Was nix kostet ist nix wert, oder?

Vor einiger Zeit entdeckte ich das Portal Wissenstausch.ch. Im Grunde geht es darum, dass man Wissen gegen Wissen tauscht. Man meldet sich an, bekommt Startpunkte (mit denen man schon Kurse kostenlos besuchen kann), gibt Kurse, bekommt weitere Punkte für das und für diese kann man andere Kurse die auf dem Portal angeboten werden besuchen. Gute Sache, angemeldet, Kursbeschreibung rein, Raum gefunden, Promo! Wie man das halt so macht, positioniert man ein Inserat in Familienforen, betreibt Mund zu Mundpropaganda, ich habe sogar einen Flyer für den Blog anfertigen lassen. Eines Tages gifteten mich Mamis in einem Schweizer Familienforum an, was mich denn so befähige einen Kurs über Kommunikation mit Kindern zu geben. Ja, was in Gottes Namen fiele mir also ein, einen kostenlosen Kurs zu diesem Thema zu geben? Ausserdem kostet er nicht und was nichts kostet, kann doch nicht gut sein, oder? Hatte ich nichts Besseres zu tun mit meiner Zeit und meinem Geld? Kursraum und Verpflegung gingen nämlich aus meiner privaten Kasse weg.

Ich schätze mal, dass die Arbeit mit Kindern und Eltern seit 1999, eine Ausbildung im pädagogischen Bereich und eben besagte knapp 17 Jahre Erfahrung mich nicht dafür qualifizieren so einen Kurs zu halten. *Ironieoff

Nun gut, denn dieses Jahr werde ich den Kursleiterinnen Kurs absolvieren und mich zur Birkenbihl Trainerin ausbilden lassen. Gern dürft ihr das zweite Googeln, Tipp: Gehirn gerechtes Lernen und Lehren. Anbei eine kurze Info, was man so vermittelt bekommt in dem Kursleiterinnen Kurs

https://www.aeb.ch/images/MB-FA-14-8-18.pdf

bzw. der Plan ist schon bis zum Schluss den Weg zu beschreiten zur

Eidg. Fachausweis Ausbilderin

Doch die Frage ist eine andere: Ist alles was es kostenlos gibt, nichts wert? Das schienen mir nämlich gewisse Personen suggerieren zu wollen! Warum eigentlich? Ist Commonsense und Hilfsbereitschaft ohne die Hand aufzuhalten so unüblich? Es ist ja nicht so als würde ich Diplome verteilen…ausserdem geht der Kurs nur 2. Stunden. In was für einer Gesellschaft leben wir denn? Und sieht jeder seine Arbeit eher als Last an? Etwas, dass wir nur bereit sind zu tun für Geld? Ich weiss noch wie ich einem Bekannten erzählte ich gebe Deutschunterricht in einem Flüchtlingsheim. „Umsonst?“ fragte er damals leicht schockiert.

„Und leider unterhielten wir uns über profane Sachen wie unsere Arbeit…“ Also ich liebe meinen Job als Erzieherin und angehende Ausbildnerin und sehe es weder profan noch als „Arbeit“ an, sondern als meine grosse Leidenschaft. Wissen vermitteln, gibt es eine Aufgabe die schöner ist? Nicht in meinen Augen. Wieso kann man also nicht einfach annehmen, dass es wirklich Menschen gibt, die ihr Wissen gern teilen, sich gerne die Zeit nehmen und es anderen vermitteln wollen, aus Leidenschaft und nicht nur des Geldes wegen?! Ich für meinen Teil, werde am 30.01 den ersten Kurs geben, weitere sollen in Winterthur folgen, im Sommer dann auch in englischer Sprache. Für den 30.01 hat es noch wenige Plätze frei. Infos unter: wissenstausch.ch

 

Ich freue mich darauf!

 

Schönes Wochenende

Paula