Hallo du! Schön hast du den Weg zu meinem Blog gefunden. Ich bin 33 Jahre alt und PĂ€dagogin. Mich erfĂŒllt meine Arbeit, es ist wirklich meine Berufung auch nach all den Jahren! Ich bin nĂ€mlich seit 2002 mit Kindern und deren Eltern unterwegs. WĂ€ren da nicht ein paar „Störenfriede“ die meinen himmelblauen Himmel mit kleinen Wölkchen trĂŒben. Bzw. mehr als das, denn oft habe ich zu hören bekommen: “ Also, DAS darf man so nicht sagen!“ 

Warum eigentlich? Warum darf ich nicht sagen, wenn Eltern ihre Kinder ĂŒberfordern? Warum darf ich nichts sagen, wenn das Kind wirklich nicht das Mathegenie ist, fĂŒr den ihn seine Eltern halten? Warum darf ich nicht sagen, dass es nicht ok ist sein Kind zum 3.(!) mal zum Psychologen zu bringen, weil es nicht zufriedenstellend den Intelligenztest bestanden hat, ganze 3. Mal in Folge! Warum darf ich Eltern nicht sagen, dass es nicht ok ist, wenn ihre Nanny 6 Tage die Woche 12 Stunden lang arbeitet fĂŒr einen Hungerlohn? Warum ist es nicht ok zu sagen, dass Kinder nicht in ein 5 Sterne Wellness Hotel gehören? Warum ist es nicht ok, öffentlich mehr Lohn zu fordern? Ja, warum nur? 

Ich sag euch warum: Die Wahrheit. Sie ist meist unschön. Sie tut weh. Und das eigene Kind ist es das tollste, klĂŒgste, schönste von allen. Wenn ich jedem Elternteil, jedem Arbeitgeber etc. die Wahrheit ins Gesicht sagen wĂŒrde, hĂ€tte ich bald keinen Job mehr. Und ich bin bei weitem nicht die einzige die so denkt. 

Als ich mal erwĂ€hnte, in der Öffentlichkeit, z.B. dass ich am Wochenende, in dem besagten 5 Sterne, Wellness Hotel, gern die Ruhe geniesse, ohne Kinder, Kindergeschrei, KindergeplĂ€rre usw. sprach man mir meine Eignung fĂŒr den Beruf ab!  

Anstatt dass Eltern froh sind, haben sie am Montagmorgen eine top motivierte, geduldige, ausgeruhte PÀdagogin auf der Matte haben, schimpften sie wie die Rohrspatzen, ich solle mir einen anderen Beruf suchen und lÀuteten die nÀchste Hexenverbrennung ein. Geht`s noch?  

Abstand zum Berufsalltag ist wichtig!

Erde an Eltern! Schimpft ihr auch auf den Bauarbeiter, der seinen Urlaub nicht neben der nĂ€chsten Baustelle bucht? Ihr habt alle eure Kinder gern, egal was sie tun, doch es gibt echt Menschen, die haben keine Kinder. Die haben andere BedĂŒrfnisse als ihr und eure Familien. Nur weil jemand mit Kindern arbeitet, bedeutet das nicht, dass er Tag und Nacht 24/7 von Kindern umgeben sein muss. Auch wenn er oder sie Kinder liebt, sonst wĂŒrde man den Beruf wohl kaum so lange ausĂŒben 😉 Ihr seht schon da gibt es einiges was nur so durchzogen ist von Ahnungslosigkeit und Ignoranz. 

NatĂŒrlich sind nicht alle so, da sind wir uns alle einig. Doch in diesem Blog, wird es primĂ€r darum gehen, was man nicht sagen darf, aber sagen muss. 

Vielleicht eröffnen sich dem ein oder anderen dadurch neue Sichtweisen auf gewisse Situationen. Andere finden bestimmt etwas zum Schmunzeln, aber vor allem zum KopfschĂŒtteln. 

Dieser Blog soll auch Hilfestellung sein, fĂŒr alle in schwierigen Situationen mit Eltern, Arbeitgebern, Arbeitskollegen. Gerade die Nannys, oftmals junge Frauen wissen wenig ĂŒber ihre Rechte, erzĂ€hlt man den meisten ja nur von ihren Pflichten. Hier werdet ihr Antworten finden, die man so nicht sagen darf. Doch ich möchte, dass wir uns organisieren, ein Ventil haben, wo man einfach mal seinen Frust loslĂ€sst, wo man verstanden wird. Weil auch Eltern mal frustriert sind ĂŒber ihre kleinen Engelchen.  

Wenn ihr Anregungen habt, Fragen etc. zögert nicht mir zu schreiben: PaulaDeme@wasmansonichtsagendarf.ch