1.Jahr! Was man so nicht sagen darf 

Kinder, kinder, was ist die Zeit schnell vergangen. Seit einem Jahr habe ich nun den Blog und ich muss euch sagen: Es war eine tolles Jahr und ich bin sehr glücklich über den Verlauf =)
Hier ein paar Zahlen und Fakten:

Über 10.000 Aufrufe bei 5000 Besuchern direkt auf dem Blog – aber natürlich lesen noch viel mehr Menschen meine Artikel. Er erscheint bei Ron Orp Zürich (fast) jede Woche seid November und verzeichnet ca. 700 Leser im Schnitt pro Beitrag. Auch bei Edition F gehen einige Beiträge online. Edition F, mit Sitz in Berlin haben eine Reichweite von 57.015 Menschen auf Facebook (Stand 29.08.2016) und 70.000 Menschen über die Webseite (Stand Jan. 2016) Für die Huffington Post Deutschland schreibe ich seit Februar dieses Jahres min. 1-2 Beiträge monatlich. Wie viele Menschen ich dort erreiche mit meinen Beiträgen weiss ich nicht, doch die Online Zeitung hat alleine in Deutschland 3 Millionen Leser / monatlich. Bei dem Schweizer Sender City Channel 1 darf ich auch seit Anfang dieses Jahres dem Blog Gehör verschaffen und auch ein kleines exklusives Interview habe ich dort gegeben.

Wenn man bedenkt, dass ich zu den „Slowbloggern“ gehöre mit nur einem Beitrag pro Woche und der Blog 2. Monate in den „Ferien“ war, kann sich das Ergebnis sehen lassen, oder? 

Danke meinen treuen Lesern, meinen Unterstützern, meinen Hatern und vor allem meinen Freunden, die immer hinter mir gestanden haben. Die verstehen, dass ich manchmal einfach rotierte und mich wochenlang nicht melde oder keine Zeit für sie habe. 

Danke für eure Geduld, den Zuspruch, eure offenen Ohren und euer Verständnis.
Ich bin froh, dass ich euch habe. <3

Ende September habe ich noch eine Überraschung für euch – es bleibt also Spannend!
 
Alles Liebe,
  
Paula 

Das geht an jeden, der unzufrieden jeden Beitrag negativ kommentiert oder bewertet: 

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Bild: Pixabay 
 
 
 

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Dein erster Eindruck kann mich mal!

„Sag mal Paula, zeltest du eigentlich gerne?

„Ja, total!“

„Meinst du das ironisch?“

„Nein, das ist mein ich ernst!“

„Hmm, du siehst gar nicht so aus!“

„Wie sehen denn „Zelter“ aus?“

                                                                          

Das war ein kleines Gespräch von einem der Festivals die ich dieses Jahr besucht habe. Man muss sagen, das Mädel war noch recht jung, doch zog sich die Sache mit dem ersten Eindruck  die letzten Wochen durch mein Leben. Und auch durch die Medien.

Anmerkung: Die „Zelter“ haben wir das Festival über nicht gefunden. Es wurde aber zum Running Gag bei uns im Sternen Camp…

Jeder der mich näher kennt weiss, ich würde am liebsten auf Festivals leben. Frei sein und Barfuss in der Natur, hooray! Nein, ernsthaft, ich liebe Festivals! Teilweise zähle ich die Monate und Tage bis zum nächsten und strahle dann wie ein Honigkuchenpferd Einhorn, dass in Glitzer gebadet hat, wenn es dann so weit ist. Es ist auch toll, mal endlich den ganzen Glitzer im Gesicht und auf der Haut ohne „Fancytime“ aussenstehenden erklären zu müssen. Glitzer hat bei mir nämlich auch unter dem Jahr ein Platz auf meinem Körper! Bedarf aber einiger Erklärungen hier und da mal. Wobei ich nun aber auch sagen muss, dass immer mehr Frauen sich anstecken lassen von meinen Glitzernägeln. Was hervorragend ist. Mehr Glitzer braucht die Welt!

All die Kleidchen können getragen werden inklusive diverser Kopfschmuck und ich kann ohne mich zu entschuldigen so viel Prosecco zum „Frühstück“ haben wie ich möchte 😉 Die Musik,die Menschen, das Zeitlose, die Natur, die Ausgelassenheit..hach, ihr seht schon. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Dieses Jahr habe ich mir sogar von der Kosmetikerin die Wimpern verlängern lassen, um mir lästiges hantieren mit der Mascara zu ersparen. Ich bin so begeistert von meinen Klimperwimpern, dass sie nun auch weiterhin meine Augen zieren werden, evtl nur nicht mehr ganz so im „Festivalmodus“

Wenn man mich dann so sieht, fällt man schnell in die Falle mich abzustempeln. Der erste Eindruck und all der gleichen. Und das ist auch ganz normal. Aber ja, sollte man dann nicht erst mal hinter die Erscheinung blicken bevor man sich ein Bild von dem Menschen macht? Der erste Eindruck, ist nämlich nur eine Momentaufnahme. Und nur weil ich ein paar Tage rumlaufe wie eine Glitzerprinzessin, bedeutet es ja nicht, dass ich mich nur auf Kleidchen, Makeup und mein Aussehen fokussiere. Ich mag auch Seifenblasen! Und Bücher und…soo soo vieles mehr!

Szenenwechsel: Olympia 2016

Christoph Harting gewann Gold. Bei der Siegerehrung, kapserte er auf dem Podest rum. An der Pressekonferenz stammelte er vor sich hin. Auch nicht so förderlich war, dass er keine Interviews geben wollte. Was war der Aufschrei der Empörten mal wieder gross. Ich erfuhr davon aus den Medien, da ich von Olympia nichts halte…

*Kopfschütteln

„Das macht man nicht!“ „Man kaspert doch nicht so rum!“ „Respektloses Arschloch!“ „Kein Anstand!“  „Eingebildeter, unsympatischer ..“ und so weiter und so fort.

So so, das macht man also nicht. Man ist nicht aufgeregt , wenn einem die ganze Nation und darüber hinaus zusieht, wie man da auf dem Podest steht. Man darf sich auch nicht zu seher freuen über seinen Sieg, das nennen sie dann Respektlos! Und dann hat man keinen Anstand. Freuen, ausgelassen ist schliesslich was für kleine Kinder. Als Erwachsener braucht man ein Resting Bitch Face…Moment mal…das fanden andere bei der Beckham und der Kirsten dann doch nicht so dolle.

Man(n) ist natürlich auch nicht aufgeregt, wenn die Nationalhymne nur für einen gespielt wird während man da oben steht. Das Adrenalin das da durch den Körper fliesst, kann man einfach abstellen, weil man ja ein Übermensch ist und jedem Anspruch der „Ich motze an allem rum Jammerlappen“ genügen muss. Und auch, dass man keine Interviews gibt kann ich verstehen, der Kerl kann eben noch nicht so gut mit den Medien. Was soll`s, eine Pressekonferenz reicht doch. „Wie erklären sie sich ihren Sieg?“ oder so ähnlich, ist auch eine beschissene Frage, mit Verlaub liebe Presseheinis.

So zum Vergleich von wegen aufgeregt sein & Co.: Wisst ihr noch als ihr verliebt wart, Schmetterlinge im Bauch hattet und eurer Liebsten / eurem Liebsten teilweise mit feuchten Händen, Herzrasen, weichen Knie entgegengetreten seid? Teilweise einen Mist von euch gegeben habt, der euch im nachhinein immer noch peinlich ist?

Das alles, war Adrenalin!

Danke auch für die Blackouts bei Prüfungen und in wichtigen Situationen, Adrenalin alter Kumpel!

(Hurra, wir haben nun einen schuldigen gefunden!)

Und nun stellt euch vor, wenn das ein einziger Mensch auslösen kann in euch…

Was macht es dann mit einem, wenn man das Siegertreppchen besteigt? Die Goldmedaille um den Hals bekommt – und die ganze Welt sieht zu?

Ich frage mich bei all dem Wind der gemacht wurde um seinen Auftritt, was seine sportlichen Leistungen in den Hintergrund rückte, woher nehmen sich solche Leute das Recht raus andere zu beurteilen anhand von ein paar Minuten, die wir ihn alle unter einer extrem Situation erleben durften? Wären die Menschen die ihn verurteilen denn glücklich würde man von ihnen etwas erwarten um sie dann an den Pranger zu stellen, weil sie den Ansprüchen des Mobs nicht genügen? Oder sie gar bewerten, als Menschen, anhand von ein paar Minuten / Stunden die wir sie erlebt haben? Anhand ihres Aussehens? Ihrer Kleidung?  Anhand des peinlichen Ausrutschers letzten Samstag im Ausgang? Ihr merkt hoffentlich auf was ich hinaus möchte… Jeder hatte Momente im Leben auf die er nicht sonderlich stolz ist, oder er überfordert war. „Aber der / die kennt mich doch gar nicht…blablabla…mimimimimi“ höre ich sie schon wimmern, wenn man sie dann behandelt, wie sie andere behandeln.

Lasst uns doch alle dem ersten Eindruck eine zweite Chance geben. Lasst uns hinter die Kulisse schauen, lasst uns weniger verurteilen. Denn der erste Eindruck, ist manchmal ein falscher Eindruck!

Paula

 

Pic by Paula Deme

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Was man so nicht sagen darf – Kleine, freche Häppchen

Hoooray! Ferien! Ja, schon wieder….Und da den meisten von uns eh schon besonders heiss ist, möchte ich euch nicht zuviel zumuten, deswegen serviere ich euch heute kleinere Häppchen als sonst. Los gehts!

Im Restaurant

19:00 Uhr abends, ich betrete alleine ein Restaurant und warte auf den Kellner der mich zu meinem Tisch bringen soll. Freundlich begrüsst er mich: „Guten Abend, Sie hätten gern ein Tisch für zwei?“ „Oh!“ antwortete ich überrascht, „Sie können mein Ego sehen? Dann ist Ihnen auch bestimmt nicht entgangen, dass es sehr gross ist. Wir brauchen mindestens einen Tisch für vier!“ Wortlos drehte er sich um, ich folgte ihm unauffällig zu meinem Tisch.

In der Warteschlange

In der langen Warteschlange am Kiosk mit einem damals neun jährigem Mädchen. Plötzlich drängelt sich eine ältere Frau vor uns: Ich versuchte sie anzusprechen, vergeblich. Das Mädchen fragte mich: „Paula, warum drängelt sich die alte Frau vor?“ Ohne gross zu überlegen antwortete ich ihr in etwas lauterer Stimme: „Weisst Du, wenn man so alt ist, hat man es eilig, wer weiss wie lange sie noch zu Leben hat!“ Die Leute um mich, die das Geschehen beobachtet hatten fingen zusammen mit der Kassiererin an zu schmunzeln, einzig die alte Frau die sich dann erbost umdrehte, schien es nicht so lustig zu finden. „Respekt ist keine Einbahnstrasse Lady!“ rutschte es dann noch schnell über meine Lippen, bevor sie den hochroten Kopf wieder abwendete.

 Am Telefon

Da ich als Nanny meine Aufträge u.a über gewisse Plattformen erhalten hatte, ergab sich mal ein ganz witziges Gespräch. Für mich zumindest. Die Mutter hatte also zwei Kinder und wollte 3 Tage jemanden haben für ihre Kinder, also 60%. Sie wusste von meinen Qualifikationen und als es dann zu der Lohn Frage kam, sagte sie trocken: „Ich zahle 15 CHF die Stunde!“ „Na ja, dann müssen sie sich jemand anderen holen, denn ich verlange 30 CHF bei 60%, tut mir leid. Ich habe eine Ausbildung und über 14 Jahre Erfahrung.“ (damals) Auf einmal wurde die Dame sehr schnippisch am Telefon und keifte mich in bestem Schwitzerdütsch  an:“ Sie sind ja mega fäääschtt aufs Gäld fixiert, händ sie denn Kind nöööd gääääärn?“ „Na ja, ich würde kaum so lange in meinem Beruf arbeiten wenn ich das nicht täte. Aber wissen sie Frau XY, sind Sie mir bitte nicht Böse, aber der Mitarbeiter beim Coop / Migros, die Telefongesellschaft, die Miete und all das, kann ich nun mal nicht von Kinderliebe oder Kinderlachen bezahlen!“ Darauf legte sie auf.

 

Hoffe ich konnte euch ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern 😉

 

Schönes Wochenende

 

Paula

 

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Bild: Pixabay

Wer weiss hier nicht was er will?

Einer der grossen Vorurteile zwischen Mann und Frau ist doch seit eh und je dieser:

Frauen wissen nicht was sie wollen!

Können sich nicht entscheiden, usw. Das mag so für einige gelten, doch heute möchte ich euch erläutern, warum ich eher der Meinung bin: Männer haben teilweise genau so wenig einen Plan was sie wirklich wollen. Das wird nur dezent unter den Teppich gekehrt…

Wo fange ich da am besten nur an?

„Sie sollte auch mal den ersten Schritt machen!“

Gesagt getan, doch viele sind dann so eingeschüchtert, dass man sie glatt mit einem scheuen Reh im Wald verwechseln könnte. Und ausserdem geht ja  der Jagdinstinkt des starken Geschlechts so flöten. Tja, doof, also lieber doch nicht, die Sache mit dem ersten Schritt und der Initiative.

„Frauen sollten Selbstbewusst, selbstständig und offen sein.“

Aber bitte nicht zu Selbstbewusst, das schüchtert auch wieder ein. Der Mann möchte doch lieber der Frau beeindrucken und wo kämen wir denn da hin, wenn sie so selbstständig ist, dass sie den Mann und seine starke Schulter nicht notwendigerweise braucht. Und nicht zu offen sein, das kommt auch nicht so gut an. Sie sollte schon ein wenig weibliche Zurückhaltung üben (das hat mir einer letztens wirklich gesagt!)  Sie soll zwar wissen was sie will, aber es bitte für sich behalten, da es auch wieder sehr einschüchternd wirkt. Die meisten Männer wissen ja selber nicht so recht was sie wollen.

„Im Bett soll sie eine Rakete sein, offen, experimentierfreudig aber am besten noch nicht so viel Erfahrung haben, man möchte ja meist keine Frau die bereits mit mehreren Männern vor ihm Geschlechtsverkehr hatte.“

Da bekommen Männer auch wieder ganz schnell Komplexe und wenn eine Frau ihre Sexualität offen auslebt, denn schliesslich geniesst sie nicht die Narrenfreiheit eines Mannes. Was sollen denn da die Kollegen von einem denken? Ganz schnell hat sie dann, gerade in der Provinz den Namen einer „Schlampe“ weg, während der Mann als Held gefeiert wird. Der Mann verträgt es selten, wenn die Frau ihm genau sagen kann was sie möchte. Oder was man im Bett anders machen könnte. Meist wird das als persönlichen Angriff gewertet und führt dazu, dass der kleiner Prinz erst mal beleidigt ist und nicht zum Spielen raus kommen möchte und er Tagelang einen auf beleidigte Leberwurst macht.

Gerade die Männer, meist voller Komplexe, die nicht bereit sind über Sex offen zu kommunizieren und „auf die Frau eingehen“ irgendwie nicht ganz verstehen können/wollen, springen dann von einem Bett zum nächsten, machen dort total einen auf Egonummer, sind in fünf Minuten fertig und schieben ihr komplettes Versagen es auf den Alkoholkonsum oder weiteres, der meistens dabei eine Rolle spielt. Reife Leistung meine Herren. Nicht! Ihr wollte echte Männer sein? Nope! Echte Männer strengen sich an, arbeiten an sich und brauchen nicht von jedem Rockzipfel bestättigung. Du kannst nicht jeden Tag brillieren, aber du kannst es versuchen!

„Eine Frau sollte keine Klette sein und am besten keine feste Beziehung wollen! Sie sollten sich nicht gleich verlieben, nur weil man ein paar Mal miteinander aus oder im Bett war.“

Will man dann als Frau wirklich keine feste Beziehung, wird man von einigen verständnislos angesehen, auch Sätze wie diese muss man sich dann öfter anhören: „Du wirst doch auch nicht jünger! Jede Frau will doch mal eine Familie…Du findest keinen besseren als mich! Das ist alles Fassade…“ und so weiter und so fort…Auch das allseits beliebte: „Frauen verlieben sich eh immer!“ gilt nicht für alle Frauen. Wie enttäuscht waren einige Männer in der Vergangenheit, als dieses nicht eintraf. Sorry Jungs!

Findet man dann doch einen gemeinsamen Nenner und es kommt zu einer Beziehung, bekommen einige kalte Füsse. „Wie, du willst nach vier Jahren Beziehung zusammenziehen? Das geht mir nun zu schnell…“ Ist auch einer der Klassiker der manche Frauen zur Weissglut treibt.

„Die Frau sollte beruflich auf eigenen Beinen stehen und ihr eigenes Geld verdienen!“

Aber bitte nicht mehr als der Partner, denn dann wird sein Selbstwertgefühl gestört und er sieht sich nicht mehr als Ernährer. Auch erfolgreicher im Job als er darf sie bitte nicht sein.  Ich kenne so einige Männer die ernsthaft beschämt sind, wenn sie von einer Frau zum Dinner, Drinks und Co. Eingeladen werden.

„Sie sollte direkt sagen was sie denkt, meint, man ist schliesslich kein Hellseher!

Sagen Frauen dann klar und direkt was sie meinen und denken, überfordert das auch wieder. Ich musste mir letztes Jahr mal anhören: „Meine Freunde kommen langsam auch mit deiner Art klar!“ Ja, mit welcher Art? Nicht hinten rum zu lästern, so wie in manchen Kreisen und bei pubertierenden Jugendlichen üblich ist? Oder hat er die Art gemeint, die er und seine Leute nicht kannten: Ehrlich sein?  Oder allgemein meine direkte Art die Dinge beim Namen zu nennen auch wenn es nicht so populär ist?  Nun ja, das mit der offenen, direkten Kommunikation kommt eben dann doch nicht so gut an.

„So ein Dreier mit zwei Frauen oder ein Besuch im Swinger Club wäre ja schon mal geil!“

Finden sie dann endlich mal eine Frau die zu dem bereit wäre, fühlen sie sich am Abend kurz vor dem Besuch im Swinger Club plötzlich „nicht so wohl“ oder fasseln irgendwas von „Ich glaube unsere „Beziehung“ ist noch nicht so weit!“ „Dude, du bist noch nicht so weit! Und nun versuchst du dich raus zu reden wie ein Feigling der vorher den Mund zu voll genommen hat!“ Denkt da jede Dame die mal in dieser Situation steckte mit leicht genervtem Augenrollen. Auch bei Dreiern ziehen die meisten buchstäblich den Schwanz ein, denn im wirklichen Leben läuft es meist nicht so wie sie sich das vorher ausgemalt haben. Der grosse Macker für den sie sich hielten verschwand plötzlich mit eintretten der Situation.

„Intelligent sollte sie sein!“

Aber nicht zu intelligent, niemand mag Klugscheisser. Und mit was soll er uns Frauen imponieren, wenn wir gebildet und nicht naiv sind?  Ausserdem sollte sie sich auf einem Gebiet behaupten können, von dem er auch wenigstens ein wenig Ahnung hat. Dennn sonst bekommt der arme Kerl doch wieder Komplexe und läuft euch davon.

Ladys: Wenn ihr einen Mann schnell los werden wollt, erzählt ihm, dass ihr euch sehr für Quantenphysik begeistert, glaubt mir.  😉

„Sie sollte ihr eigenes Leben haben und sich nicht über die Partnerschaft definieren!“

Viele Frauen sind sehr selbstständig, haben ihren Freundeskreis und müssen nicht jeden Tag mit ihrem Partner verbringen. Viele Frauen werden dann aber auch von ihren Freunden regelrecht gestalkt (SMS, Anrufe, WahtsApp), wenn sie mal ohne diese raus gehen. Und ja, viele Frauen sind deswegen sehr genervt.

„Sie sollte mich umsorgen und pflegen wenn ich krank bin!“

Sterbende, oh sry, kranke Männer sind wie sterbende Schwäne, und das fängt schon bei einer harmlosen Erkältung an. Und wenn man sich dann um sie kümmert, dann darf das eine gewisse Grenze nicht überschreiten, sonst erinnert man ihn an seine Mutter und das ist nicht sexy. No, no no! Aber kochen, ja kochen soll sie am liebsten wie seine geliebte Nonna!

„Sexy, sie muss einfach sexy sein!“

„Aber nur für mich zuhause, in den eigenen vier Wänden…“ wird sich so mancher denken. Denn viele ertragen es nicht, wenn auch andere Männer seine sexy Begleiterin begutachten oder sie mit Komplimenten überschütten, wenn er sich weg dreht.

 

Und es könnte ewig so weiter gehen…

Das soll nicht heissen, dass alle Männer so sind.  Ich wollte euch nur mal vor Augen führen, dass es auch sehr, sehr viele Männer gibt, die nicht wissen was sie wollen. Oder wenn sie es dann haben, wollen sie es dann doch nicht haben…

Also seid vorsichtig mit euren Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen!

 

Schönes Wochenende,

 

Paula

 

Was Männer wollen…

Ja, was zum Teufel wollen Männer von uns Frauen? Wie sollte sie sein, die „Eine“ für gewisse Stunden oder mehr? Sexbombe? Gute Hausfrau und Köchin? Folgsam und zurückhaltend? Vor ein paar Wochen las ich in einem Forum: „Ich muss noch 10 kg mindestens abnehmen, wenn ich einen Mann abbekommen will. Schliesslich möchte ich mal Kinder!“

*Räusper…Ja, dann such dir doch einen oberflächlichen Mann, der dich wegen deines Gewichtes mag. Und wenn du schwanger bist und vielleicht aufgehst wie ein Hefeteig, ist es bestimmt nicht weiter tragisch, wenn er mit einer schlankeren liebäugelt!

Also beim besten Willen, was will man solchen Frauen sagen, die ihr Glück vom Gewicht und Aussehen abhängig machen? Und wie gross ist dann die Enttäuschung, wenn das Leben mit weniger auf den Rippen, dann doch nicht so happy wird wie man sich das ausgemalt hat! Oder der besagte Prinz, der einen glücklich machen soll, nicht antrabt.

Ich wollte es genauer wissen und habe in meinem Freundeskreis und auf Facebook eine Umfrage gestartet: Was wollen Männer eigentlich? Was ist ihnen wichtig in einer Beziehung und was ist der absolute Abturner? Fünfzig Männer wurden befragt. Dreissig Männer zwischen 21 und 52 Jahren standen Rede und Antwort, die anderen zwanzig befragten gaben keine Antwort. Einige von den letzteren gaben als Auskunft, sie wüssten es nicht so recht, andere schweigen sich aus bis heute. Also fangen wir an:

Der jüngste verwies mich auf den Platz in der Gesellschaft als Frau,der sei durch die Medien schon ganz in vergessenheit geraten, berief sich auf einen Pickup Artist, der so Frauenfeindlich ist, dass ich mich gefragt habe, was er von uns Frauen denn eigentlich noch will.
Eine Lady sollte wissen wo ihr Platz ist (am besten unter dem Mann und hinter dem Herd), zurückhaltend sein. Aber spontan wenn es nötig ist und lieber süss als Sexy. Sexy sei nur gut für einen ONS.

Aha. Nun ja, jedem das seine würde ich mal sagen, Geschmäcker sind verschieden. Und wir waren alle mal jung, unbeholfen und unsicher beim anderen Geschlecht.

Liebe Männer

Es gibt kein Rezept wie es mit uns Frauen klappt, bleibt einfach ihr selbst, seid nett und zuvorkommend, dann klappt das auch, es ist wirklich nicht so schwer. Bücher braucht es nicht, vor allem nicht solche. Denn nichts schreit mehr: „Ich habe Komplexe und einen kleinen Schniedel!“ als sich so ein Buch ins Regal zu stellen. Sorry!

Alle Männer waren sich einig: Offen, humorvoll und ehrlich sollte sie sein, entspannt, sich nicht verstellen (ganz, ganz wichtig!) Selbstbewusst und kein Kontrollfreak.

Aber das gilt für beide Seiten

„Kontrollettis“ wie ich sie gerne nenne, waren und werden nie beliebt oder begehrt sein. Denn wenn ich vertraue, brauche ich keine Kontrolle und wenn ich mir meiner Attribute bewusst bin, fürchte ich auch nicht den Vergleich. Denn das ist Eifersucht ja irgendwo. Die Angst vor dem Vergleich mit dem anderen, oder? Das Aussehen ist sicher auch wichtig, doch da die Geschmäcker so verschieden und so vielfältig sind, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen, denn man kann auch in Grösse S nichts ausstrahlen und von Selbsthass zerfressen sein. Wohlfühlen muss man sich…und da fängt das Ding mit der Selbstliebe an. Denn wer sich nicht wirklich kennt und sich nicht annehmen kann wie er ist, kann auch nicht von anderen verlangen das sie es tun. Leuchtet ein, oder?

Gemeinsame Interessen standen auch ganz oben auf der Liste. Und auch die Wissenschaft ist sich dort einig: Gleich und gleich gesellt sich gern.

Natürlich ziehen sich Gegensätze auch an, doch auf Dauer, wenn die Rosarote Brille weg ist (passiert im Schnitt nach 4 Jahren) nerven uns die kleinen Unterschiede.

Alle Männer waren sich auch in diesen Punkten einig

Loyal und zuverlässig sollte sie sein, und nicht beim kleinsten Problem das Handtuch werfen. Ihm gewisse Freiheiten lassen, Unabhängigkeit wurde auch gross geschrieben, sowie eigene Ziele. Intelligent sollte die Frau auch sein, man sollte sich mit ihr unterhalten können, nicht nur über die neusten Beauty und Fashion Trends in der Cosmopolitan. Worum wir wieder bei den gemeinsamen Interessen wären…

Sex, ja, da waren sich auch alle einig. Gut muss er sein. Doch was macht guten Sex aus? Ist wohl für jeden was anders. Wenn sich die Frau gehen lassen kann z.B. Aber das ist ein zu grosses Thema um es heute und hier zu erläutern. Um weibliche Sexualität wird es im nächsten Beitrag gehen 😉

Ein paar Antworten der Männer werde ich euch nicht vorenthalten:

„Ich wünsche mir eine Frau die das neugierige und furchtlose Mädchen in sich akzeptiert und zulässt. Eine Frau die ihre Stärke nicht durch eine harte Schale und taffes auftreten demonstriert, sondern durch ihren Charme und Witz. Eine Frau die zu ihrer Weiblichkeit steht und sie auf natürliche Weise auslebt. Eine abenteuerliche Träumerin die sich von der Magie einer schwebenden Seifenblase begeistern lässt.“

„Ich geh jetzt also mal von mir aus: Ich hab weder Präferenzen der Haarfarbe, noch der Hautfarbe. Und klaro: Körperlich muss sie mir gefallen. Aber ob grosse Brüste oder kleinere, ist nebensächlich. Figur und die körperliche Ausstrahlung (the way she walks…und so) müssen stimmen. Aber eben: kommt vieles in Frage. Wichtig: Augen und Gesicht müssen anziehend, faszinierend sein. Rein äusserlich also entscheidet sich zuerst einmal, ob sie Zielperson ist, oder nicht.  Für mich ganz klar wichtig: Humor. Witz. Schalk. Schlagfertigkeit. Sprachwitz. Grösstmögliche (aber nicht absolute!) Überschneidung mit den eigenen elementaren Interessen: Musik, Kultur allg. (Filme, Ausstellungen, Literatur), Essen, Feriengestaltung, Wohnvorstellungen, und ja, wo möglich, gleiche sexuelle Bedürfnisse.

Für mich aber auch ganz enorm wichtig: Unabhängigkeit in jeder Faser: Im Emotionellen, Sexuellen und auch eigener Erfüllung (Beruflichem, Projekte). Je abhängiger desto schwieriger. Will heissen ans Gegenüber Anlehnen ja, zwischendurch, aber nicht nur und immer. Und: Je mehr auf mich fokussiert, je abturnender und blockierender Anforderungen und zur Frage; wie muss die perfekte Kandidatin sein, Hat also alles immer auch mit der eigenen Geschichte zu tun, logisch. Mit den Prägungen und Kerbungen des bisherigen Lebens. Und kann ändern, mit dem eigenen Wachsen, Entfaltung der Persönlichkeit – und somit Eigenwahrnehmung, die ja auch ein Prozess ist. Aber eben, generell finde ich schon: Männer machen sich grundsätzlich weniger (Beziehungs-)Gedanken als Frauen. Weil sie sich auch weniger selbstreflektieren.“

„Sie sollte für das häusliche bereit sein, ihm seine Freiheiten lassen im Bezug Sport, Game, Freunde aber wiederum an ihm hängen, ihm zuhören/ dann sollte sie offen sein für alles im Bett.“

„Gute Frage. Sie sollte sich wohl in ihrem Körper fühlen, intelligent und gesund sein, sozial integriert, sie sollte Ziele haben und eigene Hobbies haben. Dinge wie Offenheit und Ehrlichkeit gehören natürlich auch dazu. Und sagen wir’s so: Bestimmt emotionale Treue (über die körperliche Treue kann man sich streiten.)“

„Das wichtigste ist, das sie so tut als ob es sie interessiert auch wenn es nicht so ist.“

Von keinem einzigen Mann kam irgendwo das Thema Gewicht zu Sprechen. Sicher, 30 Männer sind nicht die Welt und es gibt wohl einige denen das extrem Wichtig ist. Doch gibt es eben auch Männer da draussen, die gerne Kurven haben…und Frauen nicht auf das Aussehen reduzieren.

Klar, entscheidet das Äussere ob wir jemanden kennenlernen möchten, vor allem die Chemie und die Ausstrahlung der Person. Das Gesamtpaket, nicht alleine die Zahl auf der Waage.

Fazit: Es würde einigen Frauen gut zu Gesicht stehen an ihrer inneren Einstellung und ihrem Charakter zu arbeiten statt nur an der äusseren Erscheinung.

Danke allen Beteiligten für ihre Zeit und das Mitmachen <3