Das Darknet? Nein, ich werde euch heute mit nichts Illegalem behelligen, so kurz vor Heiligabend. Auch werden wir nicht besprechen, wie wir Drogen oder diverse andere illegale Sachen aus dem Darknet kaufen könnten. Aber, ich werde euch erklären, was es mit dem Darknet auf sich hat.

Viele Mythen und noch viel mehr Unwissen ranken sich um das Darknet. Denn jedesmal, wenn ich erwähnt hatte, dass ich mich im Darknet rumtreibe, in den letzten Tagen schauten mich Menschen ungläubig an oder rieten mir, Zitat: „Mach bloss keinen Scheiss, Mädel!“ Und da ich selber, muss ich ehrlich gestehen, wenig bis gar keine Ahnung hatte vom ominösen Darknet, habe ich mich für einen Workshop «Darknet und Gomorra» angemeldet, bei Otto Hostettler, im „Karl der Grosse“ in Zürich.

Also ist nun das ganze Wissen, was ich hier nun mit euch Teilen werde, basierend auf diesem Workshop und seinem Buch „Darknet, Die Schattenwelt des Internets“ was auch mein erstes Ebook war. Ich muss gestehen, ich habe danach gleich noch ein paar gekauft, da das lesen extrem schnell ging, sowohl am IPhone, als auch am Mac. In 4.5 Stunden war ich fertig. Ja, ich fasse es selber noch nicht, aber ich bin ein Fan von Ebooks geworden.

Grossen Dank nochmals auch hier, Otto, dass ich Zitate aus dem Buch und auch vom Workshop verwenden darf fĂĽr diesen Blogbeitrag! Los geht`s!

Allem voran: Nein, das Darknet ist nicht illegal!

Man benötigt als erstes den TOR Browser, denn kann man problemlos hier herunterladen.

Man öffnet den Browser und kann dann auf den gängigsten Webseiten surfen, die man kennt, aber total anonym, was ja, mit dem normalen Browsern nicht mehr möglich ist. Jeder Schritt, den wir im Internet tun, wird registriert und ausgewertet. Was auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite nicht so gut ist.

Das sehe ich schon nur alleine, wenn ich meine Blogstatistiken checke. Ich sehe, aus welcher Stadt ihr kommt, wie lange ihr online wart, welchen „Weg“ ihr eingeschlagen habt auf meiner Webseite. Klar, nicht mit Namen, doch eure IP Adresse wird angezeigt. Die man auch leicht lokalisieren kann, wenn man will. Das ist mit dem TOR Browser nicht möglich, ihr surft also völlig anonym.

„Der ehemalige Leiter des Europol-Kompetenzzentrums Cybercrime (EC3) Troels Oerting schätzte bei einer internationalen Ermittlertagung, dass nur gerade 4 Prozent aller existierenden Webseiten von Suchmaschinen indexiert und damit fĂĽr die gesamte Ă–ffentlichkeit sichtbar sind. Anders gesagt: 96 Prozent aller Internetseiten liegen gemäss dieser Beurteilung im Deep Web. Der niederländische Journalist und Recherchetrainer mit Schwerpunkt Internet/Social Media, Henk Van Ess, kommt zu einem etwas anderen Schluss.

Er schätzt, dass Google immerhin etwa 35 Prozent aller Webseiten indexiert. Die anderen 65 Prozent liegen gemäss Van Ess im Bereich des Deep Web. Davon finden sich je ein Drittel in sozialen Netzwerken sowie im versteckten Web («Hidden Web»). Das restliche Drittel sind laut Van Ess im Internet verlorene Inhalte («Lost Web»).“

Auszug aus: Hostettler, Otto. „Darknet.“ iBooks

Onion statt .de oder .ch

Was das Darknet auch von dem „normalen“ Internet unterscheidet, ist die Endung. Adressen enden nämlich mit onion, statt .de oder .ch. Frei nach dem Zwiebelprinzip. Im Buch wurde es von Otto so beschrieben:

„Die Zwiebel symbolisiert beim TOR-Projekt die schichtartige VerschlĂĽsselung (s. a. Kapitel 2). Der Begriff «Hidden Web» wird oft als Synonym fĂĽr Deep Web verwendet. Doch mit «Hidden Services» sind jene verborgenen Webseiten gemeint, die mit herkömmlichen Browsern wie Firefox oder Safari nicht auffindbar sind. Ins Netz gestellt werden solche Webseiten ĂĽber TOR. So können beispielsweise Systemkritiker, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower vollständig anonym Informationen verbreiten, mit TOR können sie ihren Standort gänzlich verschleiern. “

Auszug aus: Hostettler, Otto. „Darknet.“ iBooks.

GRAMS statt GOOGLE

Eine der vielen Suchmaschinen heisst GRAMS, wer sich bisschen umsehen möchte, kann das dort tun.

http://grams7enufi7jmdl.onion/ <—Warum ich das ausschreibe?

Damit ihr den Unterschied seht zu einer „normalen“ Web Adresse, so wie wir sie alle kennen und einer aus dem Darknet. Und ja, ich kann sie immer noch nicht auswendig, deswegen gibt es eine Liste (Grossen Dank auch hier an Otto) die ich gern das Nächste Mal mit euch teile. Wäre ja schade, bereits jetzt alles zu verraten.

Versprecht euch nicht all zu viel, an die richtig „dicken Fische“ kommt ihr so schnell eh nicht ran, aber wie gesagt, dazu ein anderes Mal.

Enjoy the Darknet & ein besinnliches Weihnachtsfest!

Paula