Kinder nicht erwünscht im Wellnesshotel – Diskriminierung?

„Es geht hier gar nicht um Erziehung sondern um die Anmaßung des Hoteliers, nämlich eine Menschengruppe zu diskriminieren. Mit Kindern ist ein ungestörter und niveauvoller Aufenthalt also nicht möglich, das wird pauschal so in den Raum gestellt. Aber wo kommen wir hin, wenn wir alle so pauschal denken und handeln würden? Bleiben wir beim Hotel: dann lasse ich auch keine Frauen ab Größe 42 mehr rein, weil die für mein empfinden zu dick sind und meine ästhetische Wahrnehmung stören. Genauso geistig Behinderte. Ich lasse auch keine tätowierten und gepiercten Menschen rein, weil ich das anstößig finde weil ich derartige Verzierungen selber nicht habe. Alte kommen auch nicht rein, die könnten sabbern und stinken und inkontinent sein. Intellektuelle lasse ich auch nicht rein, die diskutieren und argumentieren und das stört. Menschen mit anderem Glauben oder sexueller Orientierung…um Gottes Willen, bloß nicht…Da werden meine ethischen Grundsätze womöglich in Frage gestellt.“

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Knigge Kurse für Kinder?

Vor ein paar Monaten las ich einen Bericht in der Zeitung, der mich echt sauer machteDa forderten also Leser und Eltern wirklich das Fach „Benehmen“ in der Schule. Das Fach  also, dass ausbügeln sollte in ein paar Schulstunden was Eltern systematisch verpasst haben. Im Ernst jetzt ? Ich meine nicht, dass es nicht nötig wäre wenn ich mich so umsehe. Aber die Schule? Wieder eine Institution und nicht die Eltern? Ich bin immer noch entsetzt.

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Kranke Kinder? Gehören nicht in Einrichtungen!

Jeder der Kinder hat oder Kinder betreut, weiss: Kranke Kinder sind mühsam. Aber es gehört nun mal dazu, gerade am Anfang, dass Kinder krank werden müssen. Ansonsten kann das Immunsystem nicht gestärkt werden. Und meistens ist das für uns Erwachsene schlimmer, als für das betroffene Kind. Nun gut sagen einige von euch nun. Aber ich muss doch arbeiten! Klar, das ist auch verständlich. Aber wenn man das kranke Kind in die Kita oder Schule schickt, verlängert es meistens den Krankheitsverlauf, bis sogar ein Antibiotikum von nöten wird.

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Der Aufklärungskoffer

Bevor ich heute beginne, möchte ich dass ihr euch einen Zeitungsartikel durchlest, da ich denke, dass nur wenige wissen was es mit dem Aufklärungskoffer auf sich hat. Hier der Artikel

Ich glaube das war der letze Stand um den Koffer, wenn jemand was aktuelleres weiss, bitte melden, damit ich es aktualisieren kann. So, nun haben sich also zwei Fronten gebildet. Wobei ich beim besten Willen nicht verstehen kann warum. Wir haben nicht nur in der Schweiz so viele verschiedene Kulturen, dass es nicht einzig und allein Eltern Sache sei das Kind aufzuklären, Altersgerecht versteht sich. Wobei das mit diesem Koffer NICHT passiert, so wie wir uns das vorstellen bzw einige von uns. Es zeigt dem Kind lediglich seine Geschlechtsteile, benennt sie richtig und gibt dem Kind zu verstehen, dass es einzig ihm alleine gehört und er in jedem Fall Nein! sagen darf, wenn er dort nicht berührt werden möchte, egal von wem. Statistiken zeigen, dass es meist Menschen aus dem nähren Umfeld sind, wenn sexuelle Übergriffe passieren. Warum also dem Kind nicht schon im Vorfeld die Möglichkeit geben zu lernen wie man Nein! sagt und Situationen erkennt die nicht in der Norm liegen?

Sind wir es nicht, die Erwachsenen die diese Plüschgenitalien zu dem machen, was sie in unserem Kopf sind? Für Kinder sind diese Plüschgenitalien, genau. Plüschgenitalien. Der Erwachsene verwandelt es zu etwas Obszönen. Warum darf man das Kind nicht aufklären, bevor übergriffe passieren? Wegen ein paar Besorgter Eltern? Wann würden diese Eltern denn die Kinder aufklären wollen? Wann das Märchen vom Storch auflösen? Mit 12 Jahren, wenn es in der Schule zum Pflichtfach wird? Wenn man sich so die pubertäre Entwicklung der heutigen Jugend ansieht, kann es dann meist schon zu spät sein.

Liebe Eltern die ihr so dagegen seid, die Kinder aufzuklären, wäre es euch lieber, das Kind wird für sein Leben traumatisiert, weil es nicht weiss, dass es Nein sagen darf? Natürlich wird das im Rollenspeil geübt, wie soll das Kind es sonst verinnerlichen? Aber sicher fässt ihn niemand an, deswegen lernt er ja Nein! zu sagen, zusammen in einem sicheren Umfeld, unter Gleichaltrigen. Ich bitte euch, ist euch das Leben eurer Kinder wirklich so egal, dass ihr wirklich pedantisch recht behalten müsst? Diese Initiative ist der reinste Witz! Geht und unterhaltet euch in den Pyschatrien mit Opfern Sexueller Gewalt…was man denen so erzählt hat. Der Onkel, Opa oder wer auch immer dem Kind zu nahe kam. Diese Kinder hielten es für die Normalität. Weil man ihnen das so verkauft hat! Think about it!

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Eure Paula

 

Liebe Helikopter-Eltern!

Nur schnell im Vorfeld, eine Begriffserklärung:

Unter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern oder als Fremdwort Helicopter Parents (engl. helicopter parents oder paranoid parents), versteht man populärsprachlich überfürsorgliche Eltern, die sich (wie ein Beobachtungs-Hubschrauber) ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu überwachen und zu behüten. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von (zum Teil zwanghafter oder paranoider) Überbehütung und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten des Kindes oder des Heranwachsenden.

(Quelle; Wikipedia)

Maxi ist drei Jahre alt, ein schüchterner, zurückhaltender und eher ein ruhiger Junge. Im Sandkasten blüht er etwas auf, auch wenn er meist für sich spielt. Das es da ab und an zu kleineren Konflikten kommt, wenn er mit seiner Mama auf dem Spielplatz ist, bleibt unter Kindern nicht aus. Meistens regelt seine Mutter das für ihn, wenn ihm mal wieder die Schaufel weggenommen wird oder ähnliches. Sie möchte ja nur das Beste für ihren Jungen und ihm weiteren Kummer ersparen. Und er ist ja allgemein sehr ängstlich und kann sich so schlecht durchsetzen. Sie meint es ja nur gut.

Wird Maxi so lernen sich durchzusetzen, oder Konflikte zu lösen? Nein. Seine Mutter erledigt das ja bereits für ihn. Auch später im Leben wird Maxi es nicht einfach haben. Da seine Eltern alles immer für ihn regeln, wird er später Probleme haben eigene Entscheidungen zu treffen, Konflikte zu lösen oder gar Verantwortung zu übernehmen. Von seinem Selbstbewusstsein ganz zu schweigen. Was ist schief gelaufen? Bei dem Versuch Maxis Leben so angenehm wie möglich zu gestalten und alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, haben die Eltern den Bogen etwas zu sehr überspannt. Dabei meinten sie es doch nur gut, was ich ihnen durchaus glaube. Den meisten ist es nämlich nicht so ganz bewusst, wie es scheint, was sie ihrem Nachwuchs da antun.

Wie soll man laufen lernen wenn man die ganze Zeit getragen wird bzw. im Buggy sitzt? Ihr werdet euch wundern wie viele Kinder mit 3 Jahren nicht mal richtig springen können geschweige Grobmotorisch in der Lage sind alleine zu laufen ohne bei jedem 5. Schritt zu stolpern oder gar umzufallen. Wie soll ein Kind lernen mit Besteck oder nur gar selbstständig zu essen, wenn es bis ins Kindergartenalter hinein gefüttert wird? In meiner Zeit in der Krippe gab es echt ein Kind, dass konnte mit 3 (!) Jahren nicht mal von einer Banane abbeissen, da die Eltern alles in Mundgerechte Häppchen schnitten und sie abbeissen schlicht und einfach nicht kannte. Eine Banane! Kinder, die mit 2,5. Jahren nicht mal richtig sprechen konnten, da die Kiefermuskulatur nicht trainiert war durch kauen, weil sie zuhause immer noch Brei bekamen. Eltern die ihren fast schon Jugendlichen Nachwuchs immer noch mit dem Auto in die Schule fuhren, obwohl diese nur 15. min Fussweg entfernt war. Dass sie so unter anderem eine Gefahrenquelle darstellten,vor der sie selber immer Angst haben, da sie die Strasse verstopften, für Kinder die tatsächlich noch zu Fuss / mit dem Fahrrad in die Schule kamen sahen sie natürlich nicht. Wie sollen Kinder Phantasie und Kreativität entwickeln, wenn ihnen die Möglichkeit der Langweile verweht wird durch organisieren diverser Bespassungs- und Förderungsaktivitäten rund um die Uhr? Wie soll das Kind, Selbstständigkeit erlernen oder Verantwortung übernehmen, wenn die Eltern alles für das Kind tun, alles regulieren, alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen? Die Liste liesse sich hier unendlich lang fortsetzen.

In Amerika spricht man ja bereits von „Free Range Kids“ (Fürchterliche Bezeichnung wenn man mich fragt, es hört sich für mich ein wenig an wie „Freilaufende Biohühnchen“) wenn Kinder unbeaufsichtigt draussen spielen oder gar alleine in die Schule laufen um es in einigen kurzen Worten zu beschreiben. Oder wie ich es nenne: Sie wachsen normal auf! Es gab sogar einen Fall, da wurden Kinder von Aufsichtsbehörden in Gewahrsam genommen, weil die Nachbarn beobachteten wie die besagten Kinder ohne Eltern in die Schule liefen, in einer für Amerika sicheren Gegend wohlgemerkt.

Diese Gegenbewegung zu den Helikopter-Eltern die sich gerade formiert in den USA nennt sich „Slow Parenting“. Im Gegensatz zu den Helikopter-Eltern geben sie den Kindern den nötigen Freiraum sich zu entwickeln unter anderem ohne ständig beaufsichtigt oder 24/7 bespasst zu werden. Je nach Alter, versteht sich hier von selbst, hoffe ich. So wie früher, erinnert ihr euch an eure Kindheit? Damals in den Sommerferien zum Beispiel, ihr wart vielleicht 7, 8 oder evtl.  10 Jahre alt. Als ihr nach dem Mittagessen aus dem Haus seid und erst am Abend, als es dunkel wurde wieder zuhause wart. Damals musstet ihr euch ja auch selbst beschäftigen und ihr habt aus den einfachsten Sachen, grosses geschaffen. Als die Eltern noch Eltern waren und nicht die Partner der Kinder. Wann genau fing denn diese Überbehütung an? Die Zeiten erscheinen nur gefährlicher durch die Informationsflut die jeden Tag, auf allen Kanälen auf uns hinunter prasselt. Für eine bessere Zukunft? Wohin will man diese Kinder denn mit dem Benehmen treiben? Klar will man den Kindern schlechte Erfahrungen ersparen, aber wie noch mal haben wir gelernt? Durch ausprobieren! Durch Erfahrungen und nicht aus Erzählungen. Oder war das bei irgendwem anders? Let me know!

Wir haben gelernt Konflikte zu lösen, indem WIR sie gelöst haben, nicht unsere Eltern. Wir haben gelernt Verantwortung zu übernehmen, in dem wir Mist gebaut haben und dafür gerade stehen mussten. Wir haben gelernt Entscheidungen zu treffen, in dem WIR sie treffen durften. Wenn es die Falsche war, ja Bingo! Haben wir wieder was gelernt und sind daran gewachsen. Warum verhindern Helikopter-Eltern das Wachstum, die Selbstständigkeit der Kinder? Weil sie das Beste wollen, weil sie nicht los lassen können? Ein Kind als Lebensprojekt? Warum verstehen sie nicht, dass sie, so gut sie es auch meinen, den Kindern eher hinderlich als förderlich sind?

Anbei eine ganz tolle Doku: Generation Weichei

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Bis nächste Woche,

 

Paula

 

Ps. Dieser Beitrag erscheint auch bei Edition F / Berlin

Was man so nicht sagen darf, aber sagen muss!

Hallo ihr lieben, schön habt ihr den Weg zu meinem Blog gefunden. Ich bin 33 Jahre alt und Pädagogin. Mich erfüllt meine Arbeit, es ist wirklich meine Berufung auch nach 14 Jahren! Wären da nicht ein paar „Störenfriede“ die meinen himmelblauen Himmel mit kleinen Wölckchen trüben. Bzw mehr als das, denn oft habe ich zu hören bekommen: “ Also, das, DAS darf man so nicht sagen!“

Warum eigentlich? Warum darf ich nicht sagen, wenn Eltern ihre Kinder überfordern? Warum darf ich nichts sagen, wenn das Kind wirklich nicht das Mathegenie ist, für den ihn seine Eltern halten? Warum darf ich nicht sagen, dass es nicht ok ist sein Kind zum 3.(!) mal zum Psychologen zu bringen, weil es nicht zufriedenstellend den Intelligenztest bestanden hat, ganze 3. mal in Folge! Warum darf ich Eltern nicht sagen, dass es nicht ok ist, wenn ihre Nanny 6 Tage die Woche 12 Stunden lang arbeitet für einen Hungerlohn? Warum ist es nicht ok zu sagen, dass Kinder nicht in ein 5 Sterne Wellness Hotel gehören? Warum ist es nicht ok, öffentlich mehr Lohn zu fordern? Ja, warum nur?

Ich sag euch warum: Die Wahrheit. Sie ist meist unschön. Sie tut weh. Und das eigene Kind ist es das tollste, klügste, schönste von allen. Wenn ich jedem Elternteil, jedem Arbeitgeber ect. die Wahrheit ins Gesicht sagen würde, hätte ich bald keinen Job mehr. Und ich bin bei weitem nicht die Einzige die so denkt.

Als ich mal erwähnte, in der Öffentlichkeit, z.B. dass ich am Wochenende, in dem besagten 5  Sterne, Wellness Hotel, gern die Ruhe geniesse ohne Kinder, Kindergeschrei, Kindergeplärre usw. sprach man mir meine Eignung für den Beruf ab! Das muss man sich doch mal vorstellen. Anstatt dass Eltern froh sind, haben sie am Montagmorgen eine Top motivierte, geduldige, ausgeruhte Pädagogin auf der Matte, schimpften sie wie die Rohrspatzen, ich solle mir einen anderen Beruf suchen und läuteten die nächste Hexenverbrennung ein. Geht`s noch? Erde an Eltern! Schimpft ihr auch auf den Bauarbeiter der seinen Urlaub nicht neben der nächsten Baustelle bucht? Ihr habt alle eure Kinder gern, egal was sie tun, doch es gibt echt Menschen die haben keine Kinder. DIe haben andere Bedürfnisse als ihr und eure Familien. Nur weil jemand mit Kinder arbeitet, bedeutet das nicht, dass er Tag und Nacht 24/7 von Kindern umgeben sein muss.Auch wenn er oder sie Kinder liebt, sonst würde man den Beruf wohl kaum so lange ausüben 😉 Ihr seht schon da gibt es einiges was nur so durchzogen ist von Ahnungslosigkeit und Ignoranz.

Natürlich sind nicht alle so, da sind wir uns alle einig. Doch in diesem Blog, wird es primär darum gehen, was man nicht sagen darf, aber sagen muss.

Vielleicht eröffnen sich dem ein oder anderen dadurch neue Sichtweisen auf gewisse Situationen. Andere finden bestimmt etwas zum schmunzeln und vorallem zum Kopfschütteln.Dieser Blog soll auch Hilfestellung sein, für alle in schwierigen Situationen mit Eltern, Arbeitgebern, Arbeitskollegen. Gerade die Nanny`s, oftmals junge Frauen wissen wenig über ihre Rechte, erzählt man den meisten ja nur von ihren Pflichten. Hier werdet ihr Antworten finden, die man so nicht sagen darf. Doch ich möchte dass wir uns organisieren, ein Ventil haben, wo man einfach mal seinen Frust los lässt, wo man verstanden wird. Weil auch Eltern mal frustriert sind über ihre kleinen süssen Engelchen. Wenn ihr Anregungen habt, Fragen ect…zögert nicht mir zu schreiben: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Liebe Grüsse

Paula