Warum du das Recht hast dich selbst zu lieben – auch wenn du mollig bist

GASTBEITRAG

Wenn es um Zufriedenheit und Glück im Leben geht, dreht sich das Thema häufig wie eine Spirale um die Selbstliebe. Nur wenn du weißt wer du bist und was du brauchst bist du zufrieden. Klingt einfach. Aber im Leben sieht es dann so aus das dir irgendwelche Bestseller-Autoren aus ihrem Ferienhaus in Hawaii und „Insta-Beautys“ in einer bilderbuchhaften Beziehung dir sagen wie wichtig Selbstliebe ist und wie sehr sich ihr Leben dadurch geändert hat. Ja schon klar. Denen fällt es ja auch sicher leicht sich so anzunehmen. 

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Über offene Beziehungen

WARNUNG: Wenn du empfindlich bist, was dein Konstrukt von der monogamen Beziehung betrifft, und andere Lebensmodelle nicht akzeptierst, bitte ich dich nun höflichst den Blog zu verlassen. Jeder muss für sich entscheiden was für ihn richtig oder falsch ist. No need deine wertvolle Energie hier zu verschwenden um deinen eventuellen Frust und Unmut Luft zu machen. Danke. <3

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Selbstbewusstsein, jetzt!

„Selbstverliebte mag niemand!“ „Es ist gut sich selber toll zu finden, jeder ist toll. Aber es ist total daneben, wenn man sich besser findet als alle anderen!“ „So etwas ist abstossend!“ Das ist arrogant!“ „Selbstlob stinkt!“

Das sind nur einige verbale Attacken von Frauen und Männern auf meine Aussage, dass ich mich persönlich toll finde. Selbstbewusstsein, scheint bei einigen Tourette auszulösen. Jetzt kann man argumentieren wie die Damen und Herren und mir Narzissmus und alles andere um die Ohren hauen. Oder man schaut hinter die Kulissen dieser Aussagen und analysiert sie.

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Ja, ich bin alleine hier!

Da war sie wieder, diese leidige Frage, Freitagabend beim Apero einen Tag vor meinen Ferien: „Machst Du das denn öfters? So alleine weg fahren? Ist das nicht langweilig? Oder gefährlich?“

„Nein! Langweilig ist nur immer wieder diese Frage zu hören! Ja ich mache das öfters – Weil es GENIAL ist und ich abenteuerlustig bin! Und NEIN! Es ist nicht gefährlich!“  dachte ich so für mich, aber stattdessen erklärte ich der Dame kurz und bündig mit einem breiten lächeln im Gesicht: „Nein, das ist ganz und gar nicht langweilig, wenn man es mit sich selber aushält!“ drehte mich um und spazierte mit meinem Weinglas in der Hand davon. 

Als junger Mensch wollte ich nie alleine sein

Wenn junge Menschen mir diese Frage stellen, kann ich das noch einigermassen nach voll ziehen. Wenn man jünger ist, zumindest war das so bei mir vor 10. Jahren, möchte man umgeben sein von liebsten und am besten gar nichts alleine machen. Kam niemand mit ins Kino, dann ging man nicht ins Kino, sondern schaute sich absolut gelangweilt etwas im TV an. Was für eine Panik das war, wenn am Weekend niemand mit raus wollte, ich schmollte wie eine beleidigte Leberwurst vor mich hin.

Aber wenn erwachsene Menschen die gleiche Frage stellen, kann ich mich persönlich nur wundern. Wie viele sich immer noch abhängig machen von andern, wie viele von ihnen sich und ihre eigene Gesellschaft nicht ertragen. Und Langweile haben…dabei ist die Welt, das Universum und alles drin und drumherum so spannend und aufregend und es gibt so viel zu sehen, zu entdecken, zum lernen – Wie kann man da von langweile sprechen? Nun ja..

Zum Glück sind diese Zeiten vorbei

Wenn ich Lust habe auf eine Party zu gehen, mache ich mich parat und gehe, wenn niemand mit will- will niemand mit. Die Weekends in denen ich alleine weg war, waren meistens auch die besten. Man lernt neue Leute kennen, wenn man offen ist, ansonsten hat man seine Ruhe und kann tanzen, chillen oder sonst was machen…so lange man will! Gerade dieses Jahr auf der Fusion habe ich gemerkt, wie happy ich war ungebunden mich über das Gelände und auf dem Dancefloor bewegen zu können. Alleine oder gar Einsam war ich aber zu keinem Zeitpunkt. Auch wenn es mich ins Museum zieht, in dem ich gern Stundenlang verweile, dann mache ist das. Und noch so vieles mehr – ungebunden! Und ohne schlechtes Gewissen…

Die Crowd macht es aber auch aus!

Es kommt natürlich auch immer auf die Crowd darauf an, denn auf dem zweiten Festival waren wir viele..und es war trotzdem grandios! (Vermisse euch es bizzeli und freue mich auf die Wiedersehen in den nächsten Wochen u.a in Frankfurt und Hamburg <3 )Aber es waren auch Menschen die nicht gleich einen Nervenzusammenbruch erlitten, weil man nicht rund um die Uhr zusammen war. Danke, ihr wart super!

Die Gesellschaft suggeriert uns – Single = Einsam oder alleine

In etlichen Zeitschriften und Artikeln fällt mir immer wieder auf: Wer allein für sich steht, wird als bemitleidenswert, einsam und als alleine abgestempelt. Der braucht dann Freunde um sich herum die ihn aufbauen oder am besten einen Partner um sich ganz zu fühlen.  Warum eigentlich? Wir werden alleine geboren, wir sterben alleine, auch wenn uns jemand dann die Hand hält, in unserem innersten, auf die letzte Reise machen wir uns alleine. Warum sollten wir uns also alleine mit uns nicht wohl fühlen dürfen? Sicher sind Freunde was tolles, auch ich habe welche, stellt euch vor! Aber doch geniesse ich die Zeit in der ich alleine bin sehr.

Gerade bin ich in Bukarest

Seit Samstag bin ich alleine in Bukarest, ich habe mir hier ein kleines Apartment gemietet, habe die Stadt unsicher gemacht und das Nachtleben gerockt. Aber alleine war ich kaum…ganz im Gegenteil. Die Leute hier sind unglaublich offen und locker! Deswegen geniesse ich diesen ruhigen Tag heute umso mehr.Denn ich habe auch endlich Zeit gefunden einen neuen Artikel zu schreiben. Und da es draussen so scheusslich ist, bleibe ich den ganzen Tag, bis zum Umzug ins Hotel, im Bett. Denn für mich bedeutet Urlaub auch: Erholung und mal nix tun.

Wäre ich mit einer Freundin hier..ich weiss nicht ob sie das mitmachen würde. Oft habe ich es bereits erlebt, dass Menschen immer eine gewisse Anspruchshaltung entwickeln wenn man zusammen verreist. Und nicht nur bei mir persönlich, auch bei Pärchen. Sie will am Strand liegen – aber bitte nicht alleine. Er möchte durch die Stadt ziehen- aber bitte auch nicht alleine. Konflikte vorprogrammiert.  Ich kenne so einige Menschen die als Paar in den Urlaub sind und als Single zurück kamen. Und warum? Weil keiner bereit war mal einen Tag alleine los zu ziehen oder Kompromisse einzugehen. Aber ja, auch ich bekomme heute Abend Gesellschaft und freue mich darauf, evtl. auch, weil es nur ein paar Tage sind und ich danach wieder alleine hier bin 😉

Kompromisse & Ich? Wir sind keine Freunde

Und weil mir das sehr deutlich bewusst ist, und weil ich auch weiss, dass man Kompromisse eingehen muss, wenn man unter Menschen ist, entscheide ich mich meist für mich und gegen andere. Nicht weil ich die anderen nicht mag, sondern weil ich eben mein Ding durchziehen möchte.Und ich nicht darauf warte, dass sich jemand meiner erbarmt und mitkommt oder mir das Händchen hält. Wahrscheinlich tendiere ich auch eher zur Einzelgängerin und mein sturer Kopf unterstützt das natürlich umso mehr!

Deswegen verstehe ich die andere Seite nicht

Vor was hat man denn Angst, wenn man alleine los zieht? Ich kenne einige, die waren z.B. noch nie alleine im Kino! Ich meine, was quatscht man auch so zu zweit, während man sich einen Film ansieht? Eben…

Warum mal nicht alleine mit sich in den Urlaub fahren und schauen was passiert? Seinem eigenen Rhythmus folgen, lesen, shoppen oder mal gar nichts machen ohne schlechtes Gewissen? Alleine im Restaurant sitzen findet ihr doof?  Glaubt mir, ich war schon ein paar mal alleine abends im Restaurant und in den Gesprächen von einigen Damen, Herren oder Pärchen wäre niemand von uns gern verwickelt worden. Gepriesen sei die Ruhe beim Essen, wenn man allein speist! Und ausserdem: Warum verwöhnt man sich nicht so, wie man einen Partner verwöhnen würde?

Liebe fängt mit Selbstliebe an!

Sich ins Spa einladen zu einer Massage, davor ein Glas Champagner, anschliessend fein essen und nach Hause gehen zu einem Schlafzimmer voller Kerzen? Klingt verlockend? Warum warten dann einige auf einen  Menschen oder Partner um das in die Realität umzusetzen? Verwöhnt euch selbst! Gönnt euch all das, was ihr von einem anderen Menschen erwarten würdet, dass er für euch tut. Übernehmt Verantwortung für euch selbst, erfüllt euch selber eure Wünsche statt auf einen Menschen zu warten der mitgeht oder euch jeden Wunsch von den Augen abliest. Seid selbst dieser Mensch, der euch glücklich macht – no matter what. Denn wenn ihr das nicht könnt, wie soll euch dann ein anderer glücklich machen? Und sicher, am Anfang ist es ein wenig beängstigend, sich mit sich selber auseinander zu setzen, sich kennenzulernen ohne Ablenkung von aussen durch andere, aber es lohnt sich!

Eine Gute Zeit & bis bald,

 

Paula

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Eine Ode an das Älter werden

Das in der Fotocollage bin ich…die in der Mitte, ganz aussen links mit dem Herzchenhaarband. Das ist  die aktuelle Paula…die anderen Bilder sind alle zwischen 2003 und 2015 entstanden, Wahnsinn oder, wie die Zeit vergeht? Ich hatte diese Woche Geburtstag, um genau zu sein wurde ich 32 Jahre alt. Dabei fühle ich mich mehr wie 23…zumindest manchmal. Viele Frauen trauen sich nicht an die 30 ran und zelebrieren munter die 29 ein paar Jahre hintereinander. Mir hat das älter werden nie Angst eingejagt, da ich auch eine Zeitlang wirklich davon überzeugt war, ein gewisses Alter nicht erreichen zu werden. Heute möchte ich darüber schreiben, wie toll es ist älter zu werden. Was? Was soll denn daran toll sein? Werden jetzt einige von euch denken! Na ja, bedenkt man die Alternative…ist älter werden wirklich super.

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Scheidungskinder oder: Warum es manchmal besser ist zu gehen

Immer öfter höre ich diese Frage, besonders bei Frauen: „Soll ich wegen der Kinder bei ihm bleiben?“ Finde das immer recht befremdlich, dass man sich nicht im klaren ist, was es braucht um glückliche Kinder gross zu ziehen, nämlich: Liebe und ein stabiles Umfeld. Wie stabil und liebevoll ist eine nicht funktionierende Partnerschaft / Ehe?

Und Liebe kann man nur geben, wenn man sich selber liebt und glücklich ist. Alles andere ist Selbstbetrug. Doch wie glücklich sind Eltern in einer Situation, in der sie nur verharren um der Kinder willen? Ich bin selber ein Scheidungskind, doch meine Eltern warteten mit der Trennung bis ich 14 Jahre alt war. Nicht gerade der beste Zeitpunkt für eine Jugendliche um es mal Milde auszudrücken.Aber sie meinten es ja nur gut. Trotz allem, war für alle eine Erleichterung, denn der Jahrelange Streit und die Unzufriedenheit der Eltern waren eine Zumutung.

Also was tun? Wie Handhaben? Ich denke es ist enorm wichtig, wenn man ehrlich ist: „Mama und Papa verstehen sich nicht mehr. Wir lieben dich und werden weiterhin für dich da sein.“ Alles Kindgerecht erklären was in naher Zukunft passieren wird. Dem Kind deutlich machen, dass es keine Schuld an der Trennung hat. Viele Kinder plagt nämlich ab einem gewissen Alter genau das-Schuldgefühle. Und natürlich versuchen, auch wenn es schwer fällt, neutral dem Partner gegenüber zu treten und nicht mit Schuldzuweisungen und was man sonst so macht wenn man verletzt ist. Im besten Falle. Oft habe ich aber beobachtet, dass die Trennung auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird und diese sehr darunter leiden. Was sehr Schade ist, denn die Kinder können nichts dafür und stehen trotzdem in der Schussbahn. Sind Druckmittel oder Puffer, zum Glück nicht bei allen, doch es sind immer noch zuviele denen es so ergeht. Wie oft hört man dass z.B.Mütter den Vätern das Besuchsrecht verweigern um nur eines der „harmlosesten“ Sachen aufzuzählen. Was genau bei Scheidung passiert, gingen die Macher der Seite Scheidungskinder.ch u.a auf den Grund:

„Dies ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine starke psychische Belastung für die Eltern und vor allem für die Kinder. In dieser Phase brauchen Kinder mehr Zeit als sonst, doch diese haben die Eltern verständlicherweise nicht, da sie während der Scheidungsphase genug eigene Probleme haben. Dies hat zur Folge, dass das Kind vernachlässigt wird und sich somit oft selbst überlassen bleibt.

Viele von uns befragte Scheidungskinder (61 %) haben sich an ihre Verwandten gewandt, um mit ihnen über ihre Probleme zu reden. Die Grosseltern, Tanten und Onkels wurden am häufigsten zu Rate gezogen. Die Geschwister werden oftmals auch miteinbezogen. Sie geben sich gemeinsam Halt und verstehen einander, da sie sich beide in der gleichen Situation befinden.
Scheidungskinder wollen die Eltern nicht noch zusätzlich mit ihren Sorgen belasten, da sie das unsichere Familienklima nicht weiter in die Tiefe ziehen wollen.

Die Scheidung benachteiligt vor allem die Kinder. Ihre bisherige Welt geht in die Brüche. Die Kinder sind auf sich alleine gestellt und bekommen keine Unterstützung von den Eltern. Dazu streiten die Eltern vielmals, was die Kinder noch mehr zur Wut und Trauer verleitet. Also ziehen sie sich vermehrt zurück.
Die Kinder vermissen es, etwas mit der Familie zu unternehmen. Und dies dauert oft eine lange Zeit an, da die Scheidung eine langwierige Angelegenheit ist. Wenn die Scheidungsphase dann schlussendlich abgeschlossen ist, reduzieren sich die Probleme der Kinder jedoch nicht allzu sehr. Nach der Scheidung hat nun ein Elternteil wieder die Möglichkeit, Zeit für sein Kind zu investieren, aber das Kind sehnt sich natürlicherweise auch nach dem anderen Elternteil. Und auch wenn sie ihn in regelmässigen Abständen besuchen dürfen, reicht das nicht aus, um die Gefühle, die für ihn bestehen, zu befriedigen.

Die Scheidung ermöglicht jedoch auch vielen Scheidungskindern erhebliche Vorteile. So haben beispielsweise 4 % der von uns befragten Scheidungskinder die Erlaubnis erhalten, ein Haustier zu halten. Als sie hingegen noch mit beiden Elternteilen zusammenlebten, war meist der Vater der Haustieranfechter.
Das Haustier kann über die Trauer hinwegführen, wobei es zugleich auch Verantwortungsbewusstsein des Besitzers fördert.

Auch wurde durch unsere Umfragen in Erfahrung gebracht, dass 12 % der Scheidungskinder nun doppelt so oft in die Ferien reisen können, da die Mutter sowie auch der Vater in die Ferien gehen, jedoch nicht zusammen.
Der grösste Vorteil von Scheidungskindern ist allerdings nicht nur die vermehrte Reisemöglichkeit, sondern auch der Frieden in der Familie. Die Eltern von
40 % der befragten Scheidungskinder verstehen sich nach der Scheidung besser als zuvor. Dies stärkt auch das Empfinden einiger Scheidungskinder, welche nach der Scheidung einen besseren Familienzusammenhalt festgestellt haben.

Viele Scheidungskinder wünschen sich nach der Scheidung keine Veränderungen mehr, denn dies, was sie erlebt haben, empfanden sie als unangenehmer Lebensabschnitt. Jedoch ist dies eine sehr gute Erfahrung und hilft dem Scheidungskind bei der weiteren Entwicklung.“

Quelle: https://www.scheidungskind.ch/?s=folgen

Auch ich vertrete die Meinung, dass ein Kind viel mehr profitiert, von ausgeglichenen Eltern, die glücklich sind, und in verschiedenen Haushalten leben. Die Liebe die man dem Kind zu geben hat, schmälert eine Trennung ja bekanntlich nicht. Im Idealfall teilen sich auch beide das Sorgerecht und stehen im Dialog. Denn das Leben geht weiter, trotz Trennung will man ja weiterhin das Beste für das Kind und sollte gemeinsam für ihn da sein.

Die Wünsche der Kinder habe ich auch auf dieser Seite entdeckt. Finde es recht auf den Punkt gebracht, aber lest selbst:

https://www.scheidungskind.ch/?s=wuensche

Hört auf eure Kinder, auf ihre Bedürfnisse, denn auch für sie ist es schlimm, nicht nur für euch Erwachsene. Aber manchmal reicht Liebe einfach nicht aus und es ist erwachsener zu gehen, anstatt unglücklich auszuharren und auf ein Wunder zu hoffen, dass nie eintreten wird. Denn das unvermeidbare, die Trennung, wird früher oder später kommen, wenn man innerlich schon so weit gekündigt hat, dass man nur noch wegen der Kinder zusammen bleiben möchte.

Kritik, Anregung, Lob, Kommentare und all das, nehme ich hier entgegen oder unter: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Schönes Wochenende,

Paula