Heimlich, still und leise…

…habe ich das Vierj√§hrige bestehen des Blogs nicht gefeiert. Und nun, na ja, ich gratuliere mir zum Nichtgeburtstag!¬†

„Alice im Wunderland“ Fans werden den verstehen!¬†¬†

Was dachtet ihr denn? 

Vier Jahre. Viel hat sich verändert, einiges ist geblieben. Demnächst wird der Blog nun etwas aufgeräumt. Denn nach vier Jahren muss ich mir eingestehen, dass einige Beiträge töricht waren. Ich habe mir da was rausgenommen, in meiner Wut auf die Welt, was mir nicht zusteht: Über andere zu urteilen. Klar, als ich anfing war ich noch nicht so weise wie jetzt, wobei das auch noch weiter ausbaufähig ist. Als ich anfing tat ich das aus Trotz, Wut und aus dem Drang heraus gehört zu werden. Alles musste raus. 

Manches war zu viel. Doch es half. Es half mir, und manchen von euch. Viele, sehr viele E-Mails sind seit Beginn dieses Blogs bei mir gelandet. Ich stand und stehe mit vielen von euch immer noch im regen Austausch zu diversen Themen. Der Blog hat mir viele Welten er√∂ffnet, die ich so vorher nicht wahrgenommen habe. Daf√ľr m√∂chte ich euch allen danken! Danke f√ľr eure Offenheit, eure Ehrlichkeit. Die tollen Begegnungen online und im realen Leben, die Projekte, die entstanden und die, die noch kommen werden.¬†

Wie geht es weiter? 

Ich w√ľrde gern kompetenter schreiben k√∂nnen. Also so richtig interessante Themen mit Substanz, ohne Rechtschreibfehler (jaja, ihr k√∂nnt es nicht mehr h√∂ren. Und ich mag es nicht mehr lesen.) Irgendwann muss ich mich dazu in einen Deutschkurs setzen. Ich sehe schon, nach dem Leadership Diplom wird das mein n√§chstes Projekt. Denn auch das wurde auf die lange Bank geschoben…¬†

Und Menschen die kognitiv nicht so gesegnet sind anders begegnen. Ja, ernsthaft. Ich kann mich n√§mlich noch so sehr √ľber ihre vermeintliche Dummheit und Ignoranz aufregen. An der Situation √§ndert es nichts. Es √§ndert gar nichts. Ich begebe mich nur auf ihre Stufe und dann gibt es Handgemenge. Eigentlich bin ich es leid, diese Shitstorms, diese unsachlichen Diskussionen die Zeit und Nerven rauben. Ich bin es leid Menschen eine Plattform zu bieten, die sie nicht verdienen. Denn gerade das wollen Menschen die sich so negativ im Netz √§ussern: Aufmerksamkeit. Gesehen und geh√∂rt werden. Ich m√∂chte mich zu Themen austauschen, die mir wichtig sind, von denen alle profitieren. Diese Streitereien im Netz sind mir einfach zu bl√∂de geworden.¬†

Als ich mich vor √ľber einem Jahr aus dem Social Media zur√ľckgezogen habe, tat ich es um gerade das zu vermeiden: Zeit zu verschwenden. Denn ich habe in meinem damaligen Darstellungswahn einfach zu viel Zeit mit Leuten online verbracht, die meine ganze M√ľhe nicht wert waren. Ich oder ihr, wir werden nichts ver√§ndern, in dem wir auf andere schimpfen in sinnlosen Diskussionen. Wir werden nichts ver√§ndern. Aber es ver√§ndert uns. Die Art und Weise wir wir miteinander umgehen.¬†

Das heisst Wiederrum nicht, dass ich meinem Unmut √ľber gewisse Dinge nicht Luft machen werde, nein, nein. Nur eben anders. Mit Fakten. Mit Verbesserungsvorschl√§gen. Mit Alternativen. Herrje, wenn ich das Wort „Alternative“ schon nur schreibe, weckt das bei mir negative Assoziationen.¬†

Veränderungen 

Und ich merke mit den Jahren, dass ich mich immer weniger mit Menschen Umgeben will, ob im realen Leben oder online, die mir zu viel Energie rauben. Ich und auch du, wir werden die Menschen nicht √§ndern. Wir k√∂nnen uns nur √ľberlegen wie wir in Zukunft mit diesen Menschen umgehen wollen. Wir bestimmen was wir an uns ranlassen. Wie man an diesen Punkt kommt, daran k√∂nnen wir arbeiten. Und wenn es gar nicht mehr geht, m√ľssen wir gehen. Besser fr√ľher als sp√§ter. Ehrlich.¬†

In diesen Tagen bin ich heilfroh, dass mein Leben sich nochmal ver√§ndert. Dass ich aus einer Situation rauskomme, die mich schon lange ungl√ľcklich gemacht hat. Nur eben, wie angedeutet im letzten Beitrag wurde ich bequem und verharrte dort. Ich bin nun 35 Jahre alt. Ich h√§tte es besser wissen m√ľssen.¬†

Doch wie sagt man so schön? Wenn etwas gut läuft, läuft es gut, und ansonsten hat man eben wieder was gelernt. 

Schön, dass ihr da seid. Und auf weitere viele Jahre, mit wunderbaren Begegnungen, ob online oder im realen Leben. 

‚ÄúWhen I use a word, it means just what I choose it to mean‚ÄĒneither more, nor less.‚Ä̬†

‚Äē¬†Lewis Carroll,¬†Through the Looking-Glass and What Alice Found There¬†

Was man so nicht sagen darf РKleine, freche Häppchen

Hoooray! Ferien! Ja, schon wieder….Und da den meisten von uns eh schon besonders heiss ist, m√∂chte ich euch nicht zuviel zumuten, deswegen serviere ich euch heute kleinere H√§ppchen als sonst. Los gehts!

Im Restaurant

19:00 Uhr abends, ich betrete alleine ein Restaurant und warte auf den Kellner der mich zu meinem Tisch bringen soll. Freundlich begr√ľsst er mich: „Guten Abend, Sie h√§tten gern ein Tisch f√ľr zwei?“ „Oh!“ antwortete ich √ľberrascht, „Sie k√∂nnen mein Ego sehen? Dann ist Ihnen auch bestimmt nicht entgangen, dass es sehr gross ist. Wir brauchen mindestens einen Tisch f√ľr vier!“ Wortlos drehte er sich um, ich folgte ihm unauff√§llig zu meinem Tisch.

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Was man so nicht sagen darf, aber sagen muss!

Hallo du! Sch√∂n hast du den Weg zu meinem Blog gefunden. Ich bin 33 Jahre alt und P√§dagogin. Mich erf√ľllt meine Arbeit, es ist wirklich meine Berufung auch nach all den Jahren! Ich bin n√§mlich seit 2002 mit Kindern und deren Eltern unterwegs. W√§ren da nicht ein paar „St√∂renfriede“ die meinen himmelblauen Himmel mit kleinen W√∂lkchen tr√ľben. Bzw. mehr als das, denn oft habe ich zu h√∂ren bekommen: “ Also,¬†DAS darf man so nicht sagen!“¬†

Warum eigentlich? Warum darf ich nicht sagen, wenn Eltern ihre Kinder √ľberfordern? Warum darf ich nichts sagen, wenn das Kind wirklich nicht das Mathegenie ist, f√ľr den ihn seine Eltern halten? Warum darf ich nicht sagen, dass es nicht ok ist sein Kind zum 3.(!) mal zum Psychologen zu bringen, weil es nicht zufriedenstellend den Intelligenztest bestanden hat, ganze 3. Mal in Folge! Warum darf ich Eltern nicht sagen, dass es nicht ok ist, wenn ihre Nanny 6 Tage die Woche 12 Stunden lang arbeitet f√ľr einen Hungerlohn? Warum ist es nicht ok zu sagen, dass Kinder nicht in ein 5 Sterne Wellness Hotel geh√∂ren? Warum ist es nicht ok, √∂ffentlich mehr Lohn zu fordern? Ja, warum nur?¬†

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