„Richtige Frauen haben Kurven!“

„Richtige Männer spielen nicht mit Knochen!“ „Ess mal was, du siehst aus wie ein Kind aus der dritten Welt!“ „Sicherlich hast du eine Essstörung, so wie du aussiehst!“ „So flach wie du bist, machst du Holland Konkurrenz!“ „Hungerhaken!“ „Strich in der Landschaft!“ „Du hast ja nicht mal einen Hintern!“ „Man traut sich dich gar nicht anzufassen, aus lauter Angst, dass du auseinander brichst!“

Ihr glaubt, Body shaming funktioniert nur bei Dicken? Tja, das stimmt leider so nicht. Vor ungefähr 15 Jahren war das mein täglich Brot. Kein Tag verging, an dem man mich nicht aufzog. Irgendwer hatte immer an meiner Figur zu meckern. Ja, ich war dünn mit 45-50 kg auf 1.60m. Ich war jung, ich ass normal, wie das halt eben so ist. Und 50 kg auf 1.60m ist auch keine Magersucht. Wir würden auch niemanden mit 80 kg auf 1.90m hänseln, oder?

„„Richtige Frauen haben Kurven!““ weiterlesen

Best off Kommentare 2.0 – Für immer ewig und treu?! Selten so gut gelacht!

Heute geht es nahtlos weiter mit dem Best off 2.0. Anfangen möchte ich mit einer Dame, die es mir übel nahm, dass ich mich wehrte gegen die Anfeindungen:

Paula Du sagst: „Jemand der mit sich im reinen ist, hat es nicht nötig andere zu beleidigen. Wird Dir jeder Psychologe bestätigen.“ Nichts für ungut, aber Deine Kommentare hier erwecken den Eindruck, dass es ein Appell an Dich selbst ist.  Kann teilweise nachvollziehen, was Du im Artikel meinst. Aber dass Du andere Beziehungsmodelle so belächelst und verurteilst, ist schon seltsam. Ist doch schön, wenn du glücklich bist, aber ist das ein Grund mit dem Finger derart auf andere zu zeigen?

Paula Deme Man darf sich also nicht verteidigen? Interessant. Warum nicht? Es passt dir nicht? Weiter scrollen. 

„Du bist echt lustig“

„Best off Kommentare 2.0 – Für immer ewig und treu?! Selten so gut gelacht!“ weiterlesen

Was Frauen wollen…

Träumt jede Frau von einer Ehe? Und wartet jede von uns auf den Prinz auf dem weissen Schimmel? Was ist den Frauen wichtig, was geht gar nicht?

Nach dem ich ja bereits die Männer befragt hatte, waren das mal die Frauen dran. Und das Unterfangen gestaltete sich schwieriger als erwartet. Denn die  Frauen liessen auf sich warten und von fünfzig Frauen antworteten auf die Frage erst mal nur fünf. Nach einer Woche fragte ich erneut nach, ob sie denn nicht mitmachen wollten oder ob sie einfach keine Antwort parat hatten, was beides total in Ordnung ist. Da kam dann von einigen eine (sehr lange) Antwort, von anderen, sie würden sich darum im Laufe der Woche kümmern (was nie geschah), gar von anderen wurde ich dumm angesprochen was das überhaupt soll.

Wiederrum andere wollten sich nicht äussern. Kein Problem, danke für die Rückmeldung. Doch wenn man sich von einer Frage so angegriffen fühlt, dass man rumpöbeln muss, also ehrlich. Muss das sein? Stutenbissigkeit at its best! Guter Tip: Es gibt auf Facebook einen Button: Unfriend…Denn wenn du mich nicht magst und du trotzdem alles im Auge behältst was ich tue…Ja, dann bist du wohl doch ein Fan 😉

Nichts für ungut, aber bin keine Freundin des Rumzickens, weder bin ich dein Blitzableiter.

Grossen Dank, allen die sich die Zeit genommen haben ❤️

Also, was wollen Frauen? Wie sollte er sein? Der „Eine“? Nur fünfzehn von fünfzig befragten Frauen liessen sich zu einer Antwort bewegen, die dafür sehr ausführlich waren.

Alle waren sich einig

Treu (man unterschied zwischen körperlich und emotional), Loyal, Humorvoll und Ehrlich sollte er sein. Wissen was er will und keine Spielchen spielen. Offen kommunizieren können, Konflikten nicht aus dem Weg gehen und sich seiner Bedürfnisse bewusst sein. Selbstbewusst stand auch ganz weit oben auf der Liste, aber kein Macho. Er sollte mit beiden Beinen im Leben stehen und Selbstständig sein. Keine Frau wollte einen kleinen Jungen den sie umsorgen muss. Er sollte ihr die Stirn bieten können und kein Ja Sager sein. Auch Männer die kochen können stehen hoch im Kurs und die ihr eigenes Leben führen ohne sich ständig auf die Frau beziehen zu müssen.

Was teilweise gar nicht ging waren Gamer, Unzuverlässigkeit, Lügen, Klammern und  extreme Eifersucht oder gar Gewalt. Männer die nicht wussten was sie wollten waren auch nicht sonderlich beliebt.

Ein paar Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten:

„Er sollte spontan sein, kein Stubenhocker das wäre schrecklich. Eigene Hobbys haben und Interessen. Wie z B. Sport (Yoga find ich gut auch für Männer.) Und Videospiele finde ich überhaupt nicht gut. Für mich ein Abturner. Lustig sollte er sein und vor allem ehrlich, offen und sozial. Ich möchte über alles reden können. Und er sollte einfach ein Mann sein egal wie gross breit oder männlich er aussieht. In dem er auch mal Sachen selber macht. Und nicht gleich verzweifelt ist. Klar finde ich ein Gentleman auch nicht schlecht, solange es nicht übertrieben ist. Und Schleimscheisser geht auch überhaupt nicht oder viel zu lieb und übertrieben führsorglich. Lieber was wirklich ehrlich gemeint ist. Und ja spirituell finde ich auch sehr schön. Und vor allem jemand der sich bewusst gesund ernährt aber auch gutes Essen mag und das natürlich geniesst und nicht durchgehend scheisse zu sich nimmt.“

„Ich erwarte Humor, das ist mir ganz wichtig, das Gefühl muss stimmen, ich muss mich in seiner Nähe wohlfühlen und geborgen.“

„Ja ich bin eine Geniesserin ich weiss inzwischen was ich will und mag. Mit bisexuellen Männer eine feste Beziehung… sehr schwierig !! Der Gedanke, dass ich ihm zu wenig bin ist eckiger als wen er mich mit einer Frau betrügen würde. Evtl. muss ich da auch rauswachsen Lol! Ja der Sex muss unbedingt stimmen. Aussehen & so spielt ja dann keine Rolle wenn ich verliebt bin! Gemeinsame Interessen bringen aber auch nicht viel, wenn der Sex Scheisse ist. Der Mann mit den Ich Kinder haben will muss sein Kind lieben. Und sich Zeit für ihn nehmen. Wir sollten sehr wichtig für ihn sein sonst lass Ichs lieber. Und ich will Hausfrau dann sein dürfen, die für ihr Kind da ist, sonst lasse ich es lieber ganz.“

„Ein Mann sollte mir vertrauen und mir zeigen, dass ich ihm vertrauen kann. In jeglicher Hinsicht. Er muss nicht alles gut heissen was ich gemacht habe, aber akzeptieren, dass auch ich eine Vergangenheit habe. Ein Mann muss für mich da sein, auch akzeptieren wenn ich vielleicht einmal keine Lust auf Sex habe, zu kochen oder aufzuräumen. Er darf das sehr gerne übernehmen. Er sollte nicht von mir verlangen das ich nur zuhause sitze koche, putze auf die Kinder aufpasse usw. weil ich bin selbstständig und will trotzdem unabhängig sein. Da es nie eine Garantie gibt für ewiges zusammen sein. Zuhören und kommunizieren können, wenn Probleme vorhanden sind.“

 

Und, was wünscht sich die Autorin denn so?

Jeder der mich näher kennt, weiss ich bin schon eine recht lange Zeit, ohne das, was die Gesellschaft eine „feste Beziehung“ nennt. Wie sollte er (oder sie) sein, damit ich mein Singleleben beende? Ehrlich, Leute, seid einfach ehrlich. Nichts macht mich rasender als belogen und nicht respektiert zu werden. Und glaubt mir, rasend wollt ihr mich nicht erleben, wirklich nicht, vertraut mir.

Ausserdem sollte er wissen was er will und sich nicht verstellen. Verschwendet nicht meine und eure Zeit in dem ihr vorgebt jemand anderes zu sein. Sicher finde ich es toll, wenn du dich auch für Kultur und Physik interessierst, nur um nach Monaten festzustellen, dass es für euch eine Qual ist,  zerstört das Vertrauen ungemein. Man muss sich ja nicht immer zu 100% für das gleiche interessieren. Gemeinsame Interessen finde ich aber trotzdem immer noch wichtig und toll.

Ganz wichtig

Ist mir, dass die Person mich nicht ändern will, so wie ich die Person nicht ändern werde. Offen muss er sein, humorvoll und Selbstbewusst. Nichts ist schlimmer als ein unsicherer Mensch der überall Bestätigung suchen muss. Sorry, erinnert mich zu sehr an das Verhalten eines verlorenen 14 jährigen Kindes. Eine klare Kommunikation. Sagt was ihr denkt, was eure Wünsche sind auch wenn es manchmal verletzend ist. Denn nur ein guter Freund und Partner sagt dir auch mal unschöne Sachen ins Gesicht. That is what friendship and trust is all about, oder?

Das Leben ist nicht immer nur „Glitzer, Musik, Blümchen und Einhörner…“Die Person sollte auch an Regentagen an meiner Seite stehen und es auch mal ertragen können, wenn ich mal einen nicht so guten Tag habe. Auch der stärkste Mensch braucht mal eine Schulter zum anlehnen. Respekt ist mir sehr wichtig und zuhören muss er können. Ich möchte ernstgenommen werden. Denn nur weil er etwas nicht verstehen und nachvollziehen kann, bedeutet es nicht, dass es nicht existiert. Der Partner sollte auch akzeptieren, dass ich keine Kinder möchte. Es bringt nichts mich mit Fragen zu durchlöchern, mich versuchen zu überzeugen oder gleich am dritten Date das zu thematisieren (alles schon passiert) noch bringt dieser eine Satz etwas: „Warte, bis du den richtigen triffst..“ Been there, done that. Heiraten wollte ich ihn trotzdem nicht und löste die Verlobung, als auch die Beziehung auf. Momentan habe ich insgesamt 3 Heiratsanträge abgelehnt. Sorry ihr lieben, aber ich glaube einfach nicht an das Konstrukt Ehe und an das Versprechen:“Bis das der Tod euch scheidet…“ denn wenn man so die Statistiken ansieht, spricht das für sich.

Er sollte auf eigenen Beinen stehen, beruflich sowie privat. Abhängigkeiten stossen mich eher ab und dazu zähle ich alles was man täglich braucht um über den Tag zu kommen. Neugierig muss er sein, Freude am Leben haben aber auch mal ein paar Tage die Beine still halten können. Geniesser sind mir am liebsten, denn ich liebe Essen und alle anderen sinnlichen Aktivitäten. Die gewisse Anziehung muss einfach da sein, und es wäre toll, wenn wir das gleiche Nähe-Distanz Verständnis hätten. Ausserdem wäre es wichtig, dass er versteht, ich brauche keine bessere Hälfte, ich bin bereits Ganz. Und wenn jemand einen Platz in meinem Leben haben möchte, muss er mein Leben positiv bereichern, denn unter uns: Ich bin gern Single…Ja, das solls geben.

Wie ihr seht, wünschen sich Frauen und Männer im Grunde das gleiche. Auch die Monogamie und das 08/15 Leben wurde in Frage gestellt. Also von wegen; Alle Frauen wollen Kinder und ewige Treue…Und bei keiner Frau habe ich rausgelesen, dass sie sich einen coolen Typen mit fettem Gehaltscheck, top Managerjob und super Auto wünscht. Sorry liebe Männer, aber ihr meint ja immer uns damit imponieren zu müssen. Oder ich kenne nur coole Frauen, die wissen worauf es wirklich ankommt, wie man es nimmt.

Doch warum gestaltet sich das zusammen kommen manchmal so schwierig? Und wie macht man am besten den ersten Schritt ohne gleich mit der Türe ins Haus zu fallen? Und darf man in Zürich überhaupt flirten, bei der vorherrschenden Coolness? Dazu werde ich einen „Flirt“ Experten treffen und ihm ein paar Löcher in den Bauch frgen. Nein, kein Pickup Artist, seid beruhigt. Das ganze Interview gibt es bald hier. Der nächste Beitrag wird es in sich haben, seid gespannt. Bis dahin, haltet die Augen auf, vielleicht ist euer Traumpartner bereits näher als ihr glaubt.

 

 

Paula

 

 

Bild. Pixabay, Scott Webb

 

 

Liebe Helikopter-Eltern!

Nur schnell im Vorfeld, eine Begriffserklärung:

Unter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern oder als Fremdwort Helicopter Parents (engl. helicopter parents oder paranoid parents), versteht man populärsprachlich überfürsorgliche Eltern, die sich (wie ein Beobachtungs-Hubschrauber) ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu überwachen und zu behüten. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von (zum Teil zwanghafter oder paranoider) Überbehütung und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten des Kindes oder des Heranwachsenden.

(Quelle; Wikipedia)

Maxi ist drei Jahre alt, ein schüchterner, zurückhaltender und eher ein ruhiger Junge. Im Sandkasten blüht er etwas auf, auch wenn er meist für sich spielt. Das es da ab und an zu kleineren Konflikten kommt, wenn er mit seiner Mama auf dem Spielplatz ist, bleibt unter Kindern nicht aus. Meistens regelt seine Mutter das für ihn, wenn ihm mal wieder die Schaufel weggenommen wird oder ähnliches. Sie möchte ja nur das Beste für ihren Jungen und ihm weiteren Kummer ersparen. Und er ist ja allgemein sehr ängstlich und kann sich so schlecht durchsetzen. Sie meint es ja nur gut.

Wird Maxi so lernen sich durchzusetzen, oder Konflikte zu lösen? Nein. Seine Mutter erledigt das ja bereits für ihn. Auch später im Leben wird Maxi es nicht einfach haben. Da seine Eltern alles immer für ihn regeln, wird er später Probleme haben eigene Entscheidungen zu treffen, Konflikte zu lösen oder gar Verantwortung zu übernehmen. Von seinem Selbstbewusstsein ganz zu schweigen. Was ist schief gelaufen? Bei dem Versuch Maxis Leben so angenehm wie möglich zu gestalten und alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, haben die Eltern den Bogen etwas zu sehr überspannt. Dabei meinten sie es doch nur gut, was ich ihnen durchaus glaube. Den meisten ist es nämlich nicht so ganz bewusst, wie es scheint, was sie ihrem Nachwuchs da antun.

Wie soll man laufen lernen wenn man die ganze Zeit getragen wird bzw. im Buggy sitzt? Ihr werdet euch wundern wie viele Kinder mit 3 Jahren nicht mal richtig springen können geschweige Grobmotorisch in der Lage sind alleine zu laufen ohne bei jedem 5. Schritt zu stolpern oder gar umzufallen. Wie soll ein Kind lernen mit Besteck oder nur gar selbstständig zu essen, wenn es bis ins Kindergartenalter hinein gefüttert wird? In meiner Zeit in der Krippe gab es echt ein Kind, dass konnte mit 3 (!) Jahren nicht mal von einer Banane abbeissen, da die Eltern alles in Mundgerechte Häppchen schnitten und sie abbeissen schlicht und einfach nicht kannte. Eine Banane! Kinder, die mit 2,5. Jahren nicht mal richtig sprechen konnten, da die Kiefermuskulatur nicht trainiert war durch kauen, weil sie zuhause immer noch Brei bekamen. Eltern die ihren fast schon Jugendlichen Nachwuchs immer noch mit dem Auto in die Schule fuhren, obwohl diese nur 15. min Fussweg entfernt war. Dass sie so unter anderem eine Gefahrenquelle darstellten,vor der sie selber immer Angst haben, da sie die Strasse verstopften, für Kinder die tatsächlich noch zu Fuss / mit dem Fahrrad in die Schule kamen sahen sie natürlich nicht. Wie sollen Kinder Phantasie und Kreativität entwickeln, wenn ihnen die Möglichkeit der Langweile verweht wird durch organisieren diverser Bespassungs- und Förderungsaktivitäten rund um die Uhr? Wie soll das Kind, Selbstständigkeit erlernen oder Verantwortung übernehmen, wenn die Eltern alles für das Kind tun, alles regulieren, alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen? Die Liste liesse sich hier unendlich lang fortsetzen.

In Amerika spricht man ja bereits von „Free Range Kids“ (Fürchterliche Bezeichnung wenn man mich fragt, es hört sich für mich ein wenig an wie „Freilaufende Biohühnchen“) wenn Kinder unbeaufsichtigt draussen spielen oder gar alleine in die Schule laufen um es in einigen kurzen Worten zu beschreiben. Oder wie ich es nenne: Sie wachsen normal auf! Es gab sogar einen Fall, da wurden Kinder von Aufsichtsbehörden in Gewahrsam genommen, weil die Nachbarn beobachteten wie die besagten Kinder ohne Eltern in die Schule liefen, in einer für Amerika sicheren Gegend wohlgemerkt.

Diese Gegenbewegung zu den Helikopter-Eltern die sich gerade formiert in den USA nennt sich „Slow Parenting“. Im Gegensatz zu den Helikopter-Eltern geben sie den Kindern den nötigen Freiraum sich zu entwickeln unter anderem ohne ständig beaufsichtigt oder 24/7 bespasst zu werden. Je nach Alter, versteht sich hier von selbst, hoffe ich. So wie früher, erinnert ihr euch an eure Kindheit? Damals in den Sommerferien zum Beispiel, ihr wart vielleicht 7, 8 oder evtl.  10 Jahre alt. Als ihr nach dem Mittagessen aus dem Haus seid und erst am Abend, als es dunkel wurde wieder zuhause wart. Damals musstet ihr euch ja auch selbst beschäftigen und ihr habt aus den einfachsten Sachen, grosses geschaffen. Als die Eltern noch Eltern waren und nicht die Partner der Kinder. Wann genau fing denn diese Überbehütung an? Die Zeiten erscheinen nur gefährlicher durch die Informationsflut die jeden Tag, auf allen Kanälen auf uns hinunter prasselt. Für eine bessere Zukunft? Wohin will man diese Kinder denn mit dem Benehmen treiben? Klar will man den Kindern schlechte Erfahrungen ersparen, aber wie noch mal haben wir gelernt? Durch ausprobieren! Durch Erfahrungen und nicht aus Erzählungen. Oder war das bei irgendwem anders? Let me know!

Wir haben gelernt Konflikte zu lösen, indem WIR sie gelöst haben, nicht unsere Eltern. Wir haben gelernt Verantwortung zu übernehmen, in dem wir Mist gebaut haben und dafür gerade stehen mussten. Wir haben gelernt Entscheidungen zu treffen, in dem WIR sie treffen durften. Wenn es die Falsche war, ja Bingo! Haben wir wieder was gelernt und sind daran gewachsen. Warum verhindern Helikopter-Eltern das Wachstum, die Selbstständigkeit der Kinder? Weil sie das Beste wollen, weil sie nicht los lassen können? Ein Kind als Lebensprojekt? Warum verstehen sie nicht, dass sie, so gut sie es auch meinen, den Kindern eher hinderlich als förderlich sind?

Anbei eine ganz tolle Doku: Generation Weichei

Falls ihr Anregungen habt, ein Thema oder Kritik, zögert nicht mir zu schreiben: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Gern dürft ihr mir hier auch folgen, damit ihr keinen Blog verpasst.Einfach rechts unten Registrieren und via Email erhaltet ihr eine Benachrichtigung wenn der neuste Wurf draussen ist.

Bis nächste Woche,

 

Paula

 

Ps. Dieser Beitrag erscheint auch bei Edition F / Berlin

Was man so nicht sagen darf, aber sagen muss!

Hallo ihr lieben, schön habt ihr den Weg zu meinem Blog gefunden. Ich bin 33 Jahre alt und Pädagogin. Mich erfüllt meine Arbeit, es ist wirklich meine Berufung auch nach 14 Jahren! Wären da nicht ein paar „Störenfriede“ die meinen himmelblauen Himmel mit kleinen Wölckchen trüben. Bzw mehr als das, denn oft habe ich zu hören bekommen: “ Also, das, DAS darf man so nicht sagen!“

Warum eigentlich? Warum darf ich nicht sagen, wenn Eltern ihre Kinder überfordern? Warum darf ich nichts sagen, wenn das Kind wirklich nicht das Mathegenie ist, für den ihn seine Eltern halten? Warum darf ich nicht sagen, dass es nicht ok ist sein Kind zum 3.(!) mal zum Psychologen zu bringen, weil es nicht zufriedenstellend den Intelligenztest bestanden hat, ganze 3. mal in Folge! Warum darf ich Eltern nicht sagen, dass es nicht ok ist, wenn ihre Nanny 6 Tage die Woche 12 Stunden lang arbeitet für einen Hungerlohn? Warum ist es nicht ok zu sagen, dass Kinder nicht in ein 5 Sterne Wellness Hotel gehören? Warum ist es nicht ok, öffentlich mehr Lohn zu fordern? Ja, warum nur?

Ich sag euch warum: Die Wahrheit. Sie ist meist unschön. Sie tut weh. Und das eigene Kind ist es das tollste, klügste, schönste von allen. Wenn ich jedem Elternteil, jedem Arbeitgeber ect. die Wahrheit ins Gesicht sagen würde, hätte ich bald keinen Job mehr. Und ich bin bei weitem nicht die Einzige die so denkt.

Als ich mal erwähnte, in der Öffentlichkeit, z.B. dass ich am Wochenende, in dem besagten 5  Sterne, Wellness Hotel, gern die Ruhe geniesse ohne Kinder, Kindergeschrei, Kindergeplärre usw. sprach man mir meine Eignung für den Beruf ab! Das muss man sich doch mal vorstellen. Anstatt dass Eltern froh sind, haben sie am Montagmorgen eine Top motivierte, geduldige, ausgeruhte Pädagogin auf der Matte, schimpften sie wie die Rohrspatzen, ich solle mir einen anderen Beruf suchen und läuteten die nächste Hexenverbrennung ein. Geht`s noch? Erde an Eltern! Schimpft ihr auch auf den Bauarbeiter der seinen Urlaub nicht neben der nächsten Baustelle bucht? Ihr habt alle eure Kinder gern, egal was sie tun, doch es gibt echt Menschen die haben keine Kinder. DIe haben andere Bedürfnisse als ihr und eure Familien. Nur weil jemand mit Kinder arbeitet, bedeutet das nicht, dass er Tag und Nacht 24/7 von Kindern umgeben sein muss.Auch wenn er oder sie Kinder liebt, sonst würde man den Beruf wohl kaum so lange ausüben 😉 Ihr seht schon da gibt es einiges was nur so durchzogen ist von Ahnungslosigkeit und Ignoranz.

Natürlich sind nicht alle so, da sind wir uns alle einig. Doch in diesem Blog, wird es primär darum gehen, was man nicht sagen darf, aber sagen muss.

Vielleicht eröffnen sich dem ein oder anderen dadurch neue Sichtweisen auf gewisse Situationen. Andere finden bestimmt etwas zum schmunzeln und vorallem zum Kopfschütteln.Dieser Blog soll auch Hilfestellung sein, für alle in schwierigen Situationen mit Eltern, Arbeitgebern, Arbeitskollegen. Gerade die Nanny`s, oftmals junge Frauen wissen wenig über ihre Rechte, erzählt man den meisten ja nur von ihren Pflichten. Hier werdet ihr Antworten finden, die man so nicht sagen darf. Doch ich möchte dass wir uns organisieren, ein Ventil haben, wo man einfach mal seinen Frust los lässt, wo man verstanden wird. Weil auch Eltern mal frustriert sind über ihre kleinen süssen Engelchen. Wenn ihr Anregungen habt, Fragen ect…zögert nicht mir zu schreiben: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Liebe Grüsse

Paula