Was Männer wollen…

Ja, was zum Teufel wollen Männer von uns Frauen? Wie sollte sie sein, die „Eine“ für gewisse Stunden oder mehr? Sexbombe? Gute Hausfrau und Köchin? Folgsam und zurückhaltend? Vor ein paar Wochen las ich in einem Forum: „Ich muss noch 10 kg mindestens abnehmen, wenn ich einen Mann abbekommen will. Schliesslich möchte ich mal Kinder!“

*Räusper…Ja, dann such dir doch einen oberflächlichen Mann, der dich wegen deines Gewichtes mag. Und wenn du schwanger bist und vielleicht aufgehst wie ein Hefeteig, ist es bestimmt nicht weiter tragisch, wenn er mit einer schlankeren liebäugelt!

Also beim besten Willen, was will man solchen Frauen sagen, die ihr Glück vom Gewicht und Aussehen abhängig machen? Und wie gross ist dann die Enttäuschung, wenn das Leben mit weniger auf den Rippen, dann doch nicht so happy wird wie man sich das ausgemalt hat! Oder der besagte Prinz, der einen glücklich machen soll, nicht antrabt.

Ich wollte es genauer wissen und habe in meinem Freundeskreis und auf Facebook eine Umfrage gestartet: Was wollen Männer eigentlich? Was ist ihnen wichtig in einer Beziehung und was ist der absolute Abturner? Fünfzig Männer wurden befragt. Dreissig Männer zwischen 21 und 52 Jahren standen Rede und Antwort, die anderen zwanzig befragten gaben keine Antwort. Einige von den letzteren gaben als Auskunft, sie wüssten es nicht so recht, andere schweigen sich aus bis heute. Also fangen wir an:

Der jüngste verwies mich auf den Platz in der Gesellschaft als Frau,der sei durch die Medien schon ganz in vergessenheit geraten, berief sich auf einen Pickup Artist, der so Frauenfeindlich ist, dass ich mich gefragt habe, was er von uns Frauen denn eigentlich noch will.
Eine Lady sollte wissen wo ihr Platz ist (am besten unter dem Mann und hinter dem Herd), zurückhaltend sein. Aber spontan wenn es nötig ist und lieber süss als Sexy. Sexy sei nur gut für einen ONS.

Aha. Nun ja, jedem das seine würde ich mal sagen, Geschmäcker sind verschieden. Und wir waren alle mal jung, unbeholfen und unsicher beim anderen Geschlecht.

Liebe Männer

Es gibt kein Rezept wie es mit uns Frauen klappt, bleibt einfach ihr selbst, seid nett und zuvorkommend, dann klappt das auch, es ist wirklich nicht so schwer. Bücher braucht es nicht, vor allem nicht solche. Denn nichts schreit mehr: „Ich habe Komplexe und einen kleinen Schniedel!“ als sich so ein Buch ins Regal zu stellen. Sorry!

Alle Männer waren sich einig: Offen, humorvoll und ehrlich sollte sie sein, entspannt, sich nicht verstellen (ganz, ganz wichtig!) Selbstbewusst und kein Kontrollfreak.

Aber das gilt für beide Seiten

„Kontrollettis“ wie ich sie gerne nenne, waren und werden nie beliebt oder begehrt sein. Denn wenn ich vertraue, brauche ich keine Kontrolle und wenn ich mir meiner Attribute bewusst bin, fürchte ich auch nicht den Vergleich. Denn das ist Eifersucht ja irgendwo. Die Angst vor dem Vergleich mit dem anderen, oder? Das Aussehen ist sicher auch wichtig, doch da die Geschmäcker so verschieden und so vielfältig sind, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen, denn man kann auch in Grösse S nichts ausstrahlen und von Selbsthass zerfressen sein. Wohlfühlen muss man sich…und da fängt das Ding mit der Selbstliebe an. Denn wer sich nicht wirklich kennt und sich nicht annehmen kann wie er ist, kann auch nicht von anderen verlangen das sie es tun. Leuchtet ein, oder?

Gemeinsame Interessen standen auch ganz oben auf der Liste. Und auch die Wissenschaft ist sich dort einig: Gleich und gleich gesellt sich gern.

Natürlich ziehen sich Gegensätze auch an, doch auf Dauer, wenn die Rosarote Brille weg ist (passiert im Schnitt nach 4 Jahren) nerven uns die kleinen Unterschiede.

Alle Männer waren sich auch in diesen Punkten einig

Loyal und zuverlässig sollte sie sein, und nicht beim kleinsten Problem das Handtuch werfen. Ihm gewisse Freiheiten lassen, Unabhängigkeit wurde auch gross geschrieben, sowie eigene Ziele. Intelligent sollte die Frau auch sein, man sollte sich mit ihr unterhalten können, nicht nur über die neusten Beauty und Fashion Trends in der Cosmopolitan. Worum wir wieder bei den gemeinsamen Interessen wären…

Sex, ja, da waren sich auch alle einig. Gut muss er sein. Doch was macht guten Sex aus? Ist wohl für jeden was anders. Wenn sich die Frau gehen lassen kann z.B. Aber das ist ein zu grosses Thema um es heute und hier zu erläutern. Um weibliche Sexualität wird es im nächsten Beitrag gehen 😉

Ein paar Antworten der Männer werde ich euch nicht vorenthalten:

„Ich wünsche mir eine Frau die das neugierige und furchtlose Mädchen in sich akzeptiert und zulässt. Eine Frau die ihre Stärke nicht durch eine harte Schale und taffes auftreten demonstriert, sondern durch ihren Charme und Witz. Eine Frau die zu ihrer Weiblichkeit steht und sie auf natürliche Weise auslebt. Eine abenteuerliche Träumerin die sich von der Magie einer schwebenden Seifenblase begeistern lässt.“

„Ich geh jetzt also mal von mir aus: Ich hab weder Präferenzen der Haarfarbe, noch der Hautfarbe. Und klaro: Körperlich muss sie mir gefallen. Aber ob grosse Brüste oder kleinere, ist nebensächlich. Figur und die körperliche Ausstrahlung (the way she walks…und so) müssen stimmen. Aber eben: kommt vieles in Frage. Wichtig: Augen und Gesicht müssen anziehend, faszinierend sein. Rein äusserlich also entscheidet sich zuerst einmal, ob sie Zielperson ist, oder nicht.  Für mich ganz klar wichtig: Humor. Witz. Schalk. Schlagfertigkeit. Sprachwitz. Grösstmögliche (aber nicht absolute!) Überschneidung mit den eigenen elementaren Interessen: Musik, Kultur allg. (Filme, Ausstellungen, Literatur), Essen, Feriengestaltung, Wohnvorstellungen, und ja, wo möglich, gleiche sexuelle Bedürfnisse.

Für mich aber auch ganz enorm wichtig: Unabhängigkeit in jeder Faser: Im Emotionellen, Sexuellen und auch eigener Erfüllung (Beruflichem, Projekte). Je abhängiger desto schwieriger. Will heissen ans Gegenüber Anlehnen ja, zwischendurch, aber nicht nur und immer. Und: Je mehr auf mich fokussiert, je abturnender und blockierender Anforderungen und zur Frage; wie muss die perfekte Kandidatin sein, Hat also alles immer auch mit der eigenen Geschichte zu tun, logisch. Mit den Prägungen und Kerbungen des bisherigen Lebens. Und kann ändern, mit dem eigenen Wachsen, Entfaltung der Persönlichkeit – und somit Eigenwahrnehmung, die ja auch ein Prozess ist. Aber eben, generell finde ich schon: Männer machen sich grundsätzlich weniger (Beziehungs-)Gedanken als Frauen. Weil sie sich auch weniger selbstreflektieren.“

„Sie sollte für das häusliche bereit sein, ihm seine Freiheiten lassen im Bezug Sport, Game, Freunde aber wiederum an ihm hängen, ihm zuhören/ dann sollte sie offen sein für alles im Bett.“

„Gute Frage. Sie sollte sich wohl in ihrem Körper fühlen, intelligent und gesund sein, sozial integriert, sie sollte Ziele haben und eigene Hobbies haben. Dinge wie Offenheit und Ehrlichkeit gehören natürlich auch dazu. Und sagen wir’s so: Bestimmt emotionale Treue (über die körperliche Treue kann man sich streiten.)“

„Das wichtigste ist, das sie so tut als ob es sie interessiert auch wenn es nicht so ist.“

Von keinem einzigen Mann kam irgendwo das Thema Gewicht zu Sprechen. Sicher, 30 Männer sind nicht die Welt und es gibt wohl einige denen das extrem Wichtig ist. Doch gibt es eben auch Männer da draussen, die gerne Kurven haben…und Frauen nicht auf das Aussehen reduzieren.

Klar, entscheidet das Äussere ob wir jemanden kennenlernen möchten, vor allem die Chemie und die Ausstrahlung der Person. Das Gesamtpaket, nicht alleine die Zahl auf der Waage.

Fazit: Es würde einigen Frauen gut zu Gesicht stehen an ihrer inneren Einstellung und ihrem Charakter zu arbeiten statt nur an der äusseren Erscheinung.

Danke allen Beteiligten für ihre Zeit und das Mitmachen <3