Wie wär`s mal mit Gemütlichkeit?

Jedes Jahr um diese Zeit das gleiche Bild. Menschen, gehetzte Menschen überall in der Stadt, in den Einkaufszentren, in der Arbeit. Alle befinden sich in einem Modus, in der niemand eigentlich sein will. Bei jedem das gleiche Szenario: „Weihnachtszeit ist die mühsamste Zeit im Jahr!“ Dabei handelte es sich mal irgendwann um die „besinnliche Zeit des Jahres.“ Nur wo zum Teufel ist diese Besinnung hin? Nicht einer der um diese Zeit nicht kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht, selten treffe ich auf Menschen die es ruhig angehen (können) so kurz vor den Feiertagen.

Samstag ist eigentlich mein freier Tag, an dem ausser Sport und etwas Erholung meist nichts auf dem Programm steht. Doch seit dem die bunten Lichter in der Stadt leuchten, ist auch bei mir der Stress eingezogen. Noch mal schnell Geschenke kaufen, den Nanny Anny Blog Weihnachtlich ausstatten, Umfrage im Familien Forum starten, Promotour, Interviewanfragen verschicken, noch mal ein paar Freunde treffen, weil man später im Laufe des Monats nicht mehr dazu kommt, Ferien organisieren und buchen, ein paar Vorträge besuchen, lange rede kurzer Sinn:

Mein Terminkalender platzt aus allen Nähten.

Und wie gestresst ich eigentlich bin, merkte ich an folgender Situation: 07:38 Uhr, ich öffnete die Augen, sah dass ich, erschrocken, dass der Bus, den ich normalerweise nehme um 07:36 Uhr längst abgefahren war. Und dann ging es los, Herzrasen, Panik, mit einem Sprung aus dem Bett, um dann zwei Sekunden später festzustellen: Ähmm, ja. Es ist Samstag, verdammt! Ich hab F.R.E.I.! Nichtsdestotrotz, musste ich mein Ämtliplan in der WG abarbeiten, die Wäsche machen und was man halt so macht, wenn man frei hat. Alles aufarbeiten, was sich an den restlichen Tagen so ansammelt. Dann war Sport geplant, anschliessend Lunch mit einem lieben Freund, gefolgt von einem Vortrag und abends wollte ich noch einen Beitrag schreiben. Strukturierter Tag von morgens bis abends…

Um im Endeffekt nur mit dem guten Kollegen zum Lunch zu gehen und anschliessend ins Hürlimann über den Dächern von Zürich zu entspannen. Keinen Beitrag geschrieben, sondern mir bei einer guten Tasse Tee und bisschen Musik ein gutes Buch gegönnt um anschliessend ins Lala Land zu reisen. Warum? Weil mir klar wurde, dass ich genauso wie alle anderen um diese Zeit, gehetzt von A nach B sprintete. Mir gefiel das ganz und gar nicht, warum tat ich mir das dann eigentlich an? Und ich muss euch gestehen, ich bereue es keine einzige Minute, wir hatten einen schönen, sehr entspannten Tag. Warum fällt es uns so schwer mal abzuschalten? Entschleunigung, entspannen, sich Zeit nehmen um sich auf die wichtigen Sachen im Leben zu besinnen, Zeit zum nichts tun finden? Obwohl wir es dann alle schätzen,  wenn wir mal einen Tag „nichts“ tun.

Vielleicht hilft es uns es mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.    

In einer Zeit von ständiger Erreichbarkeit, rund um die Uhr online sein, ist Entschleunigung, Offline gehen, ein bisschen Luxus, denn man sich aber durchaus hier und da gönnen sollte ohne die Stimme des schlechten Gewissens. Wenn man sich entspannt, tut man etwas für sich, seine Gesundheit, ich persönlich sehe es als eine Art Investition. In mich selber. Und ja, entspannen ist produktiv, denn ich bin erst dann funktionsfähig, wenn ich nicht überreizt, gestresst sondern erholt bin, wie die meisten von uns. Und was macht mehr Sinn an meinem freien Tag, als meinem Körper und meiner Psyche Erholung zu gönnen gerade in der besinnlichen Zeit, kurz vor Weihnachten? Ab und an mal zur Massage, ins Wellness, mal zu Hause bleiben Samstagabend, Badewasser einlassen und relaxen zu einem guten Buch, gemütlich mit den Freunden kochen, richtig lange ausschlafen und alles ohne schlechtes Gewissen, es gibt 1001 Möglichkeiten mal ein paar Gänge runterzuschalten. Probiert es aus, es lohnt sich!

Dieser Beitrag erschien gestern auch auf Ron Orp.

Entspanntes Wochenende ihr lieben

 

Paula

Leistungsdruck tötet die Neugierde

Ich mag mich noch erinnern, als ich in die zweite Klasse ging, mit welcher Neugierde ich auf alles losstürmte was sich lesen und rechnen liess. Wenn ich mir aber so meine Noten später in der Berufsfachschule ansehe, blieb gerade in Mathematik, nicht viel von der Neugierde übrig. Meine Noten bewegten sich dort eher im durchschnittlich bis schlechten Bereich. Wann genau verlor ich mein Interesse, meine Neugierde an Zahlen? Denn letztens, trotz fehlender Kentnisse der höheren Mathematik, zerbrach ich mir den Kopf über eines der bedeutendsten ungelösten Probleme der Mathematik . Die Riemannsche Hypothese (nach Bernhard Riemann) ist eine Annahme über die Nullstellen der Riemannschen Zetafunktion. Sie besagt, dass alle nichttrivialen Nullstellen dieser komplexwertigen Funktion den Realteil ½ besitzen.

Quelle: Wikipedia

Wie ihr euch vorstellen könnt hat das eher Kopfzerbrechen bereitet bis völliges Chaos und unverständliches Zahlengulasch in meinem Kopf, was mich wieder rum nur anspornte mich tiefer in die Materie zu wagen, nur schon allein um des “verstehen wollen” Willens. Aber schlussendlich musste ich kapitulieren, meine Stärken liegen halt mittlerweile woanders. Nach jahrelangem üben und perfektionieren, versteht sich, wobei mir auch heute noch Flüchtligkeitsfehler unterlaufen. Die 150 Jahre alte Mathematische Problem scheint auch gelöst worden zu sein, von jemanden der sich mit Zahlen wirklich gut auskennt:

https://www.physics-astronomy.com/2015/11/a-nigerian-mathematican-claims-to-have.html?m=0

Leider gibt es den Bericht bis jetzt nicht auf deutsch, tut mir leid.

Kinder sind von Natur auch, recht neugierige Wesen. Sie forschen unvoreingenommen, erkunden, fragen, lassen sich schnell begeistern. Auf dem Weg zum Erwachsen werden, geht das irgendwo verloren. Heute möchte ich, dass wir uns mal damit ausernandersetzen.

Wo genau haben wir die Neugierde verloren auf dem Weg zum heutigen Ich?

Wenn ich mich mit Menschen von 24-30 Jahren unterhalte, gibt es wenige die sich wirklich für etwas interessieren ausser: Party, Shopping, Ausgang allgemein, den neusten Klatsch und Tratsch, Musik (Ja, fast jeder mit nem Mac ist in Zürich ein Dj) Manche noch für Ausstellungen, moderne Kunst (weil Hip und so) und Fotografieren. Die Ausnahmen bilden da schon die Kreativen, die wirklich Kreativ sind aus ihrem eigenen Antrieb aus, weil es raus muss, man sich so ausdrückt und nicht weil es gerade in Mode und T.O.T.A.L. In ist. Wenn ich dann sage ich interessieren mich u.a. für Astrophysik, Atome, das Universum, Nebulawolken, weisse Zwerge und Löcher und die Frage nach Schrödigers Katze, ja dann werde ich angesehen, wie man ein Einhorn anschauen würde wenn es gerade den Regenbogen runter rutscht und auf der Erde landet. Voller Misstrauen, Fragezeichen im Gesicht, Verwunderung und der Frage: “Warum?”

Ja Warum denn nicht Herr Gott nochmal?  Durch meine Arbeit mit Kindern wurde mir meine Neugierde wieder geschenkt, die mir, so lautet meine Persönliche Vermutung durch die Schule, den Notendruck und den Eltern genommen wurde. Kinder stellen nämlich viele, viele Fragen. Leider würgt man das meist ab oder hat keine Zeit odre Geduld. Manchen fehlt auch das Wissen zu gewissen Themen, doch anstatt es zuzugeben, wird das überspielt und vom Thema abgelenkt. Ich für meinen Teil hatte nie ein Problem damit zuzugeben, wenn ich mal eine Antwort nicht wusste. Erwachsene können einfach nicht alles wissen. Dann ging man eben in Büchern nachschlagen oder befragte Dr. Allwissend: Google.

Auch wenn ich mir die Kinder so ansehe mit denen ich im letzten Jahrzehnt so gearbeitet hatte. Der Druck dem sie ausgesetzt werden ich unglaublich, manch eine 6. jährige erreicht locker in der Woche ihre 50 Std (Schule und Aktivitäten) In allem müssen die Kinder kleine Genies sein, der Durchschnitt findet bei den wenigsten Eltern anklang und akzeptanz.

Der “Spiegel” brachte vor einiger Zeit einen Interessanten und durchaus Lesenswerten Artikel raus in der Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen sich äussern zum Thema: Überforderung

Mitarbeiterin im Leitungsteam einer Kindertagestätte, Hamburg

“Wir müssen uns immer wieder gegenüber überambitionierten Eltern rechtfertigen. Die beschweren sich nach Hospitationen, weil das, was sie gesehen haben, nicht genug nach Lernen aussieht. Manche sagen: “In der Vorschule gibt es zu wenig Hausaufgaben.” Ein Vater hat gemeckert, weil Ausflüge auf Spielplätze und nicht in Parks oder ins Planetarium gingen. Dabei ist es viel wichtiger, dass Kinder erst mal ihren Stadtteil kennenlernen.”

Den ganzen Bericht gibt es hier:

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kinder-unter-leistungsdruck-das-schlimmste-sind-die-eltern-a-792682-2.html

Ich finde es sehr schade, dass man so einen, meiner Meinung  nach,  sicheren Weg gefunden hat die Neugierde zu töten. Denn wenn nur Leistung zählt, nur Noten zählen, wozu soll ich mir dann was aneignen? Wozu forschen, entdecken, wenn es nichts nutzt für den Lebenslauf? Oder ich niemanden habe des es lobpreist, wie Eltern, gute Noten. Für viele Eltern scheint es eh wichtiger zu sein, dass die Kinder Matura haben, ob sie dabei glücklich sind ist sekundär. Dabei sollten Kinder glücklich sein, mit dem was sie machen. Matura und Studium geben evtl finanzielle Sicherheit, doch zu welchem Preis?

Ich würde mir mehr Neugierde wünschen, die vorgelebt wird. Deswegen liebe ich meinen Beruf, ich kann den Kindern die Welt erklären, das Universum oder die Bäume, wie man Kuchen backt, kocht, bastelt, malt. Ich kann ihnen aus der Geschichte erzählen, von Albert Einstein, Kleopatra und Cäsar oder ob es Zombies wirklich gibt (das fragte mal eine 7 jährige). Die Kinder halten meine Neugierde und meinen Wissensdurst am Leben.

Absolut sehenswert zum Thema : https://www.youtube.com/watch?v=shh31MTUL3M

Und noch eine kleine Freude zum Schluss: Der Blog wird in Zukunft auch bei Ron Orp zu lesen sein. www.ronorp.net

 

Lob, Kritik, Anregung? Hier oder unter: Wasmansonichtsagendarf@gmx.net

Ein schönes Wochenende

Paula

Die Welt verändern

Warum es jetzt nichts bringt mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern es an der Zeit ist, die Ärmel hochzukrempeln und die Welt zu verändern.

Wir alle haben voller entsetzen gesehen, was in den letzten  Wochen in der  Welt passiert ist. Ob Beirut oder Paris, der Terror ist allgegenwärtig. Die Zeitungen sind voll damit, die Nachrichten sowieso und jeder hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern aufzuklären, wie man Kindern am besten den Terror in der Welt erklärt. Ich lag nun drei Tage krank im Bett und habe mir den Kopf zerbrochen um was es diese Woche gehen soll. Einfach so weitermachen wie zuvor, als wäre nichts gewesen, schien mir falsch. Das Thema noch mal aufzugreifen, was hunderte andere Blogs, Zeitungen und andere Medien in der Woche taten, erschien mir Sinnbefreit.

Also entschied ich mich über das Gute zu schreiben und mal etwas versönlicher als sonst.  Und wie man die Welt verändert. Wo fängt man damit nur an, in der Welt, in unserem Haus, in unseren Familien?” Ein einzelner kann nicht die Welt verändern”,  viele die ich kenne haben mir diesen Satz schon vor den Latz geknallt. Ja, das schon nicht, doch wenn jeder, der diesen Satz gesagt hat, mal bei sich anfängt, dann in seinem Umfeld usw, dann wären wir schon nicht mehr nur einer oder zehn, sondern Millionen.

Wie wäre es, wenn wir unseren Kindern vorleben, dass Ausländer nicht böse sind? Und ihnen beibringen jedem so unvoreingenomemn wie möglich zu begegnen? Zu helfen, anstatt weg zu sehen?Mit-statt Gegeneinander. Dafür müssten wir als Vorbild dienen und es dem Kind vorleben! Wie wäre es, z.B. unseren Kindern zu zeigen, wie in anderen Kulturen Weihnachten gefeiert wird? Oder was man dort isst, wie man lebt? Mal ein Flüchtlingsheim besuchen? Der Oma gegenüber einen Teller Plätzchen backen? Oder bei den Einkäufen helfen? Sich als Kind, mal von dem Freund aus der Schule zeigen lassen, wie sie zu Hause leben, was dort wichtig ist! Gerade der Austausch mit anderen Kulturen hilft die Vorurteile abzubauen und fördert ein Miteinander. Es gäbe 1000 und 1 Möglichkeit.

Wir leben einem Wohlstand, der uns so einiges erlaubt, vor allem aber erlaubt er uns einen grosszügigen Blick über den Tellerrand. Diese Jahr, mal bei lokalen Geschäften kaufen, anstatt bei den grossen Ketten. Oder Zeit schenken, anstatt materiellem. Sich darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Es bringt nichts, auf irgendwelche Veränderungen zu warten, darauf zu waren, dass irgendwer, irgendwas macht. Oder Politiker zu beschimpfen, wie es heut zu Tage Gang und Gäbe ist. Wir, Du und Ich, jeder einzelne  muss bei sich anfangen. Es vorleben, damit sich morgen etwas tut. Denn in kleinen Schritten ändert man die Welt.

 

Be the change you want to see in the world. Mahatma Ghandi

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Schönes Wochenende, Paula

Missionierende Mamis – so lästig wie die Zeugen Jehovas

Liebe Mamis

Wir müssen reden. Und ich hoffe ihr seid nicht sauer über die klaren Worte die ich für einige von euch heute hier finde. Doch es gibt Frauen unter euch, die haben nicht nur die neue Rolle als Mutter eingenommen, sondern gleichzeitig die Rolle der Missionarin. Tagtäglich liest man es in der Zeitung, im Internet, hört es an Spielplätzen, Krippen, Bushaltestellen, im Zug, in der Tram, einfach überall. Ihr wollt mal wissen wie sowas aussieht? Seid ihr denn bereit für die missionierenden Muttis? There we go:

https://editionf.com/Bekommt-endlich-Kinder

Hört.Auf.Damit.Bitte!

Niemand würde schliesslich auf die Idee kommen, Männer so unter Druck zu setzen nur weil sie keine Kinder wollen! Woher nehmen sich solche Frauen das Recht zu beurteilen, ob es für Hilde, Petra, Sandra und Nancy oder mich persönlich das grosse Glück sein wird, so wie sie es für sich empfinden? Ich zum Beispiel bin auch immer öfter mit der Frage konfrontiert:”Und, wann ist es bei dir soweit?” Hmm, lass mal überlegen…Seit dem ich Single bin, bestünde die Möglichkeit, ein Kind vom heiligen Geist zu bekommen. Schliesslich hätte es so einen anständigen Vater. Aber Spass bei Seite. Ich arbeite seit 1999 mit Kinder, sie sind mein Leben, meine Aufgabe, meine Berufung. Doch in meiner Freizeit, mag ich es gern Kinderfrei.

Ich mag mich an ein kurzes Chatgespräch zu dem Thema “Warum wir keine Kinder wollen”  mit einer Bekannten entsinnen; Ich erzählte ihr, wie gern ich Kinder habe, bis 18 Uhr, danach hab ich gern wieder meine Ruhe um Kraft zu tanken, und mich mir selber zuzuwenden und meinen Projekten. Sie erwiederte:” Ich mag die erst ab 18 Jahren!” Ich fand das ziemlich lustig, denn es soll tatsächlich Frauen geben, bei denen schlicht und ergreifend nicht der Mutterinstinkt geweckt wird, wenn sie kleine süsse, rosige Babys sehen.

Viele mögen das nicht verstehen, einige sprachen mir meine Eignung für den Beruf ab, wiederrum andere sagten mir: “Warte nur bis der Richtige kommt!” Dabei wollte ich nie Kinder. Schon mit 13 Jahren stand das für mich fest. Damals hiess es lapidar: “Ach, du bist noch jung, was weisst du schon!” Ja, anscheinend wusste ich schon in jungen Jahren was ich definitiv nicht wollte. Wenn ich an meine Zukunft dachte, sah ich mich eher in Highheels, Cocktailkleid in einem chicen Restaurant oder im Urlaub, sah ich mich schreiben, reisen, mich verwirklichen, einen grossen Kleiderschrank mit vielen tollen Kleidern drin, glücklich umgeben von vielen Büchern und ein paar Freunden, doch  nirgendswo waren – ihr habt es erraten- Kinder. Liebe Mamis, die ihr von klein auf Mama werden wolltet ab einem bestimmten Zeitpunkt eures Lebens, bitte schäumt jetzt nicht vor Wut und nennt mich Egoistisch. Ich werfe euch dann auch nicht vor, dass einige von euch keine grösseren Träume hatten, als Mutter zu werden und eine Familie zu gründen.

Auch nun mit 31 Jahren, höre ich diese Uhr von der alle reden nicht mal im Ansatz ticken. Ja, auch wenn ich mit Kindern arbeite und diese absolut süssen Geschöpfe vergöttere, wirklich nicht. Und nein, ich bin weder verbittert wegen der Männerwelt, obwohl ich das eine Zeitlang durch aus war. Wer kann es mir auch verübeln, bei den Katastrophen die ich mir anlachte. Doch, man lebt und man lernt schliesslich immer dazu. Ich habe das andere Geschlecht nicht aufgegeben. Nur brauche ich keine “bessere” Hälfte, weil ich schon ganz bin. Mir fehlt auch nichts zu meinem Glück, denn ich bin gesund, habe eine tolle WG, tolle Freunde und lebe das Leben, dass ich mir als 13 jährige vorgestellt habe. Wer kann das schon von sich behaupten? Nur meine Dates, da lege ich nun einen anderen Fokus, als noch vor einem Jahr, man wird eben doch etwas Erwachsener mit der drei (und einer eins nach der drei) vorne dran und der Typ “Peter Pan” &  “Bad Boy” oder “Hip Hopper”  auf den man einst so stand erscheint einem heute nur noch lächerlich und voller Komplexe. Wenn ich nun jemanden treffe, der mir zusagt und ich mein Herz erneut verliere- gut, wenn nicht – auch gut.

Ich gönne es euch, euer kleines Glück, euer kleines Baby, eure Familie. Aber das ist euer Traum vom Glück, nicht unserer, die wir gewollt Kinderlos bleiben. Warum dieses Missionieren? Wir sind weder egositisch, noch neurotisch oder Narzistisch veranlagt (ok ok, evtl. einige). Wir haben nur andere Bedürfnisse als ihr. Wir akzeptieren euch ja auch, wenn ihr ständig nur über eure Kinder redet, euch über sie definiert und sie zu eurem gesamten Lebensinhalt macht. Whatever! Solange ihr uns nicht belästigt mit eurem für euch perfekten Leben, dass man “nur mit Kindern haben kann” geplapper, wie die Zeugen Jehovas, Samstag morgen um 7 Uhr, Sturm klingelnd an der Tür, als würde Jesus, der heilige Geist und Gott persönlich nun genau JETZT empor steigen. Danke! Wir brauchen auch euer Mitleid nicht, ehrlich nicht. Wir wollen das bewusst so. Wirklich, wirklich! Grosses Indianerehrenwort! Die Zeit setzte sich mit dem Thema auch auseinander letztes Jahr:

“Wer äußert, sich einfach kein Kind zu wünschen, wird gerne für neurotisch erklärt – meistens als vergnügungssüchtige Narzisstin. Während Eltern durchaus damit durchkommen, wenn sie ihre Kinder als verlängertes Ego betrachten, indem sie ständig danach fahnden, welche Talente und Fähigkeiten vom Nachwuchs noch gefördert werden sollen. Oder Kinderlose werden umgehend mit Mitleid überschüttet, als hätte es nicht auch mal Zeiten gegeben, in denen sich Menschen noch andere Lebens- und Gemeinschaftsformen als die berühmte Kleinfamilie mit möglichst hohem Zaun drum herum vorstellen konnten.”

Quelle und ganzer Bericht: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/kinderlose-toleranz

Mein Persönliches Glück besteht aus der Unabhängigkeit das tun und lassen zu können was ich möchte. Ich will Kinder um mich herum? Dann arbeit ich mit ihnen. Ich möchte ausschlafen am Wochenende? Dann tue ich das. Ich möchte noch etwas nebenberuflich studieren, ja dann los, niemand der mich aufhält! Ich kann in den Urlaub gehen wohin ich will, kann dort tun was ich möchte. Muss mich nach niemanden richten, kann in etlichen Theater-, Opervorführungen ins Kino ins Museum, auf Partys und vor allem in Ruhe einkaufen im Supermarkt. Kann Symposien besuchen, wann und so viele ich möchte, mich unter meinen Büchern vergraben den ganzen Sonntag und so weiter und so fort. Und wenn ich so richtig, richtig glücklich sein möchte? Dann bin ich das. Glücklich sein ist eine Entscheidung die man innerlich trifft. Niemand von aussen sollte dafür verantwortlich gemacht werden.”Und wer kümmert sich um dich wenn du alt bist?” Ist auch immer eine sehr beliebte Frage der missionierenden Muttis. Liebe Mamis, wer kümmert sich denn um all die älteren Mitmenschen die ins Altersheim geschoben werden von ihren eigenen Kindern? Fein, so hätten wir die Frage, die ihnen so fest unter den Nägeln brannte, nun beantwortet. Kinder sind keine Garantie, dass am Lebensabend jemand da ist, der einem die Hand hält meine lieben.

Wie wäre es nun, wenn jeder akzeptiert, dass wir alle verschieden sind?! Und, dass es auch gut so ist. Jeder definiert Glück anderes und wir hören auf, andere zu verurteilen und den mahnenden Zeigefinger zu heben, nur weil sie nicht so leben, wie wir es gerne hätten. Oder weil sie so leben, dass es nicht mit unserem Bild von “Realität” übereinstimmt. Klingt gut? Ist es auch!

Schönes Wochenende ihr lieben,

Paula

Anregungen, konstruktive Kritik, irgendwo ein flüchtiger Rechtschrebfehler? Bitte hier kommentieren oder unter: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch / Foto: mauritius images

Ps. Bitte packt die Fackeln wieder weg. Hexenverbrennungen sind so 14.tes Jahrhundert!

Scheidungskinder oder: Warum es manchmal besser ist zu gehen

Immer öfter höre ich diese Frage, besonders bei Frauen: “Soll ich wegen der Kinder bei ihm bleiben?” Finde das immer recht befremdlich, dass man sich nicht im klaren ist, was es braucht um glückliche Kinder gross zu ziehen, nämlich: Liebe und ein stabiles Umfeld. Wie stabil und liebevoll ist eine nicht funktionierende Partnerschaft / Ehe?

Und Liebe kann man nur geben, wenn man sich selber liebt und glücklich ist. Alles andere ist Selbstbetrug. Doch wie glücklich sind Eltern in einer Situation, in der sie nur verharren um der Kinder willen? Ich bin selber ein Scheidungskind, doch meine Eltern warteten mit der Trennung bis ich 14 Jahre alt war. Nicht gerade der beste Zeitpunkt für eine Jugendliche um es mal Milde auszudrücken.Aber sie meinten es ja nur gut. Trotz allem, war für alle eine Erleichterung, denn der Jahrelange Streit und die Unzufriedenheit der Eltern waren eine Zumutung.

Also was tun? Wie Handhaben? Ich denke es ist enorm wichtig, wenn man ehrlich ist: “Mama und Papa verstehen sich nicht mehr. Wir lieben dich und werden weiterhin für dich da sein.” Alles Kindgerecht erklären was in naher Zukunft passieren wird. Dem Kind deutlich machen, dass es keine Schuld an der Trennung hat. Viele Kinder plagt nämlich ab einem gewissen Alter genau das-Schuldgefühle. Und natürlich versuchen, auch wenn es schwer fällt, neutral dem Partner gegenüber zu treten und nicht mit Schuldzuweisungen und was man sonst so macht wenn man verletzt ist. Im besten Falle. Oft habe ich aber beobachtet, dass die Trennung auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird und diese sehr darunter leiden. Was sehr Schade ist, denn die Kinder können nichts dafür und stehen trotzdem in der Schussbahn. Sind Druckmittel oder Puffer, zum Glück nicht bei allen, doch es sind immer noch zuviele denen es so ergeht. Wie oft hört man dass z.B.Mütter den Vätern das Besuchsrecht verweigern um nur eines der “harmlosesten” Sachen aufzuzählen. Was genau bei Scheidung passiert, gingen die Macher der Seite Scheidungskinder.ch u.a auf den Grund:

“Dies ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine starke psychische Belastung für die Eltern und vor allem für die Kinder. In dieser Phase brauchen Kinder mehr Zeit als sonst, doch diese haben die Eltern verständlicherweise nicht, da sie während der Scheidungsphase genug eigene Probleme haben. Dies hat zur Folge, dass das Kind vernachlässigt wird und sich somit oft selbst überlassen bleibt.

Viele von uns befragte Scheidungskinder (61 %) haben sich an ihre Verwandten gewandt, um mit ihnen über ihre Probleme zu reden. Die Grosseltern, Tanten und Onkels wurden am häufigsten zu Rate gezogen. Die Geschwister werden oftmals auch miteinbezogen. Sie geben sich gemeinsam Halt und verstehen einander, da sie sich beide in der gleichen Situation befinden.
Scheidungskinder wollen die Eltern nicht noch zusätzlich mit ihren Sorgen belasten, da sie das unsichere Familienklima nicht weiter in die Tiefe ziehen wollen.

Die Scheidung benachteiligt vor allem die Kinder. Ihre bisherige Welt geht in die Brüche. Die Kinder sind auf sich alleine gestellt und bekommen keine Unterstützung von den Eltern. Dazu streiten die Eltern vielmals, was die Kinder noch mehr zur Wut und Trauer verleitet. Also ziehen sie sich vermehrt zurück.
Die Kinder vermissen es, etwas mit der Familie zu unternehmen. Und dies dauert oft eine lange Zeit an, da die Scheidung eine langwierige Angelegenheit ist. Wenn die Scheidungsphase dann schlussendlich abgeschlossen ist, reduzieren sich die Probleme der Kinder jedoch nicht allzu sehr. Nach der Scheidung hat nun ein Elternteil wieder die Möglichkeit, Zeit für sein Kind zu investieren, aber das Kind sehnt sich natürlicherweise auch nach dem anderen Elternteil. Und auch wenn sie ihn in regelmässigen Abständen besuchen dürfen, reicht das nicht aus, um die Gefühle, die für ihn bestehen, zu befriedigen.

Die Scheidung ermöglicht jedoch auch vielen Scheidungskindern erhebliche Vorteile. So haben beispielsweise 4 % der von uns befragten Scheidungskinder die Erlaubnis erhalten, ein Haustier zu halten. Als sie hingegen noch mit beiden Elternteilen zusammenlebten, war meist der Vater der Haustieranfechter.
Das Haustier kann über die Trauer hinwegführen, wobei es zugleich auch Verantwortungsbewusstsein des Besitzers fördert.

Auch wurde durch unsere Umfragen in Erfahrung gebracht, dass 12 % der Scheidungskinder nun doppelt so oft in die Ferien reisen können, da die Mutter sowie auch der Vater in die Ferien gehen, jedoch nicht zusammen.
Der grösste Vorteil von Scheidungskindern ist allerdings nicht nur die vermehrte Reisemöglichkeit, sondern auch der Frieden in der Familie. Die Eltern von
40 % der befragten Scheidungskinder verstehen sich nach der Scheidung besser als zuvor. Dies stärkt auch das Empfinden einiger Scheidungskinder, welche nach der Scheidung einen besseren Familienzusammenhalt festgestellt haben.

Viele Scheidungskinder wünschen sich nach der Scheidung keine Veränderungen mehr, denn dies, was sie erlebt haben, empfanden sie als unangenehmer Lebensabschnitt. Jedoch ist dies eine sehr gute Erfahrung und hilft dem Scheidungskind bei der weiteren Entwicklung.”

Quelle: https://www.scheidungskind.ch/?s=folgen

Auch ich vertrete die Meinung, dass ein Kind viel mehr profitiert, von ausgeglichenen Eltern, die glücklich sind, und in verschiedenen Haushalten leben. Die Liebe die man dem Kind zu geben hat, schmälert eine Trennung ja bekanntlich nicht. Im Idealfall teilen sich auch beide das Sorgerecht und stehen im Dialog. Denn das Leben geht weiter, trotz Trennung will man ja weiterhin das Beste für das Kind und sollte gemeinsam für ihn da sein.

Die Wünsche der Kinder habe ich auch auf dieser Seite entdeckt. Finde es recht auf den Punkt gebracht, aber lest selbst:

https://www.scheidungskind.ch/?s=wuensche

Hört auf eure Kinder, auf ihre Bedürfnisse, denn auch für sie ist es schlimm, nicht nur für euch Erwachsene. Aber manchmal reicht Liebe einfach nicht aus und es ist erwachsener zu gehen, anstatt unglücklich auszuharren und auf ein Wunder zu hoffen, dass nie eintreten wird. Denn das unvermeidbare, die Trennung, wird früher oder später kommen, wenn man innerlich schon so weit gekündigt hat, dass man nur noch wegen der Kinder zusammen bleiben möchte.

Kritik, Anregung, Lob, Kommentare und all das, nehme ich hier entgegen oder unter: wasmansonichtsagendarf@gmx.ch

Schönes Wochenende,

Paula

Best of – Eltern(an)sprüche in Einrichtungen

Für diesen Blog liess ich mich in einer Facebook Gruppe für Erzieherinnen inspirieren, da ich mich oft wieder erkannte in den Erlebnissen der verschiedenen Frauen. Also entschloss ich mich heute ein Best of – Eltern(an)sprüche zu bringen und diese mal zu kommentieren, was im realen Leben fast unmöglich ist. Na dann, los geht’s:

„Ich möchte nicht, dass mein Sohn mit Puppen spielt, wir haben Angst dass er Schwul wird. Tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, ich weiss nicht wie viele Schwule ihr kennt die vom spielen mit Puppen, Glitzer, der Farbe Rosa , verkleiden, Nagellack oder Prinzessin Lillifeesticker schwul geworden sind, aber ich habe noch von keinem Schwulen gehört, dass das einer der Auslöser war. Soweit ich weiss, entscheidet sich das bereits im Mutterleib, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Ganz im Ernst? Selbst wenn euer Sohn Schwul wäre,oder eure Tochter lesbisch oder Bi- oder Asexuell würde es das Kind weniger liebenswert machen? Wäre er dann nicht mehr euer Sohn, eure Tochter?  Kein ganzer Mann? Keine richtige Frau? Ihr solltet euch schämen, ja ganz recht, schämen in Grund und Boden für so eine Aussage.

„Ich möchte, dass ich meine Tochter genauso abhole, wie ich sie abgegeben habe – Sauber! Sorgen Sie dafür, ich verlasse mich auf Sie!“

Liebe Eltern, die ihr eure Kinder in Gucci Blüschen, Armani Jeans und Versace Kleidchen in die Einrichtung bringt. Wie soll ein Kind spielen ohne sich schmutzig zu machen? Dem Kind bzw. den Kindern ist auch herzlich egal ob die Hose 500 Euro oder 5 gekostet hat wenn es hinfällt. Wie soll ein Kind seine Motorik und sein Sozialverhalten u.a. schulen, wenn es draussen im Garten oder am Spielplatz neben der Erzieherin sitzt? Oder immer an der Hand läuft um ja nicht umzufallen? In Folge dessen wird es evtl. sogar noch gehänselt von den anderen Kindern und ausgegrenzt aus der Gruppe, habt ihr euch darüber auch mal Gedanken gemacht ihr lieben Erwachsenen? Kinder sollten sich schmutzig machen dürfen. Ich weiss nicht wie Ihr so lebt, aber bei mir zu Hause gibt es eine Erfindung namens: Waschmaschine! Wenn ihr euer Kind trotzdem in Designerkleidung präsentieren müsst, die nicht schmutzig werden darf, bringt doch bitte Wechselkleidung mit, damit auch euer Kind, sich wie ein Kind benehmen darf. Besten Dank!

„Heute ist es kalt und nass draussen, wenn Sie raus gehen, bleibt mein Kind aber drin, ich will nicht dass es krank wird!“

Liebe Eltern, erinnert ihr euch an den Spruch: “Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung?” Gut, denn dass, würde ich und andere euch gern mal um die Ohren hauen. Krank werden die Kinder auch selten von der Kälte, sondern von Viren und Bakterien. Und meistens ist ihnen kalt, warm, nass usw. weil ihr Eltern nicht daran denkt dem Kind alles mitzugeben für Regentage, Sonnentage, Wintertage. Viele von euch sind wirklich überfordert dem Kind am Morgen je nach Wetterlage ordentlich zu kleiden. Da kamen schon Kinder in Flip Flops in die Einrichtung bei 10 Grad draussen. Allgemein eignen sich ja Flip Flops schon super zum Klettern, rennen, und toben draussen. Von dem guten halt im Flip Flop schwärmt doch jede Erzieherin. Auch im Sommer ist es recht schwer das Kind morgens einzucremen und einen Sonnenhut/Cappi oder Tuch auf dem Kopf zu montieren. Da dürfen einige Kinder ja auch nicht raus, da zu warm. Und sicher haben wir immer so viel Personal, dass wir jedem Wunsch der einzelnen Eltern für ihr Kind gerecht werden können. Eine 1-1 Betreuung ist doch gang und gebe in jeder Einrichtung, also kein Problem.

In einer Schweizer Bilingualen (de/eng) Einrichtung: „Mir ist aufgefallen, dass mein Sohn neuerdings Schweizerdeutsche Wörter benutzt. Meine Frau und ich wollen das nicht, tun Sie was dagegen!“

Liebe Eltern, was genau soll ich denn tun? Dem Kind eins hinter die Löffel hauen wenn es ein Schweizerdeutsches Wort benutzt? Ihn auf Schritt und Tritt verfolgen? Ihm drohen? Ihm den Mund verbieten? Was genau habt ihr euch da vorgestellt? Wenn man in ein anderes Land zieht, muss man darauf gefasst sein, dass die Kinder irgendwann die Landessprache sprechen werden. Ich kenn da einige von euch, die motzten in Deutschland über Ausländer die sich nicht anpassen wollen…Und ihr? Inwiefern unterscheidet ihr euch denn nun jetzt von denen, auf die ihr wütend in der Heimat, mit dem Finger gezeigt habt? Es passt euch nicht, dass euer Kind sich anpasst? Ihr solltet eure Einstellung evtl. gründlich überlegen. (Ich würde gern zu dem Thema mehr schreiben, aber das würde hier den Rahmen sprengen.)

„Mein Kind darf nicht mit zu dem Ausflug, sehen Sie zu dass jemand mit ihm in der Einrichtung bleibt!“

Das ist irgendwie einer meiner Favoriten. Liebe Eltern, wie in Gottes Namen stellt ihr euch das immer vor? Ausflüge mit den Kindern sind immer mit einem riesen Aufwand verbunden. Und da wir wirklich, wirklich immer gerade so viel Personal haben dass es gerade so reicht, können wir nicht, ich wiederhole NICHT, mit einem einzelnen Kind in der Einrichtung bleiben. Nein, die Praktikanten dürfen auch nicht mit den Kindern alleine in der Einrichtung bleiben. Wie trist auch für das Kind- alle gehen, nur er bleibt da? Im Ernst? Wie erklären wir ihm denn das? Wie wäre es denn, wenn ihr euer Kind zu Hause behalten würdet an dem Tag? Wobei ich es immer sehr schade finde, wenn Eltern aus welchen Gründen auch immer, Kindern verbieten bei sowas tollem, wie einem Ausflug dabei zu sein.

Das sind nur ein paar von den „(An)Forderungen“ die an uns gestellt werden. Ja, einiges ist überspitzt geantwortet, doch soll das alles zum Nachdenken anregen. Ja, ihr dürft euch Gedanken machen meine lieben. Denn würde man das euch so ins Gesicht sagen, die Empörung wäre immens, doch nur, wie so oft, die Wahrheit.

Schönes Wochenende

Paula

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Kinder kennen keine Vorurteile

Als ich im TV die letzten Wochen öfter Mütter mit Kindern, teilweise noch im Kinderwagen sah, auf Pegida Demos musste ich an eine Aussage denken, dass mal ein Kind geäussert hatte.

„Stimmt`s, Mathilda, alle Moslems sind böse!“ Dabei hätte ich mich fast an meinem Kaffee verschluckt. „Wie kommst du denn darauf?“ „Na ja, in den Nachrichten sah ich dass sie Anschläge verübt haben.“

„Kinder kennen keine Vorurteile“ weiterlesen

Die Mütterpolizei

 

Auch ich wurde schon zur Zielscheibe der Mütterpolizei als ich mit Kindern unterwegs war. Meistens fängt es ganz harmlos an, auf dem Spielplatz, am Sandkasten zum Beispiel. Mit einem netten Gespräch, wie alt die Kinder seien bla bla. Und dann nach einer gefühlten Ewigkeit des Smalltalks, kommen die guten Ratschläge. Ich sehe halt auch einfach jung aus und wenn ich dann mit einem Kind gesehen wurde, ca. 4-6 Jahre, meinten die Damen sie müssten mir jungen Mutter gut gemeinte Ratschläge erteilen. Nach dem ich den meisten zu verstehen gegeben habe, dass ich schon seit über einem Jahrzehnt mit Kindern arbeite und es Gründe hat, warum das jetzt so ist und nicht anders, gingen sie kleinlaut davon.

Auch im Netz sehe ich immer wieder scharfe Kommentare, Verurteilungen, Anschuldigungen und schlimmeres unter Müttern. Woher kommt all der Hass? Woher nehmen sich diese Frauen das Recht heraus anderen Müttern zu sagen wie sie ihre Kinder zu erziehen hätten, was richtig und was falsch ist? Ok, bei Gewalt gegen Kinder springe auch ich dazwischen. Auf der einen Seite, möchte jede Mutter, dass jeder sich um seinen eigenen Kram schert, da die meisten mit sich und den Kindern genug zu tun haben. Auf der anderen Seite zerreissen sie sich das Maul über andere, als würde ihr Leben davon abhängen. Und ja, das Wort Maul gehört hier wirklich hin, falls sich manche von euch fragen.

In den guten alten USA geht es schliesslich soweit, dass Mütter die auf dem natürlichen Weg gebären, Mütter mit Kaiserschnitt beschimpfen, dass die Fetzen fliegen. Man sei nur eine echte Mutter, wenn man auf dem natürlichen Wege gebäre. Hmm, da bleibt selbst mir die Spucke weg. Woher kommt das? Und wer setzt den solchen Frauen diesen Floh ins Ohr? Mir wird das jedenfalls unbegreiflich bleiben, egal wie lange ich darüber sinniere.

Hier in Europa gehen Stillende Muttis auf die Fläschen Mamas los, die Hausfrauen greifen die arbeitenden Mütter an, Buggy Moms gegen Tragetuch Liebhaberinen. Im Ernst jetzt ? Wieso muss man seinen doofen Senf dazu geben, wenn man gar nicht darum gebeten wurde? Nur weil es für die eine Familie funktioniert, bedeutet es noch lange nicht, dass es für die andere genau so gehen würde.Wenn sich dann mal eine Pädagogin einmischt, heisst es dann gleich: “Sie haben keine Kinder, Sie haben keine Ahnung, warten Sie mal bis Sie Kinder haben!” Werde ich dann eine verurteilende gelangweilte Kuh die nichts besseres zu tun hat als auf andern rumzuhacken um von meinen unzulänglichkeiten abzulenken? Nein, nein und nochmals NEIN! Ihr sprecht doch einem Arzt auch nicht seine Fähigkeit ab eine Situation zu beurteilen, nur weil er selber nie in einer solcher war, oder?

Liebe Mütter, die ihr meint ach so perfekt zu sein und andere gern belehrt, böse guckt, ich weiss wir ihr seid. Als Nanny konnte ich oft hinter die Kulissen blicken und gerade die, die am meisten motzten über andere, gerade die, taten es um von sich selber abzulenken. Also mal lieber 2.mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man auf andere mit dem Finger zeigt. Wäre es nicht eine bessere Welt, wenn jeder auf sich und seine Angelegenheiten schauen würde? Man sich gegenseitig unter die Arme greift, statt von hinten erdolcht? Niemand hat das Recht jemand anderen zu verurteilen nur weil es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht! Behandelt doch jeden Menschen so, wie ihr selber behandelt werden möchtet, das kann doch nicht so schwierig sein!?

Wobei, eine Mütterpolizei hab ich entdeckt, die sorgt für andere heisse Ohren, aber seht selbst

Sehr gefallen hat mir auch TOLLABEAS Beitrag

Bis zum nächsten mal

Paula

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Kinder nicht erwünscht im Wellnesshotel – Diskriminierung?

“Es geht hier gar nicht um Erziehung sondern um die Anmaßung des Hoteliers, nämlich eine Menschengruppe zu diskriminieren. Mit Kindern ist ein ungestörter und niveauvoller Aufenthalt also nicht möglich, das wird pauschal so in den Raum gestellt. Aber wo kommen wir hin, wenn wir alle so pauschal denken und handeln würden? Bleiben wir beim Hotel: dann lasse ich auch keine Frauen ab Größe 42 mehr rein, weil die für mein empfinden zu dick sind und meine ästhetische Wahrnehmung stören. Genauso geistig Behinderte. Ich lasse auch keine tätowierten und gepiercten Menschen rein, weil ich das anstößig finde weil ich derartige Verzierungen selber nicht habe. Alte kommen auch nicht rein, die könnten sabbern und stinken und inkontinent sein. Intellektuelle lasse ich auch nicht rein, die diskutieren und argumentieren und das stört. Menschen mit anderem Glauben oder sexueller Orientierung…um Gottes Willen, bloß nicht…Da werden meine ethischen Grundsätze womöglich in Frage gestellt.”

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Knigge Kurse für Kinder?

Vor ein paar Monaten las ich einen Bericht in der Zeitung, der mich echt sauer machteDa forderten also Leser und Eltern wirklich das Fach “Benehmen” in der Schule. Das Fach  also, dass ausbügeln sollte in ein paar Schulstunden was Eltern systematisch verpasst haben. Im Ernst jetzt ? Ich meine nicht, dass es nicht nötig wäre wenn ich mich so umsehe. Aber die Schule? Wieder eine Institution und nicht die Eltern? Ich bin immer noch entsetzt.

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