Alltag Gesellschaft Hallo Welt!

Hello, it’s me

Ich dachte es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen, für alle die mir nicht auf meinen Social Media Kanälen folgen. Mir gehts soweit gut, der Winter nagt nur an mir um diese Zeit, wie jedes Jahr. Die Erinnerungen an den unbezwingbaren Sommer verblassen mit den sinkenden Temperaturen, es wird also allerhöchste Zeit das der Frühling kommt!

Denn meine Mauer aus Ablenkung, bestehend aus Arbeit, Weiterbildung und Weltflucht in die Gedanken hält dem ganzen kalten Geschehen nicht mehr Stand.  Ich habe das  Pandemiegeschehen, schon lange nicht mehr aktiv verfolgt, ich lese immer nur Im Nachhinein, was die neuesten Verordnungen sind, da es sich eh gefühlt Tag zu Tag verändert. Das Thema lässt mich irgendwie kalt und stumpf zurück, und wie ein Kind schliesse ich manchmal die Augen und hoffe beim Öffnen es war alles nur ein schlimmer Alptraum, der nun vorbei ist. Obwohl ich, wenn ich mich mit anderen vergleiche, zu den Gewinnerinnen in der Pandemie zählen darf.

Scheinheiligkeit

Und auch die ganzen toten weltweit, die mittlerweile auf keine Ahnung wie hoch beziffert werden, das lässt mich alles kalt, denn ganz ehrlich die Scheinheiligkeit ist doch einfach ekelhaft. Schon vor Covid starben jeden Tag Hunderttausende von Menschen an Hunger, Krankheit, Unterversorgung, auf der Flucht – das hat auch keinen wirklich gejuckt, das tut es heute auch kaum, wenn wir unseren Blick z.B nach Moria richten. Und die, die helfen wurden (und werden) als Gutmenschen beschimpft.

Jetzt wo das Leid bei uns vor der Tür ist jetzt ist es ein riiiiiiesen Trara, eine riesen Tragödie! Weil gewisse Leute nicht zum Friseur können, andere monieren, dass sie ihre Kinder alleine betreuen müssen (Ja, ich weiss wie hart das ist, alles miteinander zu verbinden! Aber wart nicht ihr die, die mir und anderen Kinderlosen immer wieder ungefragt ins Ohr geschrien habt: KINDER SIND DAS BESTE AUF DER WELT UND DU VERPASST WAS; WENN DU KEINE HAST?) Ja, ich und andere sind nun gaaaaanz traurig, dass wir das nun verpassen mit dem Homeschooling, den schlaflosen Nächten allgemein und ganz fest die nervenaufreibende Zeit gerade mit Kindern. Sich zusammen schliessen und sich gegenseitig unterstüzen? Davon habe ich 0 gehört, von niemanden aus dieser Empörungsblase, aber im Pulk auf dem Spielplatz stehen ohne Maske. Genau mein Humor. Und wiederrum andere schwaffeln was von Diktatur. Ich habe eine Diktatur erlebt, vertraut mir also, wenn ich sage, dass weder in Deutschland, noch in der Schweiz eine Diktatur herrscht. Für Fragen diesbezüglich bin ich wie immer offen, schreibt mir!

 

Jaja, nicht alle, schon klar! Wer sich über meine letzte Äusserung aufregt, sollte bedenken wie der Blog hier heisst und etwas anderes lesen, was den Blutdruck nicht so in die Höhe treibt.

 

Betreuungspersonal? Egal!

Was mich hier massiv stört, ist das 0 Rücksicht genommen wird auf das Betreuungspersonal, die laut AOK in Deutschland die Berufsgruppe ist, die sich am meisten mit Covid angesteckt hat. In einer Schule in Freiburg in der Schweiz ging man sogar nach einem Massentest am zweiten Tag gepflegt dem Alltag nach, anstatt die Ergebnisse abzuwarten, was zu einigen sinnlosen Quarantänen führte.

Zum Glück muss ich nie wieder in eine Einrichtung dieser Art. Was ich so mitbekomme von ehemaligen Kolleginnen im In- und Ausland ist einfach der Horror. Ich meine, das war es schon vor Covid mit den ganzen kranken Kindern in der Einrichtung, nun ist es aber Horror im Quadrat. Von sehr vielen hörte ich, dass sie es kaum erwarten können etwas anders zu tun beruflich -da wird man sich dann auch wieder wundern* wie das sein kann.

 

*Hier bitte leicht hysterisches Bösewichtlachen einfügen.

 

Es gab sowas wie Sicherheit nie im Leben

Und ich versuche mich so wenig wie möglich über die Querdenker aufzuregen über „Bill Gates wird uns alle impfen, damit wir gechipt sind“ über Hippies und Esoteriker, die mit rechtsradikalen marschieren und das noch entschuldigen, schliesslich marschiert man ja zusammen für einen gemeinsamen Zweck!  Über Menschen die tief in die Esoterik fallen, weil sie sich an nichts mehr festhalten können. Ich versuche ja wirklich mich nicht darüber aufzuregen, aber es ist schwer, wirklich schwer, besonders wenn im Bekanntenkreis Menschen betroffen sind. Wie viele mit der Ungewissheit nicht zurechtkommen hat mich dann aber doch überrascht, weil das Leben nie so etwas wie „Sicherheit“ und eine Garantie gab, dass alles so bleibt wie es ist. Aber ich schätze im Alltag reflektieren das die wenigsten und nun, da alles sich rasant verändert, sind sie heillos überfordert.

 

Alles geht vorbei

Aber ja, was soll ich sagen, wie ich oben bereits erwähnt, hat es die Zeit mit mir gut gemeint. Ich habe einen sicheren Job als Nanny, werde demnächst umziehen und erfülle mir den Traum vom Motorbootführerschein. Mit dem Wegzug aus Zürich erfüllt sich ein weiterer Traum: Endlich wieder in der Nähe des Zürichsees leben. Von meiner neuen Wohnung sind es dann nur noch 5 Minuten zu Fuss. Im April habe ich auch meine Coachingprüfung und kann dann loslegen! Und joa, vor lauter Hunger nach Neuem lasse ich mir noch ne Zahnspange verpassen, damit ich nach der Pandemie mit graden Beisserchen gut lachen kann.

 

Ich hoffe euch geht’s allen gut und ihr kommt einigermassen ok aus dieser Zeit heraus. Wie alles im Leben ist auch das nur temporär und wird vorbeigehen. Passt auf euch auf!

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2 Kommentare

  1. Was denkst Du was länger dauert? Das Tragen Deiner Zahnspange oder Corona?
    Meine Sichtweise zur Pandemie ist ähnlich. Die tausende Tote jeden Tag durch Krieg und Hunger sind ja weit weg, Verbot von Alkohol- und Tabakwerbung oder frei erhältlicher Schmerzmittel? Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fahrverbote wegen Umweltbelastungen? Interessiert wenige. Manchen ist nur wichtig, dass sie bei Nacht am Neckar entlang spazieren gehen dĂĽrfen und riefen deshalb Gerichte an wegen der Einschränkung persönlicher Freiheiten (wir hatten ein Nachtausgangsverbot von 20 bis 5). Die ĂĽber Heimunterricht lautstark lamentierende MĂĽttergruppen auf Spielplätzen ohne Abstand und Gesichtsbedeckung habe ich auch gesehen. Ich möchte mal die hören, deren Kinder an Covid erkranken und dadurch schwere Schäden davontragen….
    Auf der anderen Seite Menschen die den Widrigkeiten trotzen, durch Kreativität die Situation meistern. fe 8 m Fahradkette und einen Grillmotor fahren liesse nund dabei professionelle Filmaufnahmen machten. Künstler, die Bilder in Fenstern paltzieren damit sich Vorbeigehende damit auseinandersetzen und daran erfreuen können. Nutzen wir doch Alle die Chancen, die uns dieses Innehalten auch bieten!

    1. Paula Deme says:

      Klar werde ich eher fertig sein mit der Zahnspange, denn ich glaube nicht, dass wir in 6 Monaten mit der Pandemie schon durch sind. Aber ich lasse mich klar überraschen! Die ersten sind schon erkrankt, auch im Umfeld. Ein 19 und ein 20 jähriger, beide Geschwister, Eltern Covidleugner. Der Jüngste wird intubiert, wird sein Leben lang Probleme haben, weil die Lunge schon arg geschädigt ist. Mit nicht mal 20 Jahren ist das Leben schon gelaufen. Doch auch da, stösst man die Verantwortung ab und vermutet Behandlungsfehler auf Seiten der Ärzte, damit man sich ja nicht eingestehen muss, dass Covid keine Lüge ist, sondern scheiss gefährlich.

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