Gestern war der grosse Tag, gestern wurde die Folge ausgestrahlt, die wir in K├Âln gedreht haben, vor ein paar Wochen. Leider kam ich nicht fr├╝her dazu einen Beitrag zu schreiben, um euch Bescheid zu geben, ┬áda es die Woche vor dem grossen Urlaub ist und dem entsprechend viel an steht und stand. Aber: Die komplette Folge gibt es in der Mediathek zu sehen. Auch wird die Folge ein paar mal im TV wiederholt, wenn mich nicht alles t├Ąuscht.

Ich w├╝rde l├╝gen, wenn ich behaupte, die letzten Wochen w├Ąren einfach gewesen. Ich war gereizt, unausgeglichen und hatte sehr reale Alptr├Ąume von Situationen aus der Vergangenheit. Klar, das befassen mit dem Thema bef├Ârderte alles m├Âgliche aus der Vergangenheit wieder hoch. Vieles, was irgendwo in einer dunklen Ecke in meinem Unterbewusstsein schlummerte.

Doch das war es wert!

Die Resonanz war riesig. Ich hatte das Ziel erreicht: Den Leuten Mut machen.┬á Eine grosse Diskussion durch alle Reihen losl├Âsen. Das WDR teilte einen Vorspann bei sich auf der Seite, die bis jetzt 61.194 Menschen angesehen haben. ├ťber hunderte Menschen, die auch ein sehr schwieriges Verh├Ąltnis zu ihren Eltern haben und den Kontakt abgebrochen haben, oder es sich ├╝berlegen. Auch in meinem privaten Umfeld erfuhr ich dann von einigen, dass es ihnen ├Ąhnlich ging, oder sie sich in meinen Worten wieder gefunden hatte. Ein paar negativen Stimmen meldeten sich auch zu Wort, aber dann bin ich halt bl├Âd, grausam und herzlos, weil ich mich nicht mehr beschimpfen, erniedrigen und schlagen lasse. Damit lebe ich sehr gut.

Viele Zuschauer haben mir geschrieben, auf Facebook oder auf meinem Blog. Dass es gut sei, endlich mal dar├╝ber sprechen zu k├Ânnen. Dass es gut tue, jemanden zu sehen oder zu h├Âren, dem es ├Ąhnlich ergangen ist. Dass man nicht so ein schlechter Mensch ist, wie man dachte, nur weil man den Kontakt abgebrochen hat. Eine Dame, die auch sehr fr├╝h ausgezogen ist, hat sogar darauf hin eine Gruppe gegr├╝ndet f├╝r Frauen die den Kontakt zu den Eltern abgebrochen haben. Ich selber bin dort auch mit dabei.┬á„Die obige Geschichte bei Frau TV war die Inspiration zur Gr├╝ndung dieser Seite. Vielen Dank Paula“ ┬á

Gern geschehen.

Es freut mich sehr, dass so viele Menschen den Mut finden sich zu ├Âffnen.┬áIch k├Ânnte mich aber noch mehr freuen ├╝ber die Resonanz zu dem Beitrag. Doch es macht mich auch traurig. Sehr sogar. Eltern- sie sollten eine konstante sein im Leben, jemand auf den man sich bedingungslos verlassen kann, die einen lieben, bedingungslos. Und keine Bedrohung, niemand von dem man sich trennen muss, damit man endlich frei und gl├╝cklich sein kann.

Wann die Aufnahmen vom Radio on Air gehen, weiss ich aber wirklich noch nicht.