Was Frauen wollen…

Träumt jede Frau von einer Ehe? Und wartet jede von uns auf den Prinz auf dem weissen Schimmel? Was ist den Frauen wichtig, was geht gar nicht?

Nach dem ich ja bereits die Männer befragt hatte, waren das mal die Frauen dran. Und das Unterfangen gestaltete sich schwieriger als erwartet. Denn die  Frauen liessen auf sich warten und von fünfzig Frauen antworteten auf die Frage erst mal nur fünf. Nach einer Woche fragte ich erneut nach, ob sie denn nicht mitmachen wollten oder ob sie einfach keine Antwort parat hatten, was beides total in Ordnung ist. Da kam dann von einigen eine (sehr lange) Antwort, von anderen, sie würden sich darum im Laufe der Woche kümmern (was nie geschah), gar von anderen wurde ich dumm angesprochen was das überhaupt soll.

Wiederrum andere wollten sich nicht äussern. Kein Problem, danke für die Rückmeldung. Doch wenn man sich von einer Frage so angegriffen fühlt, dass man rumpöbeln muss, also ehrlich. Muss das sein? Stutenbissigkeit at its best! Guter Tip: Es gibt auf Facebook einen Button: Unfriend…Denn wenn du mich nicht magst und du trotzdem alles im Auge behältst was ich tue…Ja, dann bist du wohl doch ein Fan 😉

Nichts für ungut, aber bin keine Freundin des Rumzickens, weder bin ich dein Blitzableiter.

Grossen Dank, allen die sich die Zeit genommen haben ❤️

Also, was wollen Frauen? Wie sollte er sein? Der „Eine“? Nur fünfzehn von fünfzig befragten Frauen liessen sich zu einer Antwort bewegen, die dafür sehr ausführlich waren.

Alle waren sich einig

Treu (man unterschied zwischen körperlich und emotional), Loyal, Humorvoll und Ehrlich sollte er sein. Wissen was er will und keine Spielchen spielen. Offen kommunizieren können, Konflikten nicht aus dem Weg gehen und sich seiner Bedürfnisse bewusst sein. Selbstbewusst stand auch ganz weit oben auf der Liste, aber kein Macho. Er sollte mit beiden Beinen im Leben stehen und Selbstständig sein. Keine Frau wollte einen kleinen Jungen den sie umsorgen muss. Er sollte ihr die Stirn bieten können und kein Ja Sager sein. Auch Männer die kochen können stehen hoch im Kurs und die ihr eigenes Leben führen ohne sich ständig auf die Frau beziehen zu müssen.

Was teilweise gar nicht ging waren Gamer, Unzuverlässigkeit, Lügen, Klammern und  extreme Eifersucht oder gar Gewalt. Männer die nicht wussten was sie wollten waren auch nicht sonderlich beliebt.

Ein paar Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten:

„Er sollte spontan sein, kein Stubenhocker das wäre schrecklich. Eigene Hobbys haben und Interessen. Wie z B. Sport (Yoga find ich gut auch für Männer.) Und Videospiele finde ich überhaupt nicht gut. Für mich ein Abturner. Lustig sollte er sein und vor allem ehrlich, offen und sozial. Ich möchte über alles reden können. Und er sollte einfach ein Mann sein egal wie gross breit oder männlich er aussieht. In dem er auch mal Sachen selber macht. Und nicht gleich verzweifelt ist. Klar finde ich ein Gentleman auch nicht schlecht, solange es nicht übertrieben ist. Und Schleimscheisser geht auch überhaupt nicht oder viel zu lieb und übertrieben führsorglich. Lieber was wirklich ehrlich gemeint ist. Und ja spirituell finde ich auch sehr schön. Und vor allem jemand der sich bewusst gesund ernährt aber auch gutes Essen mag und das natürlich geniesst und nicht durchgehend scheisse zu sich nimmt.“

„Ich erwarte Humor, das ist mir ganz wichtig, das Gefühl muss stimmen, ich muss mich in seiner Nähe wohlfühlen und geborgen.“

„Ja ich bin eine Geniesserin ich weiss inzwischen was ich will und mag. Mit bisexuellen Männer eine feste Beziehung… sehr schwierig !! Der Gedanke, dass ich ihm zu wenig bin ist eckiger als wen er mich mit einer Frau betrügen würde. Evtl. muss ich da auch rauswachsen Lol! Ja der Sex muss unbedingt stimmen. Aussehen & so spielt ja dann keine Rolle wenn ich verliebt bin! Gemeinsame Interessen bringen aber auch nicht viel, wenn der Sex Scheisse ist. Der Mann mit den Ich Kinder haben will muss sein Kind lieben. Und sich Zeit für ihn nehmen. Wir sollten sehr wichtig für ihn sein sonst lass Ichs lieber. Und ich will Hausfrau dann sein dürfen, die für ihr Kind da ist, sonst lasse ich es lieber ganz.“

„Ein Mann sollte mir vertrauen und mir zeigen, dass ich ihm vertrauen kann. In jeglicher Hinsicht. Er muss nicht alles gut heissen was ich gemacht habe, aber akzeptieren, dass auch ich eine Vergangenheit habe. Ein Mann muss für mich da sein, auch akzeptieren wenn ich vielleicht einmal keine Lust auf Sex habe, zu kochen oder aufzuräumen. Er darf das sehr gerne übernehmen. Er sollte nicht von mir verlangen das ich nur zuhause sitze koche, putze auf die Kinder aufpasse usw. weil ich bin selbstständig und will trotzdem unabhängig sein. Da es nie eine Garantie gibt für ewiges zusammen sein. Zuhören und kommunizieren können, wenn Probleme vorhanden sind.“

 

Und, was wünscht sich die Autorin denn so?

Jeder der mich näher kennt, weiss ich bin schon eine recht lange Zeit, ohne das, was die Gesellschaft eine „feste Beziehung“ nennt. Wie sollte er (oder sie) sein, damit ich mein Singleleben beende? Ehrlich, Leute, seid einfach ehrlich. Nichts macht mich rasender als belogen und nicht respektiert zu werden. Und glaubt mir, rasend wollt ihr mich nicht erleben, wirklich nicht, vertraut mir.

Ausserdem sollte er wissen was er will und sich nicht verstellen. Verschwendet nicht meine und eure Zeit in dem ihr vorgebt jemand anderes zu sein. Sicher finde ich es toll, wenn du dich auch für Kultur und Physik interessierst, nur um nach Monaten festzustellen, dass es für euch eine Qual ist,  zerstört das Vertrauen ungemein. Man muss sich ja nicht immer zu 100% für das gleiche interessieren. Gemeinsame Interessen finde ich aber trotzdem immer noch wichtig und toll.

Ganz wichtig

Ist mir, dass die Person mich nicht ändern will, so wie ich die Person nicht ändern werde. Offen muss er sein, humorvoll und Selbstbewusst. Nichts ist schlimmer als ein unsicherer Mensch der überall Bestätigung suchen muss. Sorry, erinnert mich zu sehr an das Verhalten eines verlorenen 14 jährigen Kindes. Eine klare Kommunikation. Sagt was ihr denkt, was eure Wünsche sind auch wenn es manchmal verletzend ist. Denn nur ein guter Freund und Partner sagt dir auch mal unschöne Sachen ins Gesicht. That is what friendship and trust is all about, oder?

Das Leben ist nicht immer nur „Glitzer, Musik, Blümchen und Einhörner…“Die Person sollte auch an Regentagen an meiner Seite stehen und es auch mal ertragen können, wenn ich mal einen nicht so guten Tag habe. Auch der stärkste Mensch braucht mal eine Schulter zum anlehnen. Respekt ist mir sehr wichtig und zuhören muss er können. Ich möchte ernstgenommen werden. Denn nur weil er etwas nicht verstehen und nachvollziehen kann, bedeutet es nicht, dass es nicht existiert. Der Partner sollte auch akzeptieren, dass ich keine Kinder möchte. Es bringt nichts mich mit Fragen zu durchlöchern, mich versuchen zu überzeugen oder gleich am dritten Date das zu thematisieren (alles schon passiert) noch bringt dieser eine Satz etwas: „Warte, bis du den richtigen triffst..“ Been there, done that. Heiraten wollte ich ihn trotzdem nicht und löste die Verlobung, als auch die Beziehung auf. Momentan habe ich insgesamt 3 Heiratsanträge abgelehnt. Sorry ihr lieben, aber ich glaube einfach nicht an das Konstrukt Ehe und an das Versprechen:“Bis das der Tod euch scheidet…“ denn wenn man so die Statistiken ansieht, spricht das für sich.

Er sollte auf eigenen Beinen stehen, beruflich sowie privat. Abhängigkeiten stossen mich eher ab und dazu zähle ich alles was man täglich braucht um über den Tag zu kommen. Neugierig muss er sein, Freude am Leben haben aber auch mal ein paar Tage die Beine still halten können. Geniesser sind mir am liebsten, denn ich liebe Essen und alle anderen sinnlichen Aktivitäten. Die gewisse Anziehung muss einfach da sein, und es wäre toll, wenn wir das gleiche Nähe-Distanz Verständnis hätten. Ausserdem wäre es wichtig, dass er versteht, ich brauche keine bessere Hälfte, ich bin bereits Ganz. Und wenn jemand einen Platz in meinem Leben haben möchte, muss er mein Leben positiv bereichern, denn unter uns: Ich bin gern Single…Ja, das solls geben.

Wie ihr seht, wünschen sich Frauen und Männer im Grunde das gleiche. Auch die Monogamie und das 08/15 Leben wurde in Frage gestellt. Also von wegen; Alle Frauen wollen Kinder und ewige Treue…Und bei keiner Frau habe ich rausgelesen, dass sie sich einen coolen Typen mit fettem Gehaltscheck, top Managerjob und super Auto wünscht. Sorry liebe Männer, aber ihr meint ja immer uns damit imponieren zu müssen. Oder ich kenne nur coole Frauen, die wissen worauf es wirklich ankommt, wie man es nimmt.

Doch warum gestaltet sich das zusammen kommen manchmal so schwierig? Und wie macht man am besten den ersten Schritt ohne gleich mit der Türe ins Haus zu fallen? Und darf man in Zürich überhaupt flirten, bei der vorherrschenden Coolness? Dazu werde ich einen „Flirt“ Experten treffen und ihm ein paar Löcher in den Bauch frgen. Nein, kein Pickup Artist, seid beruhigt. Das ganze Interview gibt es bald hier. Der nächste Beitrag wird es in sich haben, seid gespannt. Bis dahin, haltet die Augen auf, vielleicht ist euer Traumpartner bereits näher als ihr glaubt.

 

 

Paula

 

 

Bild. Pixabay, Scott Webb

 

 

Gleichberechtigung? Von Männern und Frauen im Jahr 2016

Am 8.März  war Weltfrauentag. Weltfrauentag. Wie das schon klingt. Genauso doof wie Valentinstag, Mutter- oder Vatertag. Und meiner Meinung nach  sind alle miteinander völlig überflüssig. Ich brauche keinen besonderen Tag um mich an meine Mama, meinen Papa, meine liebsten oder an die Gleichberechtigung zu erinnern. Ausserdem, von Gleichberechtigung sind wir noch immer Meilenweit entfernt.

Ja, aber wir haben Fortschritte gemacht die letzten Jahrzehnte. Doch haben wir das wirklich?

Männer verdienen im Schnitt immer noch mehr als Frauen. Die meisten Chefetagen sind bevölkert von Männern. Frauen mit Kindern in Kaderpositionen? Eher die Ausnahme, oder sie haben eine Nanny. Wenn man also bis 35 noch keine Kinder hat und eine neue Arbeitsstelle sucht, wird man als Mann nie nach seiner Familienplanung gefragt. Als ob es dazu denn Mann nicht bräuchte. Als Mann muss man sich auch nicht erklären warum man ab einem gewissen Alter keine Kinder hat. Oder warum man gar überhaupt keine Kinder will. Als Frau, muss man ja fast seine Begründung tanzen können, damit auch die letzten verstehen, dass man halt einfach keine Kinder möchte.

Oft werden Frauen dann bemitleidet, völlig unbegründet. Bei manchen scheint noch nicht angekommen zu sein, dass es nicht Kind, Mann, Haus und Hund braucht um sich als eine vollwertige Frau fühlen. Auch viele Frauen haben diese Idee immer noch fest in ihrem Kopf verankert und träumen vom Prinzen auf dem weissen Schimmel der sie zur Prinzessin und Mutter macht, statt die Königin zu sein die fest im Sattel sitzt.

Ich habe letztes Jahr einen Text verfasst zu dem Thema;

Der kleine, feine Unterschied

Ich werde als „Drama Queen“ betitelt,
wenn ich meinem Ärger Luft mache
Und gerade geradeaus sage was ich denke.
Unmöglich ist das und sooo vulgääääär!

Wäre ich ein Mann, hiesse es:
„Ja, der hat „Eier“,
das auszusprechen was wir alle denken!
So Mutig wären wir auch gern!“

Ich bin zickig und schwierig
Weil ich genau weiss was ich will
Und vor allem was ich nicht will
Das Kind immer beim Namen nenne

Über einem Mann
bei den gleichen Attributen, sagt man:
Er sei Zielstrebig und gradlinig.
Er geht unerschrocken seinen Weg!

Ich bin eine Schlampe
Weil ich Sex liebe
Meine kleine Vorliebe für Frauen
Finden sie aber ok

Einem „Frauenheld“, klopft man auf die Schulter
und beneidet ihn heimlich.
Natürlich darf, ja er muss sogar!
Sich damit vor seinen Kollegen profilieren.

Ich bin sehr eingebildet
Schreibe und wirke ausserdem arrogant.
Ausserdem sei ich seltsam, so hab ich gehört
Ich werde oft alleine gesichtet.

Wäre ich ein Mann, hätte ich Klasse
Würde als Intellektuell gelten
Der mysteriöse Einzelgänger
Der von weitem bewunderte Steppenwolf.

Ich ziehe mich gern adrett an
Werde dafür „eitel“ und „Püppchen“ genannt.
Auch, dass ich mich für etwas „Besseres“ halte
Munkelt man hinter vorgehaltener Hand

Männer, ja Männer schmieren sich mittlerweile den
Glitzer in den Bart und es ist toootaaaaal Hip!
Von den Frauendutts die sie nun tragen
Möchte ich heute nicht schreiben

Single Frauen ab einem gewissen Alter
Gelten als „alte Jungfern“
Verbitterte, die niemand will
Eine Frau ist nur „ganz“
mit einem Mann an ihrer Seite!

Single Männer ab einem gewissen Alter
Sind alle wie George Clooney (vor seiner Hochzeit)…
Der ewige sympathische, charismatische Junggeselle
Der keine Bindung braucht um glücklich zu sein

Und wehe sie als Frau wollen keine Kinder!
Wenn sie dann mal (endlich!) einen Partner haben
Eine Frau ohne Mann, wo kämen wir denn da hin?

Männer, ja die müssen sich nicht erklären
Warum sie keine Kinder wollen, wozu auch?
Der Mann bleibt immer ein Kind
Das gefälligst umsorgt werden muss!

Singlefrauen sind nicht glücklich, niemals!
Sie sind frustriert, stopfen non Stopp
Eis in sich rein und heulen sich vor Einsamkeit
In den Schlaf mit ihren 5. Katzen, immer!

Singlemänner geniessen natürlich ihre
Freiheit in vollen Zügen
und sind so glücklich wie kleine Kinder
Als wäre Weihnachten, Geburtstag,
Ostern und Einschulung zusammen!

Stop this shit, now!

Gleichberechtigung? Ich glaube wir haben noch einen weiten Weg vor uns…

 

Schönes Wochenende

 

 

Paula

 

Dieser Beitrag erschien gestern auch bei Ron Orp Zürich.

Der Neid

 

„Neid zerstört auf Dauer nur den Neider selbst innerlich, der Beneidete blendet alle Neider mit der Zeit aus, denn ein guter Läufer hat immer sein Ziel vor Augen und schaut sich nicht um oder ständig nach links oder rechts , sondern nur nach vorne. Wenn man sich nämlich andauernd auf andere fokussiert, stolpert man über seine eigenen Füße.“  Ar Zu

Wie viele Neider kennt ihr? So Menschen, die den anderen nicht die Butter auf dem Brot gönnen? Die alles zur Olympiade und Wettbewerb ausrufen oder die Erfolge von anderen nieder machen, koste es was es wolle? Ich kannte ich ein paar, denn in meinem Umfeld haben solche Menschen nichts mehr zu suchen. Denn ich bin zielstrebig, stur und verbissen wenn ich etwas wirklich will. Meist erreiche ich das angestrebte auch. Neider sind da nicht weit. Meist? Na ja, nur mit meinen Vorsätzen weniger Schokolade oder süsses zu essen, klappt es (bis jetzt) noch nicht so wie ich das gerne hätte.

„Wie du das immer alles schaffst!?“

Dass ich deswegen kaum noch Privatleben habe und mir den Hintern aufreisse wird dabei gern ausgeblendet. Weil eben nur der Erfolg sichtbar ist, nicht aber die Arbeit dahinter. Als ich letzte Woche den Beitrag über die Beauty & Fashion Blogs veröffentlichte kam mir da prompt eine Nachricht entgegen von einer anderen Bloggerin die ich euch nicht vorenthalten werde:

„Hallo! Ich finde es sehr arg, dass dein Text einfach meine Idee vor etwa 2 Wochen aufgreift, ohne jegliche Verlinkung. Bitte das zu ändern!“

Stimmt, das Thema war so aussergewöhnlich, so speziell und der Gedankengang soooo einzigartig, dass ich es ja nur von ihr geklaut haben kann. Schön dumm, haben sich noch ein paar andere Blogger gemeldet die das gleiche Thema aufgriffen vor und nach mir. Bei einer durchschnittlichen 70.Stunden Woche mit allen meinen Projekten habe ich auch extrem viel Zeit das Internet nach Ideen zum Klauen zu durchforsten. Nope! Ich schreibe um Themen die mich bewegen ohne mich vorher Stundenlang im Internet umzusehen ob bereits jemand über das Thema geschrieben hat, sorry!

Nicht nur wir finden diese Art von Blogs richtig Doof sondern tausende vor uns und tausende nach uns

Dass mein Text um Ellenlängen besser war, das heisst detaillierter, tiefer und Wortgewandter, sei hier mal nur so nebenbei erwähnt. Nein, Eigenlob stinkt nicht! Ich habe ihren nämlich dann im Nachhinein schon begutachtet, so ist es ja nicht. Man will ja wissen, ob die Themen sich wirklich so ähneln und dem war dann auch so. Bleibt nun mal in einer Bloggergemeinschaft auch nicht aus, dass gewisse Themen sich schneiden. Gerade im Beauty- und Fashionbereich. Oder wie hier, in der Antibewegung. Gerne hätte ich die Dame auch verlinkt um meinen Standpunkt weiter zu festigen, oder um ein Bündnis einzugehen mit den Menschen die, die gleiche Ansicht teilen, was im Nachhinein auch mit einem andern Blogger geschehen ist. Aber Pustekuchen, wer so ankommt, darf auch nichts erwarten. Wie auch im realen Leben, macht der Ton die Musik.

Anmerkung: Nach diesem Vorfall, verlinkte uns eine andere Bloggerin mit drei anderen Menschen, die sich alle samt mit dem gleichen Thema befassten, in einem Beitrag. Es gab kein Halten mehr, ich lachte und lachte und lache eigentlich immer noch. Ob diese Damen dann auch des Ideendiebstahls bezichtigt wurden weiss ich nicht. Denkbar wäre es. Ps. Durch diesen Plagiatsvorwurf bekam ich nur noch mehr Leser auf meinen Blog. Danke an dieser Stelle =)

Noch schlimmer als der Neid im Netz, sind die Neidhammel in der realen Welt

Da hat sich doch das Freilichtmuseum Hessen erlaubt, Flüchtlingen freien Eintritt zu gewähren. Unerhört, eine Schande für Deutschland und Diskriminierung der Arbeitslosen und Behinderten schrie es da aus allen (rechten Ecken) Und es hagelte nur so von negativen Bewertungen…

Ob diese Menschen jemals nur ein Museum von innen gesehen haben, ist fraglich. Denn sind es nicht gerade sie, die nach Integrierung rufen, um dann, wenn diese Integrierung stattfindet, Diskriminierung zu rufen? Anstatt sich zu freuen, dass es Menschen gibt, die sich der Flüchtlinge annehmen, ihnen unsere Kultur zeigen, wird den Betreibern vom Museum mit dem Tode gedroht! Leicht schizophren wenn ihr mich fragt. Denn in den Heimen wo sie unter kommen hat man leider keine Zeit um ihnen die Kultur näher zu  bringen. Woher ich das weiss? Weil ich in einem Durchgangsheim Deutschunterricht gebe seit über einem halben Jahr. Ich bin also vor Ort.

Und ja, die Flüchtlinge bekommen alles in den Hintern gesteckt, wirklich. Nicht!

Ich mag mich gut erinnern, als meine Familie und ich selbst 1989 noch den Status „Flüchtlinge“ hatten in welchem Luxus wir uns aalten. Zu fünft in einem 18 Quadratmeter grossen Zimmer, Gemeinschaftsbad und Küche, ach was war das herrlich. Die tausende von Pfennigen die wir bekamen reichten hinten und vorne nicht, 2 Jahre ging das so, obwohl wir einen „Vertriebenen“ Status hatten und unser Antrag noch recht „schnell“ von statten ging. Ich mag mich auch gut erinnern, an die vielen Freunde die ich hatte. Nicht! Denn Mobbing und Auseinandersetzungen standen in den ersten Jahren in Deutschland für mich an der Tagesordnung. Ich war ja ein Flüchtlingskind, keins von ihnen, obwohl ich die deutsche Staatsangehörigkeit hatte und deutsch sprach. Und gerade weil ich weiss, wie grausam es ist, bekomme ich einen halben Tobsuchtsanfall wenn ich dann so Sätze a la PEGIDA höre. Oder: „Der Ausländer nimmt uns die Arbeit weg!“ gab mal ein ehemaliger Schulkollege von sich. Dass er noch nie in seinem Leben gearbeitet hatte und in der 8.ten Klasse einige Mitschüler bezahlte die sein Zimmer aufräumten schien er komplett auszublenden.

Woher kommt all dieser Neid?

Die meisten die voller Neid sind, sind meines Erachtens unglückliche Menschen, die lieber auf andere schauen als auf sich selber. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, schieben sie ihr Unglück den anderen in die Schuhe. Ist ja auch einfacher andere niederzumachen, anstatt an sich selber zu arbeiten. Neid unter Frauen ist auch unerträglich, dieses ständige Vergleichen, diese ständigen Kämpfe.  Forscher und Gelehrte  suchen auch nicht erst seit gestern nach Antworten zu meiner Frage.

Mein Fazit: Neidisch sein ist Zeitverschwendung. Denn anstatt Neidisch zu sein, bin ich lieber Gönnerin und freue mich mit anderen mit. It`s that easy!

 

Nachtrag: Auch mein Bloggerkollege Sebastian hat vor über einem halben Jahr auf seinem Seppolog  einen tollen Beitrag  zum Thema „Neid“ geschrieben. Absolut Lesenswert!

Schönes Wochenende ihr lieben

 

Paula

 

 

Bild: Christian Moser

Ja, darf man das?

Was wäre wenn:

Die besten Freunde lügen würden wie gedruckt?
Man sich nicht auf sie verlassen könnte?
Man immer Schuld ist an jeder Misere trägt, nur nicht sie selber?
Man jeden Tag zu hören bekommen würde, wie unerwünscht man ist?
Man keine Unterstützung von ihnen erfahren würde, sondern nur Kritik?

Und ich meine nicht die Art und Weise von Kritik, die einen vorwärts bringt.

Würde man sich solchen Menschen aussetzen, freiwillig?

Würde man Wert legen auf solch eine „Freundschaft“?  Ich glaube wir alle können diese Frage mit einem klaren: „Nein!“ beantworten.

Wenn Eltern den Kontakt zu ihren Kindern abbrechen

Ist das immer so eine Sache. Meist muss schon etwas „schlimmes“ passiert sein, dass Eltern diesen letzten verzweifelten Schritt gehen. Aber dieser Schritt, wird meist Gesellschaftlich akzeptiert und verstanden. Die verstossenen Kinder werden dann gern  „Schwarze Schafe“ genannt und damit ist das Thema meist vom Tisch.

Gerade zu dieser Zeit, so kurz vor Weihnachten, werde ich oft mit der Frage konfrontiert: „Und, geht’s zur Familie über Weihnachten?“ „Ja, zu meiner Wahlfamilie!“ antworte ich dann oft. Dies löst natürlich eine Flut an Fragen und besonderem Unverständnis aus. Denn ich gehöre zu den Menschen, die ihren Eltern „gekündigt“ haben. „Ja, darf man das denn?“ höre ich einige von euch schon fragen.

Wenn Kinder den Kontakt abbrechen

Werden sie als Undankbar bezeichnet und vieles mehr. Man zeigt kein Verständnis, bezichtigt uns des Egoismus und auch sehr oft als Herzlos. Und wehe sie sind Tochter, dann erst recht! Gerade ich, in meinem Beruf (ich arbeite mit Kindern und Erwachsenen für alle, die es noch nicht wissen sollten) ernte ich meist kräftiges, abschätziges Kopfschütteln. Wie oft musste ich mir anhören: „Komm, ruf sie an, es sind deine Eltern, sei nicht so stur…Eines Tages werden sie nicht mehr da sein und dann wirst du es bereuen…bla bla bla“ und all der gleichen.  Nein, werde ich sicher nicht, ganz ehrlich!

Menschen sind gegen Gewalt an Kindern

Jeglicher Missbrauch ist ihnen zuwider und jeden der ein Kind quält,auf welche Art und Weise auch immer, würden sie am liebsten auf Lebenszeit einsperren oder gar schlimmeres, da sind wir uns auch alle einig, hmm? Einem wehrlosen, schutzbedürftigen Kind, dass auf seine Eltern angewiesen ist, keine Liebe oder Geborgenheit und Sicherheit zu geben, es nur bis auf das nötigste zu versorgen und es nur beachten wenn es etwas zum Kritisieren gibt…um es dann körperlich zu züchtigen, es bricht den meisten schon das Herz wenn sie nur davon lesen, stimmt`s?

Menschen sind auch gegen jegliche Bevormundung wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, wie die Volljährigkeit, nicht wahr?

Viele von euch nehmen solche Eltern in Schutz

Denn wenn Kinder, Eltern jeglichen Kontakt verweigern, ist meist wirklich etwas dahinter. In meinem Fall, all das von oben beschriebene. Also warum drückt man mir und vielen anderen, die sich aus Scham nicht trauen darüber zu sprechen den Stempel der Undankbarkeit gegenüber den Eltern auf? Für was sollten wir in unserem Fall Dankbar sein?

Warum schüttelt man den Kopf, und zieht die Augenbrauen hoch, wenn wir uns nur schützen wollen, nun, da wir selber Erwachsene sind und eine Wahl haben? Denn als Kind hat man keine Wahl, man ist angewiesen auf die Eltern.

Und man kommt auch nicht so einfach aus der Familie raus, im schlimmsten Fall, muss erst etwas passieren, dass die Behörden hellhörig werden. Oder es braucht einen Mutigen der das meldet. Doch die meisten sind nicht mutig und sehen weg, auch wenn das Unglück vor ihren Augen passiert. Wie viele Kinder sind schon in Wohnungen verendet und angeblich hat niemand etwas mitbekommen? Wie viele Kinder werden in der Öffentlichkeit geohrfeigt und niemand schreitet ein?

Man sieht weg, es ist ja nicht das eigene Kind, nicht das eigene Problem, warum sich also mit sowas unnötig belasten?

Aber wenn man dann als erwachsene Frau / Mann sagt: „Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen!“ Da fühlen sich plötzlich alle eingeladen ihren abschätzigen Senf dazu zugeben, vor allem zu verurteilen, sich einzumischen, obwohl sie niemand darum gebeten hat. Denn nicht jeder mag dann ausführlich erzählen warum wieso und weshalb es so weit kam.

Viele sagen auch aus den besagten Gründen einfach, dass ihre Eltern verstorben sind. Denn glaubt mir, diese Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Es ist ein langjähriger Prozess in der Hoffnung, dass eines Tages, die Eltern ihre Fehler erkennen, das Kind als solches erkennen, mit seinen Bedürfnissen, Wünschen, Ängsten.

Mit dem vergangenen abschliessen

Dass sie eines Tages anfangen Liebe zu zeigen, anstatt ihren Frust an ihren Kindern auszulassen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr stirbt die Hoffnung und man stellt fest, dass man sich das nicht antun braucht. Warum auch? Warum sollte sich jemand freiwillig niedermachen lassen wollen? Also trennt man sich und hat seine Ruhe. Die meisten brauchen eine Therapie um sich von der Traumata der Kindheit zu erholen, an ihrem Selbstbewusstsein zu arbeiten und um mit der Vergangenheit abzuschliessen.

Es war ein langer Weg auch für mich, all das was passiert ist hinter mir zu lassen. Doch ich wollte es immer anders machen, als meine Eltern. Und Menschen, die mich verurteilen, mich als schlechte Tochter hinstellen, die kann ich mittlerweile nur noch belächeln. Denn wenn sie meine Eltern so bemitleiden, kann ich ihnen gern die Adresse geben, damit sie ihnen einen Besuch abstatten können.

Wenn man sie dann konfrontiert mit der bitteren Wahrheit und dem Grund des Kontaktabbruchs, werden sie meist still und schauen bedrückt zu Boden. Es ist halt immer einfacher zu urteilen, statt zu hinterfragen.

Warum ich euch das heute erzähle?

Weil ich den vielen Menschen denen es genauso geht Mut machen möchte. Ihr seid keine schlechten Menschen, nur weil ihr euch schützt! Denn jeder hat das Recht glücklich zu sein. Ich möchte auch kein Mitleid, ich möchte einfach nur, weniger verurteilende Worte, weniger Vorurteile, mehr Hinterfragen. Denn glaubt mir, viele von uns hätten gern ein liebevolles Elternhaus und eine tolle Kindheit gehabt und vor allem: Einen guten Draht, auch als Erwachsene zu den eigenen Eltern!

 

Schönes Wochenende und einen besinnlichen 3.ten Advent!

Paula

 

 

 

 

Missionierende Mamis – so lästig wie die Zeugen Jehovas

Liebe Mamis

Wir müssen reden. Und ich hoffe ihr seid nicht sauer über die klaren Worte die ich für einige von euch heute hier finde. Doch es gibt Frauen unter euch, die haben nicht nur die neue Rolle als Mutter eingenommen, sondern gleichzeitig die Rolle der Missionarin. Tagtäglich liest man es in der Zeitung, im Internet, hört es an Spielplätzen, Krippen, Bushaltestellen, im Zug, in der Tram, einfach überall. Ihr wollt mal wissen wie sowas aussieht? Seid ihr denn bereit für die missionierenden Muttis? There we go:

https://editionf.com/Bekommt-endlich-Kinder

Hört.Auf.Damit.Bitte!

Niemand würde schliesslich auf die Idee kommen, Männer so unter Druck zu setzen nur weil sie keine Kinder wollen! Woher nehmen sich solche Frauen das Recht zu beurteilen, ob es für Hilde, Petra, Sandra und Nancy oder mich persönlich das grosse Glück sein wird, so wie sie es für sich empfinden? Ich zum Beispiel bin auch immer öfter mit der Frage konfrontiert: „Und, wann ist es bei dir soweit?“ Hmm, lass mal überlegen…Seit dem ich Single bin, bestünde die Möglichkeit, ein Kind vom heiligen Geist zu bekommen. Schliesslich hätte es so einen anständigen Vater. Aber Spass bei Seite. Ich arbeite seit 1999 mit Kinder, sie sind mein Leben, meine Aufgabe, meine Berufung. Doch in meiner Freizeit, mag ich es gern Kinderfrei.

Ich mag mich an ein kurzes Chatgespräch zu dem Thema „Warum wir keine Kinder wollen“  mit einer Bekannten entsinnen; Ich erzählte ihr, wie gern ich Kinder habe, bis 18 Uhr, danach hab ich gern wieder meine Ruhe um Kraft zu tanken, und mich mir selber zuzuwenden und meinen Projekten. Sie erwiederte:“ Ich mag die erst ab 18 Jahren!“ Ich fand das ziemlich lustig, denn es soll tatsächlich Frauen geben, bei denen schlicht und ergreifend nicht der Mutterinstinkt geweckt wird, wenn sie kleine süsse, rosige Babys sehen.

Viele mögen das nicht verstehen, einige sprachen mir meine Eignung für den Beruf ab, wiederrum andere sagten mir: „Warte nur bis der Richtige kommt!“ Dabei wollte ich nie Kinder. Schon mit 13 Jahren stand das für mich fest. Damals hiess es lapidar: „Ach, du bist noch jung, was weisst du schon!“ Ja, anscheinend wusste ich schon in jungen Jahren was ich definitiv nicht wollte. Wenn ich an meine Zukunft dachte, sah ich mich eher in Highheels, Cocktailkleid in einem chicen Restaurant oder im Urlaub, sah ich mich schreiben, reisen, mich verwirklichen, einen grossen Kleiderschrank mit vielen tollen Kleidern drin, glücklich umgeben von vielen Büchern und ein paar Freunden, doch  nirgendswo waren – ihr habt es erraten- Kinder. Liebe Mamis, die ihr von klein auf Mama werden wolltet ab einem bestimmten Zeitpunkt eures Lebens, bitte schäumt jetzt nicht vor Wut und nennt mich Egoistisch. Ich werfe euch dann auch nicht vor, dass einige von euch keine grösseren Träume hatten, als Mutter zu werden und eine Familie zu gründen.

Auch nun mit 31 Jahren, höre ich diese Uhr von der alle reden nicht mal im Ansatz ticken. Ja, auch wenn ich mit Kindern arbeite und diese absolut süssen Geschöpfe vergöttere, wirklich nicht. Und nein, ich bin weder verbittert wegen der Männerwelt, obwohl ich das eine Zeitlang durch aus war. Wer kann es mir auch verübeln, bei den Katastrophen die ich mir anlachte. Doch, man lebt und man lernt schliesslich immer dazu. Ich habe das andere Geschlecht nicht aufgegeben. Nur brauche ich keine „bessere“ Hälfte, weil ich schon ganz bin. Mir fehlt auch nichts zu meinem Glück, denn ich bin gesund, habe eine tolle WG, tolle Freunde und lebe das Leben, dass ich mir als 13 jährige vorgestellt habe. Wer kann das schon von sich behaupten? Nur meine Dates, da lege ich nun einen anderen Fokus, als noch vor einem Jahr, man wird eben doch etwas Erwachsener mit der drei (und einer eins nach der drei) vorne dran und der Typ „Peter Pan“ &  „Bad Boy“ oder „Hip Hopper“  auf den man einst so stand erscheint einem heute nur noch lächerlich und voller Komplexe. Wenn ich nun jemanden treffe, der mir zusagt und ich mein Herz erneut verliere- gut, wenn nicht – auch gut.

Ich gönne es euch, euer kleines Glück, euer kleines Baby, eure Familie. Aber das ist euer Traum vom Glück, nicht unserer, die wir gewollt Kinderlos bleiben. Warum dieses Missionieren? Wir sind weder egositisch, noch neurotisch oder Narzistisch veranlagt (ok ok, evtl. einige). Wir haben nur andere Bedürfnisse als ihr. Wir akzeptieren euch ja auch, wenn ihr ständig nur über eure Kinder redet, euch über sie definiert und sie zu eurem gesamten Lebensinhalt macht. Whatever! Solange ihr uns nicht belästigt mit eurem für euch perfekten Leben, dass man „nur mit Kindern haben kann“ geplapper, wie die Zeugen Jehovas, Samstag morgen um 7 Uhr, Sturm klingelnd an der Tür, als würde Jesus, der heilige Geist und Gott persönlich nun genau JETZT empor steigen. Danke! Wir brauchen auch euer Mitleid nicht, ehrlich nicht. Wir wollen das bewusst so. Wirklich, wirklich! Grosses Indianerehrenwort! Die Zeit setzte sich mit dem Thema auch auseinander letztes Jahr:

„Wer äußert, sich einfach kein Kind zu wünschen, wird gerne für neurotisch erklärt – meistens als vergnügungssüchtige Narzisstin. Während Eltern durchaus damit durchkommen, wenn sie ihre Kinder als verlängertes Ego betrachten, indem sie ständig danach fahnden, welche Talente und Fähigkeiten vom Nachwuchs noch gefördert werden sollen. Oder Kinderlose werden umgehend mit Mitleid überschüttet, als hätte es nicht auch mal Zeiten gegeben, in denen sich Menschen noch andere Lebens- und Gemeinschaftsformen als die berühmte Kleinfamilie mit möglichst hohem Zaun drum herum vorstellen konnten.“

Quelle und ganzer Bericht: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/kinderlose-toleranz

Mein Persönliches Glück besteht aus der Unabhängigkeit das tun und lassen zu können was ich möchte. Ich will Kinder um mich herum? Dann arbeit ich mit ihnen. Ich möchte ausschlafen am Wochenende? Dann tue ich das. Ich möchte noch etwas nebenberuflich studieren, ja dann los, niemand der mich aufhält! Ich kann in den Urlaub gehen wohin ich will, kann dort tun was ich möchte. Muss mich nach niemanden richten, kann in etlichen Theater-, Opervorführungen ins Kino ins Museum, auf Partys und vor allem in Ruhe einkaufen im Supermarkt. Kann Symposien besuchen, wann und so viele ich möchte, mich unter meinen Büchern vergraben den ganzen Sonntag und so weiter und so fort. Und wenn ich so richtig, richtig glücklich sein möchte? Dann bin ich das. Glücklich sein ist eine Entscheidung die man innerlich trifft. Niemand von aussen sollte dafür verantwortlich gemacht werden.“Und wer kümmert sich um dich wenn du alt bist?“ Ist auch immer eine sehr beliebte Frage der missionierenden Muttis. Liebe Mamis, wer kümmert sich denn um all die älteren Mitmenschen die ins Altersheim geschoben werden von ihren eigenen Kindern? Fein, so hätten wir die Frage, die ihnen so fest unter den Nägeln brannte, nun beantwortet. Kinder sind keine Garantie, dass am Lebensabend jemand da ist, der einem die Hand hält meine lieben.

Wie wäre es nun, wenn jeder akzeptiert, dass wir alle verschieden sind?! Und, dass es auch gut so ist. Jeder definiert Glück anderes und wir hören auf, andere zu verurteilen und den mahnenden Zeigefinger zu heben, nur weil sie nicht so leben, wie wir es gerne hätten. Oder weil sie so leben, dass es nicht mit unserem Bild von „Realität“ übereinstimmt. Klingt gut? Ist es auch!

Schönes Wochenende ihr lieben,

Paula

Anregungen, konstruktive Kritik, irgendwo ein flüchtiger Rechtschrebfehler? Bitte hier kommentieren oder unter: PaulaDeme@wasmansonichtsagendarf.com

Foto: mauritius images

Ps. Bitte packt die Fackeln wieder weg. Hexenverbrennungen sind so 14.tes Jahrhundert!

Best of – Eltern(an)sprüche in Einrichtungen

Für diesen Blog liess ich mich in einer Facebook Gruppe für Erzieherinnen inspirieren, da ich mich oft wieder erkannte in den Erlebnissen der verschiedenen Frauen. Also entschloss ich mich heute ein Best of – Eltern(an)sprüche zu bringen und diese mal zu kommentieren, was im realen Leben fast unmöglich ist. Na dann, los geht’s:

„Ich möchte nicht, dass mein Sohn mit Puppen spielt, wir haben Angst dass er Schwul wird. Tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, ich weiss nicht wie viele Schwule ihr kennt die vom spielen mit Puppen, Glitzer, der Farbe Rosa , verkleiden, Nagellack oder Prinzessin Lillifeesticker schwul geworden sind, aber ich habe noch von keinem Schwulen gehört, dass das einer der Auslöser war. Soweit ich weiss, entscheidet sich das bereits im Mutterleib, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Ganz im Ernst? Selbst wenn euer Sohn Schwul wäre,oder eure Tochter lesbisch oder Bi- oder Asexuell würde es das Kind weniger liebenswert machen? Wäre er dann nicht mehr euer Sohn, eure Tochter?  Kein ganzer Mann? Keine richtige Frau? Ihr solltet euch schämen, ja ganz recht, schämen in Grund und Boden für so eine Aussage.

„Ich möchte, dass ich meine Tochter genauso abhole, wie ich sie abgegeben habe – Sauber! Sorgen Sie dafür, ich verlasse mich auf Sie!“

Liebe Eltern, die ihr eure Kinder in Gucci Blüschen, Armani Jeans und Versace Kleidchen in die Einrichtung bringt. Wie soll ein Kind spielen ohne sich schmutzig zu machen? Dem Kind bzw. den Kindern ist auch herzlich egal ob die Hose 500 Euro oder 5 gekostet hat wenn es hinfällt. Wie soll ein Kind seine Motorik und sein Sozialverhalten u.a. schulen, wenn es draussen im Garten oder am Spielplatz neben der Erzieherin sitzt? Oder immer an der Hand läuft um ja nicht umzufallen? In Folge dessen wird es evtl. sogar noch gehänselt von den anderen Kindern und ausgegrenzt aus der Gruppe, habt ihr euch darüber auch mal Gedanken gemacht ihr lieben Erwachsenen? Kinder sollten sich schmutzig machen dürfen. Ich weiss nicht wie Ihr so lebt, aber bei mir zu Hause gibt es eine Erfindung namens: Waschmaschine! Wenn ihr euer Kind trotzdem in Designerkleidung präsentieren müsst, die nicht schmutzig werden darf, bringt doch bitte Wechselkleidung mit, damit auch euer Kind, sich wie ein Kind benehmen darf. Besten Dank!

„Heute ist es kalt und nass draussen, wenn Sie raus gehen, bleibt mein Kind aber drin, ich will nicht dass es krank wird!“

Liebe Eltern, erinnert ihr euch an den Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung?“ Gut, denn dass, würde ich und andere euch gern mal um die Ohren hauen. Krank werden die Kinder auch selten von der Kälte, sondern von Viren und Bakterien. Und meistens ist ihnen kalt, warm, nass usw. weil ihr Eltern nicht daran denkt dem Kind alles mitzugeben für Regentage, Sonnentage, Wintertage. Viele von euch sind wirklich überfordert dem Kind am Morgen je nach Wetterlage ordentlich zu kleiden. Da kamen schon Kinder in Flip Flops in die Einrichtung bei 10 Grad draussen. Allgemein eignen sich ja Flip Flops schon super zum Klettern, rennen, und toben draussen. Von dem guten halt im Flip Flop schwärmt doch jede Erzieherin. Auch im Sommer ist es recht schwer das Kind morgens einzucremen und einen Sonnenhut/Cappi oder Tuch auf dem Kopf zu montieren. Da dürfen einige Kinder ja auch nicht raus, da zu warm. Und sicher haben wir immer so viel Personal, dass wir jedem Wunsch der einzelnen Eltern für ihr Kind gerecht werden können. Eine 1-1 Betreuung ist doch gang und gebe in jeder Einrichtung, also kein Problem.

In einer Schweizer Bilingualen (de/eng) Einrichtung: „Mir ist aufgefallen, dass mein Sohn neuerdings Schweizerdeutsche Wörter benutzt. Meine Frau und ich wollen das nicht, tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, was genau soll ich denn tun? Dem Kind eins hinter die Löffel hauen wenn es ein Schweizerdeutsches Wort benutzt? Ihn auf Schritt und Tritt verfolgen? Ihm drohen? Ihm den Mund verbieten? Was genau habt ihr euch da vorgestellt? Wenn man in ein anderes Land zieht, muss man darauf gefasst sein, dass die Kinder irgendwann die Landessprache sprechen werden. Ich kenn da einige von euch, die motzten in Deutschland über Ausländer die sich nicht anpassen wollen…Und ihr? Inwiefern unterscheidet ihr euch denn nun jetzt von denen, auf die ihr wütend in der Heimat, mit dem Finger gezeigt habt? Es passt euch nicht, dass euer Kind sich anpasst? Ihr solltet eure Einstellung evtl. gründlich überlegen. (Ich würde gern zu dem Thema mehr schreiben, aber das würde hier den Rahmen sprengen.)

„Mein Kind darf nicht mit zu dem Ausflug, sehen Sie zu dass jemand mit ihm in der Einrichtung bleibt!“

Das ist irgendwie einer meiner Favoriten. Liebe Eltern, wie in Gottes Namen stellt ihr euch das immer vor? Ausflüge mit den Kindern sind immer mit einem riesen Aufwand verbunden. Und da wir wirklich, wirklich immer gerade so viel Personal haben dass es gerade so reicht, können wir nicht, ich wiederhole NICHT, mit einem einzelnen Kind in der Einrichtung bleiben. Nein, die Praktikanten dürfen auch nicht mit den Kindern alleine in der Einrichtung bleiben. Wie trist auch für das Kind- alle gehen, nur er bleibt da? Im Ernst? Wie erklären wir ihm denn das? Wie wäre es denn, wenn ihr euer Kind zu Hause behalten würdet an dem Tag? Wobei ich es immer sehr schade finde, wenn Eltern aus welchen Gründen auch immer, Kindern verbieten bei sowas tollem, wie einem Ausflug dabei zu sein.

Das sind nur ein paar von den „(An)Forderungen“ die an uns gestellt werden. Ja, einiges ist überspitzt geantwortet, doch soll das alles zum Nachdenken anregen. Ja, ihr dürft euch Gedanken machen meine lieben. Denn würde man das euch so ins Gesicht sagen, die Empörung wäre immens, doch nur, wie so oft, die Wahrheit.

Schönes Wochenende

Paula

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Die Mütterpolizei

 

Auch ich wurde schon zur Zielscheibe der Mütterpolizei als ich mit Kindern unterwegs war. Meistens fängt es ganz harmlos an, auf dem Spielplatz, am Sandkasten zum Beispiel. Mit einem netten Gespräch, wie alt die Kinder seien bla bla. Und dann nach einer gefühlten Ewigkeit des Smalltalks, kommen die guten Ratschläge. Ich sehe halt auch einfach jung aus und wenn ich dann mit einem Kind gesehen wurde, ca. 4-6 Jahre, meinten die Damen sie müssten mir jungen Mutter gut gemeinte Ratschläge erteilen. Nach dem ich den meisten zu verstehen gegeben habe, dass ich schon seit über einem Jahrzehnt mit Kindern arbeite und es Gründe hat, warum das jetzt so ist und nicht anders, gingen sie kleinlaut davon.

Auch im Netz sehe ich immer wieder scharfe Kommentare, Verurteilungen, Anschuldigungen und schlimmeres unter Müttern. Woher kommt all der Hass? Woher nehmen sich diese Frauen das Recht heraus anderen Müttern zu sagen wie sie ihre Kinder zu erziehen hätten, was richtig und was falsch ist? Ok, bei Gewalt gegen Kinder springe auch ich dazwischen. Auf der einen Seite, möchte jede Mutter, dass jeder sich um seinen eigenen Kram schert, da die meisten mit sich und den Kindern genug zu tun haben. Auf der anderen Seite zerreissen sie sich das Maul über andere, als würde ihr Leben davon abhängen. Und ja, das Wort Maul gehört hier wirklich hin, falls sich manche von euch fragen.

In den guten alten USA geht es schliesslich soweit, dass Mütter die auf dem natürlichen Weg gebären, Mütter mit Kaiserschnitt beschimpfen, dass die Fetzen fliegen. Man sei nur eine echte Mutter, wenn man auf dem natürlichen Wege gebäre. Hmm, da bleibt selbst mir die Spucke weg. Woher kommt das? Und wer setzt den solchen Frauen diesen Floh ins Ohr? Mir wird das jedenfalls unbegreiflich bleiben, egal wie lange ich darüber sinniere.

Hier in Europa gehen Stillende Muttis auf die Fläschen Mamas los, die Hausfrauen greifen die arbeitenden Mütter an, Buggy Moms gegen Tragetuch Liebhaberinen. Im Ernst jetzt ? Wieso muss man seinen doofen Senf dazu geben, wenn man gar nicht darum gebeten wurde? Nur weil es für die eine Familie funktioniert, bedeutet es noch lange nicht, dass es für die andere genau so gehen würde.Wenn sich dann mal eine Pädagogin einmischt, heisst es dann gleich: „Sie haben keine Kinder, Sie haben keine Ahnung, warten Sie mal bis Sie Kinder haben!“ Werde ich dann eine verurteilende gelangweilte Kuh die nichts besseres zu tun hat als auf andern rumzuhacken um von meinen unzulänglichkeiten abzulenken? Nein, nein und nochmals NEIN! Ihr sprecht doch einem Arzt auch nicht seine Fähigkeit ab eine Situation zu beurteilen, nur weil er selber nie in einer solcher war, oder?

Liebe Mütter, die ihr meint ach so perfekt zu sein und andere gern belehrt, böse guckt, ich weiss wir ihr seid. Als Nanny konnte ich oft hinter die Kulissen blicken und gerade die, die am meisten motzten über andere, gerade die, taten es um von sich selber abzulenken. Also mal lieber 2.mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man auf andere mit dem Finger zeigt. Wäre es nicht eine bessere Welt, wenn jeder auf sich und seine Angelegenheiten schauen würde? Man sich gegenseitig unter die Arme greift, statt von hinten erdolcht? Niemand hat das Recht jemand anderen zu verurteilen nur weil es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht! Behandelt doch jeden Menschen so, wie ihr selber behandelt werden möchtet, das kann doch nicht so schwierig sein!?

Wobei, eine Mütterpolizei hab ich entdeckt, die sorgt für andere heisse Ohren, aber seht selbst

Sehr gefallen hat mir auch TOLLABEAS Beitrag

Bis zum nächsten mal

Paula

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Knigge Kurse für Kinder?

Vor ein paar Monaten las ich einen Bericht in der Zeitung, der mich echt sauer machteDa forderten also Leser und Eltern wirklich das Fach „Benehmen“ in der Schule. Das Fach  also, dass ausbügeln sollte in ein paar Schulstunden was Eltern systematisch verpasst haben. Im Ernst jetzt ? Ich meine nicht, dass es nicht nötig wäre wenn ich mich so umsehe. Aber die Schule? Wieder eine Institution und nicht die Eltern? Ich bin immer noch entsetzt.

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