Ich bin selbst Mutter und stehe voll hinter deiner Aussage.

Warum Kinderkriegen als das Nonplusultra im Leben einer Frau angesehen wird, kann ich nicht verstehen.Weil so romantisch, wie sich das viele vorstellen, ist es ganz und gar nicht.In meinem Freundeskreis gibt es wenige Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden und zum Teil massiv angegangen werden. Insbesondere seitens der Familie nach dem Motto: „Du verwehrst uns Enkelkinder.“Ich finde das richtig schlimm. Oft fällt in dem Zusammenhang der Begriff „Egoismus“ – das finde ich völlig absurd.Die Gesellschaft stellt Forderungen an die Frau und ihren Körper. Das ist mittelalterliches Denken und gehört abgeschafft.

Gut, dass du das Thema ansprichst.

Conni

Das Thema beschäftigt mich privat und im Hinblick auf meinen angestrebten Beruf wirklich sehr und ich kann einige deiner Gedankengänge wirklich teilen. Das Problem an der aktuell vergifteten Diskussionskultur ist, dass die Akteure (ergo Trolle) von vornherein kein Interesse an einem Gespräch haben, sondern nur ihre Meinung kundtun und diese bis aufs Blut verteidigen wollen. Natürlich kommt man da mit Argumenten leider nicht sonderlich weit. Ich persönlich demontiere sie eigentlich ganz gerne und hoffe, dass Leute die bei bestimmten Themen auf der Kippe stehen, eher in meine Richtung rutschen, als sich von „Fakt, weil ist so!“-Aussagen einlullen zu lassen.

Zombiak

 

 

Ein toller Artikel. Ich mag den Schreibstil und die lockere Art des Artikels, dadurch hat es SpaĂź gemacht ihn zu lesen, vielen Dank. “Oder bleiben wir stark und alleine, bis jemand unseren Weg kreuzt, der uns auf Augenhöhe begegnet?“ – Genau richtig! Deshalb bin ich erst in meiner zweiten Ehe so glĂĽcklich! Wenn viele es so gemacht hätten (auch ich!), wĂĽrde es nicht so viele Scheidungen auf der Welt geben und Anwälte wären nicht so reich (SpaĂź!!!)! 😉

 

Liebe GrĂĽĂźe,

 

Claudia

 

 

danke danke danke! du bringst es auf den punkt! nach deinem artikel geht’s mir schon wieder etwas besser. war gerade rasend vor wut, enttäuscht & verletzt, weil mich schon wieder jemand nicht ernst genommen hat, nachdem ich über meine erste vergewaltigung geschrieben habe. nicht mit mir! jetzt werd ich erst recht auspacken!

 

Daphne

 

Hallo Paula,

es war super spannend, deinen Erfahrungsbericht zu lesen. Ich kann sehr gut mit dir nachfühlen, da ich eine ähnliche Geschichte mit meiner Mutter hinter mir habe.

„Du warst ein schlimmes Kind, warte ab bis du Mal Kinder hast, ich wünsche dir, dass deine Kinder werden so wie du!“ – Wirklich erstaunlich, aber das waren fast haargenau die gleichen Worte meiner Mutter. Nur dass sie lieber das Wort „undankbar“ statt „schlimm“ benutzt hat.
Blöderweise ist ihre Logik nicht aufgegangen. Durch die Geburt meines eigenen Kindes hat alles, was in unserer Beziehung geschehen ist, einen noch bittereren Beigeschmack bekommen. Letztlich war der konsequente Kontaktabbruch zu meiner Mutter (inkl. Blockieren von Telefonnummern) nur möglich, nachdem ich selbst Mutter geworden war.

Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr. Meine Verantwortung gilt meiner Tochter. Ich möchte nicht, dass sie die Verhaltensweisen, die meine Mutter an den Tag legt, je als Normalität empfindet. Meine Mutter zeigt keinerlei Einsicht, geschweige denn Fähigkeit zur Selbstreflexion. In ihren Augen war immer ich (oder jmd anderes) der Sündenbock. Das undankbare Kind, das seine Mutter nicht zu schätzen weiß. Ich glaube, das macht für sie die Funkstille zwischen uns erträglicher. Ich habe mir vermutlich sehr viel schwerer damit getan.

Meine Mutter tut mir leid. Mit Hass und mangelnder Selbstliebe durch’s Leben zu schreiten, macht sicherlich nicht glücklich. Dennoch habe ich nicht die Kraft, mich dieser Beziehung länger auszusetzen und auf mein eigenes Glück ihr zuliebe zu verzichten.

Ich wĂĽnsche dir alles Gute und schicke viele GrĂĽĂźe von Kontaktabbrecherin zu Kontaktabbrecherin 😉

 

Frau Lyoner