Warum du das Recht hast dich selbst zu lieben – auch wenn du mollig bist

GASTBEITRAG

Wenn es um Zufriedenheit und Glück im Leben geht, dreht sich das Thema häufig wie eine Spirale um die Selbstliebe. Nur wenn du weißt wer du bist und was du brauchst bist du zufrieden. Klingt einfach. Aber im Leben sieht es dann so aus das dir irgendwelche Bestseller-Autoren aus ihrem Ferienhaus in Hawaii und „Insta-Beautys“ in einer bilderbuchhaften Beziehung dir sagen wie wichtig Selbstliebe ist und wie sehr sich ihr Leben dadurch geändert hat. Ja schon klar. Denen fällt es ja auch sicher leicht sich so anzunehmen. 

Aber was ist mit den Menschen wie du und ich die sich nicht als perfekt sehen? Die ihre großen und kleinen Makel haben? Die – oh erhöre – gar einen aus dem gesellschaftlichen Rahmen fallenden Körper haben? Hast du ein schlechtes Gewissen dich so anzunehmen? Darf man das überhaupt? 

Ja gerade deswegen. Lass mich erklären warum. 

Das schlechte Gewissen

Kennst du das, wenn du in den Spiegel siehst und dich heute eigentlich richtig schön fühlst? Die Haut sieht frisch aus und die Fältchen unterstreichen dein Lächeln? Bevor du diesen Gedanken auch nur halb zu Ende denken kannst kommt aber sofort dein innerer Kritiker mit dem Rohrstock und haut dir über die Finger. Na, lehn dich mal nicht zu weit aus dem Fenster Fräulein…

Ist dieser innere Kritiker ein Teil von dir? Ja.

Entspricht er deiner Persönlichkeit? Nein.

Dein schlechtes Gewissen, veranschaulicht durch diesen Kritiker, war nicht von Anfang an so. Es hat sich entwickelt und wurde von deinem Umfeld und der Gesellschaft geprägt. Vielleicht durch die strenge Mutter oder Lehrer die dir immer geschärft haben das man nicht so eingebildet und überzeugt von sich sein soll. Die Gesellschaft bejaht (noch) kein positives Bild von sich selbst, daher hat sich das auf dein Gewissen, deinen Kritiker übertragen. 

Sei dir also im Klaren darüber das er nicht die alleinige Kontrolle über dich hat und er stark von außen geprägt ist. 

Die Lüge um die Selbstliebe

Was haben Selbstliebe und Bikinis gemeinsam? 

Machen wir eine kleine virtuelle Reise durch Facebook:

Du siehst eine Frau wie sie leicht gequält in die Kamera lächelt. Top gestylt, schlanke Figur. Sie schreibt darunter wie sehr sie ihren kleinen Speck-Bauch hasst und sie sich jetzt für ein neues Fitnessprogramm angemeldet hat und seit zwei Wochen eine ziemlich krasse Diät macht. Damit sie sich endlich wieder wohl in ihrem Körper fühlt. Die vielen Kommentare darunter versichern ihr wie schön sie doch sei und dass man sie mit der Figur beneide. Warum sie sich denn so nicht einfach selbst akzeptieren und lieben könnte. 

Ein zweites Szenario: Eine Frau mit großen Rundungen postet ein Bild von sich in einem figurbetonten Kleid und strahlt in die Kamera. Sie schreibt das sie sich endlich traut ihren Körper so zu zeigen und ab sofort nie wieder eine Diät macht, weil sie das eh nicht glücklich mache. Unter wenigen positiven Kommentaren findet man: Die spielt sich ja nur was vor. Wie kann man mit so einem Körper zufrieden sein? Die Dicke soll mal lieber etwas Sport machen. 

Traurig? Ja. 

Unsere Gesellschaft kann nicht akzeptieren das eine augenscheinlich hübsche und schlanke Frau sich hassen kann und eine dicke (was ja auch immer ganz gern mit faul gleichgesetzt wird) Dame sich doch nie im Leben akzeptiert, sondern sich was „vorlügt“ um sich nicht ändern zu müssen. 

Und dabei propagieren wir doch, dass Selbstliebe für jeden wichtig und gut sei. Aber genau wie beim Bikinitragen ist es nur einer gewissen Menschengruppe gegönnt. Bei schlanken Frauen gern gesehen aber sobald der Bauch eine gewisse „Schwabbelgrenze“ überschreitet ist es obszön oder gar widerlich. 

Wir lügen uns selbst in die Tasche mit dieser Zweideutigkeit. 

Du bist niemanden etwas schuldig

Du hast ein schlechtes Gewissen dabei, wenn du dich als gesellschaftlich-unperfekte Frau doch ganz okay finden willst, weil dich eben jene Gesellschaft kleinhalten will. Wo kämen wir denn hin, wenn sich wirklich jede Frau endlich gut fühlen würde in ihrem Körper? Man denke ja nur mal an die arme Diät- und Kosmetikindustrie. Vielleicht würden wir uns dann endlich den wichtigen Dingen zuwenden und konsequent für unser Wohlergehen eintreten. 

Vielleicht mit einem „nicht-christlichen“ Beziehungsmodell? Oder endlich unsere andere Seite als Frau ausleben?

Du bist keinem – weder deiner Mutter noch der Gesellschaft – eine Erklärung schuldig warum du dich gut findest. Sondern du ganz alleine darfst dir das Recht einräumen, dich gut zu fühlen. 

Du bist der einzige Mensch in deinem Leben der für dich einsteht!

Zeig dich wer du wirklich bist

Wie schaffst du das? 

Lass den Glaubenssatz „Nur wenn ich so und so bin, bin ich es wert geliebt zu werden“ los. Du bist es jetzt schon. Deine Hülle hat nichts mit deinem Wert zu tun. Du bist keine Ramsch-Ware mit einem reduzierten Preisschild, sondern bist luxuriös und für die meisten Menschen unerschwinglich. 

Wenn dir Menschen begegnen, die dein Äußeres kritisieren oder den Kopf schütteln, wenn du sagst das du dich magst, antworte schlicht: „Das ist deine Meinung. Ich habe eine andere von mir, denn ich kenne mich am längsten.“

Ich sage es nochmal: Kein Mensch kann über deinen Wert bestimmen denn nur du ganz allein kennst all deine Facetten, deine Probleme, die du gelöst hast und deine Stärken, die dich dahin gebracht haben, wo du jetzt bist. 

Du musst nicht akzeptieren was dein innerer Kritiker dir sagt, um dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Du kannst ihm auch ganz einfach gedanklich sagen: Das ist die Meinung der Gesellschaft, nicht meine. Er wird leiser, versprochen.

Gebe dir selbst die Erlaubnis dich zu lieben wie du bist. Das ist dein Recht. Wenn du vor lauter „Ich würde mich ja gerne endlich mehr lieben“- Gedanken den Überblick verlierst dann hol dir für den Einstieg mein E-Book „Selbstliebe-Kick“ mit 5 Übungen für dich. 

Was denkst du? 

Ist Selbstliebe und Dicksein ein Widerspruch?

Boykottiert die Gesellschaft eine aktiv gelebte Selbstliebe?

Ich bin Jessica und auf meinem Blog möchte ich molligen Frauen helfen endlich das Sexleben zu haben was sie wollen und sich wieder wohl in ihrem Körper und mit ihrem Frausein zu fühlen. 

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