Raus aus der Komfortzone!

„Na ja, der Sex ist nicht mehr so toll, doch mit den netten Affären nebenbei kommt das schon gut. Ich liebe sie, das musst du mir glauben! Doch mit ihr reden kann ich darüber nicht.“ „Jetzt wo wir zusammen wohnen, ist das nicht so einfach sich zu trennen, so finanziell, eine eigene Wohnung ist teuer, gerade in Zürich…“ „Ich warte noch bis die Kinder aus dem gröbsten draussen sind, ich weiss nicht wie ich das sonst schaffen soll als Alleinerziehende.“ „Sport? Da geh ich nächste Woche hin, gerade bin ich zu müde und im TV läuft abends meine Lieblingssendung!“ „Ich will ja schon ewig diese Fortbildung machen, aber irgendwie weiss ich nicht wie ich das zeitlich hinbekommen soll.“ „Reisen, ja, das wäre schön, doch so ganz alleine, ist glaube ich nichts für mich.“ „Rauchen aufhören wäre toll, allerdings ist es so schwer.“ „Ich kiffe, trinke, nehme ja gar nicht so viel, der XY ist da viel schlimmer…“

STOP! Es gibt tausendundeine Ausrede Dinge nicht zu tun die uns am Herzen liegen

Entweder weil wir sie uns nicht zutrauen, den inneren Schweinehund nicht überwinden können oder Angst haben vor dem alleine sein. Doch ist es wirklich die Situation die uns ängstigt oder ist es eher die, meist grundlose, Angst die sich mehr und mehr aufbauscht als Hirngespinst in unseren Köpfen?

Ich bin nun seit einigen Jahren ohne feste monogame Beziehung und traf im Laufe dieser Jahre auf viele Männer und Frauen die in unglücklichen Beziehungen steckten. Fragte ich nach den Gründen hörte man immer wieder das gleiche heraus: Die einen wollten nicht alleine sein und nahmen dafür alles in Kauf, viele gingen heimlich fremd, weil es im Bett nicht mehr lief, oder nicht nach ihren Vorstellungen, aber niemand traute sich mit der Partnerin / Partner offen zu reden. Oder gar sie zu verlassen. Viele sahen dabei all die Jahre die sie bereits in die Beziehung investiert hatten, warum das also weg werfen?

Lieber gingen sie munter fremd

Aber beteuerten immer wieder wie sehr sie den Partner doch liebten. Entschuldigung? Meines Erachtens belügt und betrügt man Menschen nicht die man liebt, sondern sucht gemeinsam nach Lösungen. Auch finanziell abhängige Menschen sollten sich wirklich mal Gedanken machen, was das noch mit Liebe zu tun hat, wenn man sich nicht trennt, weil man dann seinen Lebensstandard so nicht halten kann. Wäre es dann nicht mal an der Zeit auf eigenen Beinen zu stehen? Unabhängig, Selbstbestimmt? Auch für verheiratete Paare mit Kindern, die ausharren wegen der Kinder habe ich nur noch ein müdes Kopfschütteln übrig. Kinder brauchen Eltern die zufrieden sind mit dem Leben, nicht Eltern die zu Hause sich keines Blickes mehr würdigen oder gar jeden Tag streiten.

Warum fällt es uns so schwer aus unserer Komfortzone auszubrechen? Lieber harren wir aus, warten auf irgendein Wunder das nie eintreffen wird, oder vertrösten uns auf morgen. Dabei lügen wir uns alle samt in die Tasche, denn meist wird es vom Abwarten nicht besser. Ganz im Gegenteil. Je länger man meist wartet, desto grösser wird die Angst, die Bedenken und der Zweifel. Bis es irgendwann zu spät ist. Klar, für gewisse Aktionen im Leben muss man den Schweinehund überwinden. Doch wenn man das Ziel vor Augen hat und es einem wirklich wichtig ist, kann man es schaffen. Sport statt TV, gesunde Ernährung statt Junkfood, Fortbildung statt Party usw.

Man muss nur wollen, wirklich wollen

Du willst ins Ausland? Do it, now! Gerade in der heutigen Zeit sind die Möglichkeiten da und warum sollte man sie nicht nutzten? Freunde und Familie werden immer noch da sein, auch wenn man ein paar Km weiter weg wohnt. Und wenn man scheitert? Dann hat es dann immer hin versucht, anstatt sich auf dem Sterbebett zu fragen: „Was wäre gewesen wenn…? Denn wer immer nur das tut was er kann, bleibt was er ist, statt sich weiterzuentwickeln. Traut euch mehr zu, überwindet euch, raus aus der Komfortzone!

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Ron Orp Zürich.

 

Schönes Wochenende und liebe Grüsse aus Bern

 

Paula