslich auf die Idee kommen, MĂ€nner so unter Druck zu setzen nur weil sie keine Kinder wollen! Woher nehmen sich solche Frauen das Recht zu beurteilen, ob es fĂŒr Hilde, Petra, Sandra und Nancy oder mich persönlich das grosse GlĂŒck sein wird, so wie sie es fĂŒr sich empfinden? Ich zum Beispiel bin auch immer öfter mit der Frage konfrontiert: „Und, wann ist es bei dir soweit?“ Hmm, lass mal ĂŒberlegen. Ich arbeite seit 2000 mit Kindern, sie sind mein Leben, meine Aufgabe, meine Berufung. Doch in meiner Freizeit, mag ich es gern Kinderfrei. 

Ich mag mich an ein kurzes ChatgesprĂ€ch zu dem Thema „Warum wir keine Kinder wollen“  mit einer Bekannten entsinnen; Ich erzĂ€hlte ihr, wie gern ich Kinder habe, bis 18 Uhr, danach hab ich gern wieder meine Ruhe um Kraft zu tanken, und mich mir selber zuzuwenden und meinen Projekten. Sie erwiderte:“ Ich mag die erst ab 18 Jahren!“ Ich fand das ziemlich lustig, denn es soll tatsĂ€chlich Frauen geben, bei denen schlicht und ergreifend nicht der Mutterinstinkt geweckt wird, wenn sie kleine sĂŒsse, rosige Babys sehen. 

Keine Kinder? Nicht geeignet fĂŒr einen sozialen Beruf mit Kindern  

Viele mögen das nicht verstehen, einige sprachen mir meine Eignung fĂŒr den Beruf ab, wiederrum andere sagten mir: „Warte nur, bis der Richtige kommt!“ Dabei wollte ich nie Kinder. Schon mit 13 Jahren stand das fĂŒr mich fest. Damals hiess es lapidar: „Ach, du bist noch jung, was weisst du schon!“ Ja, anscheinend wusste ich schon in jungen Jahren was ich definitiv nicht wollte. Wenn ich an meine Zukunft dachte, sah ich mich eher in Highheels, Cocktailkleid in einem chicen Restaurant oder im Urlaub, sah ich mich schreiben, reisen, mich verwirklichen, einen grossen Kleiderschrank mit vielen tollen Kleidern drin, glĂŒcklich umgeben von vielen BĂŒchern und ein paar Freunden, doch  nirgendswo waren – ihr habt es erraten- Kinder.  

Liebe Mamis, die ihr von klein auf Mama werden wolltet ab einem bestimmten Zeitpunkt eures Lebens, bitte schĂ€umt jetzt nicht vor Wut und nennt mich Egoistisch. Ich werfe euch dann auch nicht vor, dass einige von euch keine grösseren TrĂ€ume hatten, als Mutter zu werden und eine Familie zu grĂŒnden. 

Auch nun mit 31 Jahren, höre ich diese Uhr, von der alle reden nicht mal im Ansatz ticken. Ja, auch wenn ich mit Kindern arbeite und diese absolut sĂŒssen Geschöpfe vergöttere, wirklich nicht. Und nein, ich bin weder verbittert wegen der MĂ€nnerwelt, obwohl ich das eine Zeitlang durch aus war. Wer kann es mir auch verĂŒbeln, bei den Katastrophen, die ich mir anlachte. Doch, man lebt und man lernt schliesslich immer dazu. Ich habe das andere Geschlecht nicht aufgegeben.  

Nur brauche ich keine „bessere“ HĂ€lfte, weil ich schon ganz bin. Mir fehlt auch nichts zu meinem GlĂŒck, denn ich bin gesund, habe eine tolle WG, tolle Freunde und lebe das Leben, dass ich mir als 13 jĂ€hrige vorgestellt habe. Wer kann das schon von sich behaupten? Nur meine Dates, da lege ich nun einen anderen Fokus, als noch vor einem Jahr, man wird eben doch etwas Erwachsener mit der drei (und einer eins nach der drei) vorne dran und der Typ „Peter Pan“ &  „Bad Boy“ oder „Hip Hopper“  auf den man einst so stand erscheint einem heute nur noch lĂ€cherlich und voller Komplexe. Wenn ich nun jemanden treffe, der mir zusagt und ich mein Herz erneut verliere- gut, wenn nicht – auch gut. 

Ich gönne es euch, euer kleines GlĂŒck, euer kleines Baby, eure Familie. Aber das ist euer Traum vom GlĂŒck, nicht unserer, die wir gewollt Kinderlos bleiben. Warum dieses Missionieren? Wir sind weder egoistisch, noch neurotisch oder narzistisch veranlagt. Wir haben nur andere BedĂŒrfnisse als ihr. Wir akzeptieren euch ja auch, wenn ihr stĂ€ndig nur ĂŒber eure Kinder redet, euch ĂŒber sie definiert und sie zu eurem gesamten Lebensinhalt macht. Whatever! Solange ihr uns nicht belĂ€stigt mit eurem fĂŒr euch perfekten Leben, dass man „nur mit Kindern haben kann“ Geplapper, wie die Zeugen Jehovas, Samstagmorgen um 7 Uhr, Sturm klingelnd an der TĂŒr, als wĂŒrde Jesus, der heilige Geist und Gott persönlich nun genau JETZT emporsteigen. Danke!

Wir brauchen auch euer Mitleid nicht, ehrlich nicht. Wir wollen das bewusst so. Wirklich, wirklich! Grosses Indianerehrenwort! Die Zeit setzte sich mit dem Thema auch auseinander letztes Jahr: 

„Wer Ă€ußert, sich einfach kein Kind zu wĂŒnschen, wird gerne fĂŒr neurotisch erklĂ€rt – meistens als vergnĂŒgungssĂŒchtige Narzisstin. WĂ€hrend Eltern durchaus damit durchkommen, wenn sie ihre Kinder als verlĂ€ngertes Ego betrachten, indem sie stĂ€ndig danach fahnden, welche Talente und FĂ€higkeiten vom Nachwuchs noch gefördert werden sollen. Oder Kinderlose werden umgehend mit Mitleid ĂŒberschĂŒttet, als hĂ€tte es nicht auch mal Zeiten gegeben, in denen sich Menschen noch andere Lebens- und Gemeinschaftsformen als die berĂŒhmte Kleinfamilie mit möglichst hohem Zaun drum herum vorstellen konnten.“ 

Quelle und ganzer Bericht: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/kinderlose-toleranz 

GlĂŒck ist vielfĂ€ltig  

Mein Persönliches GlĂŒck besteht aus der UnabhĂ€ngigkeit das tun und lassen zu können was ich möchte. Ich will Kinder um mich herum? Dann arbeite ich mit ihnen. Ich möchte ausschlafen am Wochenende? Dann tue ich das. Ich möchte noch etwas nebenberuflich studieren, ja dann los, niemand der mich aufhĂ€lt! Ich kann in den Urlaub gehen wohin ich will, kann dort tun was ich möchte. Muss mich nach niemanden richten, kann int Theater, in die Oper, ins Kino oder ins Museum, auf Partys und vor allem in Ruhe einkaufen im Supermarkt.  

Kann Symposien besuchen, wann und so viele ich möchte, mich unter meinen BĂŒchern vergraben den ganzen Sonntag und so weiter und so fort. Und wenn ich so richtig, richtig glĂŒcklich sein möchte? Dann bin ich das. GlĂŒcklich sein ist eine Entscheidung die man innerlich trifft. Niemand von aussen sollte dafĂŒr verantwortlich gemacht werden.  

Wenn ich alt bin  

„Und wer kĂŒmmert sich um dich, wenn du alt bist?“ Ist auch immer eine sehr beliebte Frage der missionierenden Muttis. Liebe Mamis, wer kĂŒmmert sich denn um all die Ă€lteren Mitmenschen, die ins Altersheim geschoben werden von ihren eigenen Kindern? Fein, so hĂ€tten wir die Frage, die ihnen so fest unter den NĂ€geln brannte, nun beantwortet. Kinder sind keine Garantie, dass am Lebensabend jemand da ist, der einem die Hand hĂ€lt meine lieben. 

Wie wĂ€re es nun, wenn jeder akzeptiert, dass wir alle verschieden sind?! Und, dass es auch gut so ist. Jeder definiert GlĂŒck anderes und wir hören auf, andere zu verurteilen und den mahnenden Zeigefinger zu heben, nur weil sie nicht so leben, wie wir es gerne hĂ€tten. Oder weil sie so leben, dass es nicht mit unserem Bild von „RealitĂ€t“ ĂŒbereinstimmt. Klingt gut? Ist es auch!