Der fremde Vater

Du mochtest Bruce Lee Filme, Western, Filme mit Bud Spencer und Terrence Hill, oder mit Louis de Funes. Du hattest oft Bonnie Tyler und David Bowie, gehört, hast viel getrunken und viel geraucht.  Du hattest gern Schnitzel mit Pommes, Bohnen und Pilze.

Im Wald warst du gern, auch oft mit mir, Pilze sammeln. Im Freibad warst du auch oft, bist gern Fahrrad gefahren und hast viel geschlafen. Du hast sogar mal im Hochbett meines Bruders geschlafen, als es damals ganz neu war. Wie ein grosses Kind hast du ausgesehen und in diesem Augenblick begriff ich, dass du  innerlich ein kleiner Junge warst. Gefangen in dem Körper eines erwachsenen Mannes. Ich war ungefĂ€hr 12 Jahre alt.

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14.07.1997

1997

20 Jahre ist das nun her, ich war 13 Jahre alt. Es sollte das Jahr werden, an dem sich mein Leben grundlegend verĂ€nderte. Wie bei vielen Jugendlichen, sagen die einen. Ja, das mag sein. FĂŒr mich Ă€nderte sich aber alles und mehr. Nicht nur, dass meine Eltern sich scheiden liessen, was wirklich an der Zeit war. Ich verlor auch meinen Glauben. Denn ich verlor einen Freund. Alex. Es sollte einer von vielen werden, wie die nachfolgenden Jahre zeigten.

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Warum wir um verstorbene Musiker trauern

Es ist irgendwie immer das gleiche mit mir, wenn Menschen sterben. Ich kann es nicht glauben. Meinen ersten Verlust erlebte ich mit 12 Jahren, einen von mir sehr geliebten Menschen. Ich wollte es nicht wahrhaben. „Das ist ein Witz, oder?“ fragte ich damals schon total unglĂ€ubig. Bis heute sind es noch ein paar mehr geworden, um ganz ehrlich zu sein, ich mĂŒsste lange ĂŒberlegen wie viele Verwandte, Bekannte und geliebte Menschen nun aus dieser Welt gingen in den letzten zwanzig Jahren.

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