Über Abtreibungen & der Frage, ob Frauen der Gesellschaft Kinder schulden

Es gibt einfach gewisse Themen, bei denen ich finde, dass Männer einfach mal die Klappe halten sollten. Z.B wenn sie mir und anderen Frauen die Welt mit Brüsten erklären wollen, was ja noch harmlos war. Ich hatte mal darüber geschrieben, oder wie kürzlich, als es darum ging, ob es Frauen zu stehe abzutreiben. Ja, ihr habt richtig gelesen. Man diskutiert im Jahr 2017 immer noch, ob Frauen in Deutschland das Recht haben abzutreiben!

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20. Dezember – Paula über Nanny Anny

Heute zu Gast bei mir in der Sendung- Ich! Ich stelle euch heute meinen zweit Blog Nanny Anny  vor und appelliere an Eltern und Nannys. Was sind Nannys, welche Rechten und Pflichten haben sie? Und welche Rechte und Pflichten haben die Eltern? Wie sieht so ein Vertrag aus? Was tut man, wenn es Probleme mit der Familie gibt? Muss man sich alles gefallen lassen?  Wo holt man sich die nötigen Informationen ein? Und haben die Nannys einen Mindestlohn?

 

Dieses und mehr wird auf dem Blog beantwortet, dazu die neusten Studien geteilt, “gemotzt” über beratungsresistente Eltern und versucht manche Menschen  eine andere Perspektiven aufzuzeigen.

 

Schaut rein, Nanny Anny ist ausserdem u. a. auf Pinterest, Instagram, Facebook zu finden…

 

 

 

Ja ich bin müde. Ja ich habe Augenringe…Ja, ich habe bald Urlaub 😛

 

Die Mütterpolizei

 

Auch ich wurde schon zur Zielscheibe der Mütterpolizei als ich mit Kindern unterwegs war. Meistens fängt es ganz harmlos an, auf dem Spielplatz, am Sandkasten zum Beispiel. Mit einem netten Gespräch, wie alt die Kinder seien bla bla. Und dann nach einer gefühlten Ewigkeit des Smalltalks, kommen die guten Ratschläge. Ich sehe halt auch einfach jung aus und wenn ich dann mit einem Kind gesehen wurde, ca. 4-6 Jahre, meinten die Damen sie müssten mir jungen Mutter gut gemeinte Ratschläge erteilen. Nach dem ich den meisten zu verstehen gegeben habe, dass ich schon seit über einem Jahrzehnt mit Kindern arbeite und es Gründe hat, warum das jetzt so ist und nicht anders, gingen sie kleinlaut davon.

Auch im Netz sehe ich immer wieder scharfe Kommentare, Verurteilungen, Anschuldigungen und schlimmeres unter Müttern. Woher kommt all der Hass? Woher nehmen sich diese Frauen das Recht heraus anderen Müttern zu sagen wie sie ihre Kinder zu erziehen hätten, was richtig und was falsch ist? Ok, bei Gewalt gegen Kinder springe auch ich dazwischen. Auf der einen Seite, möchte jede Mutter, dass jeder sich um seinen eigenen Kram schert, da die meisten mit sich und den Kindern genug zu tun haben. Auf der anderen Seite zerreissen sie sich das Maul über andere, als würde ihr Leben davon abhängen. Und ja, das Wort Maul gehört hier wirklich hin, falls sich manche von euch fragen.

In den guten alten USA geht es schliesslich soweit, dass Mütter die auf dem natürlichen Weg gebären, Mütter mit Kaiserschnitt beschimpfen, dass die Fetzen fliegen. Man sei nur eine echte Mutter, wenn man auf dem natürlichen Wege gebäre. Hmm, da bleibt selbst mir die Spucke weg. Woher kommt das? Und wer setzt den solchen Frauen diesen Floh ins Ohr? Mir wird das jedenfalls unbegreiflich bleiben, egal wie lange ich darüber sinniere.

Hier in Europa gehen Stillende Muttis auf die Fläschen Mamas los, die Hausfrauen greifen die arbeitenden Mütter an, Buggy Moms gegen Tragetuch Liebhaberinen. Im Ernst jetzt ? Wieso muss man seinen doofen Senf dazu geben, wenn man gar nicht darum gebeten wurde? Nur weil es für die eine Familie funktioniert, bedeutet es noch lange nicht, dass es für die andere genau so gehen würde.Wenn sich dann mal eine Pädagogin einmischt, heisst es dann gleich: “Sie haben keine Kinder, Sie haben keine Ahnung, warten Sie mal bis Sie Kinder haben!” Werde ich dann eine verurteilende gelangweilte Kuh die nichts besseres zu tun hat als auf andern rumzuhacken um von meinen unzulänglichkeiten abzulenken? Nein, nein und nochmals NEIN! Ihr sprecht doch einem Arzt auch nicht seine Fähigkeit ab eine Situation zu beurteilen, nur weil er selber nie in einer solcher war, oder?

Liebe Mütter, die ihr meint ach so perfekt zu sein und andere gern belehrt, böse guckt, ich weiss wir ihr seid. Als Nanny konnte ich oft hinter die Kulissen blicken und gerade die, die am meisten motzten über andere, gerade die, taten es um von sich selber abzulenken. Also mal lieber 2.mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man auf andere mit dem Finger zeigt. Wäre es nicht eine bessere Welt, wenn jeder auf sich und seine Angelegenheiten schauen würde? Man sich gegenseitig unter die Arme greift, statt von hinten erdolcht? Niemand hat das Recht jemand anderen zu verurteilen nur weil es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht! Behandelt doch jeden Menschen so, wie ihr selber behandelt werden möchtet, das kann doch nicht so schwierig sein!?

Wobei, eine Mütterpolizei hab ich entdeckt, die sorgt für andere heisse Ohren, aber seht selbst

Sehr gefallen hat mir auch TOLLABEAS Beitrag

Bis zum nächsten mal

Paula

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Kinder nicht erwünscht im Wellnesshotel – Diskriminierung?

“Es geht hier gar nicht um Erziehung sondern um die Anmaßung des Hoteliers, nämlich eine Menschengruppe zu diskriminieren. Mit Kindern ist ein ungestörter und niveauvoller Aufenthalt also nicht möglich, das wird pauschal so in den Raum gestellt. Aber wo kommen wir hin, wenn wir alle so pauschal denken und handeln würden? Bleiben wir beim Hotel: dann lasse ich auch keine Frauen ab Größe 42 mehr rein, weil die für mein Empfinden zu dick sind und meine ästhetische Wahrnehmung stören. Genauso geistig Behinderte. Ich lasse auch keine tätowierten und gepiercten Menschen rein, weil ich das anstößig finde weil ich derartige Verzierungen selber nicht habe. Alte kommen auch nicht rein, die könnten sabbern und stinken und inkontinent sein. Intellektuelle lasse ich auch nicht rein, die diskutieren und argumentieren und das stört. Menschen mit anderem Glauben oder sexueller Orientierung…um Gottes Willen, bloß nicht…Da werden meine ethischen Grundsätze womöglich in Frage gestellt.”

“Es geht hier nicht Äußerlichkeiten, sondern um Kinder die, wie Kinder es nun mal tun, toben, schreien, springen, spielen usw. Und da dies kein Robinson Club mit angeschlossener Hüpfburg sondern ein Wellness-Hotel ist, ist es nicht nur konsequent, es wurde von den Gästen sogar gewünscht (laut Umfrage vom Hotel) das in Zukunft keine Kinder unter 16 erlaubt sind. Wenn sich dicke tätowierte Männer oder dünne Rentner dort entspannen wollen, wird sie keiner aufhalten. Und warum nicht? Weil sie nicht toben, schreien, spielen und keine Arschbomben ins Becken machen. Bei Zimmerpreisen um die 300€ erwarte ich in einem Wellness-Hotel Ruhe zu finden. Die Gäste haben mit Sicherheit auch alle mal Kinder aufgezogen. Aber jetzt wollen sie Ruhe und Entspannung, ohne Kinder”

“An alle Eltern mal ganz ehrlich würdet ihr mit euren Kindern in ein Wellnesshotel fahren? Wo Ruhe und Erholung auf dem Programm steht. Erstens ihr könnt nicht entspannen und es droht Ärger mit denjenigen die Ruhe wollen. Was bei dem Preis pro Tag verständlich ist. Es gibt auch Menschen, die tagtäglich mit Kinder arbeiten und mal Abstand brauchen. Die meisten Hotels sind für Familien und viel speziell auf Kinder ausgerichtet. Da Diskriminierung vorzuwerfen finde ich albern.”

Das waren ein paar Kommentare die man so unter dem Bericht lesen kann…
Quelle

Ja, bei dem Verbot scheiden sich die Geister. Es gibt entweder diejenigen die es befürworten (Ich) oder die, die Diskriminierung schreien während andere Müde lächeln über diese sinnlose Diskussion. Wobei ich nicht so genau sehe, wo da die Diskriminierung stattfinden soll. Doch ich mag mich erinnern auf Facebook bei so einem Streitgespräch mitgemischt zu haben. Ich gab offen zu, dass ich eine Pädagogin bin und es sehr schätze, mich am Wochenende vom Kinderlärm erholen zu wollen. Der Shitstorm dem ich mich damit aussetzte krönte echt alles was ich mir bis jetzt von Eltern anhören musste. Nicht nur, dass man mir meine Pädagogische Eignung absprach, nein! Man beleidigte mich persönlich, ja manche hätten mich gern auf dem Scheiterhaufen brennen gesehen. Die wenigsten schienen zu verstehen, wie wertvoll motivierte Pädagogen sind, die erholt und voller Vorfreude Montag bis Freitag ihre Kinder unterrichten, eben weil sie sich am Wochenende oder im Urlaub von diesen erholen konnten. Ob diese Menschen auch zu Bauarbeitern gehen und sie aufs derbste beleidigen, weil sie ihre Freizeit oder ihren Urlaub nicht auf der Baustelle verbringen? Wohl kaum. Aber wir Pädagogen, müssen uns 24/7 mit Kindern umgeben, weil das unser Job ist? Richtig, Falsch! Selbst Eltern befürworten eine Kinderfrei Zone, um sich auch mal entspannen zu können.
Schliesslich gibt es genug Familienhotels, mit passendem Programm für Kinder. Denn unter uns: Was will so ein Kind in einem Wellnesshotel, wo es um Ruhe, Entspannung und Erholung geht? Die Bedürfnisse eines Kindes liegen definitiv wo anders und das wird niemand leugnen können.

Ich möchte nun aber zurückkehren zu dem Begriff Diskriminierung. Warum meinen einige, Kinder werden mit diesem Verbot diskriminiert? Beschweren sich die gleichen Menschen, dass Kinder nicht in Nachtclubs oder Bars dürfen? Nein! Und warum? Weil Kinder dort nichts zu suchen haben. Genauso wenig wie Kinder in ein 4 Sterne Hotel gehören für 360 Euro das Wochenende. Nicht weil man Kinder nicht gern hat, sondern weil weder die Bar, noch der Nachtclub noch das Wellnesshotel für die Kinder geeignet sind! Ich geh ja auch nicht als Erwachsene Person auf den Kinderspielplatz und beschwere mich, dass ich nicht in die Babyschaukel passe. Obwohl? Die Gesichter der Eltern würde ich zu gern sehen, wenn ich mich dann auf den Boden werfe und einen Tobsuchtsanfall habe während ich: “DISKRIMINIERUNG!” schreie…

Lob, Kritik, Anregungen? Gern an: wasmansonichtsagendarf.wordpress.com

Bis nächste Woche

Paula

 

 

Bild: Privat

Knigge Kurse für Kinder?

Vor ein paar Monaten las ich einen Bericht in der Zeitung, der mich echt sauer machteDa forderten also Leser und Eltern wirklich das Fach “Benehmen” in der Schule. Das Fach  also, dass ausbügeln sollte in ein paar Schulstunden was Eltern systematisch verpasst haben. Im Ernst jetzt ? Ich meine nicht, dass es nicht nötig wäre wenn ich mich so umsehe. Aber die Schule? Wieder eine Institution und nicht die Eltern? Ich bin immer noch entsetzt. Wieviele Kinder habe auch ich erlebt, die weder Grüssen noch Bitte und Danke sagen konnten. Aber warum solltes es wieder jemand von aussen richten? Warum werden nicht die Eltern angehalten ihren Kindern Benehmen bei zu bringen bzw es vorzuleben? Was kostet es denn wenn Eltern Bitte und Danke sagen, auch zu ihren Kindern? Was erfordert es am Tisch richtig zu sitzen, das Besteck richtig zu benutzen und den Kids beizubringen das man seine Körpergeräusche kontrolliert oder sich entschuldigt? Nichts.

Stattdessen wird gewartet, bis das erste peinliche Benehmen in der Öffentlichkeit stattfindet, Beschwerden von draussen kommen. Und dann schicken einige die Kinder in diese Kurse. Ja, richtig gelesen. Es gibt nun auch dafür eine Nische mit der Geld gemacht wird. Haben Eltern keine Zeit mehr den Kindern Anstand bei zu bringen? Ich weiss es beim besten Willen nicht. Denn auch Erwachsene heut zu Tage haben Mühe mit den Wörtern Bitte und Danke und immer öfter bekomme ich ein “Hää?” statt einem “Wie bitte?” zu hören. Im Bus wird nicht mehr aufgestanden wenn alte Menschen einsteigen und auch Rücksicht und Einfühlungsvermögen scheinen den Leuten abhanden gekommen zu sein.Man fördert die Kinder wo es nur geht. Sie können mit 4. Jahren 3 Sprachen, Klavier spielen und gehen ins Ballett. Man zeigt ihnen wie sie die Besten sein können, aber nicht wie ein Miteinander aussieht. Und ich verlange nicht, dass kleine Kinder sich schon benehmen können wie Erwachsene, alles hat ein gewisses Alter, verständlich. Doch, dass man im Tram, Bus, Zug, Restaurant nicht schreit, sollte einem 4. jährigen geläufig sein. Ansonsten erwarte ich von den Eltern ihr Kind zu Massregeln, gegebenenfalls das Restaurant ect zu verlassen bis sich das Kind beruhigt hat. Konsequent. Man kann sein Kind nicht immer glücklich machen, bzw glücklich sehen, denn das ist unmöglich ohne das Kind total zu verziehen. Und wer soll das dann richten? Erzieher, Lehrer, Institutioinen? Als wäre der Druck die letzten Jahre nicht schon immens auf diese Personen gestiegen! Früher, wenn das Kind schlecht in einem Fach war, musste es mehr lernen. Heute ist es schlecht in einem Fach und die Eltern drohen dem Lehrer mit dem Anwalt!

Ja, ich bin sauer. Sauer, weil viele Menschen Kinder bekommen und die Verantwortung für diese abgeben wollen. Weil sich viele nicht bewusst sind, dass sie als Eltern Vorbilder sind. Am Tisch, beim Grüssen von anderen Personen, im Umgang mit anderen, im Umgang mit Konflikten, im Umgang mit Liebe, einfach 24/7 im Umgang mit allem! Warum nimmt man nicht die Eltern in die Mangel sowie man das mit den Pädagogen macht?

Ein Knigge Fach ist nötig? Falsch meine lieben! Ein Jahr, der nach der Schule alle Menschen auf Kinder vorbereitet ist nötig! Viele handeln ja so aus dem Bauch heraus, man schaue sich nur die Folgen an.  Das Gegenteil von gut, ist gut gemeint. Ein Fach alleine reingequetscht zwischen Mathematik und Deutsch reicht nicht aus um uns auf das Abenteuer “Kindererziehung” vorzubereiten. Stattdessen versucht man sich an dem Modell “Feuerwehrübung”, versucht das Kind zu retten, nach dem es in den Brunnen gefallen ist.

Warum keine Prävention? Warum nicht vorher aufklären, Weitsicht zeigen, statt den Pädagogen noch mehr aufzuhalsen zum normalen Schulprogramm?

Lasst euch das durch den Kopf gehen. Und zum Schluss gibt es noch eine kleine Umfrage und was zum schmunzeln…

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Gute Zeit und bis nächste Woche

Paula

 

Bild: Pixabay

Kranke Kinder? Gehören nicht in Einrichtungen!

Jeder der Kinder hat oder Kinder betreut, weiss: Kranke Kinder sind mühsam. Aber es gehört nun mal dazu, gerade am Anfang, dass Kinder krank werden müssen. Ansonsten kann das Immunsystem nicht gestärkt werden. Und meistens ist das für uns Erwachsene schlimmer, als für das betroffene Kind. Nun gut sagen einige von euch nun. Aber ich muss doch arbeiten! Klar, das ist auch verständlich. Aber wenn man das kranke Kind in die Kita oder Schule schickt, verlängert es meistens den Krankheitsverlauf, bis sogar ein Antibiotikum von nöten wird. Man kennt es ja selber, dieses Gefühl, sich krank zur Arbeit zu schleppen. Man wünscht sich doch sehnlichst, wenn man ehrlich ist: Möge der Tag bald vorbei sein. Konzentration ist gleich Null, von Produktivität traue ich mich hier gar nicht zu schreiben. Man sitzt seine Zeit mehr oder minder ab und tut das nötigste. Wieviele von uns verschleppten schon eine Erkältung bis hin zur richtig fiesen Bronchitis?

Ein krankes Kind in einer Institution, gerade in einer Krippe, stellt aber auch eine Ansteckungsquelle dar für kleinere Kinder, Spielkameraden und Erzieherinen dar. Als ich in der Krippe noch tätig war, waren kranke Kinder keine Seltenheit. Wie oft musste man an der Türe Verbale Kämpfe mit Müttern und Vätern durchstehen, die völlig unnötig waren? Krankes Kind ist krank. Punkt? Bei einigen stiessen wir auf halb taube Ohren. Einmal, mussten wir die Krippe sogar komplett schliessen für ein paar Tage, weil alle ausfielen, was natürlich auf sehr grosse Empörung stiess. Erzieherinen sind ja magische Fabelwesen die nie krank sind! Besonders bei den Eltern, die ihre Kids zu Hause behielten bis diese vollkommen gesund waren. Aber nun ja, was soll ich sagen? Mit Norovirus lässt es sich nun schlecht arbeiten, einige Eltern mussten deswegen mit ihren Babys sogar in Quarantäne. Diverse Mitarbeiterinen steckten ihre kompletten Familien inc Umfeld an. So breitete sich die Seuche damals ruck zuck aus…Ist natürlich ein krasses Beispiel, ich weiss. Ich möchte nur verdeutlichen wie schnell das alles gehen kann.

Ein Beispiel um die Situation:” Krankes Kind in der Krippe” zu verdeutlichen:

Versetzen wir uns doch mal in die Lage der Erzieherin. Gehen wir davon aus, in der Gruppe sind 12 Kinder. Sie ist zusammen mit der Praktikantin und dem Lehrlings auf der Gruppe. An dem Tag, weil leider keine Seltenheit, ist einer der zwei ihr Unterstellten krank oder in der Schule. Ergo: 2 Erwachsene auf 12 Kinder.Anmerkung: Personen ohne Ausbildung dürfen mit den Kindern nicht alleine gelassen werden wegen der Aufsichtspflicht. Jetzt hat dieses besagte Kind nur schon alleine Fieber. In einigen Institutionen darf keine Medizin verabreicht werden. Man ruft die Mutter, den Vater an, erreicht niemanden. Kind fiebert aber trotzdem munter weiter. So lange es munter ist, kein Problem. Viele Kinder werden aber weinerlich, apathisch und brauchen enorm mehr Zuwendung als auch schon. Das Fieber kann man senken mit Essigwickel. Aber wer soll die machen? Man kann nicht erwarten, dass alle Kinder den ganzen Tag drin bleiben sollen, weil ein Kind krank ist. Schickt man den Praktikanten mit den Kindern alleine raus in den Garten, falls einer vorhanden ist, läuft man Gefahr, wenn etwas passiert, dass einem die Hölle heiss gemacht wird wegen der Aufsichtspflicht. Lässt man den Praktikanten alleine mit dem fiebrigen Kind, nun ja, die Jungs und Mädels im Praktikum sind meist sehr jung und nicht selten mit der SItuation überfordert. Ausserdem, wenn kein Garten vorhanden ist, müsste man die zwei ja auch wieder alleine in der Institution lassen,was verboten ist. Ich hätte auch ein unbehagliches Gefühl bei einer 16-17 jährigen und einem apathischen, fiebrigen Kind. Also wie man es dreht und wendet, es ist eine immense Belastung für die ganze Gruppe. Man male sich nur aus wie es ist wenn 3. Kinder den Norovirus haben. Sie haben Durchfall und Erbrechen, man ist zu zweit, man muss sie ständig wickeln, das Erbrochene weg putzen und die Tagesstrucktur am laufen halten. Plus den ganzen Tag durch alles desinfizieren um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Klingt doch nach extremen Spass, oder? Die ganz schlauen unter den Eltern gaben ihren fiebrigen Kindern morgens ein Zäpfchen, Fieber wurde für genau 5-6 Stunden unterdrückt, damit wir es ja entgegennahmen. Gegen Mittag, sofern man die Eltern erreichte, mussten sie ihren Spross wieder abholen. Anders ist es in der Schule, wo ein Pädagoge mit meist 25 Kindern alleine ist. Das Kind ist unkonzentriert, evtl fängt es an zu stören oder es hängt anteilnahmslos im Stuhle herum und quält sich. Vom Schulunterricht bekommt es meistens nichts mit, weil es ihm schlecht geht. Und somit muss es dann auch abgeholt werden. Nicht umsonst gibt es ja Reglungen und Gesetze diesbezüglich.

Ich sag euch was liebe Eltern! Organisiert euch! Nachbarn, Babysitter, Tagesmutter, Familie, andere Eltern, Freunde. Sprecht mit den Angestellten, sie sind auch gut vernetzt. Bildet Netzwerke für den Notfall. Ihr tut uns und vor allem dem Kind keinen Gefallen, wenn ihr es krank aus dem Haus schiebt während ihr zur Arbeit geht. Liebe Arbeitgeber! Überdenkt noch mal eure Familienpolitik im Unternehmen. Es kann nicht sein, dass man ein krankes Kind jemanden anderen aufs Auge drückt, andere Kinder und Menschen gefährdet nur wegen der Arbeit oder weil man Isoliert ist. Niemand lebt soweit weg von der Zivilisation, dass es keine einzige Möglichkeit gibt für den Notfall.

Einen versöhnlicheren Artikel mit einigen wertvollen Tipps zu dem Thema gibts hier, doch die Aussage bleibt gleich bei “Geborgen wachsen”

Habt ihr Anregungen, Lob, Kritik? Immer her damit: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch Gerne könnt ihr mir hier auch folgen, damit ihr keinen Blog verpasst.

Eine schöne Woche und bis zum nächtsten mal,

Paula

Der Aufklärungskoffer

Bevor ich heute beginne, möchte ich dass ihr euch einen Zeitungsartikel durchlest, da ich denke, dass nur wenige wissen was es mit dem Aufklärungskoffer auf sich hat. Hier der Artikel

Ich glaube das war der letze Stand um den Koffer, wenn jemand was aktuelleres weiss, bitte melden, damit ich es aktualisieren kann. So, nun haben sich also zwei Fronten gebildet. Wobei ich beim besten Willen nicht verstehen kann warum. Wir haben nicht nur in der Schweiz so viele verschiedene Kulturen, dass es nicht einzig und allein Eltern Sache sei das Kind aufzuklären, Altersgerecht versteht sich. Wobei das mit diesem Koffer NICHT passiert, so wie wir uns das vorstellen bzw einige von uns. Es zeigt dem Kind lediglich seine Geschlechtsteile, benennt sie richtig und gibt dem Kind zu verstehen, dass es einzig ihm alleine gehört und er in jedem Fall Nein! sagen darf, wenn er dort nicht berührt werden möchte, egal von wem. Statistiken zeigen, dass es meist Menschen aus dem nähren Umfeld sind, wenn sexuelle Übergriffe passieren. Warum also dem Kind nicht schon im Vorfeld die Möglichkeit geben zu lernen wie man Nein! sagt und Situationen erkennt die nicht in der Norm liegen?

Sind wir es nicht, die Erwachsenen die diese Plüschgenitalien zu dem machen, was sie in unserem Kopf sind? Für Kinder sind diese Plüschgenitalien, genau. Plüschgenitalien. Der Erwachsene verwandelt es zu etwas Obszönen. Warum darf man das Kind nicht aufklären, bevor übergriffe passieren? Wegen ein paar Besorgter Eltern? Wann würden diese Eltern denn die Kinder aufklären wollen? Wann das Märchen vom Storch auflösen? Mit 12 Jahren, wenn es in der Schule zum Pflichtfach wird? Wenn man sich so die pubertäre Entwicklung der heutigen Jugend ansieht, kann es dann meist schon zu spät sein.

Liebe Eltern die ihr so dagegen seid, die Kinder aufzuklären, wäre es euch lieber, das Kind wird für sein Leben traumatisiert, weil es nicht weiss, dass es Nein sagen darf? Natürlich wird das im Rollenspeil geübt, wie soll das Kind es sonst verinnerlichen? Aber sicher fässt ihn niemand an, deswegen lernt er ja Nein! zu sagen, zusammen in einem sicheren Umfeld, unter Gleichaltrigen. Ich bitte euch, ist euch das Leben eurer Kinder wirklich so egal, dass ihr wirklich pedantisch recht behalten müsst? Diese Initiative ist der reinste Witz! Geht und unterhaltet euch in den Pyschatrien mit Opfern Sexueller Gewalt…was man denen so erzählt hat. Der Onkel, Opa oder wer auch immer dem Kind zu nahe kam. Diese Kinder hielten es für die Normalität. Weil man ihnen das so verkauft hat! Think about it!

Anregungen, Lob, Kritik, Themen? Schreib mir: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Teilen, weiter sagen ect erlaubt und erwünscht

Eure Paula