Ist glücklich sein denn kein Ziel im Leben?

Es ist ein wenig ruhiger geworden die Tage, das lag zum Teil an dem strengen Januar, der so einiges mit sich brachte, aber auch an der neuen Einstellung es einfach mal langsamer zu nehmen. Ist gut gelungen wie ich finde =) und für die Neugierigen unter euch…Nein, es gibt nichts neues von der Staatsanwaltschaft und den Anzeigen. Es heisst weiterhin Tee trinken und warten.

Ziel? Glücklich sein!

Heute soll es drum gehen, was man so vom Leben erwartet. Darf man auf die Frage: “Was hast du für Ziele im Leben?” mit “Glücklich sein!” (Ja,ja, ich weiss, wie John Lennon)  antworten? Ich hatte gestern sein Gespräch, in dem es genau um das ging, man sagte mir im Anschluss das klinge Ziellos, ich würde von heute auf morgen in den Tag leben.  (<—Ich gestehe: Bei dem letzten Satz brach ich aber schon in schallendem Gelächter aus) Ja, deine Meinung. Fine with me. Ich schulde dir keine Erklärung. Aber nett, dass total Fremde sich das Recht herausnehmen, mein Leben zu be- und verurteilen.

Allgemein lässt sich immer wieder beobachten, dass Menschen irritiert sind, wenn man als Frau nicht das Ziel Kinder, Familie und Hochzeit hat.  Ob man ewig als “Lebemensch” sein gesamtes Leben fristen konnte, wollte besagte Person wissen. Klar, ich kann das! Es gibt so vieles zum entdecken, erforschen, erleben. Die Art und Weise wie man Dinge erlebt und was man erlebt ändert sich, ja. Die Energie lässt irgendwann nach, auch ok. Es gibt Menschen die sind glücklich auf ihrer Couch, in ihrer Komfortablen Zone, in ihrem Alltag, in ihrer Routine die leben in der Stadt in der sie geboren sind und sterben auch dort. Fein. Wenn es das ist was sie glücklich macht. Auch habe ich beobachtet, dass Lebensentwürfe, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen abgewertet werden. “Offene Beziehungen sind doch keine richtigen Beziehungen.” “Du kannst nicht ewig so leben!” “Auch du wirst alt und sehnst dich nach einer Familie, jeder tut das.” “Das sind doch keine Ziele im Leben!”

Das Video bringt es auf den Punkt…mit den “Zielen” im Leben…das Leben ist nämlich keine Reise mit irgendwelchen Zielen, es ist eher wie eine Party zu der man tanzt, während die Musik, also das Leben, spielt. Ich hatte das auch mal vor einiger Zeit in einem anderen Kontext auf dem Zwillings Blog gepostet.

 

Es gibt kein Richtung und kein Falsch

Wer entscheidet denn, was ein richtiges Ziel im Leben ist? Und überhaupt, was ist das Ziel? Ist nicht der Weg das Ziel, gerade im Leben? Ich möchte nicht nur am Wochenende glücklich sein, oder im Urlaub, oder im Sommer, oder gar in der Rente. Ich möchte jeden Tag glücklich sein. Ja, diesen Anspruch habe ich, und er ist machbar. Mit einem Beruf den man nicht als solches sieht, mit Selbstliebe, mit Reflexion und mit dem Entschluss glücklich zu sein. Glück ist nichts, was einfach so passiert. Und nichts, was andere uns schulden. Und klar, jeder hat mal einen schlechten Tag, aber man kann an seiner Einstellung arbeiten, wie man zu Herausforderungen steht. Man kann alles als riesiges, unüberwindbares Problem sehen, oder eine Herausforderung für die man eine Lösung oder 2. oder 3. parat hat. Brauche ich die Erlaubnis von irgendwem mein Leben nach meinem Geschmack zu gestalten? Einige rieten mir ja auch endlich mal erwachsen zu werden. Was ich davon halte und wie ich erwachsen sein definiere, das habe ich bereits in diesem Beitrag beschrieben.

 

Man schuldet niemanden eine Erklärung

Irgendwie, nicht erst seit heute, beschleicht mich das Gefühl, dass manche Leute immer Erklärung verlangen für Dinge die sie absolut nichts angehen. Wie man sein Leben lebt, und warum. Und nicht weil sie es verstehen wollen, nein. Damit sie es abwerten können. “Also für mich wäre das nichts!” Ja, du musst ja nicht so leben. “Mir wäre das zu anstrengend!” Dude, hat dich jemand nach deiner Meinung diesbezüglich gefragt? My life, my business. Musst du so leben, nur weil ich es tue? Nein. Musst du dich mit mir vergleichen? Nein. Ist das arrogant? Nein.

Wenn ich alt und grau bin, möchte ich zurück blicken und denken: “Ja, ich habe alles getan was ich wollte, habe mir jeden Traum erfüllt, jeden Wahnsinn gelebt, ohne mich darum zu scheren, was andere von mir oder dem Traum denken!” statt: “Verdammt, ich hätte gern dieses und jenes getan, aber ich hatte nicht den Mut dazu…” Wenn wir Pech haben, haben wir nur dieses eine Leben, warum also nicht das Beste draus machen und vor allem, genau das worauf man Lust hat, klar immer mit Rücksicht auf andere, doch nicht was einem andere vorschreiben. Deswegen:

 

*Bunt ist das Dasein und granatenstark. Volle Kanne Hoschis!

 

 

Bild: Privat

*Bill und Tees verrückte Reise durch die Zeit