Generation Y hat die Schnauze voll von euren Diagnosen

Generation Y

So bezeichnet man Menschen die zwischen 1980 und 1999 geboren wurde, ich gehöre dazu. Was vermehrt in letzter Zeit auffĂ€llt, wie viele Ă€ltere uns ihre „Diagnose“ aufs Auge drĂŒcken wollen. Von Generation „BeziehungsunfĂ€hig “ ist die Rede, dass wir so verdammt unglĂŒcklich sind, dass wir Erwartungen nicht erfĂŒllen.

Wessen Erwartungen mĂŒssen wir denn erfĂŒllen bitte? 

Wir werden nie so reich sein wie unsere Eltern, desweiteren sind wir auch die Generation „Praktikum“! Wir feiern ausserdem falsch, unter falschen Mottos zur falschen Musik.

Alle waren frĂŒher natĂŒrlich Revoluzzer

Viele jenseits der 40. oder knapp darunter fĂŒhlt sich berufen uns und der Welt ihre persönliche Diagnose aufs Auge zu drĂŒcken ob wir wollen oder nicht. Und sie alle wollen in den 70/80 iger Revoluzzer gewesen sein, wilde junge Punks oder Querdenker  die, die Welt verĂ€ndert haben. Die RealitĂ€t sieht leider anders aus und man kann sich die eigene Vergangenheit auch schön wild ausdenken um das eigene Versagen der nĂ€chsten Generation in die Schuhe schieben zu können um von sich abzulenken.

Wir seien zu wenig politisch engagiert, arbeitsscheu, wĂŒrden ewig studieren, oder seien gleich faul, feiern sowieso nur auf Drogen, machen Urlaub auf Keta (nein, nicht die Insel) und ĂŒberhaupt, warum zum Teufel wollen wir nicht so sein wie unsere Eltern?
Ja, warum nur? Wir wollen frei sein, ungebunden, immer flexibel im Wandel der Zeit agieren können. Weil die Welt dieses von uns verlangt. Weil Leben auch immer VerĂ€nderung heisst, seit Anbeginn  der Zeit.

 Wir haben erkannt, dass wir nicht so leben mĂŒssen wie Generationen von uns, sondern dass wir eine Wahl haben. Die Wahl so zu leben wie wir es fĂŒr richtig halten und nicht die Erwartungen von irgendwem erfĂŒllen mĂŒssen.

Frauen haben sich mehr emanzipiert, sind unabhĂ€ngiger geworden und sehen nicht nur das MutterglĂŒck als ErfĂŒllung und einzige Aufgabe in ihrem Leben. Desweiteren sehen wir auch, dass es nicht nur ein Beziehungsmodell  fĂŒr alle gibt um glĂŒcklich zu werden.

Wir sind nicht BeziehungsunfĂ€hig 

Trotzdem hĂ€mmert man auf uns ein, von allen Seiten: BeziehungsunfĂ€hig, egoistisch, selbstbezogen, unfĂ€hig „echte“ Liebe zu empfinden.

Wie echt oder bestĂ€ndig ist denn das gesellschaftlich anerkannten Beziehungsmodell „Ehe“ oder die monogame Beziehung? 

Schaut man sich so gewisse Studien an, gehen diese Ehen und Beziehungen recht schnell auseinander oder es wird munter fremd gegangen.

Ist das denn erstrebenswert? LĂŒgen? Sich verbiegen? Andere verletzen nur um die Fassade aufrecht zu erhalten? 

Sorry, ich sehe das anders. Auch in meinem jetzigen Bekannten- und Freundeskreis und der ist nicht gerade klein, kenne ich nur 2. Paare die glĂŒcklich und lĂ€nger als 10. Jahre zusammen sind ohne grösseres Drama. Wie sieht denn echte Liebe aus? Warum kann man nicht respektieren, dass sie fĂŒr jeden anders aussieht und niemanden verurteilen nur weil er nicht so liebt wie wir es tun?

Ohne dass an gleich den Stempel „BeziehungsunfĂ€hig“ auf die Stirn geknallt bekommt?

Wir sind nicht faul 

Faul, wir? Ich kenne niemanden der faul auf dem Sofa liegt und gammelt, sorry! Wir reissen uns den hintern auf,  fĂŒr das was wir wollen, sind engagiert, und engagieren uns ehrenamtlich.

Doch haben wir andere PrioritĂ€ten als die Generationen vor uns. Uns ist ein Haus und ein tolles Auto  nicht mehr ganz so wichtig wie unseren Eltern. Warum das ganze Leben verschulden, an einem Ort gefesselt sein und meist das ganze Leben fĂŒr das Haus arbeiten, dass wir im Alter, wenn es dumm lĂ€uft verkaufen mĂŒssen um das Altersheim zu zahlen?

Wir geniessen mehr zu reisen, zu sein, unsere Zeit hier auf Erden nicht rund um die Uhr der Arbeit zu widmen sondern uns, unseren Hobbys, unseren liebsten unseren Familien.

Ausserdem..wie sollen wir uns ein Haus leisten, wenn wir nur noch begrenzte JahresvertrĂ€ge  bekommen, nach jahrelangen Praktika?

Die Welt ist im Wandel

Diese Generationenkonflikte gab es schon zu Zeiten Sokrates und wahrscheinlich auch davor, also haltet euch doch einfach mal zurĂŒck mit euren bescheuerten Diagnosen und Feststellungen und doofen Erwartungen. Werte verĂ€ndern sich…

Immer dieses „Mimimimimi frĂŒher war alles besser!“ gejaule und die stĂ€ndigen Vergleiche fĂŒhren doch zu nichts. Solltet ihr in euren Alter euch nicht in Gelassenheit ĂŒben und erkannt haben:

Man verurteilt nur etwas, weil man es nicht versteht?!

Sucht doch mal den Dialog anstatt mit erhobenem Zeigefinger Oberlehrer mÀssig zu schimpfen wie die Rohrspatzen. Wo ist denn eure reife des Alters von der immer alle reden? Akzeptiert doch einfach die Wahrheit:


Die Welt verĂ€ndert sich, stĂ€ndig. Das war so, das ist so und das wird immer so sein! 



Das ist die einzige BestÀndigkeit die wir haben. Der Wandel. Nichts wird so bleiben wie es ist und das ist gut so. Ob es euch nun passt in eurer kleinen Welt oder nicht.

✨Alles ist gut✨

Pic – Paula Deme

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38 Kommentare

  1. das hast du schön gesagt!

  2. mark deposee

    q. e. d.

  3. Überall Schubladen in die man uns stecken will… das Leben ist ein begehbarer Kleiderschrank von IKEA… man kann immer wieder umbauen, umrĂ€umen, ausmisten und alles hat Platz. Schubladen sind eng und muffig, da fĂŒhlen sich höchstens Krawatten wohl…
    Schöner Post!!!

  4. Öhmmm…ich wĂŒrde eher sagen, daß „ihr“ gar nicht so leben könnt wie die Generationen vor euch. Wobei das mit „Generation“ an sich schon Blödsinn ist. Denn was bin ich dann? Das eine Jahrzehnt vor 1980 macht es auch nicht.

    WĂ€ren die anderen mal in den 80ern Revoluzzer gewesen. Dann hĂ€tten wir so weitermachen können, wie es in den 70ern begonnen hatte. Anders als vorher. Und vor allem vernĂŒnftiger. Aber stattdessen hat man mit den 80er alles vergessen und business as usual gemacht. Das haben wir jetzt davon.

    Schubladen sind so völlig egal. Laßt doch irgendwen eine aussuchen und euch da reinstecken. Wen interessieren die Schubladianer?
    Ich bin persönlich vor allem Generation „WTF!?“ Weil ich nĂ€mlich auch nicht verstehe, wie andere nicht mitkriegen können, daß nichts bestĂ€ndiger ist als der Wandel.

    Guter Text! 🙂

  5. Wie Du richtig schreibst: Der Generationenkonflikt ist so alt wie die Welt. Ob Generation X, Y oder Z – immer gibt es etwas zu meckern und frĂŒher war sowieso alles besser. Allerdings wĂŒrde ich das auch nicht ĂŒberbewerten. Das ist nun mal der Lauf der Dinge. Man ist in einem gewissen Korsett an Werten aufgewachsen und aus dem auszubrechen ist fĂŒr viele eben nicht so einfach. Da hilft nur Toleranz und zwar in alle Richtungen. Zumal ich von Pauschalisierungen nichts halte. Keiner von uns lebt doch starr nach nur einem (Generationen-)Konzept: Die Entscheidung fĂŒr oder gegen Kinder, Eigenheim und Ehe ist doch nicht neu und in keiner Generation wurde und wird sie pauschal getroffen. Vielleicht sollten wir uns einfach freuen, dass uns Möglichkeiten offen stehen, die frĂŒhere Generationen fĂŒr uns geschaffen haben. Und ja, sie haben uns auch Probleme hinterlassen – aber das werden nachfolgende Generationen auch ĂŒber uns sagen. Ich plĂ€diere dafĂŒr, die ganze Sache entspannt zu sehen und wenn gar nichts mehr hilft, kann man die Ohren ja auch einfach mal auf Durchzug stellen… 😉
    Viele GrĂŒĂŸe
    Katharina

    • Liebe Katharina!

      Auf Durchzug stellen wird schwierig, wenn Gesellschaft, Eltern, die Medien und die Familie stĂ€ndig auf einen eindreschen und einem das GefĂŒhl vermitteln alles falsch zu machen. Hat man denn vergessen, dass man frĂŒher auch jung war und mit Ă€hnlichen Problemen kĂ€mpfte? Ist der Mensch nicht fĂ€hig sich zu reflektieren, oder sich zu erinnern?

      Irgendwie kann ich da nicht ruhig bleiben, wenn man mir und anderen stĂ€ndig absurde Sachen an den Kopf schmeisst, im Gegensatz zu frĂŒher, aus allen Richtungen.

      Wer könnte das schon?

      Liebe GrĂŒsse,

      Paula

  6. Hallo Paula,

    ich finde die Botschaft von Generation Y wichtig und richtig. Werte wie Zeit mit Familie und Freunden verbringen und nicht die Erwartungen anderer erfĂŒllen zu wollen, sind zuletzt sehr viel zu kurz gekommen. Es ist gut, dass eine neue Generation jetzt nicht einfach so weitermachen möchte. Und das sage ich als Generation X!

    Ich hoffe, diese Einstellung wird nachhaltig genug, damit wir auf unserer Erde allesamt (!) wieder besser leben können, auch miteinander. DafĂŒr braucht es den Einsatz eines jeden, auch, um ĂŒber das eigene Leben hinaus zu blicken.

    Interessant wird es, wenn die heutige Generation Y dann so „jenseits der 40 oder knapp darunter ist“. Gerne möchte ich dann MĂ€uschen sein und beobachten, wie die heutige Generation Y dann ĂŒber die Generation Z spricht. Ich glaube, schon die griechischen Philosophen aus der Antike haben sich ĂŒber die Jugend ihrer Zeit aufgeregt. Das ist so, das wird wohl so auch immer bleiben!

    Fussige GrĂŒsse, Jana

  7. Ich denke, manches sind wertvolle Erfahrungen der anderen Generation, die uns durchaus auch lehrreich sein können. Und das andere…Tja, dass sind eigene Verunsicherungen und wĂŒrde ich gar nicht so sehr werten. Jeder macht, was er fĂŒr richtig hĂ€lt und versucht, sein Leben so gut wie möglich zu gestalten. Generationskonflikte sind was ganz „normales“ und werden BestĂ€ndigkeit haben ;-). Auch das gehört zum Leben dazu.

    lg Nadine von NannisWelt

    • Hallo Nanni!

      Ich hoffe doch schwer, dass ich nicht so eine werde 😉 Ich höre nömlich jetzt schon Leute in meinem Alter sich ĂŒber die jĂŒngeren beschweren..

      Ganz liebe GrĂŒsse und einen schönen Sonntag!

  8. Das klingt sehr wĂŒtend 🙂 Ich denke, man sollte das „geschmeidig“ sehen und sich auf die Menschen vor einem konzentrieren – denen ist es egal, ob man „beziehungsunfĂ€hig“ oder „faul“ ist. Ich denke, diese „Generationen“-Sache ist von den Medien ĂŒberspitzt formuliert. Im Grunde möchte man die Probleme, die junge (und alte) Leute heute haben, lösen. Man versucht zu erfassen, was passiert und stellt Unterschiede fest. Mit Überspitzungen kann man Artikel und BĂŒcher gut verkaufen 🙂

    ich merke, dass meine Eltern Werte anders auslegen und das die Menschen neben mir manchmal andere Ansichten haben – auch innerhalb einer Generation. Aber das ist eine Bereicherung. Manchmal wĂŒrde ich gern mehr verstehen, aber Offenheit ist gut.

    • Das ist es ja. Die Menschen vor einen fragen ja auch stĂ€ndig: „Und, wann hast Du mal einen Freund / Freundin?“ „Willst Du nicht mal Kinder?“ „Bist du dazu nicht schon zu alt?“ Ach, wĂŒtend geht hier ganz ganz anders…Ich bin einfach nur genervt. Jeder zweite Artikel behandelt dieses ausgelutschte Thema. Als hĂ€tte man keinen anderen PrĂŒgelknaben!

      Offenheit tut immer gut…

      Schönen Sonntag =)

      • Ich hab schon Musiker gehört, die genau DAS verarbeitet haben. Ansonsten… die Menschen in meinem Umfeld sehen das anders – die Zeiten sind so hart, dass Familie hinterfragt wird. Es gibt Familien, die an diesem Bild festhalten, aber auch das ist erstmal nicht schlimm. Das schlimmste sind Medien, die uns stĂ€ndig Probleme einreden wollen. Aber… dann bleiben die 4 EUR fĂŒr ne pseudo-kluge Zeitung im Portemonee 🙂

  9. Liebe Paula,
    ui, da musstest du dir einmal Luft machen was? Ich verstehe, dass dieses stĂ€ndige „Generation Y macht dies und das und ist so und so“ schon als nervig empfunden wird, aber in Teilen finde ich solche BeitrĂ€ge auch ganz interessant. Ich finde unsere Generation Y (ja, ich gehöre auch dazu), irgendwie ganz cool, genau solche BeitrĂ€ge wie oben machen uns aus, wir machen „unser Ding“ und es ist egal, was die andern sagen.
    Von einer Bekannten hab ich mal gehört, dass die Generation nach uns eher unselbststĂ€ndiger ist und vieles mit Mama und Papa als beste Freunde unternimmt – na da bin ich doch lieber Generation Y oder?
    LG Annika

    • Sicher werden die das, so wie sie erzogen werden, aber auch sie werden ihren Weg machen. Ja, sicher doch, wie bereits hier erwĂ€hnt kann ich diese Blablabla Generation Y Blablabla nicht mehr hören.

      Und das ist auch gut so, dass wir unser Ding machen. Ich dachte nur, ich muss da mal was dazu schreiben, mal die Gegenseite zu Wort kommen lassen.

      LG und noch einen schönen Sonntag

  10. hihi ich hab tatsĂ€chlich beim ersten Mal Urlaub auf Kreta gelesen 😉
    Zum Beitrag: Die einen sagen frĂŒher war alles besser und die anderen sagen ihr Jungen habt es heutzutage ja viel leichter als wir damals, aber ich denk an beidem ist etwas Wahres dran, es ist halt alles im Wandel und nichts ist immer nur schwarz und weiß :-/

    lg Babsi

    • Hihi, ich auch, deswegen stand es dann erklĂ€rend in Klammern. Na ja, einfacher, das kommt immer darauf an was genau gemeint ist. Einiges ist in der Tat einfacher, anderes nicht.

      FrĂŒher war alles besser? Hmm, ich weiss nicht, wenn ich mir so die Erziehung ansehe, evtl, weniger Helikopter Eltern. Aber dann weiter…Frauen und ihr Bild in der Gesellschaft…da wird mir schon ganz anders. Jede Zeit hat ihre Daseinsberechtigung…und wie Du bereits schreibst, es ist nicht alles immer Schwarz-Weiss und alles ist im Wandel.

      Liebe GrĂŒsse,

      Paula

  11. Sehr guter Text und tolle Gedanken! Denke auch viel darĂŒber nach, ich nenne uns immer ganz liebe „Generation Weltreise“! 😉 Aber wahrscheinlich sollten wir uns gar nicht so viel Gedanken darĂŒber machen, sondern einfach leben – leben wie wir wollen und uns nicht rechtfertigen! Die anderen merken es frĂŒh genug 😉 Liebe GrĂŒĂŸe!

  12. Oh ja – das mag ich besonders. FrĂŒher war echt alles besser. Wir hatten schulfrei wegen Smog im Winter. Es gab lecker Blei in der Luft. Die Amis parkten Atomraketen in unserem Vorgarten und fĂŒr den Fall des Krieges hatten die Franzosen ihre Hades – die wĂ€r so bis Berlin geflogen. Alles war prima und natĂŒrlich sowieso besser 😀

  13. Als Mann auf der grĂ¶ĂŸeren Seite der 40 sage ich dir: Hör nicht auf diese greise Hexe und ihre gar freudlosen EinflĂŒsterungen!

    Ich gebe dir den dringenden Rat, anstandslos 50 zu werden und vor allem, dabei unanstĂ€ndig zu bleiben, wie es sich fĂŒr eine Frau deiner Jugend gehört 😀

  14. Du hast sooo recht! Diese ĂŒberheblichen Artikel 40+-JĂ€hriger, die der Meinung sind uns bestens zu verstehen – und dann „Jugendwörter“ definieren, von denen wir noch nie etwas gehört haben… nervig. Aber jetzt soll ja die Generation Z das Ruder ĂŒbernehmen, bin mal gespannt, ĂŒber was sie sich dann kĂŒnstlich aufregen 😉 Liebe GrĂŒĂŸe, Meike

  15. Hey Paula,

    Cooler Post! ich habe bisher noch nicht so wirklich darĂŒber nachgedacht, was fĂŒr Erwartungen man an mich stellt, nur weil ich mit 23 aus der Generation Y komme. Die Freiheiten, die ich all zu oft so sehr genieße, ĂŒberfordern mich gleichzeitig regelmĂ€ĂŸig. Auslandsemester!? Fuck yeah!! Ok, wo? Wann? Wie viel kostet es? Fuck, lass mich in Ruhe, ich kĂŒmmer mich morgen drum.
    Gleiche vorgehensweise gilt eigentlich fĂŒr alles andere auch. Nur dass wir es dann auch wirklich morgen machen. UnverstĂ€ndlich fĂŒr viele aus den Generationen vor uns, die eine klare Struktur hatten und ihren Weg geradlinig und zielstrebig gegangen sind. Beides hat seine Vor- und Nachteile, denn ich weiß nicht, ob unsere neu gewonnene IndividualitĂ€t immer so zielfĂŒhrend ist. ÜBer 17000 StudiengĂ€nge werden in Deutschland angeboten, Tendenz steigend. Meine Meinung dazu? Unnötig, gebt den angehenden Studenten lieber etwas mehr Struktur, als das Maß an IndividualitĂ€t so hart auszureizen. Aber das ist natĂŒrlich nur ein Aspekt, du sprichst ja noch viel mehr richtige Dinge in deinem Post an!

    Ich bin gespannt auf neuen Content.

    Habedere,

    Max

    • Hallo Max!

      Danke Dir. Na ja, ich seh das mit der grossen Auswahl als sehr positive Entwicklung an. Denn wenn man weiss wer man ist und was man möchte, dann entscheidet man sich fĂŒr etwas, dass zu einem passt – 100% und ohne weitere Zweifel etwas zu verpassen. Und ja, das gleiche mit dem Auslandssemester…
      Ich finde die Möglichkeiten toll und nutze sie auch voll aus! Aber ich verstehe nur all zu gut was du meinst. Struktur muss man sich selber schaffen, wir wĂ€re sehr genervt, wĂŒrde sie vorgegeben sein 😉

      Liebe GrĂŒsse aus dem sonnigen ZĂŒrich,

      Paula

      • Auf jeden Fall!! Nichts wĂ€re schlimmer, als wenn man wĂŒsste, was man will, es aber nicht haben kann, weil die Rahmenbedigungen nicht stimmen. Aber ich unterstelle dem Großteil heutigen Abiturienten und SchulabgĂ€ngern einfach mal, dass sie mit ihren 17 jungen Jahren eben noch nicht wissen, wo genau es hingehen soll und was der richtige Weg fĂŒr sie ist. Das soll kein Vorwurf sein, mir ging es ja nicht anders. Etwas mehr Struktur, Klarheit und Reduziertheit hĂ€tte mir und vielen anderen in dem Moment sicher gut getan^^

        • Oder eine Erziehung & Schule die einem die eigenen FĂ€higkeiten vor Augen fĂŒhrt, statt zu versuchen gleich zu machen. Die meistern wissen ja nicht was sie wollen, weil sie meist gar nicht die Chance bekommen ihre Interessen und Talente zu entdecken geschweige auszuleben…

  16. Hallo
    Jetzt musste ich grinsen bei deinem Artikel. Ich bin die Generation Mitte 70iger (momentan 40+)und hatte auch immer so eine Ă€hnliche Denkweise wie du. :)Also von der „Generation“ VOR meiner Generation.
    Denen konnten wir es damals doch auch nie wirklich Recht machen.
    Aber naja, meine Devise war halt -> Nicht jammern, sondern sein eigenes Ding durchziehen. Und wenn es jemanden nicht gefÀllt, dann soll er weggucken oder einfach besser machen.
    Nichts war besser oder schlechter -> es war einfach ANDERS 🙂
    Wir leben in einem Wandel. Klar, dass keine Generation gleich der anderen ist. Jede hat ihre eignen Voraussetzungen, Probleme und auch Interessen. Und das ist auch gut so. Denn wir sollten uns doch alle weiterentwickeln und nicht auf einem Stand stehen bleiben.
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Nila

    • Guten Abend Nila

      Das ist schön und traurig zugleich zu hören, dass man in der ganzen zeit nichts dazu gelernt hat. Eben, das Problem ist so alt wie die Menschheit selbst…Leider. Aber wie so schön bereits erwĂ€hnt…Alles ist im Wandel!

      Herzliche GrĂŒsse,

      Paula

  17. Ich liebe ja dieses „Du musst das so und so machen! Wir haben das alle so gemacht“ – Traurig genug, dass ihr das ‚alle‘ so gemacht habt und euch nicht getraut habt mal etwas anderes zu versuchen. Das muss ich dann scheinbar in die Hand nehmen, denn ich scheue mich nicht davor es mal auf anderem Wege zu probieren. 😀
    Generell bin ich kein Fan von Schubladendenken und Verallgemeinerung. Ich denke aber, dass die Medien einen sehr großen Teil dazu beisteuern, dass wir die BuhmĂ€nner sind. Gerade das TV-Schauen ist meiner Meinung nach ein großer Faktor. LĂŒgen, LĂŒgen, LĂŒgen. Aber bevor es hinterfragt wird, schließt man sich der Welle an und reitet mit auf ihr. Bis sich dann eventuell herausstellt, dass kein Funke Wahrheit dabei war. Cooler Artikel. 🙂

    Liebe GrĂŒĂŸe

    • Hi

      Danke! Ja, das mit dem hinterfragen ist immer schwierig, durch alle Altersklassen durch. Ich denk mir immer: Die vorherige Generation hat uns gross gezogen aber wir sind die Versager? Sind wir nicht ein wenig auch das Produkt unserer Erziehung? Hmm…schwierig 😉 Ja, auch wenn die Wahrheit raus kommt zum Schluss, will die doch leider keiner mehr hören. Man hat sich seine Meinung gebildet…

      Liebe GrĂŒsse,

      Paula

  18. Ein sehr schöner Artikel. Ich hatte letztes Jahr im Juli eine Bestenehrung und selbst da kommen die mit dem Thema Generation Y um die Ecke – der Sprecher hatte es aber auch recht witzig beleuchtet. Immerhin saß eine Truppe frisch Ausgelernter vor ihm, die die besten des Jahrgangs waren und sich deshalb nicht unbedingt mit den Attributen faul und arbeitsscheu beschreiben liesen 🙂

    Ganz liebe GrĂŒĂŸe
    Elsa

    • Paula Deme

      Hallo Elsa!

      Herzlichen GlĂŒckwunsch =) Ja, das mit dem „einordnen“ in eine Spalte ist immer schwierig…Egal zu welcher Generation man gehört..

      Ganz liebe GrĂŒsse,

      Paula

  19. Huiuiui Paula, hart aber zurecht! 😀
    Ich glaub das, worĂŒber Du geschrieben hast ist nur ein Ausschnitt aus dem ganzen automatisierten Bewertungs- und Schubladensystem. Dass man Menschen, Einstellungen, Lebensweisen usw. zu kategorisieren versucht, beobachte ich tĂ€glich auf der Arbeit und es nervt tatsĂ€chlich! StĂ€ndig muss alles bewertet und verurteilt werden, es wird verglichen und negativiert (ich glaub dieses Wort gibt es gar nicht :D)
 Mein Eindruck ist, es geht noch viel weiter darĂŒber hinaus. Der Trend den ich beobachte ist, dass Menschen fĂŒr ALLES eine Anleitung haben wollen. In wie vielen Schritten wird man erfolgreich? Was muss ich in welcher Reihenfolge tun, um achtsam zu werden? Welchen Punkt muss ich drĂŒcken, damit Frau zufrieden ist? Ja und ĂŒberhaupt wo ist die Anleitung fĂŒrs Leben? 
Ich glaube die Menschheit tut sich damit keinen Gefallen
.

    Danke fĂŒr Deine offene Art, sehr sympathisch! 🙂
    Tatjana

    • Paula Deme

      Hallo Tatjana, der Name des Blogs ist halt Programm. Danke fĂŒr die Blumen. =)

      Ja, das mit der Anleitung kann ich so nur unterschreiben. Und wenn man ihnen dann eine Anleitung gibt, wissen sie es meist doch besser 😉

      Mitdenken wĂ€re ja so ne Alternative, die sei ganz krass hab ich gehört…lach.

      Ganz liebe GrĂŒsse,

      Paula

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