Kinder? Nein Danke. Der argumentative Kampf aus Sicht eines Mannes.

GASTBEITRAG

Wenn es um die Frage “Kinder – Ja oder Nein” geht liest man überwiegend nur von Frauen und Ihrem gegenseitigen Kampf. Und das ist auch okay so, schließlich sind es Frauen, welche dieses Thema am meisten betrifft – Physisch und Psychisch.

Doch auch als Mann mit Anfang 30 geht mir diese Diskussion, mit welcher auch ich ständig konfrontiert werde, ziemlich auf die Nerven.

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Kinder? Nein, danke.

Mit 13 Jahren: „Ich will keine Kinder“ – „Du bist noch zu jung um das zu wissen!“

Mit 19 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Bist du sicher mit dem Abbruch?“

Mit 25 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ – „Auch deine Uhr wird laut ticken!“

Mit 30 Jahren: „Ich will keine Kinder!“- „Warte nur bis der Richtige kommt!“

Mit 32 Jahren: „Ich will immer noch keine Kinder!“ – „Ich dachte genauso wie du, und dann wurde ich schwanger und es war DAS BESTE EVER in meinem Leben O.M.G, DIE ERFÜLLUNG!!!1!!“

Mit 35 Jahren: „Ich will keine Kinder!“ -„FRAUEN SIND DAZU DA UM KINDER ZU GEBÄREN, DU EGOISTISCHE HEDONISTISCHE HOE, WIR MISSBILLIGEN WIE DU LEBST, WIR SCHLIESSEN DICH VON DER RENTENKASSE AUS, WER DENKST DU WIRD DICH PFLEGEN, WER DEIN RENTE ZAHLEN, WÄHREND DU DIR EIN SCHÖNES LEBEN MACHST, DU SCHMAROTZERIN!

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Die Saga vom Sündenbock

GASTBEITRAG

Als der junge Wassermann noch klein war, liebte er Märchen, Sagen und Legenden. Tag für Tag erzählte ihm die Flussfrau vom Rumpelstilzchen, vom Piraten von Störtebeker oder von Till Eulenspiegel. Und kaum war eine Geschichte zu Ende, wollte er die nächste hören, stundenlang, mit grossen Augen und mucksmäuschenstill, bis er schliesslich einschlief.

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Neophobie & Neophilie

Wann hattet ihr das letzte mal Angst? Und wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr euch verkrochen, wie man sich früher unter der Bettdecke versteckte, vor den vermeintlichen Monstern unter dem Bett? Seid ihr eher der vermeidende Typ, der dann die Flucht antritt? Werdet ihr aggressiv und geht in ein Angriffsverhalten über?  Habt ihr eure Angst mal genauer angesehen, um herauszufinden, woher sie überhaupt kommt? Angst wird geschürt, gelernt, anerzogen.

Haben Männer und Frauen gleichermassen Angst? Dürfen beide diese Angst gleichermassen zeigen, oder ihre Furchtlosigkeit? Wie wird Furchtlosigkeit von der Gesellschaft gewertet? Frauen sorgen sich doch so viel, haben Angst vor Neuem, brauchen Beständigkeit und Sicherheit und trauen sich weniger zu als Männer, nicht? Während Männer automatisch furchtlose Helden sind, muss mit mutigen, furchtlosen Frauen ja grundsätzlich etwas nicht stimmen.

Denn letzteres darf nicht sein. Frauen, die sich mutig verhalten, offen und Abenteuerlustig, sind ein Mythos. Werden wir doch dazu erzogen, auch heutzutage, leise, still und gefügig zu sein.

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Der verlorene Bruder – Ein offener Abschiedsbrief

Als ich dich fragte ob wir Zeit miteinander verbringen wollen, dachte ich nicht, dass du mich so hassen würdest. Auch wenn du geschrieben hast, dass stimme nicht, aber Menschen die andere Menschen lieben, oder nur mögen, wünschen einem nicht den Tod, oder wollen dem anderen „den Schädel einreissen“. Menschen die sich freundschaftlich gesinnt sind, unterstellen einem nicht, sie würden ihr ganzes Leben erfinden, sondern freuen sich für den anderen.

Es begann doch so gut, wir hatten schöne Tage. Klar auch mal Meinungsverschiedenheiten, doch das gehört dazu. Ich wollte mich evtl. mit jemanden treffen, du wolltest nicht mit. Ist auch ok, aber ich wollte die Gründe wissen. Mein erster Fehler bestand darin, da nachzufragen. Du warst von 0 auf 100 in ein paar Sekunden. Hast angefangen mich anzuschreien. Es eskalierte. Du nanntest meine Fragen „Provokation“.

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Lebenszeichen

Für alle die sich gewundert haben, was ich in  letzter Zeit so getrieben habe und warum es hier so still ist: Das Leben hat mich voll im Griff! Ja, es geht rasant voran und ich liebe es!

Frankfurt

Ich war in der Zwischenzeit in Frankfurt auf einem Workshop von Marina Abramović und werde auch ein Teil ihres Buches darüber sein. Das Interview und mein chices Portrait werde ich euch nicht vorenthalten. Ich weiss aber noch nicht genau, wann das Buch im Handel erhältlich sein wird. Für mich wurde ein riesiger Traum damit wahr, ihr und ihren Methoden zu begegnen, bzw  und nun ein Teil ihres Projektes zu sein, es ist einfach verrückt.

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Sprachlos

Eine Politik, die es Ärzten verbietet über Schwangerschaftsabbrüchen zu informieren. Die gleiche Politik, die Frauen kriminalisiert, wenn sie über ihren Körper entscheiden wollen. Eine Gesellschaft, die Frauen immer noch als hübsches Anhängsel des Mannes sieht. Männer, mit einer immensen Anspruchshaltung an Frauen. Ein System, dass Eltern diskriminiert, speziell Alleinerziehende. Eine Familienpolitik, auch in der Schweiz, die unzureichend ist.  Feministin oder Pussy als Schimpfwort.

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„Richtige Frauen haben Kurven!“

„Richtige Männer spielen nicht mit Knochen!“ „Ess mal was, du siehst aus wie ein Kind aus der dritten Welt!“ „Sicherlich hast du eine Essstörung, so wie du aussiehst!“ „So flach wie du bist, machst du Holland Konkurrenz!“ „Hungerhaken!“ „Strich in der Landschaft!“ „Du hast ja nicht mal einen Hintern!“ „Man traut sich dich gar nicht anzufassen, aus lauter Angst, dass du auseinander brichst!“

Ihr glaubt, Body shaming funktioniert nur bei Dicken? Tja, das stimmt leider so nicht. Vor ungefähr 15 Jahren war das mein täglich Brot. Kein Tag verging, an dem man mich nicht aufzog. Irgendwer hatte immer an meiner Figur zu meckern. Ja, ich war dünn mit 45-50 kg auf 1.60m. Ich war jung, ich ass normal, wie das halt eben so ist. Und 50 kg auf 1.60m ist auch keine Magersucht. Wir würden auch niemanden mit 80 kg auf 1.90m hänseln, oder?

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Gewalt gegen Frauen ist Alltag

Fünfzehn Jahre lang hat sich meine Mutter von meinem Vater verprügeln lassen. Fünfzehn Jahre für uns Kinder, ausgehalten, wie sie immer betont hat. „Damit die Kinder einen Vater haben!“ Das mein Erzeuger, aber nie wirklich ein Vater war, hat sie aber übersehen. Nun gut, heute weiss ich, dass er krank war, aber wie ihr geht es anderen Frauen, deren Ehemänner nicht unbedingt alle psychisch krank sind. Obwohl- rasende Eifersucht, Besitz ergreifen wollen, den anderen kontrollieren, auch eine Art krankhaften Wahn darstellen können.

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Die Anspruchshaltung, schraubt sie runter!

Na, kennt ihr auch so Menschen, mit einer Anspruchshaltung, die ihresgleichen sucht? Ja, ich auch, sie begegnen mir leider fast jeden Tag. Und zu dieser Anspruchshaltung gesellt sich dann auch eine gewisse Hilflosigkeit. „Erwachsene die nichts können, sind Kinder die nichts durften“ habe ich mal irgendwo gelesen. Für mich macht das Sinn.

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