Für immer und ewig treu?! Mein persönlicher Kommentar

Keine Einladung zur Kontrolle

Dieser Beitrag soll nun keine Einladung sein jedem zu misstrauen und den Partner nie mehr allein vor die Tür zu lassen. Er soll einladen zum Nachdenken, zum offenen Dialog über die verschiedenste Bedürfnisse die nicht in Partnerschaften erfüllt werden, (können) aus Mangel an Kommunikation. Denn ein offenes Gespräch oder eine offene Beziehung ist genau das: Ein Austausch, beim Versuch einen Weg zu finden der für beide passt, ohne den anderen belügen und hintergehen zu müssen. Nur so, finde ich, kann eine Beziehung wirklich von Dauer sein. In dem man sich als Ziel setzt glücklich miteinander zu sein und gemeinsam einen Weg findet, der für beide stimmt.

Und weiter geht es im Text um die besten Kommentare zum Beitrag: Für immer und ewig treu?! Selten so gut gelacht! 

Als erstes, möchte ich nochmal klar stellen, so wie ich das im Beitrag ganz am Anfang schon mal erwähnt hatte, aber das von vielen übersehen wurde: DAS IST NUR MEINE ERFAHRUNG! NEIN, ICH WURDE NICHT ENTTÄUSCHT!  Irgendwie fühlte sich nämlich jede zweite eingeladen mich daran zu erinnern, Zitat: “Nicht jeder ist ein böser Fremdgänger!” Die Frauen schloss man hier kategorisch aus, schliesslich gehen nur Männer fremd und nur Männer verlassen Frauen und nur Männer verlieben sich innerhalb von Beziehungen in andere Frauen. Hallo Opferrolle! Schon lange nicht mehr gesehen!

Andere Damen fragten, was mir eigentlich einfiele so über die monogame Beziehung herzuziehen. Ja, meine lieben, warum nicht? Rüttelt das an eurem Märchen?  Meinungsfreiheit gilt wohl nur dann, wenn sich die Meinung mit der eigenen deckt? Ein Mann beschwerte sich, warum ich nur über die monogame Beziehung schrieb und herzog. Nun ja, weil der Artikel nun mal von monogamen Beziehungen und die Heuchelei dahinter geht, eventuell, nur so als Idee?! UND JA, ICH WEISS: NICHT ALLE SIND SO!!

So..und nun…Auflösung – *Trommelwirbel

Lasse ich euch teilhaben an meinem Erfahrungsschatz, auch wenn ich das nicht müsste. Denn viele glaubten auch zu 1000% ich wäre enttäuscht worden und liesse deswegen meinen Frust im Blog aus. Die Frage ist nur: Von wem? Eine vermutete meinen ehemaligen Liebhaber. Ich frage mich nur: Welchen? Denn bis jetzt habe ich alle “Beziehungen” beendet, bis auf eine vor 8 Jahren..da ist er gegangen. War aber auch ne recht mühsame Geschichte, da ich mich nicht schützen konnte vor seinen Launen zu der Zeit, und er manisch depressiv war. Also, wie komme ich denn nun dazu, so schlecht über monogame Beziehungen zu denken?

Meine Erfahrung. Einfach nur meine Erfahrung als Singlefrau, Barkeeperin, Freundin einer Domina und Animateurin in einem Hotel auf Ibiza. Und ja, die Erfahrungen meiner Freundinnen und meines weiten Umfeldes. Gute Beziehungen und Ehen sind selten.

Ich, die Barkeeperin

Ich stehe hinter der Bar seit dem ich ca. 21 Jahre alt bin, also bereits 12. Jahre. Mal regulär, jedes Wochenende, mal hier und da und auch mal Vollzeit in Ibiza. In normalen Bars, Kulturzentren, Nachtclubs, Partys, als Coyote Ugly Girl, wo ich auch getanzt habe, auf Afterhours oder ein einem Club, nahe dem Rotlichtviertel inklusive Fetischpartys.

Ihr seht schon, ich habe nichts ausgelassen. Und wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich eine menge Männer getroffen, die, die Sau haben fliegen lassen. Viele davon waren vergeben. Die meisten störte das aber nicht und sie lebten sich aus. Einige landeten auch bei mir zuhause, wo ich am nächsten Tag freundlicherweise von ihren Frauen oder Freundinnen erfuhr.

Auch, als ich schon in der Schweiz gewohnt hatte, besuchte mich ein bekannter den ich von meiner Arbeit kannte, trotz dem dass er eine Verlobte hatte. Er hatte ein geschäftliches Meeting und stand förmlich vor meiner Türe damals, als Überraschung. Und wer mich nun für irgendwas verantwortlich macht, sorry.

Den Schuh zieh ich mir nicht an. Die Männer sind für ihre Taten verantwortlich, ende der Geschichte. Wer nicht von Anfang an sagt, dass er vergeben ist, flirtet und mehr gibt mir und anderen auch nicht die Chance zu entscheiden wie es weiter geht. Singlefrauen besitzen nämlich keine magischen Kräfte um vergebene Männer willenlos zu machen.Ehrlich nicht. Auch, wenn es hart ist sich einzugestehen: Wenn er fremd geht..hat er Schuld, nicht die andere Frau, die meist nichts von seinem Glück zuhause weiss.

Ob es überhaupt weiter geht. Und das machen die wenigsten. Mir ist es ehrlich gesagt auch egal, da es nicht in meiner Verantwortung steht den Menschen zu erziehen oder ihm aufzuzeigen was richtig und was falsch ist. Eigenverantwortung heisst das Zauberwort.

Gespräche aus dem Rotlichtviertel

Als ich im Club nahe dem Rotlichtviertel gearbeitet hatte, kamen auch genug Freier vorbei und sprachen sich aus, auch mit den käuflichen Damen kam man regelmässig ins Gespräch. Sicher, ich war jung und hatte viele, viele Fragen. Und ratet mal was: Die meisten Kunden waren vergebene Männer. Singlemänner eher selten, da diese ungeniert Frauen anmachen konnten, ohne Angst zu haben entdeckt zu werden. Ich wohnte hier in der Schweiz auch mit einer Domina zusammen. Auch sie bekam hier und da Besuch von “Kolleginnen”.

Und ja, die meisten Freier sind vergeben. Die meisten kommen auch, wegen unerfüllter Wünsche zu Hause oder zum Reden, weil viele nicht mehr als Mann gesehen wurden zuhause. Weil Frauen denken, es sei ok, jahrelang nicht mit ihrem Mann zu schlafen. Ist es aber meistens nicht. Sexualität ist ein Bedürfnis wie Essen und Schlafen. Das kann man nicht einfach abschalten nur weil das Fräulein zuhause nun Asexuell wurde.

Einer der Kunden bezahlte sogar für die Silikonbrüste meiner Kollegin, und der hatte auch eine langjährige Freundin. Muss ja jeder selber wissen was er macht und wie er sein Geld verdient, ich habe alle Damen als freundliche Menschen erlebt, die ihrem Job nachgehen. Aber was sagt das über das Beziehungsmodell Monogam aus? Ihr versteht nun sicher, warum ich denke, dass es eben hier und da echt verlogen und heuchlerisch ist.

Als Animateurin in Ibiza

2008 war ich  zwei Monate alleine in einem Hotel im Norden Ibizas als Animateurin unterwegs bevor ich in die Bar wechselte. Ihr könnt euch vorstellen, was da abging. Und ratet mal was…wieder vergebene Männer, die sich allesamt benahmen als gäbe es kein Morgen mehr. Mehr möchte ich hier auch gar nicht weiter ausführen 😉 Einfach nur das: Es war wild..sehr sehr wild. Und was auf Ibiza passiert, bleibt schliesslich auf Ibiza, ausser man war doof und hat nicht verhütet. Dann kommt man evtl mit einer Krankheit oder einem langjährigen Souvenir heim, der Oliver heisst.

Ich, als Singlefrau

Und ja, ich bin auch gut im Nachtleben unterwegs. Und auch sonst komme ich gut rum. Ratet mal was…viele andere auch. Und auch viele vergebene, die sich einen Dreck darum scheren, ob da jemand zuhause auf sie wartet. Da ich ja auch kein Kind von Traurigkeit bin und ein offenes Wesen habe  lernen ich auch viele Menschen kennen. Sicher, nicht alle gehen fremd und haben eine lockere Moral. Aber wie gesagt, es sind meine Erfahrungen. Ich erlebe Paare die sich beide hinter dem Rücken des anderen betrügen und bei Facebook einen auf Heile Welt machen. Er, der vor ein paar Monaten noch mit mir unterwegs…hält nun um die Hand seiner Freundin an, von der er mir so irgendwann mal was erzählte. Sie, die alleine auf Reisen geht, und doch hier und da noch ein paar Abstecher in andere Betten unternimmt, heimlich versteht sich. Muss ja jeder selber wissen. Nur eben..das Model Monogam und so alle sind Treu und wir spielen uns teilweise was vor…einfach NOPE.

 

Zusatz: Da man versuchen möchte mich in irgendein “Millieu” oder nur aufs Nachtleben zu beschränken: Was glaubt ihr hocken denn für Menschen bei Huren oder in Bars? Väter, Ehemänner & der Nachbar von Nebenan!

Und nicht nur im Nachtleben wird man angemacht von vergebenen oder verheirateten Männern. Auch, als man mir einen Job anbot (ich sollte eine Kolumne schreiben) wurde mir erst der Job angeboten, dann eine Affäre (der Mann ist verheiratet) oder in ganz alltäglichen Situationen, wo der Ehering klar sichtbar ist, aber nicht zum Verhalten des Mannes passt 😉 Es passiert jeden Tag, auch wenn manche das nicht wahrhaben möchten und nun versuchen mir den Mund zu verbieten durch persönliche Beleidigungen.